Nur wo man zu Fuß war, war man wirklich 


  
Übersicht
 
  Deutschland
 via-ferrata.de
    T:2123   B:25420
 de.rec.alpinismus
    T:1517   B:11308
 
 de.rec.outdoors
    T:1075   B:8628
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43]
 
  France
 fr.rec.montagne
    T:1590   B:10401
 
  United Kingdom
 uk.rec.climbing
    T:109   B:829
 
 
  Abkürzungen:
   T: Themen
   B: Beiträge

Newsgroup - de.rec.outdoors

 
Diese Inhalte werden aus dem Usenet dargestellt und gehören nicht zu alpinisten.info
Es wird keine Haftung für fremde Inhalte übernommen (siehe Impressum)
 
     Übersicht Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.05 19:33 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi NG..

Zeit für Sachbeiträge!

Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in
dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren
jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für
1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus
deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen
kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl.
Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.

Klar, es gibt die FAQ! Andererseits gibt es auch immer
wieder Entscheider, die nicht - oder nur bedingt -
zurücklesen, und in dro vielleicht auf individuelle,
sachdienliche Hinweise hoffen.

Ich bin schon gespannt auf eure Beiträge und daraus
entstehende Diskussionen.

Sofern Schnee und Wind das alte Jahre regieren sollten,
hoffe ich weitere Mitteilungen zu meinem Hogan Ultralight
beibringen zu können. Bin selbst schon gespannt!

Meine Erfahrungen mit selbstgebauten PE- und
Drachenstofftarps stelle ich dieser Tage nach.

Also, los! :-)
--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.05 10:22 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz schrieb

> Hi NG..
>
> Zeit für Sachbeiträge!
>
> Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in
> dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren
> jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für
> 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus
> deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen
> kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl.
> Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.

Vielleicht wichtig, ob die Frage an Wanderer, Fahrradfahrer oder ?? gestellt
wird und dann noch, ob total unabhängig gereist wird also alles (Zelt, und
Küche) dabei sein muss.
--
Gruss Jürg

 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.05 22:25 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi Juerg Bachmann, Du schriebst:

> Vielleicht wichtig, ob die Frage an Wanderer,

Ja, eher an die.

> ob
> total unabhängig gereist wird also alles (Zelt, und Küche)
> dabei sein muss.

Und auch eher das.

--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 00:16 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz wrote:
>
> Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in
> dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren
> jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für
> 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus
> deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen
> kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl.
> Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.
>

Unsere Zelte:

Für den Rucksack, das (WW-)Kayak und allenfalls Fahrrad:
Sounders Jet Pack
Das leichteste 1-2 Personen Zelt, das ich gesehen habe.
Giebelzelt, sturmfest, wenn man Heringe solid stecken kann,
sonst (auf Sand oder Kies) beschweren der Heringe mit grossen
Steinen. Man kann das Innenzelt unter dem Aussenzelt
auf/abbauen, wenn es mal ununterbrochen regnet. Das Zelt ist
teuer, aber sehr solide verarbeitet und hält ewig, unseres ist
jetzt 16 Jahre alt. Gewicht unter 1.5 kg.

Fürs Boot (Canadier), Auto, Globetrotting, Reisen in 2-3er
Gruppe:
VauDe Campo
Für die Qualität sehr günstiges Zelt, Kuppelzelt, gutes
Alugestänge, in 30 Sekunden aufgestellt, steht ganz ohne
Heringe, sehr geräumig, 2 Eingänge und 2 Apsiden, Innenzelt dank
Moskitonetz gut durchlüftet, dennoch warm. Einziger Nachteil:
Aussenzelt bildet etwas Kondenswasser, aber ist nicht so
schlimm. Es ist mein Bootszelt, mein Allroundzelt, mein
SchnellMalPennen-Zelt, sehr komfortabel. Das Zelt ist dem Salewa
Sierra Leone nachgebildet, aber nur etwa halb so teuer. Dafür
fehlen die Lüftungsklappen2im Aussenzelt (was auch wieder seine
Vorteile hat) und die Eingänge sind nicht ganz so aufwendig
gestaltet. Das Preis/Leistungsverhältnis ist unerreicht, Preis
ca 160 Euro, dafür kriegt man sonst nur Warenhauszelte. 3.4 kg

Dann noch der Vollständgkeit halber:
ein grosses geodätisches North Face Expeditionszelt
und ein Baumwoll-Winnetou-Zelt als Küchen/Aufenthaltszelt.

Meine Meinung zu Tarps:
Leider gerade dann, wenn Du Schutz brauchst, nämlich in Sturm
und Wind, versagen sie. Dann lieber eine Plane zusätzlich zum
Zelt mitnehmen, kann man besonders auch im Boot immer
gebrauchen.

