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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 14:56 Uhr
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Hallo zusammen,

meine Frau und ich fahren Mitte November nach Chile. Wir wollen
dort auch einige Tage wandern. Den Großteil werden Tageswanderungen
mit Daypack ausmachen. 3 oder 4 Tage sind aber mit vollem Gepäck
im Torres del Paine. Wir haben uns dazu Trekking-Rucksäcke
ausgeliehen. Das eine ist ein knallroter Macpac mit ca. 60 Liter.
Er hat außen Aluleisten, an dem man den Rucksack der Körperlänge
anpassen kann (39-48 oder so.). Der andere ist ein Damenrucksack
von Bach.

Da wir leider keine Ahnung davon haben, wie wir einen Rucksack zu
packen und zu tragen haben, haben wir das mal nach Gefühl gemacht.
Inkl. Zelt, Matte, Schlafsäcke, Kocher, Klamotten und den Rest kamen
wir auf ca. 16,5 bzw. 14,5 kg. Wir sind 3,5 Stunden (13 km) durchs
Bergische Land gelaufen und ich hatte danach und auch heute noch
einige Schmerzen. Am linken Hüftknochen ist es etwas rot und die
rechte Schultermuskel schmerzt auch. Da es unsere erste (Test-) Tour
war, sagte ich mir, dass wir einfach noch nicht daran gewöhnt sind.
Oder habe ich irgendwelche Anfängerfehler beim Rucksacktragen gemacht?
Worauf muss man achten beim Tragen und packen (außer das, was ich
schon in der FAQ lesen kann)? Mir fiel auf, dass meine Schultern
dann entlastet waren, wenn ich den Hüftgurt etwas höher festmachte
(dann eher Bauchgurt). Wenn er tiefer war, drückte er mir zu sehr
auf den Hüftknochen.

Ich ziehe in Betracht, dass ich mal kurz ins nächste Outdoorgeschäft
gehe und jemanden freundlich bitte die Rucksack auf unsere Körper
anzupassen.

Gruß
Jens
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 16:27 Uhr
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Jens Sieckmann wrote:
>
> Da wir leider keine Ahnung davon haben, wie wir einen Rucksack zu
> packen und zu tragen haben, haben wir das mal nach Gefühl gemacht.
> Inkl. Zelt, Matte, Schlafsäcke, Kocher, Klamotten und den Rest kamen
> wir auf ca. 16,5 bzw. 14,5 kg.

Das ist nicht viel und sollte eigentlich ziemlich problemlos zu schaffen
sein. Die Grundregel beim Packen heißt: Leichte Sachen nach unten,
schwere oben nahe an den Rücken. Sperrige eher leichte Teile kann man
auch außen draufpacken. Dann noch die Teile, die man schnell braucht in
Außentaschen oder ganz nach oben und es kann los gehen.

> Wir sind 3,5 Stunden (13 km) durchs
> Bergische Land gelaufen und ich hatte danach und auch heute noch
> einige Schmerzen. Am linken Hüftknochen ist es etwas rot und die
> rechte Schultermuskel schmerzt auch. Da es unsere erste (Test-) Tour
> war, sagte ich mir, dass wir einfach noch nicht daran gewöhnt sind.

Am ersten Tag (oder auch mal die ersten Tage) tut mir auch irgendwas
weh. Die Schultern müssen sich erst an die Last gewöhnen ... allerdings
habe ich noch nicht erlebt, dass die Hüfte schmerzt. Dass nur eine
Schulter betroffen ist, könnte auf eine ungleichmäßige Beladung
hindeuten. Oder eine asymmetrische Körperhaltung. Beides solltest du
nach Möglichkeit ändern.

> Oder habe ich irgendwelche Anfängerfehler beim Rucksacktragen gemacht?
> Worauf muss man achten beim Tragen und packen (außer das, was ich
> schon in der FAQ lesen kann)? Mir fiel auf, dass meine Schultern
> dann entlastet waren, wenn ich den Hüftgurt etwas höher festmachte
> (dann eher Bauchgurt). Wenn er tiefer war, drückte er mir zu sehr
> auf den Hüftknochen.

Der Hüftgurt hat den Sinn, den größten Teil des Rucksack-Gewichtes auf
die Beckenknochen abzuleiten. Dazu sollte er um deren oberen Rand
liegen. Er muss auch so fest sitzen, dass da nichts scheuern kann
(möglicherweise liegt hier die Ursache deiner Beschwerden).

