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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi NG..
Zeit für Sachbeiträge!
Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl. Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.
Klar, es gibt die FAQ! Andererseits gibt es auch immer wieder Entscheider, die nicht - oder nur bedingt - zurücklesen, und in dro vielleicht auf individuelle, sachdienliche Hinweise hoffen.
Ich bin schon gespannt auf eure Beiträge und daraus entstehende Diskussionen.
Sofern Schnee und Wind das alte Jahre regieren sollten, hoffe ich weitere Mitteilungen zu meinem Hogan Ultralight beibringen zu können. Bin selbst schon gespannt!
Meine Erfahrungen mit selbstgebauten PE- und Drachenstofftarps stelle ich dieser Tage nach.
Also, los! :-) -- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.11.05 10:22 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz schrieb
> Hi NG.. > > Zeit für Sachbeiträge! > > Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in > dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren > jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für > 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus > deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen > kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl. > Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.
Vielleicht wichtig, ob die Frage an Wanderer, Fahrradfahrer oder ?? gestellt wird und dann noch, ob total unabhängig gereist wird also alles (Zelt, und Küche) dabei sein muss. -- Gruss Jürg
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.11.05 22:25 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Juerg Bachmann, Du schriebst:
> Vielleicht wichtig, ob die Frage an Wanderer,
Ja, eher an die.
> ob > total unabhängig gereist wird also alles (Zelt, und Küche) > dabei sein muss.
Und auch eher das.
-- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.11.05 00:16 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz wrote: > > Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in > dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren > jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für > 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus > deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen > kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl. > Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben. >
Unsere Zelte:
Für den Rucksack, das (WW-)Kayak und allenfalls Fahrrad: Sounders Jet Pack Das leichteste 1-2 Personen Zelt, das ich gesehen habe. Giebelzelt, sturmfest, wenn man Heringe solid stecken kann, sonst (auf Sand oder Kies) beschweren der Heringe mit grossen Steinen. Man kann das Innenzelt unter dem Aussenzelt auf/abbauen, wenn es mal ununterbrochen regnet. Das Zelt ist teuer, aber sehr solide verarbeitet und hält ewig, unseres ist jetzt 16 Jahre alt. Gewicht unter 1.5 kg.
Fürs Boot (Canadier), Auto, Globetrotting, Reisen in 2-3er Gruppe: VauDe Campo Für die Qualität sehr günstiges Zelt, Kuppelzelt, gutes Alugestänge, in 30 Sekunden aufgestellt, steht ganz ohne Heringe, sehr geräumig, 2 Eingänge und 2 Apsiden, Innenzelt dank Moskitonetz gut durchlüftet, dennoch warm. Einziger Nachteil: Aussenzelt bildet etwas Kondenswasser, aber ist nicht so schlimm. Es ist mein Bootszelt, mein Allroundzelt, mein SchnellMalPennen-Zelt, sehr komfortabel. Das Zelt ist dem Salewa Sierra Leone nachgebildet, aber nur etwa halb so teuer. Dafür fehlen die Lüftungsklappen2im Aussenzelt (was auch wieder seine Vorteile hat) und die Eingänge sind nicht ganz so aufwendig gestaltet. Das Preis/Leistungsverhältnis ist unerreicht, Preis ca 160 Euro, dafür kriegt man sonst nur Warenhauszelte. 3.4 kg
Dann noch der Vollständgkeit halber: ein grosses geodätisches North Face Expeditionszelt und ein Baumwoll-Winnetou-Zelt als Küchen/Aufenthaltszelt.
Meine Meinung zu Tarps: Leider gerade dann, wenn Du Schutz brauchst, nämlich in Sturm und Wind, versagen sie. Dann lieber eine Plane zusätzlich zum Zelt mitnehmen, kann man besonders auch im Boot immer gebrauchen.
Gruss
Chiap
--==88==-- "Glancing water, brilliant sun, a pretty canoe, and a light heart, all your baggage on board, and on a fast current, -- who would exchange this for any diligence or railway, or steamboat, or horse?" - "A Thousand Miles in the Rob Roy", John MacGregor (1866)
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.11.05 02:30 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz <marco_s@t-online.de> wrote:
> Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in dem > ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren jeweiligen Zelten, > Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für 1-2 Personen darlegen, ...