Gruss

Chiap

--==88==--
"Glancing water, brilliant sun, a pretty canoe, and a light
heart, all your baggage on board, and on a fast current, -- who
would exchange this for any diligence or railway, or steamboat,
or horse?"
- "A Thousand Miles in the Rob Roy", John MacGregor (1866)

 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 02:30 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz <marco_s@t-online.de> wrote:

> Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in dem
> ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren jeweiligen Zelten,
> Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für 1-2 Personen darlegen, ...

Wunderbar :-). Ich hatte selbst schon überlegt, so einen Thread
anzustoßen.

Interessieren würden mich in diesem Zusammenhang auch die
Zeltinnentemperaturen, bzw. der Temperaturunterschied zwischen Außen und
Innen, wenn man selbst im Zelt ist und das Zelt "heizt". Mir ist schon
klar, daß dies von verschiedenen Faktoren abhängig ist, ob man allein
oder zu zweit im Zelt ist, ob viel oder kein Wind herrscht etc.. Aber
vielleicht habt Ihr so allgemeine Erfahrungswerte.

-

Ich habe mir kürzlich das "Eureka Spitfire Duo" gekauft, und war damit
im Oktober für eine Woche auf Amrum. Siehe auch:
<1h2vfa3.19qic9r28emdcN%tr@iworld.de>

Fotos finden sich unter
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
(Nach Anklicken erscheinen größere Abbildungen von ca. 200 bis 300k.)

Das Zelt hat zwar kleinere Macken, in der Summe bin ich jedoch für den
vorgesehenen Einsatzzweck damit zufrieden. Ich möchte damit keine
Extremtouren in kalte stürmische Gebiete oder ins Hochgebirge machen,
sondern ganz simpel Touren von ein bis zwei Wochen Dauer in eher
gemäßigten Gebieten bzw. Jahreszeiten. Zudem lag der Preis für das Zelt
im Schlußverkauf bei nur 119,- Euro, statt des Listenpreises von 149,-
Euro.

Gewicht ohne Heringe: 2,04 kg
davon Innenzelt: 1000g, Außenzelt: 720g, Gestänge (Featherlite): 320g
zuzügl. Heringe und Leinen nach Bedarf.

Als Bodenplane habe ich mir eine 90g/qm-Gewebeplane aus dem Baumarkt
zurechtgeschnitten, die noch einmal zusätzlich 250g bringt.

Das Raumangebot im Innenzelt ist für eine Person sehr großzügig, nämlich
max. 180 cm in der Breite, und max. 330 cm in der Länge (an den
"Spitzen" gemessen). Die Innenhöhe beträgt max. 110 cm (ca. 55 cm am
Fußende).

Allerdings hat das relativ große Volumen den Nachteil, daß es im
Zeltinneren nicht richtig warm wird, sobald es draußen kühler ist.
Zugleich ist das Zelt sehr gut durchlüftet. Bei Wind und einer
Außentemperatur von 12°C des Nachts (das Seeklima ist relativ
gleichmäßig) hatte ich Innen nur ca. 14°C, was mir auf Dauer doch etwas
kühl war. Bei Windstille lag die Innentemperatur bei ca. 15 bis 16°C.
Gehofft hatte ich auf einen Temperaturunterschied von ca. 5 bis 10°,
also Innen vielleicht ca. 18 bis 19°C. Wahrscheinlich lege ich mir unten
ums Zelt noch eine leichte Schürze aus Nylon herum, um die Durchlüftung
zu verringern.

In Längsrichtung ist das Zelt sehr windstabil, in Querrichtung neigt es
im Bereich des großen Bogens und insbesondere bei Windböen zum Flattern.
Allerdings hat es Dauerwind von ca. 30 bis 60 kmh und Windböen bis 70
kmh (laut Wetterbericht) gut ausgehalten. Es wackelte zwar, aber es
lockerte sich nichts. So gesehen stand es "stabil" :-). Möglicherweise
müssen seitlich noch zwei weitere Sturmschlaufen dran. Aber ich habe
ansonsten nicht vor, mit dem Zelt auch bei Sturm unterwegs zu sein ...

Das Zelt hat praktisch keine Absiden. Theoretisch soll es zwar welche
haben :-), aber die sind dermaßen klein, daß man sie nicht wirklich als
solche nutzen kann. Dafür ist jedoch der Innenraum groß. Man kriegt hier
mühelos alles unter und hat darüberhinaus Platz, sich zu bewegen. Es ist
wohl eine Frage des Geschmacks ...

