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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 11.11.06 01:08 Uhr |
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Ich möchte in ein oder zwei Jahren den Rennsteig im Winter machen.
Leider kann ich weder Skifahren (-laufen?) noch Schneeschuhgehen. Letzteres scheint mir für den Rennsteig angebrachter.
Worauf muß ich achten, wenn ich mir ein paar Schneeschuh zulege? Gibt es Maximallasten? Ich bringe zur Zeit 100kg auf die Waage; bissel Gepäck und Verpflegung ... also 110kg müssten sie schon tragen.
Im Baumarkt sah ich gestern welche für 129 CHF. 1 mal in Plaste - Plaste im Winter, da hab ich kein gutes Gefühl. Aber dann auch als Metallrohrrahmen mit Lederfläche. Sah eigentlich ganz ordentlich aus.
Die in Plaste hatten an der Unterseite 2 Spikes und eine Länsverstellung für den Fuß. Braucht man sowas?
Günter
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.11.06 19:42 Uhr |
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Hallo Günter,
ggg <ggg.le@swissinfo.org> schrieb:
>Ich möchte in ein oder zwei Jahren den Rennsteig im Winter machen.
Welchen Rennsteig? Den Thüringer Rennsteig von Hörsel bis nach Blankenhain?
>Leider kann ich weder Skifahren (-laufen?) noch Schneeschuhgehen. >Letzteres scheint mir für den Rennsteig angebrachter.
Der Thüringer Rennsteig ist auf fast der gesamten Strecke im Hochwinter sehr schneesicher, ich war Ende April dort noch mit Grödeln an der Schmücke unterwegens. Dort wo Loipen gespurt sind wirst Du dir mit Schneeschuhen wenig Freunde machen. Einige Steilanstiege sind mit Schneeschuhen schlecht zu bewerkstelligen. Ich ziehe an diesen Stellen Grödeln vor. Am Inselsberg, bei den sogenannten Reitsteine, ist der Rennsteig auf der Originalroute im Winter nicht begehbar, es seihe denn du rückst mit Seil, Steigeisen und Eispickel an. Beachte bei deiner Tourenplanung, das sich der Zeitraum nicht mit dem Weltcup's in Oberhof überschneidet. Zu diesem Zeitpunkt sind nicht nur die Unterküfte ausgebucht und teuer, sondern es ist auch sehr viel Betrieb am Grenzadler in Oberhof.
Gruss Joern Weber
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.11.06 20:37 Uhr |
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Joern Weber wrote:
> Den Thüringer Rennsteig von Hörsel
"Hörschel", IIRC
vG, da am Werraufer auch mal losgelaufen seiend
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 15.11.06 20:03 Uhr |
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Hallo Volker,
Volker Gringmuth <einklich@gmx.net> schrieb:
>Joern Weber wrote: > >> Den Thüringer Rennsteig von Hörsel > >"Hörschel", IIRC > > >vG, da am Werraufer auch mal losgelaufen seiend
Korrekt der Ort heisst Hörschel und der Fluß Hörsel.
Gruss Joern Weber.
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 15.11.06 10:36 Uhr |
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Joern Weber <listen@joernweber.de> schrieb:
>Hallo Günter, > >ggg <ggg.le@swissinfo.org> schrieb: > >>Ich möchte in ein oder zwei Jahren den Rennsteig im Winter machen. > >Welchen Rennsteig? Den Thüringer Rennsteig von Hörsel bis nach >Blankenhain?
Genau diesen.
>Der Thüringer Rennsteig ist auf fast der gesamten Strecke im >Hochwinter sehr schneesicher, ich war Ende April dort noch mit Grödeln >an der Schmücke unterwegens.
Grödeln???
>Dort wo Loipen gespurt sind wirst Du dir >mit Schneeschuhen wenig Freunde machen.
Das ist mir klar. Von der Werra bis Schmücke rechne ich nicht mit gespurten Loipen. Ebenso auf dem Stück durch Bayern. Das sind die unwirtlichen Teile.
>Einige Steilanstiege sind mit >Schneeschuhen schlecht zu bewerkstelligen. Ich ziehe an diesen Stellen >Grödeln vor. Am Inselsberg, bei den sogenannten Reitsteine, ist der >Rennsteig auf der Originalroute im Winter nicht begehbar, es seihe >denn du rückst mit Seil, Steigeisen und Eispickel an.
So schlimm? Habe die Strecke mal im strömenden Regen gemacht. War zwar brutal aber machbar. Ist aber schon ein paar Jahre her (ca. 30).
>Beachte bei deiner Tourenplanung, das sich der Zeitraum nicht mit dem >Weltcup's in Oberhof überschneidet. Zu diesem Zeitpunkt sind nicht nur >die Unterküfte ausgebucht und teuer,
Am Rennsteig kann man ganz prima im Wald übernachten. Hab ich bis jetzt immer so gemacht.
