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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.06 13:27 Uhr |
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Hallo,
ich möchte mir einen gescheiten Kocher für Trekking und Camping zulegen. Er sollte mir Mobilität ermöglichen, also nicht zu schwer(~ 200 g)oder zu sperrig sein, mit Gas funktionieren und die Kartusche sollte über ein Ventil verfügen, das es mir erlaubt, die Kartusche sicher abzuschrauben und später wieder am Brenner zu benutzen.
Der Einsatz muss auch bei extremer Kälte im hochalpinen Gebiet gesichert sein.
Was haltet Ihr vom "Primus Kocher Techno Trail II" oder vom "Campingaz - Twister 270 PZ"? Preislich würde ich bis 50 € gehen wollen, möglichst etwas darunter ;-)
Da man kaum gute Tipps im Netz findet, wäre ich wirklich dankbar für Tipps.
Grüße
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.06 16:43 Uhr |
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Tim Schoon schrieb: [...] > einen [...] Kocher [...]zulegen. > Er sollte [...] mit Gas funktionieren [...]. > > Der Einsatz muss auch bei extremer Kälte im hochalpinen Gebiet gesichert > sein.
Diese beiden Bedingungen schließen sich meiner Meinung nach aus. Gas kannst du bei extremer Kälte und großer Höhe in die Tonne treten. Unabhängig vom Kocher, weil das Zeug gar nicht erst aus der Kartusche rauskommen will.
Vielleicht widerspricht mir aber auch jemand, dann lasse ich mich gern belehren.
Schönen Gruß,
Jochen
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Gaskocher für den Außeneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 18:05 Uhr |
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>> einen [...] Kocher [...]zulegen. Er sollte [...] mit Gas funktionieren [...]. >> >> Der Einsatz muss auch bei extremer Kälte im hochalpinen Gebiet gesichert >> sein. > > Diese beiden Bedingungen schließen sich meiner Meinung nach aus. Gas kannst du > bei extremer Kälte und großer Höhe in die Tonne treten. Unabhängig vom Kocher, > weil das Zeug gar nicht erst aus der Kartusche rauskommen will.
Hallo,
hier meine persönlichen Erfahrungen:
MSR DragonFly mit Reinbenzin, getestet am Mt. McKinley bis ins Highcamp ca. 5200m, -20°C, kein Problem (für Geübte Vorheizen im Zelt möglich)
Markill Stormy mit Markill Gaskocher, 30/70 Mischung, Mt. McKinley, 5200m, -20°C Kocher nicht nutzbar (kein Druck) !!!
MSR DragonFly mit russischem bleifreiem Superbenzin ROS 95, 5200m, -15°C, Vorheizen im Zelt nicht möglich (starke Russ-Entwicklung)
Markill Stormy mit umgebautem Trangia Gasbrennereinsatz (Brenner hat Vorheizschlange), diverse Einsätze, problemlos (Vorheizen mit Gas, Kochen mit Flüssiggasspeisung, d.h. Kartusche umgedreht, dann reicht der Restdruck)
Zusammengefasst:
Für wirklich extreme Einsätze (grosse Höhe, extreme Kälte, starker Sturm) bei denen ein Kochen im Freien nicht möglich ist, würde ich auf einen Gaskocher mit Vorheizschlange und damit der Möglichkeit der Flüssiggasspeisung gehen. Das geht aber natürlich nur bei Kochern mit Schlauch.
Viele Grüße
Bernd
PS Wer den Markill-Umbau sehen will, ich kann gerne ein paar Bilder verschicken.
PPS Zur Zeit baue ich für meinen Dragonfly einen Kartuschenadapter, sodass er auch mit Gas betrieben werden kann (so wie der Primus Omnifuel)
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.06 17:01 Uhr |
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Tim Schoon wrote:
> Der Einsatz muss auch bei extremer Kälte im hochalpinen Gebiet > gesichert sein.
Dann solltest Du die Kartusche/Flasche in der Unterwäsche tragen.
Flüssiggas ist nur bei Temperaturen brauchbar, bei denen es in der Kartusche verdampft. Und zwar heftig genug verdampft, um ordentlich Druck aufzubauen.
Siedepunkt Propan: -42 °C Siedepunkt Butan: -0,7 °C
Nach meinen Erfahrungen sind die gängigen Propan-Butan-Mischungen unterhalb von 5 °C kaum noch brauchbar. Das Gas kommt zwar irnkwie aus der Flasche, aber so unzuverlässig, daß Du damit nicht wirklich kochen möchtest.
