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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen03.06.06 10:39 Uhr
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Hallo

bevor ich wieder einen Fehlkauf machen werden, frage ich zuerst hier :-)

Ich habe vor, diesen Sommer in der Ebene mehrtägige Wanderungen zu unternehmen.
in A und D

Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert,
ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt werden können.

Beim Igluzelt, worauf ist da besonders zu achten?

Welche Isoliermatten sind "ideal"?

Gruss und Danke im voraus
Rita

 
 
 
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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen04.06.06 20:22 Uhr
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Rita Ritter wrote:
>
> Ich habe vor, diesen Sommer in der Ebene mehrtägige Wanderungen zu unternehmen.
> in A und D
>
> Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert,
> ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt werden können.

Sommerschlafsäcke für die Ebene sind nicht besonders kritisch. Wenn du
wirklich keine weiteren Ambitionen hast, kauf dir ein einfaches Modell
der Hausmarke eines der großen Händler. Der Preis hängt bei diesen
Modellen von Packmaß und Gewicht ab. Kleine, leichte Schlafsäcke kosten
ein bisschen mehr als bauschige Monster.

> Beim Igluzelt, worauf ist da besonders zu achten?

nur noch sehr simple Modelle haben Glasfaser-Gestänge. Von denen ist
abzuraten. Sie leiden unter UV-Empfindlichkeit und sollten sie mal
brechen, kann sie nicht reparieren, nicht mal mit einer provisorischen
Notreparatur. Alugestänge halten länger und können mit einer hoffentlich
beiligenden Röhre soweit repariert werden, dass man ein paar Tage gut
damit durch kommt.

Klar könnte ich jetzt noch über Nähte schreiben, die getapt sein müssen
und über Vor- und Nachteile des Schnitts, aber wenn du im Sommer in der
Ebene und nahe der Zivilisation ein paar Nächte zelten willst, dann ist
das alles überflüssig. Sollte tatsächlich was ernsthaft kaputt gehen,
findest du immer einen Platz, um die Nacht zu verbringen.

> Welche Isoliermatten sind "ideal"?

Für deine Anforderungen? Billige. Geschlossenporiger Schaum ist besser
als offenpooriger. Solche mit Relief isolieren besser als welche ohne.
Selbstaufblasende sind die Komfortklasse. Und wenn man eniges Geld
ausgeben kann und will, bekommt man auch tolle Qualität.

Ich habe keine Ahnung, was du eigentlich machen willst. Wenn es dir um
ein Pfadfinder-Zeltlager geht oder du bei einem Open-Air-Konzert oder
meinetwegen auch am Strand ein paar Tage zelten willst, kauf bei einem
der großen Händler und schau nach Produkten seiner Hausmarke.

Wenn du den Einstieg suchst in mehr, also zB für das kommende Jahr eine
Tour in Skandinavien planst, solltest du die mittleren Qualitäten der
großen Hersteller anpeilen. Saleva, VauDe, und so weiter ...

Expeditionsqualität und Preise sind für dich nicht relevant.

Ich hoffe, das hilft dir schon mal weiter. Wenn du mehr wissen willst,
frag uns einfach.

Ciao Henning
 
 
 
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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen05.06.06 00:28 Uhr
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Rita Ritter wrote:

> Hallo
>
> bevor ich wieder einen Fehlkauf machen werden, frage ich zuerst hier :-)
>
> Ich habe vor, diesen Sommer in der Ebene mehrtägige Wanderungen zu
> unternehmen. in A und D
>
> Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert,
> ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt werden
> können.

Zum den-ganzen-Tag-auf-dem-Rücken-tragen? Daune. Das schlechtere Verhalten
bei Feuchtigkeit dürfte da wahrscheinlich ein kleineres Übel darstellen als
das größere Gewicht eines Kunsfaserschlafsacks. 0 bis -5 Grad
Komforttemperatur, würde ich sagen, oder aber dünner, dann ist aber evtl.
Schlafen mit Pullover angesagt.

>
> Beim Igluzelt, worauf ist da besonders zu achten?

Wenn es den ganzen Tag geschleppt werden soll? Gewicht. ;-)

Schon mal an ein ein-Bogen-Zelt gedacht (Salewa Khamsin2 o.Ä.)?

>
> Welche Isoliermatten sind "ideal"?