Echte Vorteile sind also der große Innenraum, das vergleichsweise
geringe Gewicht und kleine Packmaß, der eher niedrige Preis, sowie
insbesondere die beiden Eingänge, die sich flexibel nutzen lassen. Ich
mag es, wenn ich morgens noch im Schlafsack liege, und dann seitlich
nach links und rechts "Panoramablicke" :-) genießen kann. Leider gibt es
nicht sehr viele Zelte, die sowas bieten. Für mich waren die zwei
Eingänge mit ein entscheidener Kaufgrund.

Zur Feuchtigkeit kann ich nur sagen, daß das Innenzelt immer trocken
war, auch in der einzigen Regennacht, die ich dort hatte.

Am Außenzelt hingegen trat ein Phänomen auf. Wenige Stunden nach
Sonnenuntergang (ca. 19 Uhr im Oktober) war es Außen wie Innen naß,
obwohl es weder regnete, noch ich im Zelt war. Die Erklärung: Tauwasser.
Die Luftfeuchtigkeit ist auf Amrum hoch. Und bei Abkühlung der Luft
schlägt sich das Wasser halt auf dem Gelände nieder, also auch auf dem
Zelt. Und da das Zelt sehr gut durchlüftet ist, eben auch auf der
Innenseite des Außenzeltes.

Fazit:
Für's Hochgebirge, Kälte oder Sturm ist das Zelt sicher nicht geeignet.
Aber für gemäßigte Touren - und bei kleinerem Geldbeutel - finde ich es
durchaus gut brauchbar. Ich habe mich darin wohl gefühlt.

Grüße
TR

 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 11:26 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi Thorsten

> Zur Feuchtigkeit kann ich nur sagen, dass das Innenzelt immer trocken
> war, auch in der einzigen Regennacht, die ich dort hatte.
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Auf dem Bild sieht es so aus, also ob das Aussenzelt zwischen den beiden =

Boegen doch ziemlich nah ans Innenzelt ranhaengt. Ich koennte mir sogar
vorstellen,dass sich bei kraeftigem Regen ein kleine Wanne kurz vor dem
niedrigeren Bogen bildet.

Florian
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen01.12.05 21:56 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Florian Anwander <spam.interessiert.nicht@mnet-online.de> wrote:

> Auf dem Bild sieht es so aus, also ob das Aussenzelt zwischen den beiden
> Boegen doch ziemlich nah ans Innenzelt ranhaengt. Ich koennte mir sogar
> vorstellen,dass sich bei kraeftigem Regen ein kleine Wanne kurz vor dem
> niedrigeren Bogen bildet.

Das täuscht :-). Abstand zwischen Innen- und Außenzelt ist überall satt
vorhanden - durch die Bank ca. 6 - 10 cm. Lediglich an den Enden, wo das
Zelt spitz ausläuft, kommt das Außenzelt näher an das Innenzelt heran.
Das Zelt war allerdings nicht optimal aufgestellt. Es hängt in der Mitte
durch. Ich hatte für den Sandboden nicht genügend viele lange Heringe
mit, und mußte eine halbwegs ebene Stelle suchen, wo auch etwas
Grasnarbe vorhanden war ...

Grüße
TR

 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen02.12.05 15:11 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi Thorsten Reinicke, Du schriebst:

> Interessieren würden mich in diesem Zusammenhang auch die
> Zeltinnentemperaturen, bzw. der Temperaturunterschied
> zwischen Außen und Innen, wenn man selbst im Zelt ist und
> das Zelt "heizt". Mir ist schon klar, daß dies von
> verschiedenen Faktoren abhängig ist, ob man allein oder zu
> zweit im Zelt ist, ob viel oder kein Wind herrscht etc..
> Aber vielleicht habt Ihr so allgemeine Erfahrungswerte.

Hm.., ich frage mich gerade, was "allgemeine
Erfahrungswerte" eigentlich meint?

> "Eureka Spitfire Duo"
> Das Zelt hat zwar kleinere Macken

Welche genau wären das bitte aus deiner Sicht?

, in der Summe bin ich
> jedoch für den vorgesehenen Einsatzzweck damit zufrieden.

Was genau spricht nun dafür, und wie hast du daraus eine
(positive) Summe gebildet?

> Das Raumangebot im Innenzelt ist für eine Person sehr
> großzügig, nämlich max. 180 cm in der Breite, und max. 330
> cm in der Länge (an den "Spitzen" gemessen). Die Innenhöhe
> beträgt max. 110 cm (ca. 55 cm am Fußende).

Die Geräumigkeit scheint mir in dem Falle eindeutig zu
Ungunsten der Windstabilität zu gehen.

> Wahrscheinlich lege ich mir unten ums Zelt noch eine
> leichte Schürze aus Nylon herum, um die Durchlüftung zu
> verringern.