Niedriger Luftdruck kann dabei zwar helfen, aber nicht viel :)
vG
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.06 22:49 Uhr |
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Tim Schoon wrote:
> ich möchte mir einen gescheiten Kocher für Trekking und Camping zulegen. > Er sollte mir Mobilität ermöglichen, also nicht zu schwer(~ 200 g)oder > zu sperrig sein, mit Gas funktionieren und die Kartusche sollte über ein > Ventil verfügen, das es mir erlaubt, die Kartusche sicher abzuschrauben > und später wieder am Brenner zu benutzen. > > Der Einsatz muss auch bei extremer Kälte im hochalpinen Gebiet gesichert > sein.
Dann kannst du Gas oder Spiritus ziemlich vergessen. Mein Tip wäre ein gescheiter Benzinkocher (MSR o.ä.).
Gruß, Michael
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 10:34 Uhr |
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Michael Paap wrote:
> Dann kannst du Gas oder Spiritus ziemlich vergessen. > Mein Tip wäre ein gescheiter Benzinkocher (MSR o.ä.).
Einspruch. Mein Trangia funzt besser als mein Primus. Testhöhe (ausführlich) 2400, bis 3200 keine nenneswerte Unterschiede, bist etwa -10°C geht er auch besser, dem Primus wird es unter +20°C kühl, unter +10°C kalt. Den Trangia Brenner muß ich nur in eine Jackentasche zu tun und schon meckert er nicht über die Kälte. Oder ich übergieße ihn mit Spiritus ;-)
Grüße aus Eldoret, Kenia
Roland
-- Wir reisen mit dem Fahrrad durch das Globale Dorf - [externer Link]
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 10:53 Uhr |
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Roland Mosler wrote:
> Einspruch. Mein Trangia funzt besser als mein Primus.
Der aber auch ein Gaskocher ist...
> Testhöhe (ausführlich) > 2400, bis 3200 keine nenneswerte Unterschiede, bist etwa -10°C geht er auch > besser, dem Primus wird es unter +20°C kühl, unter +10°C kalt. Den Trangia > Brenner muß ich nur in eine Jackentasche zu tun und schon meckert er nicht > über die Kälte. Oder ich übergieße ihn mit Spiritus ;-)
Das sind aber alles so Spielchen... mal ganz blöde gefragt und ohne einen Flamewar lostreten zu wollen: Was spricht eigentlich *für* einen Gaskocher? Die Kartuschen, die man hinterher an der Backe hat (und die dann beispielsweis ein den Pyrenäen teilweise als Halde hinter den Refuges liegen)?
Gruß, Michael
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 11:07 Uhr |
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Michael Paap wrote:
> Das sind aber alles so Spielchen... mal ganz blöde gefragt und ohne > einen Flamewar lostreten zu wollen: Was spricht eigentlich *für* einen > Gaskocher?
Im Haus? Vieles, je nach dem was die Alternative ist. Im Wohnmobil (etc.)? Ebenfalls einiges. Unterwegs mit Rad oder zu Fuß? IMHO nix.
Gruß
Roland
PS. Ich sprach von Spiritus als Alternative zur einer Benzinschleuder ;-)
-- Wir reisen mit dem Fahrrad durch das Globale Dorf - [externer Link]
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 11:10 Uhr |
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Michael Paap schrieb: > > Das sind aber alles so Spielchen... mal ganz blöde gefragt und ohne > einen Flamewar lostreten zu wollen: Was spricht eigentlich *für* einen > Gaskocher?
Ich finde z.B. angenehm, dass ich da nicht mit irgendwelchen Flüssigkeiten herumpütschern muss. Da läuft nichts aus, da kleckert nichts... Und mit Gas koche ich bei widrigen Bedingungen ausnahmsweise auch schon mal IM Zelt. Bei Spiritus und Benzin hätte ich da schon mehr Schiss, dass ich mich mit dem Zelt abfackele. Bei Gas sehe ich das entspannter.
Außerdem spricht für mich FÜR Gas, dass der Kocher mir sozusagen zugelaufen ist. Den hatte ich also auf einmal, und deswegen benutze ich den auch.
Schönen Gruß,
Jochen
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 11:25 Uhr |
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Jochen Diestel wrote:
> Ich finde z.B. angenehm, dass ich da nicht mit irgendwelchen > Flüssigkeiten herumpütschern muss. Da läuft nichts aus, da kleckert > nichts...
Uuuh, Flüssigkeiten. ;-)
> Und mit Gas koche ich bei widrigen Bedingungen ausnahmsweise auch schon > mal IM Zelt. Bei Spiritus und Benzin hätte ich da schon mehr Schiss, > dass ich mich mit dem Zelt abfackele.
