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Newsgroup - de.rec.outdoors

 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 10:16 Uhr
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Wie Du aktuell wieder in dieser Newsgroup sehen kannst, ist es
gefährlich, seinen wahren Namen in Usenet-Foren anzugeben. Und
zwar bereits beim ersten Mal, weil findige Köpfe diesen anhand
verschiedener Merkmale Deiner Postings mit Deinem Nicknamen
assoziieren können, bei all Deinen zukünftigen Postings. Du
kannst also nicht mehr zurück, wenn Du Deinen Namen einmal
angegeben hast. Und genau das ist die Absicht derer, die
Realnamen verlangen. Damit wird derjenige, der mit Realnamen
postet, bedrohbar und kann kontrolliert werden. Der Realname
wird von Kriminellen benutzt, um jemanden zum Schweigen zu
bringen, der unbequeme Ansichten vertritt. Realnamenforderungen
wenden sich gegen die freie Meinungsäusserung, sie sind daher
ein faschistischer, ein rechtsextremer Akt. Ein Wolf welcher im
Schafspelz daherkommt, indem er sich hinter Formulierungen wie
"RN werden gerne gesehen", "RN sind höflich", "Pseudonyme werden
nicht gelesen" und derlei Unsinn versteckt.

Die Gesetze in Deutschland sind diesbezüglich übrigens
eindeutig: Jeder hat das ausdrückliche *Recht* unter Pseudonym
am Usenet teilzunehmen. Und dieses Gesetz wurde nicht von
ungefähr geschaffen, sondern weil es gefährlich ist, in
unkontrollierten Medien seine persönlichen Daten zu offenbaren.

Siehe auch [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster .

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 10:38 Uhr
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Chiap Zap wrote:

[...viel Text...]

Könntet ihr endlich mal bei einer einheitlichen Betreffzeile bleiben damit
man den Müll rausfiltern kann? Und ich meine damit alle die sich an dieser
Diskussion beteiligen. :(

Gruß

Bodo

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 11:29 Uhr
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Meine Güte, lasst das doch jeden selbst entscheiden, ob er ein
Pseudonym oder einen realen Namen verwendet.

Ich denk, wir sind alle alt genug und vor allem schon lange genug im
Internet unterwegs. Das ist ja schliesslich nix neues! Könnten wir uns
dann wieder auf das eigentliche Thema in dieser Group konzentrieren?!

Desweiteren sieht man ja, an aktuellem Beispiel, dass man (wenn man
auch wirklich will) jede Identität "knacken" kann....

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich=21

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 11:43 Uhr
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"sandra.n" wrote:
>
> Meine Güte, lasst das doch jeden selbst entscheiden, ob er ein
> Pseudonym oder einen realen Namen verwendet.

Bitte die Hinweise für Google-Poster in de.newusers.infos lesen, und den
Empfehlungen folgen, d.h. beispielsweise bei Umgangsformen-Threads ein
f'up2 dsnu machen.

Michael Dahms

f'up2 dsnu
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 12:34 Uhr
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"sandra.n" <sandra.neitzsch@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1131618585.505019.41720@g44g2000cwa.googlegroups.com...
Meine Güte, lasst das doch jeden selbst entscheiden, ob er ein
Pseudonym oder einen realen Namen verwendet.

-------

Wohl wahr; jeder mag für sich selber ausmachen, ob er einen
Diskussion- Partner mit Pseudo oder RN für den Dialog im Usenet
akzeptiert.

Bis denne

Christian

-------

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 12:49 Uhr
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sandra.n schrieb:/n
> Meine Güte, lasst das doch jeden selbst entscheiden, ob er ein
> Pseudonym oder einen realen Namen verwendet.

wie Recht Du doch hast. Aber es gibt eben noch genugen User welöche auf
einen Realnamen bestehen. Selbst die Definition einen _realklingenden
Namen_ zu verwenden wollen diese nicht.

> Ich denk, wir sind alle alt genug und vor allem schon lange genug im
> Internet unterwegs. Das ist ja schliesslich nix neues!

aber für manche echt ein Problem zum outen

> Könnten wir uns
> dann wieder auf das eigentliche Thema in dieser Group konzentrieren?!

ist doch genu ngda um sich zuj beschäftigen - da gehlrt dieses nunmal
dazu

> Desweiteren sieht man ja, an aktuellem Beispiel, dass man (wenn man
> auch wirklich will) jede Identität "knacken" kann....

wie wahr ,wie wahr

--
Gruß Edwin

Nicht nur Eigentum verpflichtet,
sondern auch Freiheit.
Deine Freiheit verpflichtet zum
Widerstand, wenn diese von anderen
missbraucht wird.

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 16:20 Uhr
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E. Mager wrote on 10. November 2005:
>
> sandra.n schrieb:/n
>> Meine Güte, lasst das doch jeden selbst entscheiden, ob er ein
>> Pseudonym oder einen realen Namen verwendet.
>
> wie Recht Du doch hast.

ACK.

> Aber es gibt eben noch genugen User welöche auf
> einen Realnamen bestehen.

Das ist die andere Seite der Medaille. Wenn du oder Sandra nicht von
allen Leuten gelesen werden wollen, ist das ihr gutes Recht. Sandra
scheint aber "neu"zu sein (ich kann mich an sie erinnern, auch wegen
meinen Filterns in technischen Gruppen an keine Antwort auf ihre
Artikel), so dass man ihr das wenigstens einmal mitteilen sollte, dass
sie sich ohne "Realnamen" bei einigen Leuten ausfiltern lässt.

Aber wie gesagt bleibt es ihr überlassen, das zu akzeptieren.

> Selbst die Definition einen _realklingenden Namen_ zu verwenden wollen
> diese nicht.

Mir kommt es z.B. darauf an, dass dieser Name plausibel klingt. Sollte es
jemand sein, dessen "realklingenden Name" wirklich plausibel ist, er aber
lügt, wird er sich früher oder später selbst outen.

[...]

>> Könnten wir uns
>> dann wieder auf das eigentliche Thema in dieser Group konzentrieren?!

Ohne "Realnamen" wird das schwer. Zumindest lässt es sich nie ganz
vermeiden, dass auf das "Realnamenproblem" eingegangen wird. Damit muss
ein "Realnamenloser" sich abfinden, dass vom eigentlichen Thema
abgeschweift wird.

F'up soc.netzkultur.umgangsformen.

E. du hast nicht nur das mit dem "Realnamen" nicht verstanden, sondern
auch nicht, dass man F'ups dahin setzen sollte, wo es ontopic ist. Das
zeigt mir nur wieder einmal, dass "Realnamenlose" es (mir) weniger wert
sind, gelesen zu werden. Denn du bist ja schon länger im Usenet, dass ich
solche wiederholten Fehler als Absicht annehme.

Interessant überdies, dass du durchaus mal als "Edwin Mager" gepostet
hast, darüber hinaus sogar mal einen anderen (IMO besseren) Newsreader
(mal Mozilla statt Outlook Express) verwendet hast, und in beiden Fällen
zurückgefallen bist. Den Grund zu erfahren, würde mich mal interessiere=
n.
=2D-
Andreas
Müde von Trolls in Newsgruppen? Realnamenfilter können helfen.
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 19:56 Uhr
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sandra.n meinte:

> Meine Güte, lasst das doch jeden selbst entscheiden,
> ob er ein Pseudonym oder einen realen Namen verwendet.

Ack.

> Ich denk, wir sind alle alt genug und vor allem schon
> lange genug im Internet unterwegs. Das ist ja schliesslich
> nix neues!

Für Neulinge schon! Und gerade die werden mit gezielter
Desinformation seitens der Realnamebefürwortung in die Irre
geführt. Deshalb ist es wichtig, diesen Falschinformationen
mit Aufklärung entgegenzutreten.

Da das schon in dsnu gelandet ist: X-Post und F'up2 dsnu

Gruß Winfried

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen15.11.05 21:51 Uhr
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"sandra.n" wrote:
>
> Meine Güte, lasst das doch jeden selbst entscheiden, ob er ein
> Pseudonym oder einen realen Namen verwendet.
>

Gut, finde ich auch. Könntest Du das bitte dem Jens Klein sagen
sowie denen, die Interesse am periodischen Erscheinen einer
"FAQ" haben, die zum einzigen Ziel hat, Newbies hereinzulegen um
ihr Recht auf freie Meinungsäusserung zu beschneiden. Thanks.

> Ich denk, wir sind alle alt genug und vor allem schon lange genug im
> Internet unterwegs. Das ist ja schliesslich nix neues! Könnten wir uns
> dann wieder auf das eigentliche Thema in dieser Group konzentrieren?!
>

Okay, gerne. Das "eigentliche Thema in dieser Group" - nehm' ich
an - ist das durch Jens Klein in der durch "mehrheitlichen
Konsens" getragenen Mini-FAQ skizzierte, oder?

