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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo
bevor ich wieder einen Fehlkauf machen werden, frage ich zuerst hier :-)
Ich habe vor, diesen Sommer in der Ebene mehrtägige Wanderungen zu unternehmen. in A und D
Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert, ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt werden können.
Beim Igluzelt, worauf ist da besonders zu achten?
Welche Isoliermatten sind "ideal"?
Gruss und Danke im voraus Rita
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schlafsack und Zelt | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.06.06 20:22 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Rita Ritter wrote: > > Ich habe vor, diesen Sommer in der Ebene mehrtägige Wanderungen zu unternehmen. > in A und D > > Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert, > ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt werden können.
Sommerschlafsäcke für die Ebene sind nicht besonders kritisch. Wenn du wirklich keine weiteren Ambitionen hast, kauf dir ein einfaches Modell der Hausmarke eines der großen Händler. Der Preis hängt bei diesen Modellen von Packmaß und Gewicht ab. Kleine, leichte Schlafsäcke kosten ein bisschen mehr als bauschige Monster.
> Beim Igluzelt, worauf ist da besonders zu achten?
nur noch sehr simple Modelle haben Glasfaser-Gestänge. Von denen ist abzuraten. Sie leiden unter UV-Empfindlichkeit und sollten sie mal brechen, kann sie nicht reparieren, nicht mal mit einer provisorischen Notreparatur. Alugestänge halten länger und können mit einer hoffentlich beiligenden Röhre soweit repariert werden, dass man ein paar Tage gut damit durch kommt.
Klar könnte ich jetzt noch über Nähte schreiben, die getapt sein müssen und über Vor- und Nachteile des Schnitts, aber wenn du im Sommer in der Ebene und nahe der Zivilisation ein paar Nächte zelten willst, dann ist das alles überflüssig. Sollte tatsächlich was ernsthaft kaputt gehen, findest du immer einen Platz, um die Nacht zu verbringen.
> Welche Isoliermatten sind "ideal"?
Für deine Anforderungen? Billige. Geschlossenporiger Schaum ist besser als offenpooriger. Solche mit Relief isolieren besser als welche ohne. Selbstaufblasende sind die Komfortklasse. Und wenn man eniges Geld ausgeben kann und will, bekommt man auch tolle Qualität.
Ich habe keine Ahnung, was du eigentlich machen willst. Wenn es dir um ein Pfadfinder-Zeltlager geht oder du bei einem Open-Air-Konzert oder meinetwegen auch am Strand ein paar Tage zelten willst, kauf bei einem der großen Händler und schau nach Produkten seiner Hausmarke.
Wenn du den Einstieg suchst in mehr, also zB für das kommende Jahr eine Tour in Skandinavien planst, solltest du die mittleren Qualitäten der großen Hersteller anpeilen. Saleva, VauDe, und so weiter ...
Expeditionsqualität und Preise sind für dich nicht relevant.
Ich hoffe, das hilft dir schon mal weiter. Wenn du mehr wissen willst, frag uns einfach.
Ciao Henning
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schlafsack und Zelt | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 05.06.06 00:28 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Rita Ritter wrote:
> Hallo > > bevor ich wieder einen Fehlkauf machen werden, frage ich zuerst hier :-) > > Ich habe vor, diesen Sommer in der Ebene mehrtägige Wanderungen zu > unternehmen. in A und D > > Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert, > ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt werden > können.
Zum den-ganzen-Tag-auf-dem-Rücken-tragen? Daune. Das schlechtere Verhalten bei Feuchtigkeit dürfte da wahrscheinlich ein kleineres Übel darstellen als das größere Gewicht eines Kunsfaserschlafsacks. 0 bis -5 Grad Komforttemperatur, würde ich sagen, oder aber dünner, dann ist aber evtl. Schlafen mit Pullover angesagt.
> > Beim Igluzelt, worauf ist da besonders zu achten?
Wenn es den ganzen Tag geschleppt werden soll? Gewicht. ;-)
Schon mal an ein ein-Bogen-Zelt gedacht (Salewa Khamsin2 o.Ä.)?
> > Welche Isoliermatten sind "ideal"?