>sondern es ist auch sehr viel >Betrieb am Grenzadler in Oberhof. > guenter
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 15.11.06 12:45 Uhr |
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Hallo ggg
>>Der Thüringer Rennsteig ist auf fast der gesamten Strecke im >>Hochwinter sehr schneesicher, ich war Ende April dort noch mit Grödeln >>an der Schmücke unterwegens. > Grödeln??? [externer Link]
>>Einige Steilanstiege sind mit >>Schneeschuhen schlecht zu bewerkstelligen. Ich ziehe an diesen Stellen >>Grödeln vor. Am Inselsberg, bei den sogenannten Reitsteine, ist der >>Rennsteig auf der Originalroute im Winter nicht begehbar, es seihe >>denn du rückst mit Seil, Steigeisen und Eispickel an. > So schlimm? Wenn Schmelzwasser von einem besonnten Hang ueber einen staendig im schatten liegenden normalen Fahrweg bergab laeuft und dort vereist, brauchst Du ggf schon Eisen. Ist mir mal in den Dolomiten so gegangen, dass wir fuer eine Winterbesteigung an einer einzigen Stelle Steigeisen anziehen mussten: 50 Meter hinterm Talort auf einer geteerten Strasse.
> Am Rennsteig kann man ganz prima im Wald übernachten. > Hab ich bis jetzt immer so gemacht. Bis minus wieviel Grad rechnest Du da in der Nacht? -25 oder -30 koennen Dir da schon unterkommen.
Florian
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 16.11.06 08:21 Uhr |
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Florian Anwander <nospam@nospam.com> schrieb:
> >> Am Rennsteig kann man ganz prima im Wald übernachten. >> Hab ich bis jetzt immer so gemacht. >Bis minus wieviel Grad rechnest Du da in der Nacht? -25 oder -30 >koennen Dir da schon unterkommen.
ja so mit -25 ist zu rechnen. Kälter hatte ich es in (ost-)deutschen Mittelgebirgen noch nicht. Mal abgesehen vom Wind. Aber in der Beziehung gibt es ja des nachts keine Probleme am Rennsteig. Da kann man recht gut windgeschützt übernachten.
guenter
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 15.11.06 20:37 Uhr |
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Hallo Günter,
ggg <ggg.le@swissinfo.org> schrieb:
>Joern Weber <listen@joernweber.de> schrieb: > >>Hallo Günter, >> >>ggg <ggg.le@swissinfo.org> schrieb:
>>Welchen Rennsteig? Den Thüringer Rennsteig von Hörsel bis nach >>Blankenhain? > >Genau diesen.
Im Winter ist das eine nette Herausforderung.
>>Der Thüringer Rennsteig ist auf fast der gesamten Strecke im >>Hochwinter sehr schneesicher, ich war Ende April dort noch mit Grödeln >>an der Schmücke unterwegens. > >Grödeln???
Leite Eisen für die Schuhe. Leichter als Steigeisen. Benötigen wenig Platz im Rucksack. 6 oder 8 Zacken. Werden in den Alpen von den Bauern verwendet.
>>Dort wo Loipen gespurt sind wirst Du dir >>mit Schneeschuhen wenig Freunde machen. > >Das ist mir klar. Von der Werra bis Schmücke rechne ich nicht mit >gespurten Loipen.
Das ist falsch. Die Weraquelle ist nahe Masseberg. Unzwischen der Werraquelle und dem Kurort Masserberg ist der Weg meist gespurt. Die Schmalkaldener Loipe, die Grenzwiese, an der Hohen Sonne und das Gebiet um Oberhof sind lange Abschnitte, von der Hörsel aus gesehen vor der Schmücke, die definitiv gespurt werden.
>>Einige Steilanstiege sind mit >>Schneeschuhen schlecht zu bewerkstelligen. Ich ziehe an diesen Stellen >>Grödeln vor. Am Inselsberg, bei den sogenannten Reitsteine, ist der >>Rennsteig auf der Originalroute im Winter nicht begehbar, es seihe >>denn du rückst mit Seil, Steigeisen und Eispickel an. > >So schlimm? >Habe die Strecke mal im strömenden Regen gemacht. War zwar brutal aber >machbar. >Ist aber schon ein paar Jahre her (ca. 30).
Einige Quellen queren den Rennsteig und führen zur Vereisungen des Weges. Teilweise läuft das Wasser auch die Wege entlang und gefriert. Rechne mit stark verharschten Untergrund. Dort wo im Sommer Stufen mit Holzschwellen sind, ist im Winter eine Rutschbahn. Auf diesen glatten vereisten Wegen kommst Du mit Grödeln schneller und sicherer vorwärts als mit Schneeschuhen. Richtig unangenehm wird es, wenn das Quellwasser unter der Eisschicht oder zwischen den Eisschichten durchfliesst. Dann ist die Oberfläche für Schneeschuhe zu glatt und mit Grödeln bricht man durch. (Mein Kampfgewicht ist auch ca. 100 kg) Für diesen Fall kann ich dir auch keine Lösung nennen.