> Desweiteren sieht man ja, an aktuellem Beispiel, dass man (wenn man
> auch wirklich will) jede Identität "knacken" kann....
>

Nur wenn jemand seine Identität zuvor publik gemacht hat, und
sei es nur ein einziges Mal. Nur dann kann man später die
Identität eines Peudonyms knacken. Andernfalls nützt auch ein
"wirklicher Wille" nichts: das Pseudonym bleibt pseudonym. Das
wissen diese Faschos hier, und deshalb versuchen sie Neulinge
gleich zu Beginn ihrer Usenetkarriere zur Angabe ihres
Realnamens zu bewegen, solange sie noch unerfahren sind und die
Tragweite ihrer Realnamensbekanntgabe nicht kennen. Durch die
Bekanntgabe ihres Realnamens werden sie erpressbar und folglich
ihres Rechts auf freie Meinungsäusserung faktisch beraubt.

Gruss

Chiap

--==66==--
Lügen zerfallen - doch Wahrheit nicht...
hast Du genügend Mut, dann schau' ihr ins Angesicht!
(Frank Toennes in dang)

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 19:14 Uhr
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Chiap Zap wrote das übliche

lieber chiap zap,

ich bin wie du ein befürworter von pseudonymen und genereller lockerheit
im usenet, internet und vor, während und nach dem leben. Ich
beschäftige mich auch beruflich, persönlich und politisch mit
Datenschutz, usertracking etc.

aber deine verbissenheit in das thema realnames ist wirklich so extrem
übertrieben, dass ich dich leider nimmer länger lesen mag und dich in
mein "magichnichtsogernlesen"-file stecken werde.

sorry, aber vielleicht solltest du echt mal nachdenken, ob deine mission
in dieser form sinn macht und irgendwas bewirkt.
wer lockerheit und entspanntheit will, sollte sie auch irgendwie selbst
vorleben können.

nimm die ein beispiel an den echten zapatisten. die subcommandante
marcos' waren wo möglich auch immer mit humor bei der sache. und die
hatten *echte* probleme und nicht so dekadente wie wir hier ;)

machs gut,
peter
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich=21

Bergsteiger beim Bergsteigen10.11.05 22:31 Uhr
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Hi peter pilsl, Du schriebst:

> nimm die ein beispiel an den echten zapatisten. die
> subcommandante marcos' waren wo möglich auch immer mit
> humor bei der sache.

Ei, das hat wohl nix mit mir zu tun, gell? Auch, wenn ich
mit Humor agiere.. ;-)

--
MfG
Marco, der den seltsamen "Enzian" auch nicht kapiert..! *g*
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen11.11.05 14:06 Uhr
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Marco Schwarz wrote:

>
> Ei, das hat wohl nix mit mir zu tun, gell? Auch, wenn ich
> mit Humor agiere.. ;-)
>

Die Identität der subcommandanten wurde nie geklärt (von einer
medienwirksamen ausnahme mal abgesehen), du bist also nachwievor
hauptverdächtiger nummer 1 ;)

die indizien sprechen einfach gegen dich:
* name - marco
* humor
* name - schwarz - kann nur eine anspielung an die schwarze vermummung
der zapatisten sein. und wir glauben auch noch, das wäre ein REALNAME ;)

:) p
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich=21

Bergsteiger beim Bergsteigen11.11.05 22:47 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hi peter pilsl, Du schriebst:

> die indizien sprechen einfach gegen dich:
> * name - marco
> * humor
> * name - schwarz - kann nur eine anspielung an die
> schwarze vermummung der zapatisten sein. und wir glauben
> auch noch, das wäre ein REALNAME ;)

:-)))

Schönes Wochenende!
--
MfG
Marco
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gef?hrlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen11.11.05 05:38 Uhr
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peter pilsl <pilsl@goldfisch.at> wrote:
> Chiap Zap wrote das übliche

> aber deine verbissenheit in das thema realnames ist wirklich so extrem
> übertrieben, dass ich dich leider nimmer länger lesen mag und dich in
> mein "magichnichtsogernlesen"-file stecken werde.

Die erste sinnvolle Reaktion darauf... bei mir ist er dort schon lange.

Er ist normaler Argumentation nicht zugänglich, anscheinend heischt er
wohl nur Aufmerksamkeit, weil er sie sonst nirgends bekommt.

Also bitte:

D O N ' T F E E D T H E T R O L L S !

Gruß
Ulrike

...mit Realnamen seit Mitte der 80er im Netz unterwegs und immer noch am
Leben...
--
* NAMES: Ulrike Schepp COMMERCIALS: Schepp Softwaredesign
* EMAIL: schepp@dark.lahn.de (priv.) schepp@schepp-softwaredesign.de
* WWW : [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
* SNAIL: Am Berg 1, D-35647 Waldsolms PGP-Key: 0x6945FEF9 on keyservers
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gef?hrlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen11.11.05 10:43 Uhr
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Ulrike Schepp schrieb:
>
> Die erste sinnvolle Reaktion darauf... bei mir ist er dort schon lange.

Wohl bei allen regelmäßigen dro-lern. Ab und zu hole ich ihn da mal
raus, weil ich's hin und wieder ganz amüsant finde, wenn ich die Zeit
über habe. Hat so 'ne gewisse unfreiwillige Komik, wenn einer Angst vor
faschistischen Repressalien hat, falls er sich dazu bekennen würde, sich
für Kocher, Zelte und Wanderwege zu interessieren...

> Er ist normaler Argumentation nicht zugänglich, anscheinend heischt er
> wohl nur Aufmerksamkeit, weil er sie sonst nirgends bekommt.

Ich glaube es handelt sich weniger um einen Minderwertigkeitskomplex.
Vielmehr sehe ich die Symptomatik einer Manie. Vielleicht auch einer
manisch-depressiven Störung, von der wir hier immer nur den manischen
Teil miterleben. Das würde die schubweise Aktivität erklären.
Guckst du z.B. hier:

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Womit er definitiv in ärztliche Behandlung gehörte. Aber erzähl mal
einem Arzt, dass er zum Arzt muss. Das kannst du natürlich vergessen.
Erst recht, wenn er 1.000km entfernt lebt.
In den oben angegeben Artikeln kann man unter anderem auch nachlesen,
dass gerade Maniker nicht akzeptieren, dass sie behandelt werden müssen.

Viel mehr, als ein Killfile einzurichten, können wir also tatsächlich
nicht tun.
Und wenn eines Tages in der B*LD von einem Amoklauf im Schweizer
Unterseen berichtet wird, können wir sagen, dass wir es immer schon
irgendwie geahnt haben.

Schönen Gruß,

Jochen
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gef?hrlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen11.11.05 11:46 Uhr
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Jochen Diestel wrote:
>
> Viel mehr, als ein Killfile einzurichten, können wir also tatsächlich
> nicht tun.

Doch. Wir können beispielsweise den Umgang mir dem Followup-to:Header üben.

Michael Dahms, übend

f'up2 dsnu
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gef?hrlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen11.11.05 20:34 Uhr
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Jochen Diestel <jochen.diestel@gmx.de> wrote:
> Ulrike Schepp schrieb:
>>
>> Die erste sinnvolle Reaktion darauf... bei mir ist er dort schon lange.
>
> Wohl bei allen regelmäßigen dro-lern. Ab und zu hole ich ihn da mal
> raus, weil ich's hin und wieder ganz amüsant finde, wenn ich die Zeit
> über habe. Hat so 'ne gewisse unfreiwillige Komik, wenn einer Angst vor
> faschistischen Repressalien hat, falls er sich dazu bekennen würde, sich
> für Kocher, Zelte und Wanderwege zu interessieren...

[...]
> Viel mehr, als ein Killfile einzurichten, können wir also tatsächlich
> nicht tun.

Wenn Dir ganz ehrlich daran gelegen wäre, dass er nicht mehr schreibt,
würdest Du nicht so sorglos Dein Unverständnis von den Dingen, von
denen er schreibt, zur Schau tragen - wie es oben geschehen ist. Denn
Du würdest annehmen, dass ihn das nur zu weiteren Äußerungen, zu
Richtigstellungen ermutigt.

Es behauptet niemand, dass wegen des Interesses für Kocher, Zelte und
Wanderwege Repressalien erfolgen. Es wird nur, wie ich finde sehr
einleuchtend, aufgezeigt, dass die Preisgabe des Realnamens im Usenet
irreversibel auf _alle_ Gruppen und Themen bezogen eine Einschränkung
bedeuten kann. Denn schreibst Du in Gruppe A unter Realnamen, in Gruppe
B zu einem heiklen Thema etwas unter Pseudonym, dann kann das Pseudonym
anhand von Merkmalen Deiner Beiträge (Provider, Schreibstil, evtl.
typische Rechtschreib- und Grammatikfehler, verwendete Software, etc.)
mit dem Realnamen in Verbindung gebracht werden. Man kann da
entgegenwirken, wenn man geschickt ist. Trivial ist es nicht
unbedingt.

Provider kann man wechseln, Software kann man beibringen, sich nicht im
Header zu verewigen. Doch schon letzteres ist für einen technisch eher
Unbedarften nicht ganz einfach. Seinen Schreibstil zu kontrollieren,
letztlich, halte ich sogar für eine ernstzunehmende Hürde.

lk
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gef?hrlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen11.11.05 21:21 Uhr
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Lasse Kliemann wrote:

> Es behauptet niemand, dass wegen des Interesses für Kocher, Zelte und
> Wanderwege Repressalien erfolgen. Es wird nur, wie ich finde sehr
> einleuchtend, aufgezeigt, dass die Preisgabe des Realnamens im Usenet
> irreversibel auf _alle_ Gruppen und Themen bezogen eine Einschränkung
> bedeuten kann.