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auch unterwegs immer wieder mal
die Einstellungen verändere. Überwiegend bei den Schltergurten, aber
auch der Hüftgurt wird mal nachgezogen.

> Ich ziehe in Betracht, dass ich mal kurz ins nächste Outdoorgeschäft
> gehe und jemanden freundlich bitte die Rucksack auf unsere Körper
> anzupassen.

Per Ferndiagnose kann ich nicht feststellen, wie stark eure Beschwerden
sind. Wie gesagt, Anpassungsprobleme sind normal. Niemand kann ohne jede
Übung einen noch so perfekt eingestellten Rucksack eines noch so teuren
Herstellers mit kompletter Trekking-Ausrüstung aufsetzen und fröhlich
pfeifend auf Mehrtagestouren gehen.

Deshalb nochmal die Grundanleitung: Der Hüftgurt wird so angelegt, dass
er um den oberen Rand des Beckenknochens fest anliegt. Mit den kleinen
seitlichen Riemen zwischen Tragegestell und Hüftgurt passt man den
Rucksack weiter an den eigenen Hüftumfang an, indem man sie festzieht,
damit der Rucksack nicht schlingern kann. Anschließend werden die
Schultergurte (bzw bei den meisten Konstruktionen ihr gemeinsamer
Befestigungspunkt) in der Höhe so eingestellt oder eingeschlauft, dass
sie am unteren Ende der Schulterknochen den Rucksack verlassen. Das sind
die (normalerweise) festen Einstellungen, die man schon zu Hause macht
und nur selten ändert.

Jetzt wird die Länge der Schultergurte so eingestellt, dass der größte
Teil des Gewichtes auf dem Hüftgurt liegt. Mit den Riemen zwischen dem
Schultergurt und dem oberen Ende des Tragegestells kann man die Haltung
des Rucksacks regulieren. Normalerweise wird man ihn nahe an den Körper
ziehen wollen.

Die beiden letzten Einstellungen wird man im Laufe eines längeren Weges
ziemlich sicher ab und zu leicht verändern.

Ob man den Brustgurt benutzt, ist ein bisschen Geschmackssache. Perfekt
anliegende Schultergurte brauchen ihn im einfachen Gelände oft nicht.

Nicht vergessen sollte man die seitlichen Kompressionsriemen des
eigentlichen Packsacks. Wenn im Rucksack das Gepäck schlingert, weil man
das Hauptfach nicht ausfüllt, dann kann einem das die beste
Lastverteilung ruinieren.

In kürzer findest du das nochmal im Katalog von Lauche und Maas unter:
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Ciao Henning
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 09:44 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Henning Schlottmann schrieb:
>
> Am ersten Tag (oder auch mal die ersten Tage) tut mir auch irgendwas
> weh. Die Schultern müssen sich erst an die Last gewöhnen ... allerdings
> habe ich noch nicht erlebt, dass die Hüfte schmerzt. Dass nur eine
> Schulter betroffen ist, könnte auf eine ungleichmäßige Beladung
> hindeuten. Oder eine asymmetrische Körperhaltung. Beides solltest du
> nach Möglichkeit ändern.

Ich denke mal, das liegt hauptsächlich daran, dass wir es nicht
gewöhnt sind.

> Der Hüftgurt hat den Sinn, den größten Teil des Rucksack-Gewichtes auf
> die Beckenknochen abzuleiten. Dazu sollte er um deren oberen Rand
> liegen. Er muss auch so fest sitzen, dass da nichts scheuern kann
> (möglicherweise liegt hier die Ursache deiner Beschwerden).
>
> Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auch unterwegs immer wieder mal
> die Einstellungen verändere. Überwiegend bei den Schltergurten, aber
> auch der Hüftgurt wird mal nachgezogen.

Das werde ich wohl auch machen. Ist es evtl. sinnvoll, am Hüftgurt
innnen noch ein Stück Schaumstoff anzukleben bzw. eine Art
Schaumstoffgürtel zu tragen, um ein Scheuern zu vermeiden?

> Per Ferndiagnose kann ich nicht feststellen, wie stark eure Beschwerden
> sind. Wie gesagt, Anpassungsprobleme sind normal. Niemand kann ohne jede
> Übung einen noch so perfekt eingestellten Rucksack eines noch so teuren
> Herstellers mit kompletter Trekking-Ausrüstung aufsetzen und fröhlich
> pfeifend auf Mehrtagestouren gehen.