Solche aus geschlossenzelligem Schaum. Im Zweifelsfall lieber etwas dicker, nicht die superdünnen Varianten, da würde ich ein paar zusätzliche Gramm in Kauf nehmen. Aber keine selbstaufblasende Isomatte, _dieses_ zusätzliche Gewicht möchtest Du nicht schleppen. ;-)
> > Gruss und Danke im voraus > Rita
Ich würde ganz allgemein recht stark auf das Gewicht achten, wenn ich die Sachen den ganzen Tag auf dem Rücken durch die Gegend wuchten möchte. Also auch möglichst universelle Ausrüstungsstücke verwenden (Schweitzer Taschenmesser, Zipphose, etc.). Und auch auf scheinbar unwichtige Gewichtsunterschiede achten, also z.B. Geschirr und Besteck aus Alu statt Stahl - Sowas summiert sich. Und vor Allem würde ich im Zweifelsfall lieber ab und zu improvisieren als eine nur selten benötigte schwere Ideallösung mitzuschleppen. Ein Sockenpaar zu wenig oder ein schwerer zu bedienender Kocher werden Dir nicht gleich den Wandertag vermiesen, ein paar Kilos zu viel im Rucksack schaffen das aber ganz locker.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schlafsack und Zelt | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 05.06.06 09:44 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | On Montag 05 Juni 2006 00:28, Peter Pradelski wrote:
> Taschenmesser, Zipphose, etc.). Und auch auf scheinbar unwichtige > Gewichtsunterschiede achten, also z.B. Geschirr und Besteck aus Alu statt > Stahl Besteck aus Alu? Also die paar Gramm die man am Loeffel spart (Gabel braucht man nicht, Messer ist am Schweizer eins dran) halte ich nicht für relevant. Ansonsten wuerde ich dann eher einen Plastik oder Holzloeffel nehmen. Der ist auch leicht, verformt sich nicht so fuerchterlich wie Alu und verkrazt ausserdem nicht die "non-stick" Beschichtung im Alu Topf. Wer doch lieber was Handfestes als Loeffel haben moechte und auf das Gewicht achtet bevorzugt dann wahrscheinlich Titan.
Cheers, Sven
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schlafsack und Zelt | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 05.06.06 17:27 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Sven Hoexter wrote:
> On Montag 05 Juni 2006 00:28, Peter Pradelski wrote: > >> Taschenmesser, Zipphose, etc.). Und auch auf scheinbar unwichtige >> Gewichtsunterschiede achten, also z.B. Geschirr und Besteck aus Alu statt >> Stahl > Besteck aus Alu? Also die paar Gramm die man am Loeffel spart (Gabel > braucht man nicht, Messer ist am Schweizer eins dran) halte ich nicht für > relevant.
Wurde im folgenden Satz erklärt - "Sowas summiert sich". ;-) Klar, für sich alleine sind die paar Gramm nicht der Rede wert, erst wenn Du auch bei den übrigen Sachen auch darauf geachtet hast.
> Ansonsten wuerde ich dann eher einen Plastik oder Holzloeffel > nehmen. Der ist auch leicht, verformt sich nicht so fuerchterlich wie Alu > und verkrazt ausserdem nicht die "non-stick" Beschichtung im Alu Topf.
Auch eine gute Idee.
> Wer doch lieber was Handfestes als Loeffel haben moechte und auf das > Gewicht achtet bevorzugt dann wahrscheinlich Titan.
Oder so.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schlafsack und Zelt | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 06.06.06 03:21 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Peter Pradelski wrote:
> Rita Ritter wrote: > [...] >> Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert, >> ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt >> werden können. > > Zum den-ganzen-Tag-auf-dem-Rücken-tragen? Daune. Das schlechtere > Verhalten bei Feuchtigkeit dürfte da wahrscheinlich ein kleineres Übel > darstellen als das größere Gewicht eines Kunsfaserschlafsacks. 0 bis > -5 Grad Komforttemperatur, würde ich sagen, oder aber dünner, dann ist > aber evtl. Schlafen mit Pullover angesagt.