Wunderbar :-). Ich hatte selbst schon überlegt, so einen Thread anzustoßen.
Interessieren würden mich in diesem Zusammenhang auch die Zeltinnentemperaturen, bzw. der Temperaturunterschied zwischen Außen und Innen, wenn man selbst im Zelt ist und das Zelt "heizt". Mir ist schon klar, daß dies von verschiedenen Faktoren abhängig ist, ob man allein oder zu zweit im Zelt ist, ob viel oder kein Wind herrscht etc.. Aber vielleicht habt Ihr so allgemeine Erfahrungswerte.
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Ich habe mir kürzlich das "Eureka Spitfire Duo" gekauft, und war damit im Oktober für eine Woche auf Amrum. Siehe auch: <1h2vfa3.19qic9r28emdcN%tr@iworld.de>
Fotos finden sich unter [externer Link] (Nach Anklicken erscheinen größere Abbildungen von ca. 200 bis 300k.)
Das Zelt hat zwar kleinere Macken, in der Summe bin ich jedoch für den vorgesehenen Einsatzzweck damit zufrieden. Ich möchte damit keine Extremtouren in kalte stürmische Gebiete oder ins Hochgebirge machen, sondern ganz simpel Touren von ein bis zwei Wochen Dauer in eher gemäßigten Gebieten bzw. Jahreszeiten. Zudem lag der Preis für das Zelt im Schlußverkauf bei nur 119,- Euro, statt des Listenpreises von 149,- Euro.
Gewicht ohne Heringe: 2,04 kg davon Innenzelt: 1000g, Außenzelt: 720g, Gestänge (Featherlite): 320g zuzügl. Heringe und Leinen nach Bedarf.
Als Bodenplane habe ich mir eine 90g/qm-Gewebeplane aus dem Baumarkt zurechtgeschnitten, die noch einmal zusätzlich 250g bringt.
Das Raumangebot im Innenzelt ist für eine Person sehr großzügig, nämlich max. 180 cm in der Breite, und max. 330 cm in der Länge (an den "Spitzen" gemessen). Die Innenhöhe beträgt max. 110 cm (ca. 55 cm am Fußende).
Allerdings hat das relativ große Volumen den Nachteil, daß es im Zeltinneren nicht richtig warm wird, sobald es draußen kühler ist. Zugleich ist das Zelt sehr gut durchlüftet. Bei Wind und einer Außentemperatur von 12°C des Nachts (das Seeklima ist relativ gleichmäßig) hatte ich Innen nur ca. 14°C, was mir auf Dauer doch etwas kühl war. Bei Windstille lag die Innentemperatur bei ca. 15 bis 16°C. Gehofft hatte ich auf einen Temperaturunterschied von ca. 5 bis 10°, also Innen vielleicht ca. 18 bis 19°C. Wahrscheinlich lege ich mir unten ums Zelt noch eine leichte Schürze aus Nylon herum, um die Durchlüftung zu verringern.
In Längsrichtung ist das Zelt sehr windstabil, in Querrichtung neigt es im Bereich des großen Bogens und insbesondere bei Windböen zum Flattern. Allerdings hat es Dauerwind von ca. 30 bis 60 kmh und Windböen bis 70 kmh (laut Wetterbericht) gut ausgehalten. Es wackelte zwar, aber es lockerte sich nichts. So gesehen stand es "stabil" :-). Möglicherweise müssen seitlich noch zwei weitere Sturmschlaufen dran. Aber ich habe ansonsten nicht vor, mit dem Zelt auch bei Sturm unterwegs zu sein ...
Das Zelt hat praktisch keine Absiden. Theoretisch soll es zwar welche haben :-), aber die sind dermaßen klein, daß man sie nicht wirklich als solche nutzen kann. Dafür ist jedoch der Innenraum groß. Man kriegt hier mühelos alles unter und hat darüberhinaus Platz, sich zu bewegen. Es ist wohl eine Frage des Geschmacks ...
Echte Vorteile sind also der große Innenraum, das vergleichsweise geringe Gewicht und kleine Packmaß, der eher niedrige Preis, sowie insbesondere die beiden Eingänge, die sich flexibel nutzen lassen. Ich mag es, wenn ich morgens noch im Schlafsack liege, und dann seitlich nach links und rechts "Panoramablicke" :-) genießen kann. Leider gibt es nicht sehr viele Zelte, die sowas bieten. Für mich waren die zwei Eingänge mit ein entscheidener Kaufgrund.