Das glaube ich auch. Ich überlege, für die nächsten 5 Wochen vor der
Reise etwas Hanteltraining (besonders für die Schulter) zu machen,
um die Muskulator dort etwas robuster und stärker zu machen.

Danke und Gruß
Jens
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 14:27 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Jens Sieckmann schrieb:

> [...]
> Ich denke mal, das liegt hauptsächlich daran, dass wir es nicht
> gewöhnt sind.

Wenn man nicht häufig mit Rucksack unterwegs ist, bleibt das auch so.
Bei mir tut es z.B. am dritten Tag richtig weh. Das war schon immer so,
ich nehme es einfach hin und freue mich auf den vierten Tag.

>> [...]
> Das werde ich wohl auch machen. Ist es evtl. sinnvoll, am Hüftgurt
> innnen noch ein Stück Schaumstoff anzukleben bzw. eine Art
> Schaumstoffgürtel zu tragen, um ein Scheuern zu vermeiden?

Eventuell zu Beginn einer Tour. An richtig harte (TM) Hüftgurte - ich
erinnere mich mit Schmerzen an die alte FR-Kraxe - muß man sich auch
erst gewöhnen. Bei "normalen" Hüftgurten dürfte das aber zumindest ohne
blaue Flecken abgehen. ;)

> [...]
> Das glaube ich auch. Ich überlege, für die nächsten 5 Wochen vor der
> Reise etwas Hanteltraining (besonders für die Schulter) zu machen,
> um die Muskulator dort etwas robuster und stärker zu machen.

Rucksacktragen trainiert man IMO nur durch Rucksacktragen, da es weniger
auf die Kraft als die Gewöhnung ankommt. Etwas angenehmer sind die
ersten Tage, wenn man mit Stöcken läuft, da die betroffene Muskulatur
permanent bewegt wird.

--
Tschö
C a r s t e n
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 17:39 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Jens Sieckmann wrote:
> Henning Schlottmann schrieb:
> >
> > Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auch unterwegs immer wieder mal
> > die Einstellungen verändere. Überwiegend bei den Schltergurten, aber
> > auch der Hüftgurt wird mal nachgezogen.
>
> Das werde ich wohl auch machen. Ist es evtl. sinnvoll, am Hüftgurt
> innnen noch ein Stück Schaumstoff anzukleben bzw. eine Art
> Schaumstoffgürtel zu tragen, um ein Scheuern zu vermeiden?

Nein, das halte ich für keine gute Idee. Lieber mit dem Hüftgurt solange
ausprobieren bis er wirklich perfekt sitzt.

> > Per Ferndiagnose kann ich nicht feststellen, wie stark eure Beschwerden
> > sind. Wie gesagt, Anpassungsprobleme sind normal. Niemand kann ohne jede
> > Übung einen noch so perfekt eingestellten Rucksack eines noch so teuren
> > Herstellers mit kompletter Trekking-Ausrüstung aufsetzen und fröhlich
> > pfeifend auf Mehrtagestouren gehen.
>
> Das glaube ich auch. Ich überlege, für die nächsten 5 Wochen vor der
> Reise etwas Hanteltraining (besonders für die Schulter) zu machen,
> um die Muskulator dort etwas robuster und stärker zu machen.

Das kann nichts schaden, wird aber auch nicht viel bringen, weil es sich
um völlig unterschiedliche Belastungen handelt. Nach meiner Erfahrung
muss man einfach damit leben, dass man etwas Zeit zur Anpassung braucht.

Ciao Henning
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 18:41 Uhr
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Henning Schlottmann erwähnte:

>> Das werde ich wohl auch machen. Ist es evtl. sinnvoll, am Hüftgurt
>> innnen noch ein Stück Schaumstoff anzukleben bzw. eine Art
>> Schaumstoffgürtel zu tragen, um ein Scheuern zu vermeiden?
>
> Nein, das halte ich für keine gute Idee.

Ich auch nicht. Das richtige Design und die richtige
Materialkombination für einen - auch auf Dauer - möglichst
komfortabel sitzenden und stabilen Hüftgurt zu finden, ist nicht
unbedingt etwas, was bei jedem Grabbeltischrucksack auf Anhieb
geklappt hätte. Und die von Jens genannten Hersteller bringen da
durchaus etwas Knowhow mit. Deren Konstruktionen durch etwas
beliebigen Schaumstoff verbessern zu wollen , halte ich für wenig
erfolgversprechend.