Wenn es also gar nicht um das in der Gruppe diskutierte Thema geht, soll
"Chiap Zap" aka Michael Enezian seine Thesen, wie alle ernstzunehmenden
Netznutzer, in der dafür passenden Gruppe zur Diskussion stellen: hier
in dsnu ("hier", da ich dro nunmal nicht lese). Alles andere ist reines
Trolling.

Sinnlose Crosspostings ohne Followup-To zeigen übrigens, wie die jeweilige
Meinung bezüglich Netzkultur einzuschätzen ist: die Charta und Leser der
somit _belästigten_ Gruppe(n) scheren denjenigen in Wirklichkeit einen
Dreck.

X-Post & F'up2 dsnu

PointedEars
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gef?hrlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen12.11.05 10:10 Uhr
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Lasse Kliemann schrieb:
>
> Wenn Dir ganz ehrlich daran gelegen wäre, dass er nicht mehr schreibt,

Richtig. Es ist mir vollkommen pipe, ob er schreibt oder 'ne Bratwurst
platzt. Solange mein Humor reicht, um sich über sein Gesülze zu
amüsieren, ziehe ich mir das rein, und wenn ich genervt bin, mache ich
wieder den Haken hinter seinem Filter.

Ich vermute eben nur, dass der Mann krank ist, bzw. -umgangssprachlich-
"eine Macke" hat.

Vor dem Hintergrund kann er und seine direkte Umwelt einem hauptsächlich
leid tun.
Man beachte, wie sehr er uns hier (in dro) auf den Sack geht, obwohl es
ein leichtes ist, ihn auszufiltern. Und dann stelle ich mir vor, er
gehörte zu meinem direkten sozialen Umfeld, wäre z.B. Mitglied in meinem
Sportverein, ein direkter Kollege, Nachbar oder weiß der Geier, wo ich
sonst mit ihm zu tun hätte, ohne ihn ausfiltern zu können.
Das muss doch grauenvoll sein.
Wenn ich nicht schon 1.000km von ihm entfernt lebte, würde ich dann
wahrscheinlich spätestens umziehen.

Schönen Gruß,

Jochen
F'up2 dsnu
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen26.11.05 16:52 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Jochen Diestel wrote:
>
> Ulrike Schepp schrieb:
> >
> > Er ist normaler Argumentation nicht zugänglich, anscheinend heischt er
> > wohl nur Aufmerksamkeit, weil er sie sonst nirgends bekommt.
>
> Ich glaube es handelt sich weniger um einen Minderwertigkeitskomplex.
> Vielmehr sehe ich die Symptomatik einer Manie. Vielleicht auch einer
> manisch-depressiven Störung, von der wir hier immer nur den manischen
> Teil miterleben. Das würde die schubweise Aktivität erklären.

Du liegst falsch. Meine "Manie" ist nur gerade so gross wie die
von Jens Klein, aber die scheint Dich nicht zu stören. Obwohl er
unerfahrene User, Neulinge, Jugendliche vorsätzlich versucht
hereinzulegen und erheblichen Gefahren auszusetzen. Dagegen
schreibe ich so lange, wie er auf seiner "FAQ" besteht. In dem
Moment wo er und seine Gesinnungsgenossen aufhören, schreibe ich
auch nichts mehr zu dem Thema. Denke nicht, dass es mir Spass
macht oder dass ich einen inneren Drang hätte "Unruhe zu
stiften" oder "Aufmerksamkeit zu heischen" oder was Du Dir immer
zurechtphantasierst.

Euer Problem ist, dass ich mich gegen kriminelle Machenschaften
stelle und dass ihr mich eben nicht zum Schweigen bringen
konntet mit der üblichen Methode, die sich des Realnamens
bedient um jemanden zu bedrohen und einzuschüchtern. Und warum
konntet ihr nicht? Warum funktioniert bei mir nicht was bei den
meisten andern bestens funktiert? Weil ich in einem Mass
unabhängig bin, wie es nur den wenigsten Menschen vergönnt ist.
Die meisten sind abhängig und können sich nicht exponieren. Und
gerade das gibt mir die Verpflichtung auf, meine Stimme für die
Schwachen, die Verängstigten, die Opfer von Kriminellen und
Faschisten zu erheben. Weil sonst niemand da wäre, der es täte,
und dann die Kriminellen/Faschisten freie Bahn hätten. Und es
kann jeder 2 und 2 zusammenzählen um zu erkennen, welche Leute
und weshalb ein Interesse daran haben, dass ich endlich
schweige.

Dabei wäre das ganz einfach zu erreichen: stoppt die "Manie"
eines Jens Klein und seiner realnamenfordernder Kumpane, und ihr
werdet von mir nicht weiter "belästigt". Aber offensichtlich
wollt ihr euch lieber von mir "belästigen" lassen, als auf die
regelmässige Publikation von Realnamensforderungen/-verführungen
zu verzichten. Die Realnamensforderungen würden also
weitergehen, auch wenn ich nichts dazu schreiben würde. Während
ich aufhöre, sobald die RN-Forderungen eingestellt werden. Wo
also ist die Manie wirklich zu hause?

> ...
> Viel mehr, als ein Killfile einzurichten, können wir also tatsächlich
> nicht tun.

Doch. Oben steht was ihr tun könnt. Es ist ganz leicht.

Weisst Du, Killfile ist gar nichts. Nur ein Häufchen Sand um
seinen Kopf reinzustecken. Wer braucht denn sowas? Nur jemand,
der keine bessern Argumente hat, oder? Prosit!

Btw: ich kann gut noch ein paar Gänge zulegen. Morphing ist eine
Antwort auf Name Revealing, X-post auf Beleidigung. Ich könnte
die Diskussion auch in die Sachthreads hineintragen, wenn es
sich noch lange hinzieht. Es wäre besser, etwas mehr Respekt zu
zeigen, statt sich wie Hanswürste zu benehmen. Ihr werdet mich
nicht mit Kaspereien abschütteln können. Eher mit
Sachargumenten, aber die habt ihr offenbar nicht.

Chiap

--==00==--
"Das Schreckliche versteckt sich immer öfter hinter lächelnden
Mienen und kommt als Freundlichkeit scheinbar rücksichtsvollen
Verhaltens daher." (Arno Gruen, "Der Wahnsinn der Normalität")

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen26.11.05 17:32 Uhr
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quoting Chiap Zap:
> Sachargumenten, aber die habt ihr offenbar nicht.

Doch, ich hätte eines: Trenne bitte Deine Signatur ordentlich ab.

Danke
Roland
f'up

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen26.11.05 18:18 Uhr
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Roland K!pp wrote:
>
> quoting Chiap Zap:
> > Sachargumenten, aber die habt ihr offenbar nicht.
>
> Doch, ich hätte eines: Trenne bitte Deine Signatur ordentlich ab.
>

Nein, das ist kein Sachargument, sondern eine Formnörgelei. Die
"Sache", die in diesem Thread diskutiert wird, ist die
Realnamensfrage, steht übrigens auch so im Betreff. Dir jedoch
gefällt die Form meines Postings nicht, weil Dir irgendwo ein
Leerzeichen fehlt oder sowas. Warum, denkst Du, sollte ich
Deiner Bitte nachkommen? Hast Du mir etwa einen Gefallen getan
oder Dich sonstwie sympathisch gezeigt, sodass ich den Drang
verspüren könnte, Dir etwas zuliebe zu tun? Hast Du irgendwo
geschrieben, Du fändest es nicht in Ordnung, dass unerfahrene
User, Neulinge und Jugendliche mittels regelmässig erscheinenden
offiziell aussehenden "MiniFAQs" dazu verführt werden, ihren
Realnamen anzugeben und sich dadurch erheblichen Gefahren
auszusetzen? Please show MID.

> Danke
> Roland
> f'up
>

Oh.. wie unhöflich. Willst wohl in der Oeffentlichkeit das
letzte Wort behalten, was? Das ist nichts, bloss shout and run.
Hast leider Pech heute. Mein Newswriter spricht kein Followup,
dieses feature ist nicht eingebaut.

Gruss

Chiap

--==00==--
Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel
schämen, wie viel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen
und Weltanschauungen schämen. (Einstein)

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.05 12:40 Uhr
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Huhu, Michi!

Chiap Zap wrote:

> Warum funktioniert bei mir nicht was bei den
> meisten andern bestens funktiert? Weil ich in einem Mass
> unabhängig bin, wie es nur den wenigsten Menschen vergönnt ist.

Klar, als Arzt für Allgemeinmedizin mit gutgehender Praxis in Unterseen
hat man schon so etwas wie eine gewisse Unabhängigkeit.

> Und es
> kann jeder 2 und 2 zusammenzählen um zu erkennen, welche Leute
> und weshalb ein Interesse daran haben, dass ich endlich
> schweige.

Zum Beispiel Deine Sprechstundenhilfe, damit Du endlich mal Zeit für sie
hast und nicht immerzu am Rechner rumdaddelst.