Zur Feuchtigkeit kann ich nur sagen, daß das Innenzelt immer trocken war, auch in der einzigen Regennacht, die ich dort hatte.
Am Außenzelt hingegen trat ein Phänomen auf. Wenige Stunden nach Sonnenuntergang (ca. 19 Uhr im Oktober) war es Außen wie Innen naß, obwohl es weder regnete, noch ich im Zelt war. Die Erklärung: Tauwasser. Die Luftfeuchtigkeit ist auf Amrum hoch. Und bei Abkühlung der Luft schlägt sich das Wasser halt auf dem Gelände nieder, also auch auf dem Zelt. Und da das Zelt sehr gut durchlüftet ist, eben auch auf der Innenseite des Außenzeltes.
Fazit: Für's Hochgebirge, Kälte oder Sturm ist das Zelt sicher nicht geeignet. Aber für gemäßigte Touren - und bei kleinerem Geldbeutel - finde ich es durchaus gut brauchbar. Ich habe mich darin wohl gefühlt.
Grüße TR
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.11.05 11:26 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Thorsten
> Zur Feuchtigkeit kann ich nur sagen, dass das Innenzelt immer trocken > war, auch in der einzigen Regennacht, die ich dort hatte. [externer Link]
Auf dem Bild sieht es so aus, also ob das Aussenzelt zwischen den beiden =
Boegen doch ziemlich nah ans Innenzelt ranhaengt. Ich koennte mir sogar vorstellen,dass sich bei kraeftigem Regen ein kleine Wanne kurz vor dem niedrigeren Bogen bildet.
Florian
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.12.05 21:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Florian Anwander <spam.interessiert.nicht@mnet-online.de> wrote:
> Auf dem Bild sieht es so aus, also ob das Aussenzelt zwischen den beiden > Boegen doch ziemlich nah ans Innenzelt ranhaengt. Ich koennte mir sogar > vorstellen,dass sich bei kraeftigem Regen ein kleine Wanne kurz vor dem > niedrigeren Bogen bildet.
Das täuscht :-). Abstand zwischen Innen- und Außenzelt ist überall satt vorhanden - durch die Bank ca. 6 - 10 cm. Lediglich an den Enden, wo das Zelt spitz ausläuft, kommt das Außenzelt näher an das Innenzelt heran. Das Zelt war allerdings nicht optimal aufgestellt. Es hängt in der Mitte durch. Ich hatte für den Sandboden nicht genügend viele lange Heringe mit, und mußte eine halbwegs ebene Stelle suchen, wo auch etwas Grasnarbe vorhanden war ...
Grüße TR
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.12.05 15:11 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Thorsten Reinicke, Du schriebst:
> Interessieren würden mich in diesem Zusammenhang auch die > Zeltinnentemperaturen, bzw. der Temperaturunterschied > zwischen Außen und Innen, wenn man selbst im Zelt ist und > das Zelt "heizt". Mir ist schon klar, daß dies von > verschiedenen Faktoren abhängig ist, ob man allein oder zu > zweit im Zelt ist, ob viel oder kein Wind herrscht etc.. > Aber vielleicht habt Ihr so allgemeine Erfahrungswerte.
Hm.., ich frage mich gerade, was "allgemeine Erfahrungswerte" eigentlich meint?
> "Eureka Spitfire Duo" > Das Zelt hat zwar kleinere Macken
Welche genau wären das bitte aus deiner Sicht?
, in der Summe bin ich > jedoch für den vorgesehenen Einsatzzweck damit zufrieden.
Was genau spricht nun dafür, und wie hast du daraus eine (positive) Summe gebildet?
> Das Raumangebot im Innenzelt ist für eine Person sehr > großzügig, nämlich max. 180 cm in der Breite, und max. 330 > cm in der Länge (an den "Spitzen" gemessen). Die Innenhöhe > beträgt max. 110 cm (ca. 55 cm am Fußende).
Die Geräumigkeit scheint mir in dem Falle eindeutig zu Ungunsten der Windstabilität zu gehen.