Gruß, Walle

--
[ [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster ]
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 16:21 Uhr
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Henning Schlottmann <h.schlottmann@gmx.net> wrote:

> Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auch unterwegs immer wieder mal
> die Einstellungen verändere. Überwiegend bei den Schltergurten, aber
> auch der Hüftgurt wird mal nachgezogen.

Das kenne ich :-), von meinen alten Rucksäcken ...

Veranlassung zur Änderung der Einstellungen besteht eigentlich nur, wenn
der Rucksack unbequem sitzt.

Bei meinem jetzigen Rucksack (Vaude "Astra 55 II", bei 170 cm
Körpergröße) habe ich die Einstellungen - wie im anderen Posting
beschrieben - einmal gemacht und gut ist's. Das Ding sitzt bei mir
saubequem und wie angegossen, als würde es zum Körper gehören. Ich bin
wirklich überrascht.

Ändern tue ich die Einstellungen nur, wenn ich die Kleidung ändere und
z.B. zusätzlich eine Jacke anziehe. Dann passe ich sie geringfügig an.

> Jetzt wird die Länge der Schultergurte so eingestellt, dass der größte
> Teil des Gewichtes auf dem Hüftgurt liegt.

Imho sollte nahezu die *volle* Last auf dem Hüftgurt liegen, und die
Schultern und Wirbelsäule bezüglich der Lastabtragung nach Unten relativ
unbelastet sein. Mit dem richtigen Rucksack funktioniert das auch, wie
ich gerade feststellen konnte.

Und weil es so bequem ist, gönne ich mir nun sogar den Luxus, einen
"Teppich" für's Zelt mitzunehmen, nämlich eine Fleecedecke (200 x 130
cm, 800g), mit der ich das Zelt auslege, damit es in der kühleren
Jahreszeit Innen schön kuschelig ist.
(Btw. Aufbau von Unten nach Oben: Zeltunterlage (Gewebeplane 90g/m2 vom
Baumarkt), Zeltboden (Nylon), Isomatte, Fleecedecke als "Teppich",
Schlafsack).

Grüße
TR

 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 17:42 Uhr
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Thorsten Reinicke wrote:
> Henning Schlottmann <h.schlottmann@gmx.net> wrote:
>
> > Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auch unterwegs immer wieder mal
> > die Einstellungen verändere. Überwiegend bei den Schltergurten, aber
> > auch der Hüftgurt wird mal nachgezogen.
>
> Veranlassung zur Änderung der Einstellungen besteht eigentlich nur, wenn
> der Rucksack unbequem sitzt.

Bei einem früheren Rucksack war einfach das Gestell nicht kräftig genug,
wenn man ihn stark bepackt hat. Das war ein gehobenes No-Name-Prdukt und
hat mir trotzdem lange Jahre gute Dienste geleistet. Seit ich meinen
Lowe Appalachian habe, hatte ich keine nennenswerten Probleme mehr.

Die Schultergurte stelle ich trotzdem ab und zu etwas um. Ich empfinde
es einfach angenehmer, die Last zu variieren.

Ciao Henning
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 15:37 Uhr
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Hallo Jens

> Am linken Hüftknochen ist es etwas rot und die

Drueckt oder reibt da vielleicht was von der Hose (Bundnaht,
Guertelschlaufe, Guertel, ggf Taschennieten bei einer Jeans).

Florian
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 16:16 Uhr
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Florian Anwander schrieb:
> Hallo Jens
>
> Drueckt oder reibt da vielleicht was von der Hose (Bundnaht,
> Guertelschlaufe, Guertel, ggf Taschennieten bei einer Jeans).

Ja, das könnte der Gürtel gewesen sein. Auf Reise werde ich
mit einer Trekkinghose ohne Gürtel (ziehhbares Gummiband zum
verstellen) unterwegs sein.