> Btw: ich kann gut noch ein paar Gänge zulegen.

Also Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Käse...
(fup2)
--
esse
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen26.11.05 15:08 Uhr
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Ulrike Schepp wrote:
>
> peter pilsl <pilsl@goldfisch.at> wrote:
> > Chiap Zap wrote das übliche
>
> > aber deine verbissenheit in das thema realnames ist wirklich so extrem
> > übertrieben, dass ich dich leider nimmer länger lesen mag und dich in
> > mein "magichnichtsogernlesen"-file stecken werde.
>
> Die erste sinnvolle Reaktion darauf... bei mir ist er dort schon lange.
>
> Er ist normaler Argumentation nicht zugänglich, anscheinend heischt er
> wohl nur Aufmerksamkeit, weil er sie sonst nirgends bekommt.
>

Es tut mir leid, dass ich Dich enttäuschen muss. Auch wenn Du
es Dir noch so wünschen magst, so ich bin weder vereinsamt, noch
krank, noch gelangweilt, noch arbeit- und mittellos, noch
usenet-süchtig, noch manisch, noch brauche ich dringend
Aufmerksamkeit, noch werde ich nicht geliebt, noch bin ich
sozial isoliert, nichts von alledem. Ich bin ein ziemlich
glücklicher Mensch, Du wärest bestimmt erstaunt, und zwar vor
allem über Deine Vorurteile, wenn Du mich treffen würdest.
Sorry, dass ich Dein Selbstwertgefühl nicht durch die
Bestätigung von wenigstens einem der mir angedichteten Makel
anheben kann. Traurig für Dich, Du hast mein Mitleid.

Was die "normale Argumentation" betrifft, so meinst Du damit
vielleicht Deine oben zitierte ad-personam-Argumentation und
Deinen untenstehenden "Kauft-nicht-bei-..."-Aufruf? Findest Du,
ich sei solcher "Argumentation" zuwenig zugänglich?

> Also bitte:
>
> D O N ' T F E E D T H E T R O L L S !
>
> Gru
> Ulrike
>
> ...mit Realnamen seit Mitte der 80er im Netz unterwegs und immer noch am
> Leben...

"Seit Mitte der 80er ohne Gummi auf dem Kietz unterwegs und
immer noch ohne AIDS..."

Vielleicht hast Du einfach nur Glück gehabt. Oder vielleicht
bist Du nie richtig zur Sache gekommen.

Wer nichts sagt, braucht keine Meinungsfreiheit und kann nicht
verstehen, warum sie für andere wichtig ist. So wichtig, dass
sie zum Menschenrecht deklariert werden musste.

Gruss

Chiap

--==00==--
Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie
das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören
wollen. (George Orwell)

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen26.11.05 15:16 Uhr
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Chiap Zap <chiap-the-zap@vzu-weztrkt.com> writes:

> Wer nichts sagt, braucht keine Meinungsfreiheit und kann nicht
> verstehen, warum sie für andere wichtig ist. So wichtig, dass
> sie zum Menschenrecht deklariert werden musste.

Die Meinungsfreiheit, nicht die Anonymität. Aber daß Du von Gesetzen
völlig wirre Vorstellungen hast, ist ja nichts neues.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen26.11.05 17:31 Uhr
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David Kastrup wrote:
>
> Chiap Zap <chiap-the-zap@vzu-weztrkt.com> writes:
>
> > Wer nichts sagt, braucht keine Meinungsfreiheit und kann nicht
> > verstehen, warum sie für andere wichtig ist. So wichtig, dass
> > sie zum Menschenrecht deklariert werden musste.
>
> Die Meinungsfreiheit, nicht die Anonymität. Aber da Du von Gesetzen
> völlig wirre Vorstellungen hast, ist ja nichts neues.
>

N E I N

Tut mir leid, ich verliere die Geduld mit Typen wie Dir. Warum
schreibst Du den zweiten Satz da oben? Na? Weil Du genau weisst,
dass der erste Satz irreführend und fies ist, und zwar bewusst.
Das ist ganz hinterhältig von Dir. Dann bringst Du eine Attacke
ad personam, um zu distrahieren. Pfui.

Zurück zum Sachthema: Weil es böse Menschen gibt, die kriminelle
Taten an Dir begehen, wenn Du Dinge sagst, die ihren Interessen
zuwiderlaufen, kann Meinungs- und Redefreiheit nur dann
existieren, wenn der Sprechende vor den Kriminellen sicher ist.
Die meisten Menschen sind nicht in der Lage sich durch Mauern
und Bodygards ausreichend zu schützen, um diese Sicherheit zu
haben. Aber sie können eine gute Sicherheit dadurch erlangen,
indem sie anonym oder unter einem Pseudonym auftreten.
Anonymität ist also eine Voraussetzung für die Meinungsfreiheit,
für die meisten Menschen sogar sine qua non. Ich weiss, dass Dir
das völlig bewusst ist, und dehalb nehme ich Dir Postings wie
das obige (und Deine Haltung zur Realnamensfrage generell) sehr
übel. Ich denke Du bist ein böser Mensch.

Chiap

--==00==--
"What worries me is not the violence of the few, but the
indifference of the many" -M.L. King

> --
> David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
>
>
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen26.11.05 22:13 Uhr
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"Chiap Zap" <chiap-the-zap@hdbgn-fzcgqok.biz> schrieb im Newsbeitrag
news:E1FC46139ADF013D.398F9373613860DE@wsrucijn.rzuqqvwp...
> David Kastrup wrote:
>>
>> Chiap Zap <chiap-the-zap@vzu-weztrkt.com> writes:
>>
>> > Wer nichts sagt, braucht keine Meinungsfreiheit und kann nicht
>> > verstehen, warum sie für andere wichtig ist. So wichtig, dass
>> > sie zum Menschenrecht deklariert werden musste.
>>
>> Die Meinungsfreiheit, nicht die Anonymität. Aber da Du von
>> Gesetzen
>> völlig wirre Vorstellungen hast, ist ja nichts neues.
>>
>
> N E I N
>

Hallo, David,

Nein. Das ist in der Tat nichts Neues. Wenn ich das Geplänkel hier
richtig mitgelesen habe, hat "Dr. ME" es bislang versäumt, seine
kriminalisierenden Vorwürfe und Unterstellungen durch Gesetzestexte zu
untermauern. Ich befürchte, daß er es auch nicht gewohnt ist, seine
Phasendrescherei mit Fakten zu belegen. Woher auch; 4. Klässler
hinterfragen
wohl kaum seine Äußerungen.

Auch habe ich den Eindruck gewonnen, daß seine ethischen Grundzüge
entwicklungsfähig sind; in einer Plagiatsdiskussions bezüglich seines
Penetrierungs FAQ wirft er die Formulierung von "Wo kein Kläger, da
kein Richter" in den Raum. Eine derartige Einstellung halte ich
zumindest bedenklich.

Wenn ich lese, daß ihm bisweilen in der Diskussion die Argumente
ausgehen und er dann zur verbalen Diskriminierung greift, würde ich
die These in den Raum stellen, daß auch seine empathischen Fähigkeiten
defizitär sind.

In meinen Augen ist er aus einem Paralleluniversum entsprungen, deren
Nativ's ihn nicht weiter vermissen und vor Lachen nicht in den Schlaf
kommen, daß er hier festsitzt...

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.05 12:36 Uhr
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Huhu, Michi!

Chiap Zap wrote:

> Tut mir leid, ich verliere die Geduld mit Typen wie Dir. Warum
> schreibst Du den zweiten Satz da oben? Na? Weil Du genau weisst,
> dass der erste Satz irreführend und fies ist, und zwar bewusst.

Wohingegen Deine Sätze grundsätzlich immer völlig verwirrt, dafür aber
nie fies sind. Dafür sehr lustig. Genau wie Du, Michi:

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

> Das ist ganz hinterhältig von Dir. Dann bringst Du eine Attacke
> ad personam, um zu distrahieren. Pfui.

Ja, pfui. Wisch mal sofort da vorne auf, Michi.

> Ich denke Du bist ein böser Mensch.

BUUUUHUUUUUUUUUUU! (fup2)
--
esse
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 02:24 Uhr
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Chiap Zap <chiap-the-zap@hdbgn-fzcgqok.biz> wrote:

> Weil es böse Menschen gibt, die kriminelle Taten an Dir begehen, wenn Du
> Dinge sagst, die ihren Interessen zuwiderlaufen, ...

Richtig, das *kann* tatsächlich geschehen.

> ... kann Meinungs- und Redefreiheit nur dann existieren, wenn der
> Sprechende vor den Kriminellen sicher ist.

Nochmals richtig. Der "Sprechende" benötigt also einen Schutz.

Dieser Schutz ist allerdings i.w. gegeben. Damit "kriminelle Taten"
nicht geschehen und der "Sprechende vor den Kriminellen sicher ist",
haben wir das Recht der freien Meinungsäußerung. Dieses wird vom Staat
dem Individuum garantiert. Der Staat oder die Gesellschaft schützen das
sich äußernde Individuum vor möglichen Angriffen wegen der Äußerungen.
Kritik, Gegenargumente etc. im Rahmen einer Diskussion oder
gesellschaftlichen Auseinandersetzung sind natürlich ausgenommen.