> Wahrscheinlich lege ich mir unten ums Zelt noch eine > leichte Schürze aus Nylon herum, um die Durchlüftung zu > verringern.
Wenn es darum geht, das Außenzelt bis auf den Boden herunterzuziehen, der Luftumschlag also herabgesetzt wird, kommt es häufiger zu Feuchteniederschlag.
> Fazit: > Für's Hochgebirge, Kälte oder Sturm ist das Zelt sicher > nicht geeignet. Aber für gemäßigte Touren - und bei > kleinerem Geldbeutel - finde ich es durchaus gut > brauchbar. Ich habe mich darin wohl gefühlt.
Danke. Ich persönlich bin auch kein Vertreter der Regelung "ein Zelt für alle denkbaren Einsätze".
-- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 03.12.05 21:54 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz <marco_s@t-online.de> wrote:
> Hi Thorsten Reinicke, Du schriebst: > > Interessieren würden mich in diesem Zusammenhang auch die > > Zeltinnentemperaturen, ... vielleicht habt Ihr so allgemeine > > Erfahrungswerte.
> Hm.., ich frage mich gerade, was "allgemeine Erfahrungswerte" eigentlich > meint?
Gesamtheitlich.
Hat man ein Zelt mehrmals benutzt, dann hat man damit sein "Erfahrungen" gemacht. Daraus lassen sich "Werte" ableiten, eben die "Erfahrungswerte". Und die lassen sich durchaus "allgemein", im Sinne eines Durchschnitts oder Gesamtheit zusammenfassen, wenn man sie denn nicht zu sehr logisch zerpflückt und aufspaltet.
> > "Eureka Spitfire Duo" Das Zelt hat zwar kleinere Macken
> Welche genau wären das bitte aus deiner Sicht? > > in der Summe bin ich jedoch für den vorgesehenen Einsatzzweck damit > > zufrieden. > Was genau spricht nun dafür, und wie hast du daraus eine (positive) Summe > gebildet?
Ich nahm an, das würde aus dem Posting hervorgehen.
Nachteile aus meiner Sicht: - wenig Windstabilität im Querbereich des großen Bogens - eine zu gute Durchlüftung (Wärme)
Vorteile aus meiner Sicht: - relativ geringes Gewicht - relativ kleines Packmaß - relativ viel Volumen innen - je ein Eingang auf jeder Seite - relativ geringer Preis
In der Summe ergibt sich daraus ein für meinen Bedarf brauchbares Zelt.
Grüße TR
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.11.05 19:58 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz wrote:
> Hi NG.. > > Zeit für Sachbeiträge! > > Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in > dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren > jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für > 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus > deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen > kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl. > Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.
1) Salewa Sierra Micra (mein erstes Zelt, Baujahr 1989, Farbe pink) Ein relativ großes, weil hohes Einpersonenzelt. Durch seine geodätische Bauweise bleibt es auch im stärkeren Wind formstabil. Leider wird es im stärkeren Wind laut. Gestängebruch oder Planenrisse habe ich nicht erlebt, ich halte das Zelt für Sturmtauglich. Stärke des Zeltes ist das Innenzelt, welches auch alleine steht, seine große Apsis (in welcher man bei Regen bei geschickter Aufstellung auch kochen kann). Kondensbildung:Mittel
Wenn ich Winters auf Tour gehe (Wochenende, Taunus), benutze ich dieses Zelt. Ja, das Zelt wird vom Hersteller als Sommerzelt angegeben, da mich ein bißchen Wind im Zelt allerdings wenig stört, kann ich es auch im Winter einsetzen.
2) Tarpzelt: Jones Tent Mein erstes selbstgenähtes Tarpzelt. Leider ist bei dieser Konstruktion der Überhang des Einganges zu klein, bei diesem Tarp gelangt bei nur wenig Wind Regen auf den Schläfer. Während meiner Rumänienreise blieb ich nur trocken, weil ich meinen Regenschirm in den Eingang gestellt habe. Hört sich nach Improvisation an, hat sich allerdings einigermaßen bewährt. Bei richtigem Sturm muß man allerdings den Regenschirm irgendwie am wegfliegen hindern.
2)Selbstbau Tarp nach anleitung nach Ray Jardine:
Von diesem Tarp habe ich mittlerweile 2 genäht. Zum einem eins aus Drachenstoff (chikara) und ein weiteres aus "original ray jardine" Nylon.