Wenn es darum geht, das Außenzelt bis auf den Boden
herunterzuziehen, der Luftumschlag also herabgesetzt wird,
kommt es häufiger zu Feuchteniederschlag.

> Fazit:
> Für's Hochgebirge, Kälte oder Sturm ist das Zelt sicher
> nicht geeignet. Aber für gemäßigte Touren - und bei
> kleinerem Geldbeutel - finde ich es durchaus gut
> brauchbar. Ich habe mich darin wohl gefühlt.

Danke. Ich persönlich bin auch kein Vertreter der Regelung
"ein Zelt für alle denkbaren Einsätze".

--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen03.12.05 21:54 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz <marco_s@t-online.de> wrote:

> Hi Thorsten Reinicke, Du schriebst:

> > Interessieren würden mich in diesem Zusammenhang auch die
> > Zeltinnentemperaturen, ... vielleicht habt Ihr so allgemeine
> > Erfahrungswerte.

> Hm.., ich frage mich gerade, was "allgemeine Erfahrungswerte" eigentlich
> meint?

Gesamtheitlich.

Hat man ein Zelt mehrmals benutzt, dann hat man damit sein "Erfahrungen"
gemacht. Daraus lassen sich "Werte" ableiten, eben die
"Erfahrungswerte". Und die lassen sich durchaus "allgemein", im Sinne
eines Durchschnitts oder Gesamtheit zusammenfassen, wenn man sie denn
nicht zu sehr logisch zerpflückt und aufspaltet.

> > "Eureka Spitfire Duo" Das Zelt hat zwar kleinere Macken

> Welche genau wären das bitte aus deiner Sicht?

> > in der Summe bin ich jedoch für den vorgesehenen Einsatzzweck damit
> > zufrieden.

> Was genau spricht nun dafür, und wie hast du daraus eine (positive) Summe
> gebildet?

Ich nahm an, das würde aus dem Posting hervorgehen.

Nachteile aus meiner Sicht:
- wenig Windstabilität im Querbereich des großen Bogens
- eine zu gute Durchlüftung (Wärme)

Vorteile aus meiner Sicht:
- relativ geringes Gewicht
- relativ kleines Packmaß
- relativ viel Volumen innen
- je ein Eingang auf jeder Seite
- relativ geringer Preis

In der Summe ergibt sich daraus ein für meinen Bedarf brauchbares Zelt.

Grüße
TR

 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 19:58 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz wrote:

> Hi NG..
>
> Zeit für Sachbeiträge!
>
> Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in
> dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren
> jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für
> 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus
> deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen
> kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl.
> Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.

1) Salewa Sierra Micra (mein erstes Zelt, Baujahr 1989, Farbe pink)
Ein relativ großes, weil hohes Einpersonenzelt. Durch seine geodätische
Bauweise bleibt es auch im stärkeren Wind formstabil. Leider wird es im
stärkeren Wind laut. Gestängebruch oder Planenrisse habe ich nicht erlebt,
ich halte das Zelt für Sturmtauglich.
Stärke des Zeltes ist das Innenzelt, welches auch alleine steht, seine große
Apsis (in welcher man bei Regen bei geschickter Aufstellung auch kochen
kann).
Kondensbildung:Mittel

Wenn ich Winters auf Tour gehe (Wochenende, Taunus), benutze ich dieses
Zelt. Ja, das Zelt wird vom Hersteller als Sommerzelt angegeben, da mich
ein bißchen Wind im Zelt allerdings wenig stört, kann ich es auch im Winter
einsetzen.

2) Tarpzelt: Jones Tent
Mein erstes selbstgenähtes Tarpzelt.
Leider ist bei dieser Konstruktion der Überhang des Einganges zu klein, bei
diesem Tarp gelangt bei nur wenig Wind Regen auf den Schläfer. Während
meiner Rumänienreise blieb ich nur trocken, weil ich meinen Regenschirm in
den Eingang gestellt habe.
Hört sich nach Improvisation an, hat sich allerdings einigermaßen bewährt.
Bei richtigem Sturm muß man allerdings den Regenschirm irgendwie am
wegfliegen hindern.


2)Selbstbau Tarp nach anleitung nach Ray Jardine:

Von diesem Tarp habe ich mittlerweile 2 genäht. Zum einem eins aus
Drachenstoff (chikara) und ein weiteres aus "original ray jardine" Nylon.