Solche aus geschlossenzelligem Schaum. Im Zweifelsfall lieber etwas dicker,
nicht die superdünnen Varianten, da würde ich ein paar zusätzliche Gramm in
Kauf nehmen. Aber keine selbstaufblasende Isomatte, _dieses_ zusätzliche
Gewicht möchtest Du nicht schleppen. ;-)

>
> Gruss und Danke im voraus
> Rita

Ich würde ganz allgemein recht stark auf das Gewicht achten, wenn ich die
Sachen den ganzen Tag auf dem Rücken durch die Gegend wuchten möchte. Also
auch möglichst universelle Ausrüstungsstücke verwenden (Schweitzer
Taschenmesser, Zipphose, etc.). Und auch auf scheinbar unwichtige
Gewichtsunterschiede achten, also z.B. Geschirr und Besteck aus Alu statt
Stahl - Sowas summiert sich. Und vor Allem würde ich im Zweifelsfall lieber
ab und zu improvisieren als eine nur selten benötigte schwere Ideallösung
mitzuschleppen. Ein Sockenpaar zu wenig oder ein schwerer zu bedienender
Kocher werden Dir nicht gleich den Wandertag vermiesen, ein paar Kilos zu
viel im Rucksack schaffen das aber ganz locker.
 
 
 
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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen05.06.06 09:44 Uhr
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On Montag 05 Juni 2006 00:28, Peter Pradelski wrote:

> Taschenmesser, Zipphose, etc.). Und auch auf scheinbar unwichtige
> Gewichtsunterschiede achten, also z.B. Geschirr und Besteck aus Alu statt
> Stahl
Besteck aus Alu? Also die paar Gramm die man am Loeffel spart (Gabel braucht
man nicht, Messer ist am Schweizer eins dran) halte ich nicht für relevant.
Ansonsten wuerde ich dann eher einen Plastik oder Holzloeffel nehmen. Der ist
auch leicht, verformt sich nicht so fuerchterlich wie Alu und verkrazt
ausserdem nicht die "non-stick" Beschichtung im Alu Topf.
Wer doch lieber was Handfestes als Loeffel haben moechte und auf das Gewicht
achtet bevorzugt dann wahrscheinlich Titan.

Cheers,
Sven

 
 
 
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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen05.06.06 17:27 Uhr
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Sven Hoexter wrote:

> On Montag 05 Juni 2006 00:28, Peter Pradelski wrote:
>
>> Taschenmesser, Zipphose, etc.). Und auch auf scheinbar unwichtige
>> Gewichtsunterschiede achten, also z.B. Geschirr und Besteck aus Alu statt
>> Stahl
> Besteck aus Alu? Also die paar Gramm die man am Loeffel spart (Gabel
> braucht man nicht, Messer ist am Schweizer eins dran) halte ich nicht für
> relevant.

Wurde im folgenden Satz erklärt - "Sowas summiert sich". ;-) Klar, für sich
alleine sind die paar Gramm nicht der Rede wert, erst wenn Du auch bei den
übrigen Sachen auch darauf geachtet hast.

> Ansonsten wuerde ich dann eher einen Plastik oder Holzloeffel
> nehmen. Der ist auch leicht, verformt sich nicht so fuerchterlich wie Alu
> und verkrazt ausserdem nicht die "non-stick" Beschichtung im Alu Topf.

Auch eine gute Idee.

> Wer doch lieber was Handfestes als Loeffel haben moechte und auf das
> Gewicht achtet bevorzugt dann wahrscheinlich Titan.

Oder so.
 
 
 
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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen06.06.06 03:21 Uhr
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Peter Pradelski wrote:

> Rita Ritter wrote:
>
[...]
>> Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert,
>> ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt
>> werden können.
>
> Zum den-ganzen-Tag-auf-dem-Rücken-tragen? Daune. Das schlechtere
> Verhalten bei Feuchtigkeit dürfte da wahrscheinlich ein kleineres Übel
> darstellen als das größere Gewicht eines Kunsfaserschlafsacks. 0 bis
> -5 Grad Komforttemperatur, würde ich sagen, oder aber dünner, dann ist
> aber evtl. Schlafen mit Pullover angesagt.