Konstruktion: Tarp kann der Witterung angepaßt aufgebaut werden. Unter normalen Bedingen stelle ich das Tarp so auf, daß ich bequem in ihm Sitzen kann, und sorge zugleich für eine gescheite Belüftung. Dann ist der Platz unter dem Tarp riesig. Bei stärkem Wind stelle ich das Tarp niedriger auf, das Platzangebot leidet, da ich nicht mehr in diesem aufrecht sitzen kann. Ruhig schlafen ist allerdings auch bei stärkerem Wind möglich. Sturmsicher ist das Teil bei geeigneter Stockwahl sowieso. (Man kann alle Seiten des Tarps dank der "Beaks" bis auf den Boden abspannen, dann kann da sicher auch ein Hurrikan drüberblasen. Höhe im inneren: ~30cm...)
Kondens ist wie bei allen offenen Systemen minimal. Im Winter stört mich allerdings der eiskalte Wind (oder die niedrige Kopfhöhe), so daß ich es nur ungern im Winter verwende.
Ein Moskitonetzzelt verwende ich nicht, ich baue das Tarp erst nach der Dämmerung auf, die Mücken scheinen dann nicht mehr zu fliegen.
Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß ich mir noch ein zweites genäht habe. (anderer Stoff, Drachenstoff (Chikara) ist leider nicht vollständig wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig durch das Dach)
3) Hilleberg Nallo (Baujahr 1994): Mein größter Fehlkauf. Durch die sehr dichte Konstruktion ist Kondens ein massives Problem. Dank hochwertige Materialwahl soll das Zelt ja wenigstens Sturmfest sein, mir ist allerdings eine Sturmabspannöse gerissen, weswegen mein Nallo nicht sturmfest war. Im Sommer war mein Nallo dank der schlechten Belüftung suboptimal, in Herbststürmen war es wegen der ausreissenden Ösen auch nicht geeignet.
Größter Vorteil des Zeltes ist sein hoher Widerverkaufswert bei ebay, habe dort trotz Alters nur einen geringen finanziellen Verlust erlitten.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.11.05 20:17 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz wrote:
> Hi NG.. > > Zeit für Sachbeiträge! > > Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in > dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren > jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für > 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus > deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen > kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl. > Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.
1) Salewa Sierra Micra (mein erstes Zelt, Baujahr 1989, Farbe pink) Ein relativ großes, weil hohes Einpersonenzelt. Durch seine geodätische Bauweise bleibt es auch im stärkeren Wind formstabil. Leider wird es im stärkeren Wind laut. Gestängebruch oder Planenrisse habe ich nicht erlebt, ich halte das Zelt für Sturmtauglich. Stärke des Zeltes ist das Innenzelt, welches auch alleine steht, seine große Apsis (in welcher man bei Regen bei geschickter Aufstellung auch kochen kann). Kondensbildung:Mittel
Wenn ich Winters auf Tour gehe (Wochenende, Taunus), benutze ich dieses Zelt. Ja, das Zelt wird vom Hersteller als Sommerzelt angegeben, da mich ein bißchen Wind im Zelt allerdings wenig stört, kann ich es auch im Winter einsetzen.
2) Tarpzelt: Jones Tent ([externer Link] ) Mein erstes selbstgenähtes Tarpzelt. Leider ist bei dieser Konstruktion der Überhang des Einganges zu klein, bei diesem Tarp gelangt bei nur wenig Wind Regen auf den Schläfer. Während meiner Rumänienreise blieb ich nur trocken, weil ich meinen Regenschirm in den Eingang gestellt habe. Hört sich nach Improvisation an, hat sich allerdings einigermaßen bewährt. Bei richtigem Sturm muß man allerdings den Regenschirm irgendwie am wegfliegen hindern.
2)Selbstbau Tarp nach anleitung nach Ray Jardine: [externer Link]
Von diesem Tarp habe ich mittlerweile 2 genäht. Zum einem eins aus Drachenstoff (chikara) und ein weiteres aus "original ray jardine" Nylon.