Meine persönliche Meinung zum Thema Schlafsack und Gewicht: Außer in trop. Gefilden vielleicht würde ich immer zu einer, wenn nicht zwei Klassen unter der zu erwartenden Temperaturen greifen. Auch wenn sich hinterher herausstellt, dass er etwas zu warm war (und da Gewicht zu viel mitgeschleppt wurde). Nichts schlägt mehr aufs Gemüt, als nachts zu frieren. Und die angegebenen "Komfort"temperaturen spiegeln nicht unbedingt das wieder, was man selbst noch als komfortabel empfinden würde. (Sowieso nicht wenn der Schlafsack nass wurde). Gewicht sparen: Ja! Aber sicher nicht bei der Wärmeleistung des Schlafsackes. Outdoor hat mit Survival nichts gemein. Es kommt noch dazu, dass die Wärmeleistung zumindest mit jedem Waschen abnimmt. Und man will ja evtl. einige Jahre in dem Ding freude haben.
Du (OP) sprichst die Koppelbarkeit der Schlafsäcke an: Bis auf wirkliche Winterschlafsäcke (die oft gar keinen Reisverschluss über die ganze Länge haben), findest Du in fast jedem Temperatur- und Preissegment koppelbare Schlafsäcke, das ist als Standardfeature eher die Regel als die Außnahme. Du musst halt darauf achten, einen rechten und einen linken zu kaufen. (Welch Überraschung ;-))
Gruß Harald
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schlafsack und Zelt | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.06.06 02:10 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Harald Brauner wrote:
> Peter Pradelski wrote: > >> Rita Ritter wrote: >> > [...] >>> Welche Schlafsäcke sind da empfehlenswert, >>> ev. auch solche, wo zwei einzelne zu einem grossen zusammengesetzt >>> werden können. >> >> Zum den-ganzen-Tag-auf-dem-Rücken-tragen? Daune. Das schlechtere >> Verhalten bei Feuchtigkeit dürfte da wahrscheinlich ein kleineres Übel >> darstellen als das größere Gewicht eines Kunsfaserschlafsacks. 0 bis >> -5 Grad Komforttemperatur, würde ich sagen, oder aber dünner, dann ist >> aber evtl. Schlafen mit Pullover angesagt. > > Meine persönliche Meinung zum Thema Schlafsack und Gewicht: Außer in > trop. Gefilden vielleicht würde ich immer zu einer, wenn nicht zwei > Klassen unter der zu erwartenden Temperaturen greifen. Auch wenn sich > hinterher herausstellt, dass er etwas zu warm war (und da Gewicht zu > viel mitgeschleppt wurde). Nichts schlägt mehr aufs Gemüt, als nachts > zu frieren. Und die angegebenen "Komfort"temperaturen spiegeln nicht > unbedingt das wieder, was man selbst noch als komfortabel empfinden > würde. (Sowieso nicht wenn der Schlafsack nass wurde). > Gewicht sparen: Ja! Aber sicher nicht bei der Wärmeleistung des > Schlafsackes. Outdoor hat mit Survival nichts gemein.
Na, ich weiß nicht. Für Fahrrad/Motorrad/Kanu/ganzvieleandereSachen würde ich das mit dem "lieber zu warm" sofort unterschreiben. Aber hier ist gerade davon die Rede, die gesamte Ausrüstung den ganzen Tag auf dem Rücken zu schleppen. Und da würde ich evtl. lieber 1-2 Nächte im Pullover und langer Hose in den Schlafsack kriechen, oder notfalls sogar Feuer machen, als all die übrigen Tage über ein paar Hundert Gramm mehr zu schleppen.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schlafsack und Zelt | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.06.06 11:28 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Peter Pradelski <pradelp@gmx.de> wrote:
> Na, ich weiß nicht. Für Fahrrad/Motorrad/Kanu/ganzvieleandereSachen würde > ich das mit dem "lieber zu warm" sofort unterschreiben. Aber hier ist > gerade davon die Rede, die gesamte Ausrüstung den ganzen Tag auf dem Rücken > zu schleppen. Und da würde ich evtl. lieber 1-2 Nächte im Pullover und > langer Hose in den Schlafsack kriechen, oder notfalls sogar Feuer machen, > als all die übrigen Tage über ein paar Hundert Gramm mehr zu schleppen.
Leichten Schlafsack, aber immer eine dicke Fleece-Mütze mitnehmen, denn die meiste Wärme verliert der Körper über den Kopf.
Andreas
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