Jens
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 16:21 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Jens Sieckmann <dalmon@gmx.de> wrote:

> Da wir leider keine Ahnung davon haben, wie wir einen Rucksack zu
> packen und zu tragen haben, haben wir das mal nach Gefühl gemacht.
> Inkl. Zelt, Matte, Schlafsäcke, Kocher, Klamotten und den Rest kamen
> wir auf ca. 16,5 bzw. 14,5 kg. Wir sind 3,5 Stunden (13 km) durchs
> Bergische Land gelaufen und ich hatte danach und auch heute noch
> einige Schmerzen. Am linken Hüftknochen ist es etwas rot und die
> rechte Schultermuskel schmerzt auch. Da es unsere erste (Test-) Tour
> war, sagte ich mir, dass wir einfach noch nicht daran gewöhnt sind.
> Oder habe ich irgendwelche Anfängerfehler beim Rucksacktragen gemacht?

Ich hatte mich gerade wegen Neukaufs ausführlich mit dem Thema Rucksack
beschäftigt.

Entweder hast Du den falschen, nicht zu Deiner Anatomie passenden
Rucksack, oder er war komplett falsch eingestellt. Einen - guten -
Rucksack aufzusetzen ist quasi so, als würdest Du ihn "anziehen",
vergleichbar mit dem Zubinden von Schuhen.

Was Du oben beschreibst, sollte eigentlich nicht sein.

> Worauf muss man achten beim Tragen und packen (außer das, was ich
> schon in der FAQ lesen kann)? Mir fiel auf, dass meine Schultern
> dann entlastet waren, wenn ich den Hüftgurt etwas höher festmachte
> (dann eher Bauchgurt). Wenn er tiefer war, drückte er mir zu sehr
> auf den Hüftknochen.

Das Wichtigste: Der Rucksack muß Dir "passen". Er muß quasi die richtige
"Schuhgröße" haben.

Bekannterweise gibt es ja die beiden Schultergurte, den Hüftgurt, sowie
die oberen Lastpositionierungs- und die unteren Stabilisierungsriemen
(am Hüftgurt).

Schultergurte:
Sie sollten sich sauber um die Schultern legen. Sie sollten weder zu
weit auseinander, noch zu eng beisammen liegen. Und sie sollten im
Schulterbereich nirgendwo einengen, etwas abklemmen oder einschnüren.
Schaue beim Kauf ruhig mal seitlich in den Spiegel, ob sie auch hinten
im oberen Rückenbreich gut anliegen. Bei guten Rucksäcken läßt sich der
Ansatzpunkt der Schulterriemen am Packsack in der Höhe verstellen.

Hüftgurt:
Der kann ein Problem sein. Ist er zu weich - wie bei vielen und vor
allem billigen Modellen -, so kann die Last nicht vernünftig auf die
Hüfte übertragen werden. Ist er zu hart, dann kann die darunter liegende
Kleidung schnell drücken oder scheuern, z.B. der Hosenbund oder ein
Gürtel.

Gute Erfahrungen sammle ich gerade mit einem Rucksack von Vaude.
(Modell Astra, Tragesystem "Tergolight":
<[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
ag.hbs/W0CmgfcRwfoXfWaaRo5bq1oDqgicFv@HtWTo0yJi2kIwla?hxmain_object_id=V
DSHOP::CMI24::996&hxmain_category=vaude_article_cms_endkunde::vdcms::vau
de::/produkte/1/977/991/996&ext_model_layout=vdshop%2Fbag%2Fcarry.html>)

Der Hüftgurt hat hier außen eine relativ harte Schale, und innen eine
relativ weiche Polsterung, was sich in der Summe - für mich (!) - sehr
angenehm tragen läßt.

Lastpositionierung und Rückenlänge:
Der Ansatzpunkt der Lastpositionierungsriemen hinten am Packsack sollte
nicht zu tief liegen, denn dann wäre der Rucksack zu kurz. Idealerweise
liegt er einige cm über dem oberen Scheitelpunkt der Schultergurte,
sodaß die Riemen nach Hinten schräg nach Oben zeigen. Man kann das
leicht erkennen, wenn man simpel frontal in den Spiegel schaut :-).
Vorne an den Schultergurten sollten die Lastpositionierungsiemen in der
Höhe der Schlüsselbeine ansetzen. Üblicherweise ist dieser Punkt
verstellbar.

Die sog. "Rückenlänge" eines Rucksacks bemißt sich von der Mitte der
Hüftgurte bis zum oberen Ansatzpunkt der Lastpositionierungsriemen am
Packsack. Ist die Länge hier zu kurz oder zu lang, dann nützt es auch
nichts, wenn man die Schultergurte in der Höhe verstellen kann. Der
Rucksack paßt dann einfach nicht.