Konstruktion: Tarp kann der Witterung angepaßt aufgebaut werden. Unter normalen Bedingen stelle ich das Tarp so auf, daß ich bequem in ihm Sitzen kann, und sorge zugleich für eine gescheite Belüftung. Dann ist der Platz unter dem Tarp riesig. Bei stärkem Wind stelle ich das Tarp niedriger auf, das Platzangebot leidet, da ich nicht mehr in diesem aufrecht sitzen kann. Ruhig schlafen ist allerdings auch bei stärkerem Wind möglich. Sturmsicher ist das Teil bei geeigneter Stockwahl sowieso. (Man kann alle Seiten des Tarps dank der "Beaks" bis auf den Boden abspannen, dann kann da sicher auch ein Hurrikan drüberblasen. Höhe im inneren: ~30cm...)
Kondens ist wie bei allen offenen Systemen minimal. Im Winter stört mich allerdings der eiskalte Wind (oder die niedrige Kopfhöhe), so daß ich es nur ungern im Winter verwende.
Ein Moskitonetzzelt verwende ich nicht, ich baue das Tarp erst nach der Dämmerung auf, die Mücken scheinen dann nicht mehr zu fliegen.
Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß ich mir noch ein zweites genäht habe. (anderer Stoff, Drachenstoff (Chikara) ist leider nicht vollständig wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig durch das Dach)
3) Hilleberg Nallo (Baujahr 1994): Mein größter Fehlkauf. Durch die sehr dichte Konstruktion ist Kondens ein massives Problem. Dank hochwertige Materialwahl soll das Zelt ja wenigstens Sturmfest sein, mir ist allerdings eine Sturmabspannöse gerissen, weswegen mein Nallo nicht sturmfest war. Im Sommer war mein Nallo dank der schlechten Belüftung suboptimal, in Herbststürmen war es wegen der ausreissenden Ösen auch nicht geeignet.
Größter Vorteil des Zeltes ist sein hoher Widerverkaufswert bei ebay, habe dort trotz Alters nur einen geringen finanziellen Verlust erlitten.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.12.05 15:54 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Steffen Schwientek, Du schriebst:
> 1) Salewa Sierra Micra > Wenn ich Winters auf Tour gehe (Wochenende, Taunus), > benutze ich dieses Zelt. Ja, das Zelt wird vom Hersteller > als Sommerzelt angegeben, da mich ein bißchen Wind im Zelt > allerdings wenig stört, kann ich es auch im Winter > einsetzen.
Bist du mal der Sache nachgegangen, es in Nylon (Extraanfertigung) zu beziehen? Irgendwer hatte hier mal eingeworfen, daß das (jetzt) möglich wäre..
> 2) Tarpzelt: Jones Tent > ([externer Link] ) Mein > erstes selbstgenähtes Tarpzelt.
Hat keine "Schnäbelchen".
> Ein Moskitonetzzelt verwende ich nicht, ich baue das Tarp > erst nach der Dämmerung auf, die Mücken scheinen dann > nicht mehr zu fliegen.
Igitt! Die "fliegen" auch nachts auf mich..
> Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß > ich mir noch ein zweites genäht habe. (anderer Stoff, > Drachenstoff (Chikara) ist leider nicht vollständig > wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig > durch das Dach)
Wo du es gerade sagst. Ist evtl. diese Schikarex geeigneter?
Anders gefragt: Kann man eigentlich inzwischen auch hierzulande hochwertiges, beschichtetes Nylonmaterial beziehen. Wenn bekannt, wo bitte?
> 3) Hilleberg Nallo (Baujahr 1994): > Größter Vorteil des Zeltes ist sein hoher > Widerverkaufswert bei ebay, habe dort trotz Alters nur > einen geringen finanziellen Verlust erlitten.
:-))) -- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.12.05 22:41 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz wrote:
> Hi Steffen Schwientek, Du schriebst: > >> 1) Salewa Sierra Micra >> [...] > Bist du mal der Sache nachgegangen, es in Nylon > (Extraanfertigung) zu beziehen? Irgendwer hatte hier mal > eingeworfen, daß das (jetzt) möglich wäre..
Nein, habe ich nicht ausprobiert. > >> 2) Tarpzelt: Jones Tent >> ([externer Link] ) Mein >> erstes selbstgenähtes Tarpzelt. > > Hat keine "Schnäbelchen".