Konstruktion: Tarp kann der Witterung angepaßt aufgebaut werden.
Unter normalen Bedingen stelle ich das Tarp so auf, daß ich bequem in ihm
Sitzen kann, und sorge zugleich für eine gescheite Belüftung. Dann ist der
Platz unter dem Tarp riesig.
Bei stärkem Wind stelle ich das Tarp niedriger auf, das Platzangebot leidet,
da ich nicht mehr in diesem aufrecht sitzen kann. Ruhig schlafen ist
allerdings auch bei stärkerem Wind möglich. Sturmsicher ist das Teil bei
geeigneter Stockwahl sowieso. (Man kann alle Seiten des Tarps dank der
"Beaks" bis auf den Boden abspannen, dann kann da sicher auch ein Hurrikan
drüberblasen. Höhe im inneren: ~30cm...)

Kondens ist wie bei allen offenen Systemen minimal.
Im Winter stört mich allerdings der eiskalte Wind (oder die niedrige
Kopfhöhe), so daß ich es nur ungern im Winter verwende.

Ein Moskitonetzzelt verwende ich nicht, ich baue das Tarp erst nach der
Dämmerung auf, die Mücken scheinen dann nicht mehr zu fliegen.

Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß ich mir noch ein
zweites genäht habe. (anderer Stoff, Drachenstoff (Chikara) ist leider
nicht vollständig wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig
durch das Dach)

3) Hilleberg Nallo (Baujahr 1994):
Mein größter Fehlkauf. Durch die sehr dichte Konstruktion ist Kondens ein
massives Problem. Dank hochwertige Materialwahl soll das Zelt ja wenigstens
Sturmfest sein, mir ist allerdings eine Sturmabspannöse gerissen, weswegen
mein Nallo nicht sturmfest war. Im Sommer war mein Nallo dank der
schlechten Belüftung suboptimal, in Herbststürmen war es wegen der
ausreissenden Ösen auch nicht geeignet.

Größter Vorteil des Zeltes ist sein hoher Widerverkaufswert bei ebay, habe
dort trotz Alters nur einen geringen finanziellen Verlust erlitten.
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 20:17 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz wrote:

> Hi NG..
>
> Zeit für Sachbeiträge!
>
> Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in
> dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren
> jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für
> 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus
> deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen
> kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl.
> Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.

1) Salewa Sierra Micra (mein erstes Zelt, Baujahr 1989, Farbe pink)
Ein relativ großes, weil hohes Einpersonenzelt. Durch seine geodätische
Bauweise bleibt es auch im stärkeren Wind formstabil. Leider wird es im
stärkeren Wind laut. Gestängebruch oder Planenrisse habe ich nicht erlebt,
ich halte das Zelt für Sturmtauglich.
Stärke des Zeltes ist das Innenzelt, welches auch alleine steht, seine große
Apsis (in welcher man bei Regen bei geschickter Aufstellung auch kochen
kann).
Kondensbildung:Mittel

Wenn ich Winters auf Tour gehe (Wochenende, Taunus), benutze ich dieses
Zelt. Ja, das Zelt wird vom Hersteller als Sommerzelt angegeben, da mich
ein bißchen Wind im Zelt allerdings wenig stört, kann ich es auch im Winter
einsetzen.

2) Tarpzelt: Jones Tent ([externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster )
Mein erstes selbstgenähtes Tarpzelt.
Leider ist bei dieser Konstruktion der Überhang des Einganges zu klein, bei
diesem Tarp gelangt bei nur wenig Wind Regen auf den Schläfer. Während
meiner Rumänienreise blieb ich nur trocken, weil ich meinen Regenschirm in
den Eingang gestellt habe.
Hört sich nach Improvisation an, hat sich allerdings einigermaßen bewährt.
Bei richtigem Sturm muß man allerdings den Regenschirm irgendwie am
wegfliegen hindern.

2)Selbstbau Tarp nach anleitung nach Ray Jardine:
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Von diesem Tarp habe ich mittlerweile 2 genäht. Zum einem eins aus
Drachenstoff (chikara) und ein weiteres aus "original ray jardine" Nylon.

Konstruktion: Tarp kann der Witterung angepaßt aufgebaut werden.
Unter normalen Bedingen stelle ich das Tarp so auf, daß ich bequem in ihm
Sitzen kann, und sorge zugleich für eine gescheite Belüftung. Dann ist der
Platz unter dem Tarp riesig.
Bei stärkem Wind stelle ich das Tarp niedriger auf, das Platzangebot leidet,
da ich nicht mehr in diesem aufrecht sitzen kann. Ruhig schlafen ist
allerdings auch bei stärkerem Wind möglich. Sturmsicher ist das Teil bei
geeigneter Stockwahl sowieso. (Man kann alle Seiten des Tarps dank der
"Beaks" bis auf den Boden abspannen, dann kann da sicher auch ein Hurrikan
drüberblasen. Höhe im inneren: ~30cm...)