Anlegen und Einstellen des Rucksacks:

Vor dem erstmaligen Einstellen sollten die obere Lastpositionierungs-
und unteren Stabilisierungsriemen (am Hüftgurt) komplett gelocktert
sein. Dann den Rucksack aufsetzen :-):

1. Schultergurte soweit anziehen, sodaß von Höhe her die Mitte der
Hüftgurte ca. auf der Mitte äußeren Hüftknochen zum Liegen kommt.
Abweichungen hiervon sind vom persönlichen Bequemlichkeitsempfinden und
vom Schnitt der Hüftgurte abhängig.

2. Hüftgurt zumachen und stramm ziehen, und zwar stramm genug, sodaß die
Last gut auf die Hüfte übertragen werden kann, aber nicht zu stramm,
sodaß es zu sehr drückt.

3. Obere Lastpositionierungsriemen stramm anziehen, sodaß der Packsack
möglichst nah an den Rücken kommt. Die Schultergurte schnüren nun etwas
ein, aber das gibt sich gleich wieder :-).

4. Untere Stabilisierungsriemen am Hüftgurt fest anziehen. Der Rucksack
liegt nun noch strammer und fast schon unbequem am Körper. Aber auch
dies gibt sich gleich wieder ...

5. Schultergurte nun soweit lockern, sodaß sich die Schultern relativ
frei bewegen lassen. Das "Stramme" ist nun schlagartig weg.

Hat man das individuell passende Modell, sollte der Rucksack nun sehr
bequem zu tragen sein. Die Last wird körpernah über die Hüfte
abgetragen, und die Schultern sind relativ frei. Die Schultergurte
werden nun nicht mehr für die Lastabtragung nach Unten benötigt, sondern
i.w. nur noch, damit der Rucksack nicht nach hinten oder seitlich
wegkippen kann.

Bislang hatte ich eher Billigrucksäcke, die sich so irgendwie halbwegs
tragen ließen. Und nun bin ich wirklich erstaunt, wie relativ bequem
sich eine Last von rund 15 kg tragen läßt, wenn man den richtigen
Rucksack und ihn richtig eingestellt hat. Der Unterschied ist wirklich
enorm.

Man muß sich das klarmachen:

Unsere Beine und Hüfte sind "höhere Lasten" gewohnt. Sie tragen den
Oberkörper, Arme und Kopf, die zusammen wohl mehr als die Hälfte unseres
Körpergewichtes ausmachen. Kommen hier noch einmal 15 Kg dazu, dann
liegt die Mehrbelastung an dieser Stelle vielleicht bei 20 - 40%, die
sich locker wegstecken lassen.

Die Schultern hingegen tragen lediglich die Arme und den Kopf.
Entsprechend sind hier der Knochenbau und die Wirbelsäule ausgelegt.
Setzen hier noch einmal 15 kg an, dann beträgt die Mehrbelastung an
dieser Stelle vielleicht 150 - 250%. Und das macht sich dann
entsprechend unangenehm bemerkbar.

Anders ausgedrückt: Wird die Hauptlast über die Schultern abgetragen,
dann macht man sich den Rücken kaputt. Sitzt der Rucksack aber bequem
auf der Hüfte, dann spielen ein oder zwei Kilo mehr kaum eine Rolle, und
man kann sich unterwegs etwas Komfort gönnen.


> Ich ziehe in Betracht, dass ich mal kurz ins nächste Outdoorgeschäft
> gehe und jemanden freundlich bitte die Rucksack auf unsere Körper
> anzupassen.

Der Rucksack muß anatomisch i.w. *passen*. Stimmt z.B. die Rückenlänge
nicht, ist sie zu kurz, dann nützt alles Einstellen nichts.

Man sollte sich beim Rucksackkauf Zeit nehmen. Empfehlenswert ist das
mit Gewicht bepackte Probetragen für vielleicht 10 bis 20 Minuten je
Rucksack. In dieser Zeit spürt man schon, wo ein Rucksack auf Dauer
Probleme bereiten könnte.

Es gibt Rucksäcke, die im ersten Moment sehr bequem zu sein scheinen.
Aber nach einer viertel Stunde merkt man dann, daß sie hier und da doch
drücken. Dann gibt es andere, die scheinen im ersten Moment zu drücken,
aber nach einiger Zeit erweisen sie sich plötzlich als sehr bequem.