Hat zu wenig Überhang/ist zu kurz für ein Tarp. IMHO fehlen da einige entscheidende cm. Stoff, um wirklich bequem zu sein.
>> Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß >> ich mir noch ein zweites genäht habe. (anderer Stoff, >> Drachenstoff (Chikara) ist leider nicht vollständig >> wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig >> durch das Dach) > > Wo du es gerade sagst. Ist evtl. diese Schikarex geeigneter?
Vermutlich nein.Habe es aber nicht in der Hand gehabt, geschweige denn eine Behausung damit genäht. Wirklich wasserdicht (auch kein Sprühnebel bei dicken Tropfen) ist das von Ray Jardine verkaufte Silnylon.
> Anders gefragt: Kann man eigentlich inzwischen auch > hierzulande hochwertiges, beschichtetes Nylonmaterial > beziehen. Wenn bekannt, wo bitte?
shelby.fi hat ebenfalls alles, was das Näherherz begehrt. In D ist mir kein ernstzunehmender Händler bekannt.
-- Steffen Schwientek, Grosse Klostergasse 5, 61169 Friedberg
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.11.05 20:59 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Diese Nachricht wurde nicht archiviert, da der Autor dies nicht wünscht. Beiträge mit <X-No-Archive: Yes> werden nur einen Monat lang hier angezeigt. | | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.12.05 16:20 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Andreas Fischer, Du schriebst:
>> Sofern Schnee und Wind das alte Jahre regieren sollten, >> hoffe ich weitere Mitteilungen zu meinem Hogan Ultralight >> beibringen zu können. Bin selbst schon gespannt! > Das Zelt würde mich auch interresieren.
Das Befestigen der Innenzeltösen ist da eigentlich unproblematisch. Beim Innenzeltgestänge muß man bauformbedingt allerdings etwas ziehen, es in Position zu bringen. Bei heftigem Wind und Regen ist es bislang völlig unproblematisch. -- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.12.05 16:25 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Beim Innenzeltgestänge muß man > bauformbedingt allerdings etwas ziehen, es in Position zu > bringen.
Aua! Das, was ich eigentlich meinte war, daß man am Außenüberwurf ziehen bzw. zerren muß, ihn richtig in Position zu bringen. ;-(
-- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.12.05 20:10 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Diese Nachricht wurde nicht archiviert, da der Autor dies nicht wünscht. Beiträge mit <X-No-Archive: Yes> werden nur einen Monat lang hier angezeigt. | | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.12.05 20:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Andreas Fischer, Du schriebst:
[Hogan UL] > hast du schon mal mit 2 Mann und Gepäck drin übernachtet? > Irgendwie erscheint mir die Apsis relativ klein.
Nein. Es erfüllt hier seinen Zweck als quasi selbststehendes (bzw. umsetzbares) sowie abgespannt ziemlich windstabiles Solozelt! Ich nehm den Rucksack mit ins Zelt. Ausschlaggebend war eher die geringe Grundfläche. Die Apsis ist freilich nicht so der Brüller - aber immerhin größer als beim Hogan UL I !
An 2-Personen-Zelten kämen für mich z.Zt. eher das Polaris2 von Wechsel oder eines von Exped in Frage. -- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 30.11.05 01:00 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | On Sun, 27 Nov 2005 19:33:13 +0100, Marco Schwarz wrote:
> Zeit für Sachbeiträge!
Das ist ja mal was Neues. SCNR.
Naja, ich hatte hier[0] mal was zum Bergen II Kompakt geschrieben. Nachdem wir jetzt nochmal 3 Wochen Irland und 2 Wochen Rogen mit dem Zelt hinter uns gebracht haben, bin ich immer noch sehr zufrieden. Ich wiederhole einfach nochmal die wesentlichen Punkte aus meiner Sicht:
+-Punkte: - Platzangebot. Zwei Personen koennen gut drin schlafen, vier Personen koennen halbwegs bequem essen, Karten spielen, etc. Kochen macht in der Apsis auch bei Regen, Wind und sonstigem Sauwetter noch Spass. Und die Rucksaecke passen noch dazu. - Schneller Aufbau. Wenige Minuten, auch alleine problemlos moeglich. Muessen allerdings recht viele Heringe rein, damit's gut steht. - Guter Service von Salewa. Aussenzelt und Gestaenge wurde bisher getauscht. - Dicht ist es auf jeden Fall. - Belueftung ist ganz gut, das Innenzelt ist ja praktisch nur aus Netz, und oben sind Lueftungsloecher. Wenn ich es mit dem Kochen nicht uebertreibe und Nudeln bei geschlossener Apsis mache, gibt's keine Kondensprobleme.