Kondens ist wie bei allen offenen Systemen minimal.
Im Winter stört mich allerdings der eiskalte Wind (oder die niedrige
Kopfhöhe), so daß ich es nur ungern im Winter verwende.

Ein Moskitonetzzelt verwende ich nicht, ich baue das Tarp erst nach der
Dämmerung auf, die Mücken scheinen dann nicht mehr zu fliegen.

Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß ich mir noch ein
zweites genäht habe. (anderer Stoff, Drachenstoff (Chikara) ist leider
nicht vollständig wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig
durch das Dach)

3) Hilleberg Nallo (Baujahr 1994):
Mein größter Fehlkauf. Durch die sehr dichte Konstruktion ist Kondens ein
massives Problem. Dank hochwertige Materialwahl soll das Zelt ja wenigstens
Sturmfest sein, mir ist allerdings eine Sturmabspannöse gerissen, weswegen
mein Nallo nicht sturmfest war. Im Sommer war mein Nallo dank der
schlechten Belüftung suboptimal, in Herbststürmen war es wegen der
ausreissenden Ösen auch nicht geeignet.

Größter Vorteil des Zeltes ist sein hoher Widerverkaufswert bei ebay, habe
dort trotz Alters nur einen geringen finanziellen Verlust erlitten.
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen02.12.05 15:54 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi Steffen Schwientek, Du schriebst:

> 1) Salewa Sierra Micra
> Wenn ich Winters auf Tour gehe (Wochenende, Taunus),
> benutze ich dieses Zelt. Ja, das Zelt wird vom Hersteller
> als Sommerzelt angegeben, da mich ein bißchen Wind im Zelt
> allerdings wenig stört, kann ich es auch im Winter
> einsetzen.

Bist du mal der Sache nachgegangen, es in Nylon
(Extraanfertigung) zu beziehen? Irgendwer hatte hier mal
eingeworfen, daß das (jetzt) möglich wäre..

> 2) Tarpzelt: Jones Tent
> ([externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster ) Mein
> erstes selbstgenähtes Tarpzelt.

Hat keine "Schnäbelchen".

> Ein Moskitonetzzelt verwende ich nicht, ich baue das Tarp
> erst nach der Dämmerung auf, die Mücken scheinen dann
> nicht mehr zu fliegen.

Igitt! Die "fliegen" auch nachts auf mich..

> Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß
> ich mir noch ein zweites genäht habe. (anderer Stoff,
> Drachenstoff (Chikara) ist leider nicht vollständig
> wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig
> durch das Dach)

Wo du es gerade sagst. Ist evtl. diese Schikarex geeigneter?

Anders gefragt: Kann man eigentlich inzwischen auch
hierzulande hochwertiges, beschichtetes Nylonmaterial
beziehen. Wenn bekannt, wo bitte?

> 3) Hilleberg Nallo (Baujahr 1994):
> Größter Vorteil des Zeltes ist sein hoher
> Widerverkaufswert bei ebay, habe dort trotz Alters nur
> einen geringen finanziellen Verlust erlitten.

:-)))
--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen02.12.05 22:41 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz wrote:

> Hi Steffen Schwientek, Du schriebst:
>
>> 1) Salewa Sierra Micra
>> [...]
> Bist du mal der Sache nachgegangen, es in Nylon
> (Extraanfertigung) zu beziehen? Irgendwer hatte hier mal
> eingeworfen, daß das (jetzt) möglich wäre..

Nein, habe ich nicht ausprobiert.
>
>> 2) Tarpzelt: Jones Tent
>> ([externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster ) Mein
>> erstes selbstgenähtes Tarpzelt.
>
> Hat keine "Schnäbelchen".

Hat zu wenig Überhang/ist zu kurz für ein Tarp. IMHO fehlen da einige
entscheidende cm. Stoff, um wirklich bequem zu sein.

>> Ich bin von der Konstruktion des Tarps so überzeugt, daß
>> ich mir noch ein zweites genäht habe. (anderer Stoff,
>> Drachenstoff (Chikara) ist leider nicht vollständig
>> wasserdicht, bei ganz dicken Tropfen sprühts ein wenig
>> durch das Dach)
>
> Wo du es gerade sagst. Ist evtl. diese Schikarex geeigneter?

Vermutlich nein.Habe es aber nicht in der Hand gehabt, geschweige denn eine
Behausung damit genäht. Wirklich wasserdicht (auch kein Sprühnebel bei
dicken Tropfen) ist das von Ray Jardine verkaufte Silnylon.

> Anders gefragt: Kann man eigentlich inzwischen auch
> hierzulande hochwertiges, beschichtetes Nylonmaterial
> beziehen. Wenn bekannt, wo bitte?

shelby.fi hat ebenfalls alles, was das Näherherz begehrt. In D ist mir kein
ernstzunehmender Händler bekannt.