> Die meisten Menschen sind nicht in der Lage sich durch Mauern und
> Bodygards ausreichend zu schützen, um diese Sicherheit zu haben.

Und richtig zum Dritten. U.A. deswegen haben wir die Grundrechte, die
den Einzelnen schützen. Sie gelten für *jeden*. Du solltest mal einen
Blick hineinwerfen ...

Der Deal lautet in etwa wie folgt: Das Individuum gibt einen Teil seiner
Souveränität an eine übergeordnete Institution, den Staat, ab, und
erhält im Gegenzug umfassende Rechte und Freiheiten garantiert. Diese
Form der "Säkularisierung" ermöglicht uns ein halbwegs friedliches
Zusammenleben. Auch wenn es sicher nicht perfekt ist, so darf man doch
annehmen, daß dies i.w. zum Vorteil Aller ist.

> Aber sie können eine gute Sicherheit dadurch erlangen, indem sie anonym
> oder unter einem Pseudonym auftreten.

Glücklicherweise ist das nicht mehr notwendig. Der Staat *garantiert*
Dir das Recht und muß ggfls. dafür sorgen, daß es eingehalten wird. Die
Menschen- und Grundrechte verschaffen Dir Freiräume. Du mußt Dich nicht
mehr selbst darum kümmern oder gar darum kämpfen.

Daß sich nicht Wenige dessen nicht mehr bewußt sind, ist ein Zeichen für
den vielbeklagten "Zerfall der Werte".

> Anonymität ist also eine Voraussetzung für die Meinungsfreiheit,

Das allerdings ist falsch. Du denkst nicht konsequent weiter, bzw. hast
den Ursprung und Sinn der Menschen- und Grundrechte nicht erkannt und
nicht verstanden. Ich muß im Folgenden etwas weiter ausholen ...

Das Recht auf freie Meinungsäußerung und Anonymität haben nichts
miteinander zu tun, höchstens nur, daß Ersteres auch deswegen eingeführt
wurde, damit Letztere nicht mehr erforderlich ist.

*Wer* redet frei?

Anonym war die "freie Meinungsäußerung" schon immer möglich, soweit denn
entsprechende Hilfsmittel zur Verfügung standen, z.B. das Flugblatt nach
der Erfindung des Buchdrucks. Menschen ließen anonym ihre Meinung auf
Flugblättern verbreiten. Die Inquisition war da seinerzeit relativ
machtlos. Und da sie nicht wußte, wer sich hinter der Anonymität
verbirgt, wurden kurzerhand die Leute verantwortlich gemacht, die die
Flugblätter lasen. Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei - zumindest
in Europa.

Im Zuge der folgenden Aufklärung (Vernunft, Humanismus u.a.) steht der
individuelle Mensch im Mittelpunkt. Die Menschen- und Bürgerrechte
werden entwickelt und dem Individuum eingeräumt - u.a. auch das *Recht*
auf freie Meinungsäußerung. Es ist von der reinen freien
Meinungsäußerung zu unterscheiden. "Recht" bedeutet hier, daß dem
Individuum keine Nachteile aus seiner Meinungsäußerung entstehen dürfen.
Zensur darf nicht ausgeübt werden. Das Individuum muß sich nicht mehr
verstecken oder in die Anonymität flüchten, sondern erhält die
Möglichkeit, nämlich das *Recht*, unbehelligt unter seinem Namen seine
Meinung äußern zu können, ohne deswegen verfolgt zu werden.

Kurz: Das Recht auf freie Meinungsäußerung, Individuum und Identität
sind untrennbar miteinander verknüpft.

Anonymität, die - heute - quasi freiwillig ihre Identität aufgegeben
hat, benötigt kein *Recht* auf freie Meinungsäußerung. Denn diese
Möglichkeit hat sie so oder so, eben weil sie anonym ist. Und wem sollte
dieses Recht auch garantiert werden, wenn niemand weiß, wer sich hinter
der Anonymität verbirgt?

Viele (politisch) Verfolgte kämpfen ja gerade darum, ihre Meinung nicht
mehr anonym äußern zu müssen, sondern dies unter ihrem Namen tun zu
können, ohne eben deswegen verfolgt zu werden.

Du magst ja Deine persönlichen Gründe haben, warum Du ein Pseudonym
verwendest. Aber von Anderen das Gegenteil dessen zu fordern - nämlich
die Verwendung eines Pseudonyms -, worum aufgeklärte Menschen in anderen
nicht aufgeklärten Teilen der Welt tagtäglich kämpfen - nämlich die
Verwendung ihres eigenen Namens -, ist geradezu antiaufklärerisch und
finsterstes Mittelalter.

Die im Usenet übliche Empfehlung zur Verwendung des Realnamens ist
durchaus richtig und angemessen. Immerhin leben wir im aufgeklärten
Europa. Das Usenet folgt hier bester europäischer Tradition.

Es geht darum, zu sich selbst zu stehen, stehen zu können, und seine
Gedanken frei und offen äußern zu können - selbstverständlich unter dem
eigenen Namen und mit Respekt vor dem Anderen. Es ist eine Frage der
*Kultur*.

Sollte es tatsächlich mit Nachteilen verbunden sein, seinen Namen zu
nennen, so kann es nicht darum gehen, diesen zu verleugnen, sondern nur
darum, eben die möglichen Nachteile zu beseitigen. Denn daß keine
Nachteile eintreten (sollen), ist u.a. der Sinn der Menschen- und
Grundrechte. Und der Staat ist verpflichtet, hier ggfls. - das
Individuum schützend - einzugreifen.

Indem Du aber aus Angst vor Nachteilen unter Pseudonym postest,
anerkennst Du letztlich die möglichen Nachteile. Du verzichtest auf Dein
persönliches Recht, unter Deinem Namen Deine Meinung kundtun zu können.
Du verhältst Dich damit im Sinne der Meinungsfreiheit als schädlich. Du
solltest Dich mal ein wenig mit der *Aufklärung* beschäftigen, statt
hier angstmacherisch und pseudoaufklärerisch Blödsinn zu verbreiten und
womöglich gar Neulinge zu verwirren.

Die möglichen "Folgen", die Du nennst, nämlich Spam und Viren, sind
schlichtweg lächerlich. Gegen Spam hilft ein guter Provider (Spamschutz)
und gegen Viren ein gutes oder entsprechend konfiguriertes
Betriebssystem. Ich bin seit 1998 fast täglich im Internet zugange,
häufig auch im Usenet, selbstverständlich unter meinem Namen und mit
obiger Mail-Adresse. Von Spams kriege ich praktisch nichts mit und Viren
... was ist das? ;-). Glaube mir das einfach.

Bleiben noch mögliche und weit ernstere Folgen wie denkbare berufliche
Nachteile. Jemand könnte z.B. seinen Auftrag oder Job verlieren, weil er
seine Meinung kundtut und dem Vertragspartner, Arbeitgeber oder
Vorgesetzten diese Meinung nicht paßt. Und aus Angst um den Job tut man
nun seine Meinung nicht kund, und wenn, dann nur anonym.

Dabei könnte ebensogut das Gegenteil der Fall sein: Man verliert seinen
Job, eben *weil* man keine Position bezieht. Es könnte ebensogut sein,
daß gerade diese spezielle eigene Haltung besonders gefragt ist. Es
könnte sein, daß man einen Job gewinnt, *weil* man seine Meinung unter
seinem eigenen Namen veröffentlicht.

Und für Alles, was an möglichen Nachteilen darüberhinaus geht, z.B. eine
reale Bedrohung an Leib und Leben im realen Leben, sind eh umgehend
Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte zuständig.

Ich frage mich, welchen Wert ein Leben hat, in welchem ich nicht sagen
kann, was ich denke, in dem ich nicht der sein kann, der ich bin. Wie
befriedigend mag das wohl sein?

Stelle Dir vor, all die Journalisten, Autoren, Wissenschaftler, Künstler
etc. würden ihre Meinungen und Erkenntnisse nur anonym veröffentlichen.
Was für eine Gesellschaft hätten wir? Da wäre einerseits die Menge der
Gedanken, Meinungen und Erkenntnisse, des Geschriebenen und Gesagten.
Aber niemand könnte irgendetwas davon irgendjemanden zuordnen. Es wäre
eine Welt ohne innere Haltung, ohne Verantwortung, ohne Konsequenz. Es
wäre der pure Horror. Jeder Diktator hätte ein leichtes Spiel - zum
Nachteil all der Meinungslosen.

Und wie sieht es bei Dir aus? Da ist einerseits der private Mensch, der
irgendwo lebt, und der offiziell nicht im Usenet postet. Im Usenet
jedoch gibt es den "Chiap Zap". Von dem weiß aber niemand, wer das
eigentlich ist (ich tue mal so, als wärest Du nicht geoutet worden).
Also ehrlich, diese Schizophrenie würde mich verrückt machen. Da bin ich
wirklich froh und dankbar, daß es die Grundrechte gibt, die mich vor
sowas schützen.