--Punkte: - Die Klettverschluesse, die an den Abspannpunkten innen sitzen, sind nicht so wahnsinnig stabil, scheint mir. Ist aber noch nichts wirklich kaputt gegangen. - Die Windstabilitaet ist wegen der grossen Hoehe nicht unbedingt optimal, reicht aber, wenn man ein ruhiges Plaetzchen findet schon aus. Weggeflogen ist es mir noch nicht, aber es wackelt dann halt schon. - Die Stellflache ist nat. auch recht gross, aber so ist das halt bei grossen Zelten.
[0] <362pm3F4pqqgjU1@individual.net>
HTH,
Bela
-- Bela Bauer - bela_b@gmx.net PGP 0x97529F5C [externer Link]
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.12.05 16:33 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Bela Bauer, Du schriebst:
> 2 Wochen Rogen mit dem Zelt hinter uns gebracht haben,
Pfui, stinkt das jetzt nicht arg nach Fisch? ;-)
-- MfG Marco
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zelte, Tarps im Praxiseinsatz | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 21.12.05 20:07 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Marco Schwarz <marco_s@t-online.de> wrote:
> Hi NG.. > > Zeit für Sachbeiträge! > > Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in > dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren > jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für > 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus > deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen > kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl. > Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.
Im Frühjahr 2004 hatte ich mir aus den USA von Henry Shires ein Tarptent Cloudburst importiert (-> [externer Link] ) und habe - traurig aber wahr - bisher nur einmal darin übernachtet - auf einer Radtour auf einem Campingplatz in der Region. Da es eine warme Sommernacht war, über die nach Mitternacht ein heftiges Gewitter hereinbrach konnte ich aber wenigstens das Cloudburst bei verschiedenen Bedingungen testen.
Vorher hatte ich ein Hilleberg Akto und davor ein Vaude Campo. Das Campo war ganz OK, leider für mich (1.90 m Länge) etwas zu kurz und außerdem mit 3 kg für einen Alleinreisenden zu schwer. Das Akto war zwar schön leicht, für mich aber in warmen Sommernächten einfach zu stickig - das winzige Moskitonetz im Innenzelt läßt einfach nicht genug Luft durch. Das Akto hatte ich mehrere Wochen auf Campingtouren mit dabei und habe es wieder verkauft. Zu klein, zu schlecht belüftet und deshalb viel Kondenswasser.
Nun zum Cloudburst. Wenn man es aufbaut, ist man erst einmal erstaunt, wie groß und vor allen Dingen Lang es ist. Da die beiden Gestängebogen ca. 2,30 m auseinanderliegen, hängt es ziemlich frei und man muß erst ein wenig experimentieren, bis es stramm steht - aber das hat man nach ca. 10 Minuten heraus.
Richtig begeistert war ich von der phantastischen Durchlüftung - in der warmen Sommernacht hatte ich das Gefühl, draußen zu liegen. So etwas habe ich noch bei keinem herkömmlichen Zelt erlebt. Und als Alleinreisender habe ich unglaublich viel Platz: wnn ich alleine in der Mitte auf dem Rücken liege, kann ich mit den Fingerspitzen nicht den Zeltstoff über mir und links und rechts erreichen.
Als dann das Gewitter mit Wind aufkam, war ich aber etwas beunruhigt, weil das Zelt im durchhängenden Mittelteil ziemlich in Bewegung geriet. Aber auch bei heftigen Böen hat alles gehalten. Und Henry Shires hat auch irgendwo einen Bericht von jemandem, der mit einem Cloudburst im Schneesturm übernachtet hat. Das Zelt hat zwar heftig herumgewabbelt, aber keinen Schaden genommen.
Aber da ich sowieso nur "Outdoor für Weicheier" alias Radtouren im Sommer mache, dürfte das Cloudburst das ideale Teil für mich sein - ich denke, ich habe "mein" Zelt gefunden :-)
Andreas
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