An den Reitsteine benötigt man im Sommer schon die Hände oder man geht gleich die Inselsberg-Strasse entlang. Im Winter habe ich es dort mit Grödeln schon probiert und musste umkehren.
>>Beachte bei deiner Tourenplanung, das sich der Zeitraum nicht mit dem >>Weltcup's in Oberhof überschneidet. Zu diesem Zeitpunkt sind nicht nur >>die Unterküfte ausgebucht und teuer, > >Am Rennsteig kann man ganz prima im Wald übernachten. >Hab ich bis jetzt immer so gemacht.
Oha! Du weißt das der Rennsteig eine extrem ausgesetzte Lage besitzt? Rechne mit sehr tiefen Temperaturen und eisigen Wind. Wenn du nicht rechzeitig einer zahlreichen Schutzhütten erreichst, kannst du in Schwierigkeiten kommen.
Gruss Joern Weber
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Schneeschuh | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 16.11.06 08:33 Uhr |
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Joern Weber <listen@joernweber.de> schrieb:
>Hallo Günter, > >ggg <ggg.le@swissinfo.org> schrieb: > >>Joern Weber <listen@joernweber.de> schrieb: >> >>>Hallo Günter, >>> >>>ggg <ggg.le@swissinfo.org> schrieb: > >>>Welchen Rennsteig? Den Thüringer Rennsteig von Hörsel bis nach >>>Blankenhain? >> >>Genau diesen. > >Im Winter ist das eine nette Herausforderung.
In den besseren Jahreszeiten hab ich ihn schon ein paar mal gemacht. War mein erster größerer Wanderweg.
Im Winter hab ich bis jetzt nur Kurztouren gemacht. (2 ... 3 Tage).
>> >>Das ist mir klar. Von der Werra bis Schmücke rechne ich nicht mit >>gespurten Loipen. > >Das ist falsch. Die Weraquelle ist nahe Masseberg. Unzwischen der >Werraquelle und dem Kurort Masserberg ist der Weg meist gespurt.
Da hatten wir uns mißverstanden.
Von der Werra = ab Startpunkt des Rennsteig.
In der Nähe der Werraquelle kann man übrigens ganz prima im Wald pennen.
>Die >Schmalkaldener Loipe, die Grenzwiese, an der Hohen Sonne und das >Gebiet um Oberhof sind lange Abschnitte, von der Hörsel aus gesehen >vor der Schmücke, die definitiv gespurt werden.
>>>Einige Steilanstiege sind mit >>>Schneeschuhen schlecht zu bewerkstelligen. Ich ziehe an diesen Stellen >>>Grödeln vor. Am Inselsberg, bei den sogenannten Reitsteine, ist der >>>Rennsteig auf der Originalroute im Winter nicht begehbar, es seihe >>>denn du rückst mit Seil, Steigeisen und Eispickel an. >> >>So schlimm? >>Habe die Strecke mal im strömenden Regen gemacht. War zwar brutal aber >>machbar. >>Ist aber schon ein paar Jahre her (ca. 30). > >Einige Quellen queren den Rennsteig und führen zur Vereisungen des >Weges. Teilweise läuft das Wasser auch die Wege entlang und gefriert. >Rechne mit stark verharschten Untergrund. Dort wo im Sommer Stufen mit >Holzschwellen sind, ist im Winter eine Rutschbahn. Auf diesen glatten >vereisten Wegen kommst Du mit Grödeln schneller und sicherer vorwärts >als mit Schneeschuhen. Richtig unangenehm wird es, wenn das >Quellwasser unter der Eisschicht oder zwischen den Eisschichten >durchfliesst. Dann ist die Oberfläche für Schneeschuhe zu glatt und >mit Grödeln bricht man durch. (Mein Kampfgewicht ist auch ca. 100 kg) >Für diesen Fall kann ich dir auch keine Lösung nennen. > >An den Reitsteine benötigt man im Sommer schon die Hände oder man geht >gleich die Inselsberg-Strasse entlang. Im Winter habe ich es dort mit >Grödeln schon probiert und musste umkehren. >
Danke.
Werde diese Betrachtungen in meine Vorbereitung einbeziehen.
>>Am Rennsteig kann man ganz prima im Wald übernachten. >>Hab ich bis jetzt immer so gemacht. > >Oha! Du weißt das der Rennsteig eine extrem ausgesetzte Lage besitzt? >Rechne mit sehr tiefen Temperaturen und eisigen Wind. Wenn du nicht >rechzeitig einer zahlreichen Schutzhütten erreichst, kannst du in >Schwierigkeiten kommen.
Habe mir bei einer der letzten Touren ein Verzeichnis der Schutzhütten am Rennsteig erstellt.
guenter
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