Und btw., da Du ein Argument in dieser Richtung nanntest: Kein
Journalist, Autor, Publizist, Moderator etc. weiß, wer alles das von ihm
Geschriebene oder Gesagte liest oder hört. Die senden ebenso ins Off,
wie wir hier im Usenet. Und dennoch veröffentlichen sie unter ihrem
eigenen Namen.

An dieser Stelle noch kurz ein Wort zur "informationellen
Selbstbestimmung". Im Prinzip ist sie ja gut und richtig. Was soll /
darf von mir bekannt werden? Wie dürfen die Informationen verwendet
werden? Das soll selbstverständlich das Individuum bestimmen können.

Es ist allerdings auch vom sog. "Identitätsmanagement" die Rede, teils
sogar seitens der Datenschützer. Es bedeutet u.a., daß man sich z.B. in
verschiedenen Foren unterschiedliche Identitäten zulegen kann und wie
man dann damit umgeht.

Wird hierdurch aber die Persönlichkeit gestärkt? Ich denke nein. Eher
das Gegenteil ist der Fall. Die individuelle einzigartige Persönlichkeit
zerfällt in unterschiedliche Identitäten. Dadurch wird sie geschwächt.

Statt mit meinen Äußerungen, bin ich mit meinen unterschiedlichen
Identitäten beschäftigt. Und äußere ich mich schließlich doch noch unter
einer der frei gewählten Identitäten, hat es letztlich keine Konsequenz
- siehe oben. Es ist deswegen belanglos.

Da lobe ich mir die Aufklärung. Ich denke, daß sie hier - seit Erfindung
des Buchdrucks - sehr viel geleistet hat. Wir gehen nicht mehr unter in
einer namenlosen Masse, sondern sind Individuen mit je eigenem Namen,
denen Rechte und Freiheiten garantiert sind. Und unsere heutige
Gesellschaft funktioniert, weil sie von vielen und mit Rechten
ausgestatteten Individuen gestaltet wird.

Und diese Richtung, nämlich die Stärkung der einzigartigen
Persönlichkeit, sollte ausgebaut werden, und nicht ihr Zerfall.
Erforderlich sind gegenseitige Achtung und Respekt voreinander, eben die
Menschenwürde. Jemanden, der sich hinter *irgendeiner* "Identität"
versteckt, werde ich jedoch kaum Respekt entgegenbringen können. *Wem*
sollte ich ihn auch entgegenbringen?

Die Frage kann also nicht lauten: Wie schützen wir uns im Internet?

Sie muß vielmehr lauten: Wie verschaffen wir den Menschen- und
Grundrechten auch im Internet Geltung?

Durch Deine Rückgradlosigkeit, aus Angst vor möglichen Nachteilen Deinen
eigenen Namen nicht zu nennen, verspielst Du leichtfertig all die
Errungenschaften. Damit landen wir ruckzuck wieder im Mittelalter oder
im Faschismus.

Aber möglicherweise ist genau das Dein Anliegen. Damit verhieltest Du
Dich nicht nur schädlich, sondern hochgradig destruktiv. Und diese
heimliche Freude an der Destruktion dürfte denn auch der eigentliche
Grund sein, warum Du ein Pseudonym verwendest.

Dein Verhalten ist *keine* Bereicherung für diese Gruppe
(de.rec.outdoors).

Grüße
TR

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 09:46 Uhr
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 11:23 Uhr
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Thorsten Reinicke meinte:

>> ... kann Meinungs- und Redefreiheit nur dann existieren,
>> wenn der Sprechende vor den Kriminellen sicher ist.
>
> Nochmals richtig. Der "Sprechende" benötigt also einen Schutz.
>
> Dieser Schutz ist allerdings i.w. gegeben. Damit "kriminelle
> Taten" nicht geschehen und der "Sprechende vor den Kriminellen
> sicher ist", haben wir das Recht der freien Meinungsäußerung.
> Dieses wird vom Staat dem Individuum garantiert.

Das Recht nach Artikel 5 GG ist ein Abwehrrecht gegen den
Staat. Der garantiert seinen Bürgern, daß ihm durch ihn keine
Nachteile entstehen, solange er eine legitime Meinung äußert.
Der Staat kann allerdings nicht dafür garantieren, daß dem
sich Äußernden keine Nachteile wie z.B. in Form von Diskrimi-
nierung, Mobbing, Nachstellungen, Belästigungen durch seine
Mitmenschen erwachsen.

> Der Staat oder die Gesellschaft schützen das sich äußernde
> Individuum vor möglichen Angriffen wegen der Äußerungen.

Nein. Der Staat kann den sich Äußernden nicht vor Dritten
schützen, sondern allenfalls - sofern gegen den Betroffenen
eine strafbare Handlung vorgenommen wurde - den Straf-
täter bestrafen. Aber noch nicht mal das ist sicher, wenn der
nicht ermittelt werden kann.

> Kritik, Gegenargumente etc. im Rahmen einer Diskussion
> oder gesellschaftlichen Auseinandersetzung sind natürlich
> ausgenommen.

vgl.: <[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster >

> Der Deal lautet in etwa wie folgt: Das Individuum gibt einen
> Teil seiner Souveränität an eine übergeordnete Institution, den
> Staat, ab, und erhält im Gegenzug umfassende Rechte und
> Freiheiten garantiert.

Und weil der Staat genau weiß, daß er die Bürger nicht vor
ihresgleichen schützen kann, gewährt der seinen Bürgern auch
Rechte, mit denen er sich selbst schützen kann, wie z.B. das
Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es steht dem
Recht nach Artikel 5 GG keineswegs gegenüber, sondern
Seit an Seit mit ihm.

> Diese Form der "Säkularisierung" ermöglicht uns ein halbwegs
> friedliches Zusammenleben. Auch wenn es sicher nicht perfekt
> ist, so darf man doch annehmen, daß dies i.w. zum Vorteil
> Aller ist.

Dieses "Halbwegs" hast Du weiter oben bereits angesprochen
und ich erlaube mir, hier darauf zurückzukommen:

>> Weil es böse Menschen gibt, die kriminelle Taten an Dir
>> begehen, wenn Du Dinge sagst, die ihren Interessen
>> zuwiderlaufen, ...
>
> Richtig, das *kann* tatsächlich geschehen.

Und das kann man (wenn man will) mit adäquaten Schutzmaß-
nahmen weitestgehend verhindern, so wie wir das im Straßen-
verkehr ja auch tun, indem wir den Sicherheitsgurt anlegen
oder den Helm benutzen.

>> Aber sie können eine gute Sicherheit dadurch erlangen,
>> indem sie anonym oder unter einem Pseudonym auftreten.
>
> Glücklicherweise ist das nicht mehr notwendig. Der Staat
> *garantiert* Dir das Recht und muß ggfls. dafür sorgen, daß
> es eingehalten wird.

Der Staat kann das nicht garantieren, denn die Grundrechte
sind Abwehrrechte des Bürgers gegen seinen Staat. Artikel
5 GG hat kein zivilrechtliches Äquivalent, wohingegen das
Recht auf informationelle Selbstbestimmung sowohl Grund-
recht als auch zivilrechtlich anerkanntes Persönlichkeitsrecht ist.

> Die Menschen- und Grundrechte verschaffen Dir Freiräume.
> Du mußt Dich nicht mehr selbst darum kümmern oder gar
> darum kämpfen.

Wer ein Pseudonym benutzt, der kämpft ja auch nicht um
irgendwelche Rechte, sondern nutzt die bestehenden aus,
um sich selbst vor ungerechtfertigten Übergriffen und Nach-
stellungen durch seine Mitmenschen zu schützen.

> Daß sich nicht Wenige dessen nicht mehr bewußt sind, ist
> ein Zeichen für den vielbeklagten "Zerfall der Werte".

Ja ja, der Werteverfall. Die Werteskala in unserer Gesellschaft
wurde von Dir bereits angesprochen: Die Grund- und Menschen-
rechte. Diese gestehen dem Menschen nun aber das Recht auf
Anonymität ausdrücklich zu (Artikel 1 und 2 GG), wohingegen
die RNF [1] die Wahrnehmung dieses Rechts als moralisch
verwerflich darzustellen versucht. Auf welcher Seite werden
nun diese Werte mißachtet?

[1] <[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster >

> Das Recht auf freie Meinungsäußerung und Anonymität
> haben nichts miteinander zu tun, höchstens nur, daß Ersteres
> auch deswegen eingeführt wurde, damit Letztere nicht mehr
> erforderlich ist.

Da liegst Du falsch, siehe oben. Artikel 5 GG wurde nicht
erfunden, um Artikel 1 und 2 GG überflüssig zu machen.

[...]

> Im Zuge der folgenden Aufklärung (Vernunft, Humanismus u.a.)
> steht der individuelle Mensch im Mittelpunkt. Die Menschen-
> und Bürgerrechte werden entwickelt und dem Individuum
> eingeräumt - u.a. auch das *Recht* auf freie Meinungsäußerung.
> Es ist von der reinen freien Meinungsäußerung zu unterscheiden.
> "Recht" bedeutet hier, daß dem Individuum keine Nachteile aus
> seiner Meinungsäußerung entstehen dürfen.