Meine persönliche Meinung zum Thema Schlafsack und Gewicht: Außer in
trop. Gefilden vielleicht würde ich immer zu einer, wenn nicht zwei
Klassen unter der zu erwartenden Temperaturen greifen. Auch wenn sich
hinterher herausstellt, dass er etwas zu warm war (und da Gewicht zu
viel mitgeschleppt wurde). Nichts schlägt mehr aufs Gemüt, als nachts
zu frieren. Und die angegebenen "Komfort"temperaturen spiegeln nicht
unbedingt das wieder, was man selbst noch als komfortabel empfinden
würde. (Sowieso nicht wenn der Schlafsack nass wurde).
Gewicht sparen: Ja! Aber sicher nicht bei der Wärmeleistung des
Schlafsackes. Outdoor hat mit Survival nichts gemein.

Es kommt noch dazu, dass die Wärmeleistung zumindest mit jedem Waschen
abnimmt. Und man will ja evtl. einige Jahre in dem Ding freude haben.

Du (OP) sprichst die Koppelbarkeit der Schlafsäcke an: Bis auf wirkliche
Winterschlafsäcke (die oft gar keinen Reisverschluss über die ganze
Länge haben), findest Du in fast jedem Temperatur- und Preissegment
koppelbare Schlafsäcke, das ist als Standardfeature eher die Regel als
die Außnahme. Du musst halt darauf achten, einen rechten und einen
linken zu kaufen. (Welch Überraschung ;-))

Gruß Harald

 
 
 
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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen07.06.06 02:10 Uhr
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Harald Brauner wrote:

> Peter Pradelski wrote:
>
>> Rita Ritter wrote:
>>
> [...]
>>> Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert,
>>> ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt
>>> werden können.
>>
>> Zum den-ganzen-Tag-auf-dem-Rücken-tragen? Daune. Das schlechtere
>> Verhalten bei Feuchtigkeit dürfte da wahrscheinlich ein kleineres Übel
>> darstellen als das größere Gewicht eines Kunsfaserschlafsacks. 0 bis
>> -5 Grad Komforttemperatur, würde ich sagen, oder aber dünner, dann ist
>> aber evtl. Schlafen mit Pullover angesagt.
>
> Meine persönliche Meinung zum Thema Schlafsack und Gewicht: Außer in
> trop. Gefilden vielleicht würde ich immer zu einer, wenn nicht zwei
> Klassen unter der zu erwartenden Temperaturen greifen. Auch wenn sich
> hinterher herausstellt, dass er etwas zu warm war (und da Gewicht zu
> viel mitgeschleppt wurde). Nichts schlägt mehr aufs Gemüt, als nachts
> zu frieren. Und die angegebenen "Komfort"temperaturen spiegeln nicht
> unbedingt das wieder, was man selbst noch als komfortabel empfinden
> würde. (Sowieso nicht wenn der Schlafsack nass wurde).
> Gewicht sparen: Ja! Aber sicher nicht bei der Wärmeleistung des
> Schlafsackes. Outdoor hat mit Survival nichts gemein.

Na, ich weiß nicht. Für Fahrrad/Motorrad/Kanu/ganzvieleandereSachen würde
ich das mit dem "lieber zu warm" sofort unterschreiben. Aber hier ist
gerade davon die Rede, die gesamte Ausrüstung den ganzen Tag auf dem Rücken
zu schleppen. Und da würde ich evtl. lieber 1-2 Nächte im Pullover und
langer Hose in den Schlafsack kriechen, oder notfalls sogar Feuer machen,
als all die übrigen Tage über ein paar Hundert Gramm mehr zu schleppen.
 
 
 
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Schlafsack und Zelt

Bergsteiger beim Bergsteigen27.06.06 11:28 Uhr
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Peter Pradelski <pradelp@gmx.de> wrote:

> Na, ich weiß nicht. Für Fahrrad/Motorrad/Kanu/ganzvieleandereSachen würde
> ich das mit dem "lieber zu warm" sofort unterschreiben. Aber hier ist
> gerade davon die Rede, die gesamte Ausrüstung den ganzen Tag auf dem Rücken
> zu schleppen. Und da würde ich evtl. lieber 1-2 Nächte im Pullover und
> langer Hose in den Schlafsack kriechen, oder notfalls sogar Feuer machen,
> als all die übrigen Tage über ein paar Hundert Gramm mehr zu schleppen.

Leichten Schlafsack, aber immer eine dicke Fleece-Mütze mitnehmen, denn
die meiste Wärme verliert der Körper über den Kopf.

Andreas
 
 
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