Wie gesagt, in Anbetracht dessen, daß man auf Touren den Rucksack für
viele Stunden auf dem Rücken hat, sollte man sich Zeit nehmen. Das kann
dann der Unterschied sein, ob man sich mit dem Gewicht quält oder die
Tour genießt.

Grüße
TR

 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 16:57 Uhr
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Hi,

die Marke MacPac und Bach sind beide eigentlich höherwertig, aber
ähnlich wie beim Schuhkauf, wo man ja auch ein paar Schritte mit den
neuen Schuhen im Laden macht, sollte der Rucksack zum Rücken passen.
Um sicherzugehen, sollte man im Laden den gepackten Rucksack mind. 30
min Probetragen um sicherzugehen, dass er nicht irgendwo drückt.
Die beschriebenen einseitigen Schmerzen an der Hüfte lassen aber eher
auf eine schon erwähnte Druckstelle vermuten z.B. Gürtel,
Reisverschluss an der Hosentasche, Nieten an der Jeans, dicke Naht an
Hose oder Hemd.
Wie man einen Rucksack genau aufsetzt haben andere ja schon
beschrieben, eventuell lohnt sich aber trotzdem noch mal der Gang in
den örtlichen Fachladen.
Gruss Monika

 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 18:53 Uhr
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 21:09 Uhr
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Hi Jens Sieckmann, Du schriebst:

> anpassen kann (39-48 oder so.).

Hm.., das sieht für mich nach einem Rucksack aus, der für
eine Rückenlänge von 39 bis 48 cm vorgerichtet ist.

Für mich wäre der dann von der Rückenlänge her zu kurz -
trotz der 60 Liter.

> Mir fiel auf, dass meine
> Schultern dann entlastet waren, wenn ich den Hüftgurt
> etwas höher festmachte (dann eher Bauchgurt). Wenn er
> tiefer war, drückte er mir zu sehr auf den Hüftknochen.

s.o.

> Ich ziehe in Betracht, dass ich mal kurz ins nächste
> Outdoorgeschäft gehe und jemanden freundlich bitte die
> Rucksack auf unsere Körper anzupassen.

Hm.., es macht Sinn, daß sich die Füße den Schuh oder
Stiefel aussuchen - und der Rücken den Rucksack.

Das mit dem Ausleihen ist so eine Sache.

--
MfG
Marco
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen05.10.05 08:28 Uhr
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Marco Schwarz schrieb:
> Hi Jens Sieckmann, Du schriebst:
>
>
>>anpassen kann (39-48 oder so.).
>
>
> Hm.., das sieht für mich nach einem Rucksack aus, der für
> eine Rückenlänge von 39 bis 48 cm vorgerichtet ist.

Nee, Macpac scheint da anders zu messen. Offiziell ist das die
Rückenlänge in cm, aber irgendwas passt da nicht beim Nachmessen. Ich
habe auch einen Macpac mit Skala von 37 bis 48 (Größe 3). Bei einer
gemessenen Rückenlänge von ca. 53cm hab ich ihn auf 41 eingestellt.

Macpac empfiehlt Größe 3 für Leute mit Körpergröße von 1,73 bis 1,93 m.
Wobei ich sagen muss, dass für einen 1,90m-Menschen wahrscheinlich eher
Größe 4 angesagt ist - wenn man die Schultergurte weit nach oben
einstellt, dann ist der Winkel der Lastpositionierungsriemen zu flach,
und dann drückt es auf die Schultern (ich meine die Riemen, die vom
Schlüsselbein nach oben an das Rückenteil gehen).

>>Mir fiel auf, dass meine
>>Schultern dann entlastet waren, wenn ich den Hüftgurt
>>etwas höher festmachte (dann eher Bauchgurt). Wenn er
>>tiefer war, drückte er mir zu sehr auf den Hüftknochen.

Dann ist der Rucksack aber tatsächlich zu kurz.

Probier mal, ob der Hüftgurt immer noch so stark drückt, wenn du eine
Hose ohne Gürtel und ohne dicke Nähte anziehst. Ich bin da auch sehr
empfindlich, das geht sogar so weit dass ich unterwegs nur Unterhosen
ohne Seitennähte anziehe.

>>Ich ziehe in Betracht, dass ich mal kurz ins nächste
>>Outdoorgeschäft gehe und jemanden freundlich bitte die
>>Rucksack auf unsere Körper anzupassen.
>
>
> Hm.., es macht Sinn, daß sich die Füße den Schuh oder
> Stiefel aussuchen - und der Rücken den Rucksack.
>
> Das mit dem Ausleihen ist so eine Sache.