Ack. Aber nur seitens des Staates. Und da liegt Dein Denkfehler:
Der Staat kann nicht verhindern, daß ein Mensch von seinen
Mitbürgern schlecht behandelt wird, weil er eine unbequeme
Meinung vertritt. Hier muß sich der Mensch evtl. selbst schützen
und kann das, weil ihm der Staat auch das Recht auf Anonymität
eingeräumt hat. Adressat von Usenetartikeln ist nunmal nicht
Staat, sondern die anderen Teilnehmer.

> Zensur darf nicht ausgeübt werden. Das Individuum muß sich
> nicht mehr verstecken oder in die Anonymität flüchten,

Ich darf Deinen Satz vervollständigen:

Das Individuum muß sich nicht mehr verstecken oder in
die Anonymität flüchten, um dem Zorn der Staatsmacht
zu entkommen. Er kann sich aber der Anonymität bedienen,
um sich dem Zorn und der Rache seiner Mitmenschen zu
entziehen.

> sondern erhält die Möglichkeit, nämlich das *Recht*,
> unbehelligt unter seinem Namen seine Meinung äußern zu
> können, ohne deswegen verfolgt zu werden.

Du meinst wohl:
ohne deswegen _vom_Staat_ verfolgt zu werden.

> Die im Usenet übliche Empfehlung zur Verwendung des
> Realnamens ist durchaus richtig und angemessen.

Das ist ein schwerer argumentativer Widerspruch Deinerseits.
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist ein Grund-
und Persönlichkeitsrecht und es ist moralisch verkehrt, seinen
Mitmenschen die Wahrnehmung dieser Rechte ausreden zu
wollen. Somit widerspricht die Realnameempfehlung unseren
Wertevorstellungen von denen Du oben sprachst.

> Immerhin leben wir im aufgeklärten Europa.

Ack, ich glaube auch unsere europäischen Nachbarn
haben entsprechende Rechte.

> Bleiben noch mögliche und weit ernstere Folgen wie denkbare
> berufliche Nachteile. Jemand könnte z.B. seinen Auftrag oder
> Job verlieren, weil er seine Meinung kundtut und dem
> Vertragspartner, Arbeitgeber oder Vorgesetzten diese
> Meinung nicht paßt. Und aus Angst um den Job tut man
> nun seine Meinung nicht kund, und wenn, dann nur anonym.

Weitere ernste Folgen könnten auch unerwünschte Einfriffe in
die persönliche Lebenssphäre sein: Belästigung, Nachstellung,
Diskriminierung, Verunglimpfung, Denunziation etc. pp. Vor
all dem schützt uns der Staat nicht.

> Und für Alles, was an möglichen Nachteilen darüberhinaus
> geht, z.B. eine reale Bedrohung an Leib und Leben im realen
> Leben, sind eh umgehend Polizei, Staatsanwaltschaften
> und Gerichte zuständig.

Man muß es gar nicht erst soweit kommen lassen, sondern
kann Präventivmaßnahmen ergreifen. Das ist durchaus im
Sinne der ohnehin schon überlasteten Justiz. Abgesehen
davon ist die Lebensqualität bereits massiv beeinträchtigt,
wenn man mal zur Polizei gehen und Gerichte beschäftigen
muß.

> Ich frage mich, welchen Wert ein Leben hat, in welchem
> ich nicht sagen kann, was ich denke, in dem ich nicht der
> sein kann, der ich bin.

Das ist leider ein gesellschaftliches Problem. Du wünschst
Dir eine ideale Gesellschaft, in der man sich nicht schützen
muß. Die Realität sieht aber leider anders aus. Und die
von Dir gewünschte Gesellschaft erhälst Du leider auch
nicht, indem Du so tust, als gäbe es sie bereits. Du
erhälst allerhöchstens eine gefährliche Illussion davon,
wenn Du empfiehlst, auf Schutzmaßnahmen zu verzichten.

Gruß Winfried

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 11:43 Uhr
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Thorsten Reinicke meinte:

> Und für Alles, was an möglichen Nachteilen darüberhinaus geht,
> z.B. eine reale Bedrohung an Leib und Leben im realen Leben,
> sind eh umgehend Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte
> zuständig.

Du empfiehlst, auf jeglichen Schutz zu verzichten und im Falle
einer Bedrohung oder Gefahr die Staatanwaltschaft zu bemühen.
Nehmen wir mal einen Vergleich: Diebstahl ist ja bekanntlich
verboten. Angenommen, eine idealistisch verblendete Interes-
sensgemeinschaft empfehle den Hausbesitzern eines Ortes,
ihre Häuser nicht mehr zu verschließen weil auch die sich eine
perfekte Gesellschaft wünschen, in der man seine Türen stets
offen lassen kann.

Mal angenommen, es käme nun in den Häusern etwas abhanden
und die Besitzer würden Anzeige wegen Diebstahls erstatten:
Was glaubst Du wohl, was die Polizei denen erzählen würde?
Und von der Versicherung würden sie wohl auch nichts bekommen.
Zum mündigen Bürger gehört auch das Bewußtsein um die
Gefahren und Risiken und die Prävention.

Damit möchte ich nicht empfehlen, die Türen nachts zu ver-
schließen, denn es muß jeder selbst wissen, ob er sein
Eigentum schützen will. Aber ich finde es moralisch verwerflich,
die Menschen dazu aufzufordern, auf angemessene Schutz-
maßnahmen zu verzichten.

Gruß Winfried

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 18:08 Uhr
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Realnamen im Usenet sind gefährlich=21

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.05 19:17 Uhr
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Thorsten Reinicke schrieb:

> [die Wahrheit]

Selten habe ich im Usenet einen so gut ausgearbeiteten Artikel und
eine derart stichhaltige Argumentation gelesen, der ich mich auch
noch vollinhaltlich anschliessen kann. Ein echtes Highlight,
vielen Dank! Hätte ich einen Hut, ich würde ihn vor Dir ziehen.

\V/ Live long and prosper

PointedEars (F'up2 dsnu)
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.05 01:23 Uhr
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Thorsten Reinicke <tr@iworld.de> wrote:
> Chiap Zap <chiap-the-zap@hdbgn-fzcgqok.biz> wrote:

>> Die meisten Menschen sind nicht in der Lage sich durch Mauern und
>> Bodygards ausreichend zu schützen, um diese Sicherheit zu haben.
>
> Und richtig zum Dritten. U.A. deswegen haben wir die Grundrechte, die
> den Einzelnen schützen. Sie gelten für *jeden*. Du solltest mal einen
> Blick hineinwerfen ...

Wie darf ich mir das vorstellen? Anstelle meiner Bodygards soll ich mir
ein Grundgesetzbuch um den Hals hängen?

Warum schnallst Du Dich im Auto an oder trägst einen Helm beim
Motoradfahren? Die StVO garantiert doch mit Paragraf 1 schon, dass sich
niemand anderes so verhält, dass Du gefährdet wirst.

> Bleiben noch mögliche und weit ernstere Folgen wie denkbare berufliche
> Nachteile. Jemand könnte z.B. seinen Auftrag oder Job verlieren, weil er
> seine Meinung kundtut und dem Vertragspartner, Arbeitgeber oder
> Vorgesetzten diese Meinung nicht paßt. Und aus Angst um den Job tut man
> nun seine Meinung nicht kund, und wenn, dann nur anonym.
>
> Dabei könnte ebensogut das Gegenteil der Fall sein: [...]

Ja, *könnte*. Wer garantiert, dass es so ist und nicht anders?

> Und wie sieht es bei Dir aus? Da ist einerseits der private Mensch, der
> irgendwo lebt, und der offiziell nicht im Usenet postet. Im Usenet
> jedoch gibt es den "Chiap Zap". Von dem weiß aber niemand, wer das
> eigentlich ist

Weiß ich denn, wer Du "eigentlich bist"?

> (ich tue mal so, als wärest Du nicht geoutet worden).
> Also ehrlich, diese Schizophrenie würde mich verrückt machen.

Welche "Schizophrenie"? Meinst Du, Chiap ist hier ein ganz anderer als
im sonstigen Leben? Dann würde der Vergleich mit der Schizophrenie
einigermaßen stimmen.
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.05 01:26 Uhr
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Thorsten Reinicke <tr@iworld.de> wrote:
> Chiap Zap <chiap-the-zap@hdbgn-fzcgqok.biz> wrote:

[...]
> Du magst ja Deine persönlichen Gründe haben, warum Du ein Pseudonym
> verwendest. Aber von Anderen das Gegenteil dessen zu fordern - nämlich
> die Verwendung eines Pseudonyms -, worum aufgeklärte Menschen in anderen
> nicht aufgeklärten Teilen der Welt tagtäglich kämpfen - nämlich die
> Verwendung ihres eigenen Namens -, ist geradezu antiaufklärerisch und
> finsterstes Mittelalter.