--
Steffen Schwientek, Grosse Klostergasse 5, 61169 Friedberg
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 20:59 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Diese Nachricht wurde nicht archiviert, da der Autor dies nicht wünscht.
Beiträge mit <X-No-Archive: Yes> werden nur einen Monat lang hier angezeigt.
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen02.12.05 16:20 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi Andreas Fischer, Du schriebst:

>> Sofern Schnee und Wind das alte Jahre regieren sollten,
>> hoffe ich weitere Mitteilungen zu meinem Hogan Ultralight
>> beibringen zu können. Bin selbst schon gespannt!
> Das Zelt würde mich auch interresieren.

Das Befestigen der Innenzeltösen ist da eigentlich
unproblematisch. Beim Innenzeltgestänge muß man
bauformbedingt allerdings etwas ziehen, es in Position zu
bringen. Bei heftigem Wind und Regen ist es bislang völlig
unproblematisch.
--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen02.12.05 16:25 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
> Beim Innenzeltgestänge muß man
> bauformbedingt allerdings etwas ziehen, es in Position zu
> bringen.

Aua! Das, was ich eigentlich meinte war, daß man am
Außenüberwurf ziehen bzw. zerren muß, ihn richtig in
Position zu bringen. ;-(

--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.05 20:10 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Diese Nachricht wurde nicht archiviert, da der Autor dies nicht wünscht.
Beiträge mit <X-No-Archive: Yes> werden nur einen Monat lang hier angezeigt.
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.05 20:56 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi Andreas Fischer, Du schriebst:

[Hogan UL]
> hast du schon mal mit 2 Mann und Gepäck drin übernachtet?
> Irgendwie erscheint mir die Apsis relativ klein.

Nein. Es erfüllt hier seinen Zweck als quasi selbststehendes
(bzw. umsetzbares) sowie abgespannt ziemlich windstabiles
Solozelt! Ich nehm den Rucksack mit ins Zelt.
Ausschlaggebend war eher die geringe Grundfläche. Die Apsis
ist freilich nicht so der Brüller - aber immerhin größer
als beim Hogan UL I !

An 2-Personen-Zelten kämen für mich z.Zt. eher das Polaris2
von Wechsel oder eines von Exped in Frage.
--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.05 01:00 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
On Sun, 27 Nov 2005 19:33:13 +0100, Marco Schwarz wrote:

> Zeit für Sachbeiträge!

Das ist ja mal was Neues. SCNR.

Naja, ich hatte hier[0] mal was zum Bergen II Kompakt geschrieben. Nachdem
wir jetzt nochmal 3 Wochen Irland und 2 Wochen Rogen mit dem Zelt hinter
uns gebracht haben, bin ich immer noch sehr zufrieden. Ich wiederhole
einfach nochmal die wesentlichen Punkte aus meiner Sicht:

+-Punkte:
- Platzangebot. Zwei Personen koennen gut drin schlafen, vier Personen
koennen halbwegs bequem essen, Karten spielen, etc. Kochen macht in der
Apsis auch bei Regen, Wind und sonstigem Sauwetter noch Spass. Und die
Rucksaecke passen noch dazu.
- Schneller Aufbau. Wenige Minuten, auch alleine problemlos moeglich.
Muessen allerdings recht viele Heringe rein, damit's gut steht.
- Guter Service von Salewa. Aussenzelt und Gestaenge wurde bisher
getauscht.
- Dicht ist es auf jeden Fall.
- Belueftung ist ganz gut, das Innenzelt ist ja praktisch nur aus Netz,
und oben sind Lueftungsloecher. Wenn ich es mit dem Kochen nicht
uebertreibe und Nudeln bei geschlossener Apsis mache, gibt's keine
Kondensprobleme.

--Punkte:
- Die Klettverschluesse, die an den Abspannpunkten innen sitzen, sind
nicht so wahnsinnig stabil, scheint mir. Ist aber noch nichts wirklich
kaputt gegangen.
- Die Windstabilitaet ist wegen der grossen Hoehe nicht unbedingt optimal,
reicht aber, wenn man ein ruhiges Plaetzchen findet schon aus.
Weggeflogen ist es mir noch nicht, aber es wackelt dann halt schon.
- Die Stellflache ist nat. auch recht gross, aber so ist das halt bei
grossen Zelten.