Ja, dem stimme ich voll zu. Jeder Rücken ist anders, und auch ein noch
so hochwertiger Rucksack passt nicht jedem... auch dann nicht wenn er
die richtige Länge hat.
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen05.10.05 08:39 Uhr
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Silvia Müller schrieb:
> Marco Schwarz schrieb:
>
>>> Mir fiel auf, dass meine
>>> Schultern dann entlastet waren, wenn ich den Hüftgurt
>>> etwas höher festmachte (dann eher Bauchgurt). Wenn er
>>> tiefer war, drückte er mir zu sehr auf den Hüftknochen.
>
> Dann ist der Rucksack aber tatsächlich zu kurz.

Den Rucksack habe ich mir bei meinem Schwager ausgeliehen. Der
ist 1,90 m, ich bin 1,80 m groß.

> Probier mal, ob der Hüftgurt immer noch so stark drückt, wenn du eine
> Hose ohne Gürtel und ohne dicke Nähte anziehst. Ich bin da auch sehr
> empfindlich, das geht sogar so weit dass ich unterwegs nur Unterhosen
> ohne Seitennähte anziehe.

ja, ich werde dazu mal meine andere Hose dazu anziehen.

>> Hm.., es macht Sinn, daß sich die Füße den Schuh oder
>> Stiefel aussuchen - und der Rücken den Rucksack.
>>
>> Das mit dem Ausleihen ist so eine Sache.
>
> Ja, dem stimme ich voll zu. Jeder Rücken ist anders, und auch ein noch
> so hochwertiger Rucksack passt nicht jedem... auch dann nicht wenn er
> die richtige Länge hat.

Ja, aber da spielt das Busgetr auch eine Rolle. Bin mittlerweile
ganz gut ausgerüstet außer dem Rucksack. Man möchte halt nicht
alles neu dazukaufen, erst recht nicht, wenn man das Teil nur
3 oder 4 Tage wirklich benutzt.

Jens
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen05.10.05 09:51 Uhr
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Jens Sieckmann schrieb:
> Silvia Müller schrieb:
>
>> Marco Schwarz schrieb:
>
>>>> Mir fiel auf, dass meine
>>>> Schultern dann entlastet waren, wenn ich den Hüftgurt
>>>> etwas höher festmachte (dann eher Bauchgurt). Wenn er
>>>> tiefer war, drückte er mir zu sehr auf den Hüftknochen.
>>
>> Dann ist der Rucksack aber tatsächlich zu kurz.
>
>
> Den Rucksack habe ich mir bei meinem Schwager ausgeliehen. Der
> ist 1,90 m, ich bin 1,80 m groß.

Das sollte dann wirklich passen. Ich bin 1,76 m groß und habe die
Rückenlänge mit 41 ziemlich weit unten eingestellt.

Wenn es ein relativ aktuelles Modell ist, dann ist das
Macpac-Tragesystem schon sehr gut. Damit sollte sich das Gewicht
komplett auf die Hüfte übertragen lassen. Bei den ganz alten Modellen
war der Hüftgurt nicht stabil genug dafür (er sollte auf der Außenseite
richtig steif sein, so als ob Plastik eingebaut wäre).

> Ja, aber da spielt das Busgetr auch eine Rolle. Bin mittlerweile
> ganz gut ausgerüstet außer dem Rucksack. Man möchte halt nicht
> alles neu dazukaufen, erst recht nicht, wenn man das Teil nur
> 3 oder 4 Tage wirklich benutzt.

OK, das ist ein Argument. Wenn du ihn wirklich nur so ein paar Tage
nutzt, dann versaust du dir wenigstens nicht den ganzen Urlaub damit.
Und vielleicht passt der Rucksack mit ein bisschen Anpassung ja doch noch.
 
 
 
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Schmerzen beim Rucksacktragen

Bergsteiger beim Bergsteigen04.10.05 21:20 Uhr
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Jens Sieckmann wrote:

> Am linken Hüftknochen ist es etwas rot und die
> rechte Schultermuskel schmerzt auch.

Klingt nach ungleichmäßiger Beladung. Am Trageriemen angefaßt sollte der
Rucksack Lotrecht nach unten hängen.

 
 
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