Kannst Du mir eine Stelle nennen, wo Chiap von jemandem _fordert_, er
möge ein Pseudonym verwenden? Vielmehr richtet er sich gegen die
(leider allgegenwärtige) Forderung, seinen Realnamen anzugeben. Das ist
ein Unterschied.
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.05 20:45 Uhr
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Thorsten Reinicke wrote:
>
> Chiap Zap <chiap-the-zap@hdbgn-fzcgqok.biz> wrote:
>
> > Weil es böse Menschen gibt, die kriminelle Taten an Dir begehen, wenn Du
> > Dinge sagst, die ihren Interessen zuwiderlaufen, ...
>
> Richtig, das *kann* tatsächlich geschehen.
>
> > ... kann Meinungs- und Redefreiheit nur dann existieren, wenn der
> > Sprechende vor den Kriminellen sicher ist.
>
> Nochmals richtig. Der "Sprechende" benötigt also einen Schutz.
>
> Dieser Schutz ist allerdings i.w. gegeben. Damit "kriminelle Taten"
> nicht geschehen und der "Sprechende vor den Kriminellen sicher ist",
> haben wir das Recht der freien Meinungsäuerung. Dieses wird vom Staat
> dem Individuum garantiert. Der Staat oder die Gesellschaft schützen das
> sich äuernde Individuum vor möglichen Angriffen wegen der äuerungen.

Sagen wir mal lieber: Der Staat bemüht sich. Aber leider kann er
in der Praxis diesen Schutz nicht gewährleisten. Lies
news:94FB0A17282E0BF2.F232DC009746A6A3@ozzscjby.pybkxfmm , der
letzte Abschnitt. Dann sage mir, wo in dieser wahren Geschichte
der Staat hätte eingreifen können, um zu verhindern, dass der
Mann usenetmässig gänzlich verstummt ist. (Er hatte früher
häufig über Eisenbahn- und Modellbauthemen gepostet, dann in
einer andern Gruppe über Vorgänge im Betrieb wo er arbeitet
berichtet und zwar nicht mal besonders konkret, dann kam dieser
Anruf, kurz danach hat er noch ungefähr ein halbes Dutzend
Postings abgesetzt, danach nichts mehr. Auch nicht über
Eisenbahnen. Er ist verstummt, die Angst hat ihn zum Schweigen
gebracht und hätte mich auch an seiner Stelle.)

Also, Dein Glaube an die Allmacht des Staates ist nicht viel
mehr als eine Schwärmerei. Auch ich wünschte mir eine Welt ohne
Kriminelle, aber die Realität ist anders. Das hat der
Gesetzgeber übrigens selbst erkannt und daher das Recht auf
ano-/pseudonyme Meinungsäusserung in Telediensten, wozu das
Usenet zweifellos zählt, gesetzlich festgeschrieben. Eben gerade
deshalb, weil durch die Verwendung eines Pseudonyms ein sehr
effektiver Schutz mit einfachsten Mitteln erreicht werden kann.

> ...
> Die im Usenet übliche Empfehlung zur Verwendung des Realnamens ist
> durchaus richtig und angemessen. Immerhin leben wir im aufgeklärten
> Europa. Das Usenet folgt hier bester europäischer Tradition.
>

"Die im Usenet übliche Empfehlung zur Verwendung des Realnamens"
gibt es nicht. Im Gegenteil. *NUR* im deutschen Usenet gibt es
noch ein paar Buben, die den Realnamen fordern. Das gesamte
übrige Usenet, und das sind 99% des Usenets, verwendet oder
toleriert Pseudonyme. Schau einfach über den Tellerrand. (Man
sollte vielleicht etwas englisch können.) Ich frage mich
natürlich, warum sind es ausgerechnet die Deutschen, die Wert
auf die Erpressbarkeit von Schreibern und damit auf die
Unterdrückung der Meinungsfreiheit legen? Vor einem solchen
geschichtlichen Hintergrund. Ich frage mich das wirklich. Und
mir schaudert.

> Es geht darum, zu sich selbst zu stehen, stehen zu können, und seine
> Gedanken frei und offen äuern zu können - selbstverständlich unter dem
> eigenen Namen und mit Respekt vor dem Anderen. Es ist eine Frage der
> *Kultur*.
>

Diese Kultur hat immerhin einen Blaise Cendrars, einen Peter
Alexander, eine Colette, einen Moliére, einen Voltaire, einen
Jean Paul, einen Mark Twain, einen Nicolas Cage, eine Maria
Callas, einen Truman Capote, einen Rudi Carell, einen Dalai
Lama, eine Estee Lauder, einen Cliff Richards, einen Nelson
Mandela, einen Dean Martin, einen Oscar Wilde, einen Steve
Wonder und viele viele mehr... ich könnte Dir Hunderte nennen,
von denen Du nicht mal ahnst, dass es Pseudonyme sind.

> ...
> Und btw., da Du ein Argument in dieser Richtung nanntest: Kein
> Journalist, Autor, Publizist, Moderator etc. wei, wer alles das von ihm
> Geschriebene oder Gesagte liest oder hört. Die senden ebenso ins Off,
> wie wir hier im Usenet. Und dennoch veröffentlichen sie unter ihrem
> eigenen Namen.
>

Ach wirklich? Du irrst Dich.

> ...
> Und diese Richtung, nämlich die Stärkung der einzigartigen
> Persönlichkeit, sollte ausgebaut werden, und nicht ihr Zerfall.
> Erforderlich sind gegenseitige Achtung und Respekt voreinander, eben die
> Menschenwürde. Jemanden, der sich hinter *irgendeiner* "Identität"
> versteckt, werde ich jedoch kaum Respekt entgegenbringen können. *Wem*
> sollte ich ihn auch entgegenbringen?
>

Wenn das Dein Problem ist, dann steht es schlimm um Dich. Muss
*ich* Dir sagen, wem Du Respekt entgegenbringen sollst? Das ist
unglaublich. Die Antwort ist doch klar: dem Menschen neben Dir.
Dazu gehört vor allem der Name, den er Dir nennt.

> Die Frage kann also nicht lauten: Wie schützen wir uns im Internet?
>
> Sie mu vielmehr lauten: Wie verschaffen wir den Menschen- und
> Grundrechten auch im Internet Geltung?
>

Indem wir ihm zeigen, wie er sich vor kriminellen und
faschistischen Menschen schützen kann, etwa durch die Verwendung
eines Pseudonyms von Anfang an.

Chiap

--==11==--
ALI What is your name?
LAWRENCE My name is for my friends. None of
my friends is a murderer.
(Lawrence of Arabia and Ali of El Karish)

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.05 21:40 Uhr
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Chiap Zap <chiap-the-zap@pti.nmvpjt.be> wrote:
> Thorsten Reinicke wrote:

>> Die im Usenet übliche Empfehlung zur Verwendung des Realnamens ist
>> durchaus richtig und angemessen. Immerhin leben wir im aufgeklärten
>> Europa. Das Usenet folgt hier bester europäischer Tradition.
>>
>
> "Die im Usenet übliche Empfehlung zur Verwendung des Realnamens"
> gibt es nicht. Im Gegenteil. *NUR* im deutschen Usenet gibt es
> noch ein paar Buben, die den Realnamen fordern. Das gesamte
> übrige Usenet, und das sind 99% des Usenets, verwendet oder
> toleriert Pseudonyme. Schau einfach über den Tellerrand. (Man
> sollte vielleicht etwas englisch können.) Ich frage mich
> natürlich, warum sind es ausgerechnet die Deutschen, die Wert
> auf die Erpressbarkeit von Schreibern und damit auf die
> Unterdrückung der Meinungsfreiheit legen? Vor einem solchen
> geschichtlichen Hintergrund. Ich frage mich das wirklich. Und
> mir schaudert.

Ich schrieb es schon an anderer Stelle: ich glaube bei den meisten
RN-Forderern nicht, dass sie die Absicht führen, andere Teilnehmer
erpressbar zu machen. Der am häufigsten vorkommende Grund dürfte ein
Wunsch nach einer Eingliederung von Neulingen in gewisse
Gepflogenheiten sein. Diese Gepflogenheiten könnten irgendwas sein. Im
de-Usenet sind es nun mal vor allem die Realnamen, es hätten aber auch
bestimmte Grußformeln, etc. sein können. In der Tat, ich wurde schon
kritisiert, weil ich üblicherweise meine Beiträge nicht mit einem
abschließenden Gruß versehe.

Zu dem Thema bin ich letztens über Wackers Seiten auf einen sehr
interessanten Beitrag gestoßen:

Message-ID: <slrn7q4j7d.j4h.amk@krell.snafu.de>

Darin heißt es: "Eine Minderheit von Leuten tritt die guten Sitten und
Gebräuche mit Füßen. [...]", und weiter: "Es geht doch überhaupt nicht
allein um den Realname, sondern um das Akzeptieren von Regeln allgemein."

lk <-- Das ist mein abschließender Gruß.
 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen01.12.05 21:52 Uhr
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Chiap Zap <chiap-the-zap@pti.nmvpjt.be> wrote:

Weitere Antworten meinerseits in diesem oder vergleichbaren Threads
erfolgen in de.soc.netzkultur.umgangsformen.

Ich hoffe, daß das F'up2 dsnu funktioniert. Ich bin in diesem Punkt
ungeübt :-).

Grüße
TR

 
 
 
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Realnamen im Usenet sind gefährlich!

Bergsteiger beim Bergsteigen15.12.05 14:01 Uhr