[0] <362pm3F4pqqgjU1@individual.net>

HTH,

Bela

--
Bela Bauer - bela_b@gmx.net
PGP 0x97529F5C
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen02.12.05 16:33 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi Bela Bauer, Du schriebst:

> 2 Wochen Rogen mit dem Zelt hinter uns gebracht haben,

Pfui, stinkt das jetzt nicht arg nach Fisch? ;-)

--
MfG
Marco
 
 
 
      Zurück zur Übersicht

Zelte, Tarps im Praxiseinsatz

Bergsteiger beim Bergsteigen21.12.05 20:07 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Schwarz <marco_s@t-online.de> wrote:

> Hi NG..
>
> Zeit für Sachbeiträge!
>
> Ich würde an dieser Stelle gerne einen Thread entfachen, in
> dem ausgewiesene Outdoorer ihre Erfahrungen mit ihren
> jeweiligen Zelten, Tarps, Tarptents, Eigenkreationen für
> 1-2 Personen darlegen, dabei aus subjektiver Sicht heraus
> deren jeweilige Ressourcen und evtl. Einsatzgrenzen
> kritisch beleuchtet und beschrieben darlegen, um so evtl.
> Entscheidern Anhaltspunkte für anstehende Käufe zu geben.

Im Frühjahr 2004 hatte ich mir aus den USA von Henry Shires ein Tarptent
Cloudburst importiert (-> [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster ) und habe - traurig
aber wahr - bisher nur einmal darin übernachtet - auf einer Radtour auf
einem Campingplatz in der Region. Da es eine warme Sommernacht war, über
die nach Mitternacht ein heftiges Gewitter hereinbrach konnte ich aber
wenigstens das Cloudburst bei verschiedenen Bedingungen testen.

Vorher hatte ich ein Hilleberg Akto und davor ein Vaude Campo. Das Campo
war ganz OK, leider für mich (1.90 m Länge) etwas zu kurz und außerdem
mit 3 kg für einen Alleinreisenden zu schwer.
Das Akto war zwar schön leicht, für mich aber in warmen Sommernächten
einfach zu stickig - das winzige Moskitonetz im Innenzelt läßt einfach
nicht genug Luft durch. Das Akto hatte ich mehrere Wochen auf
Campingtouren mit dabei und habe es wieder verkauft. Zu klein, zu
schlecht belüftet und deshalb viel Kondenswasser.

Nun zum Cloudburst. Wenn man es aufbaut, ist man erst einmal erstaunt,
wie groß und vor allen Dingen Lang es ist. Da die beiden Gestängebogen
ca. 2,30 m auseinanderliegen, hängt es ziemlich frei und man muß erst
ein wenig experimentieren, bis es stramm steht - aber das hat man nach
ca. 10 Minuten heraus.

Richtig begeistert war ich von der phantastischen Durchlüftung - in der
warmen Sommernacht hatte ich das Gefühl, draußen zu liegen. So etwas
habe ich noch bei keinem herkömmlichen Zelt erlebt. Und als
Alleinreisender habe ich unglaublich viel Platz: wnn ich alleine in der
Mitte auf dem Rücken liege, kann ich mit den Fingerspitzen nicht den
Zeltstoff über mir und links und rechts erreichen.

Als dann das Gewitter mit Wind aufkam, war ich aber etwas beunruhigt,
weil das Zelt im durchhängenden Mittelteil ziemlich in Bewegung geriet.
Aber auch bei heftigen Böen hat alles gehalten. Und Henry Shires hat
auch irgendwo einen Bericht von jemandem, der mit einem Cloudburst im
Schneesturm übernachtet hat. Das Zelt hat zwar heftig herumgewabbelt,
aber keinen Schaden genommen.

Aber da ich sowieso nur "Outdoor für Weicheier" alias Radtouren im
Sommer mache, dürfte das Cloudburst das ideale Teil für mich sein - ich
denke, ich habe "mein" Zelt gefunden :-)

Andreas

--
Webseiten und Druckvorlagen: [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\
-------------------------------------------------------------
Sportliche Radtouren aus Bielefeld: [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\
 
 
Austria Mountain Tour
1.059 von 8.262.632
eine Seite zurückzum Seitenanfangzur Sitemapzur HilfeJede Verbreitung von Inhalten ist eine Urheberrechtsverletzung!Copyright 1998-2005 Bernhard KönigeMail an den webmaster

Photo des Tages

Inversionswetterlage

Photo / Tour

GipfelSammler.de
Hier kannst du alle deine Bergtouren eintragen, sie bewerten und sie von überall abrufen. Statistiken gibts hier auch noch!
www.gipfelsammler.de


Hol dir ein cooles T-Shirt!
T-Shirt-Shop
Hol dir ein cooles Shirt
mit diesem Logo ;-)


Buchtipp

Münchner Hausberge
 
 Sitemap M 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 8000 Gipfel News Alpin bergsuche Photo Toolkit geheim Google PageRankFree counter and web stats