Die hätte ich z.B. bei Spirituskochern auch. Der Benzinkocher ist da deutlich entspannter, weil die Flüssigkeiten normalerweise brav da bleiben, wo sie sind, selbst wenn man das Ding im laufenden Betrieb auf den Kopf stellt.
Wobei ich zugebe, den MSR-Whidperlight mit Spiritus vorzuheizen, damit er nicht rumrußt. Kann ich sehr empfehlen: Je nach Höhenlage 2-4 ml Spiritus unter die Generatorschleife, Ventil erst aufdrehen, wenn der Spiritus so gut wie verbrannt ist und das Ding brennt sofort mit blauer Flamme.
> Außerdem spricht für mich FÜR Gas, dass der Kocher mir sozusagen > zugelaufen ist. Den hatte ich also auf einmal, und deswegen benutze ich > den auch.
Jo, das ist ein Grund.
Gruß, Michael
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 17:05 Uhr |
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Am Mon, 28 Aug 2006 11:10:37 +0200 schrieb Jochen Diestel:
>> Das sind aber alles so Spielchen... mal ganz blöde gefragt und ohne >> einen Flamewar lostreten zu wollen: Was spricht eigentlich *für* einen >> Gaskocher? > > Ich finde z.B. angenehm, dass ich da nicht mit irgendwelchen > Flüssigkeiten herumpütschern muss. Da läuft nichts aus, da kleckert > nichts... > Und mit Gas koche ich bei widrigen Bedingungen ausnahmsweise auch schon > mal IM Zelt. Bei Spiritus und Benzin hätte ich da schon mehr Schiss, > dass ich mich mit dem Zelt abfackele. Bei Gas sehe ich das entspannter.
Ich habe zwar schonmal ein paar "Spiritusunfälle" gesehen, bei denen auf einmal gewisse Wanderstiefel oberflächlich in Brand standen, passiert ist da aber nix. Deshalb war das auch nicht der Grund, für die Trangias noch zusätzliche Gaseinsätze zu kaufen und je nach Tour den einen oder anderen Brenner mitzunehmen (Wandern -> Spiritus, Kanu/Rad/Auto -> Gas) -- "the prius is so slow, the child could run on the street, retrieve the ball ang grow to puberty before you actually hit it." Jeremy Clarkson, Topgear
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 21:34 Uhr |
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Michael Paap schrieb: > > Das sind aber alles so Spielchen... mal ganz blöde gefragt und ohne > einen Flamewar lostreten zu wollen: Was spricht eigentlich *für* einen > Gaskocher?
1. Die Flamme ist viel besser regelbar als beim Spirituskocher und bei den meisten Benzinkochern. Somit kann man mit einem Gaskocher auch _richtig_ kochen, nicht nur Fertigfraß erwärmen. 2. Er stinkt nicht so wie ein Benzinkocher.
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 21:56 Uhr |
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Silvia Müller wrote:
> 1. Die Flamme ist viel besser regelbar als beim Spirituskocher und bei > den meisten Benzinkochern. Somit kann man mit einem Gaskocher auch > _richtig_ kochen, nicht nur Fertigfraß erwärmen.
Alles Übungssache. Du hättest mein Hähnchen in Rotweinsauce mit Salzkartoffeln probieren sollen, das ich neulich in den Pyrenäen bereitet habe. ;-)
Gruß, Michael
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.06 10:20 Uhr |
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Hallo Tim
> Der Einsatz muss auch bei extremer Kälte im hochalpinen Gebiet gesichert > sein. Wie die anderen schon schrieben: Das tut mit dem ueblichen Butan/Popan-80/20-Gemisch nur, wenn Du die Kartusche anwaermst. Normale Helden waermen die Kartusche mit einem Teelicht (an Boden *und* Gehaeuse waermen; Kartusche mit blossen Fingern halten - das sorgt dafuer, dass Du sie nicht zu heiss machst); Weicheier stecken sie etwa eine viertel Stunde vor dem Kochen unter den Pulli stecken. Nachts kommt die Kartusche zu den Innenstiefeln in den Schlafsack. Wenn das Ding brennt Windschutz drumrum stellen, das haelt die Kartusche auch ein bisschen in der Waerme.
Es gibt wohl auch Kartuschen fuer Kleinkocher mit reinem Propan; irgwann gabs hier mal eine Link dafuer.
Florian
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Gaskocher für den Ausseneinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.08.06 06:56 Uhr |
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Florian Anwander wrote:
> Es gibt wohl auch Kartuschen fuer Kleinkocher mit reinem Propan; > irgwann gabs hier mal eine Link dafuer.
Da bewegt sich andererseits das Energie/Gewicht-Verhältnis bald jenseits von Gut und Böse :) Kocht hier zufällig jemand mit reinem Wasserstoff?
vG
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