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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 10:21 Uhr
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Hallo NG,

neulich habe ich die erste 2-Tages Wanderung im heimischen Siegerland
versucht. Versucht deshalb, weil ich gegen Mitternacht Angst bekommen
habe, in die nächste Ortschaft gegangen bin und mich dort habe abholen
lassen. Angst ist vielleicht übertrieben gesprochen. Ich lag einfach in
meinem Schlafsack unter freiem Himmel und bin nach kurzem Schlaf durch
ein Geräusch geweckt worden. Danach habe ich von schier überall her
Geräusche gehört und obgleich ich die Nacht wohl überlebt hätte, w=
äre
es keine (wie geplant) entspannende, sondern anstrengende Nacht
geworden. Meine grösste Sorge war wohl, das mich eine Bache übersieht,
überrennt und sich dann am besten auch noch erschreckt und Ihren
Nachwuchs gegen mich verteidigt.

Ist derartiges plausibel? Wie schützt Ihr euch dagegen? Wenn ich wach
bin, also wandere, habe ich geringere Sorge, da mich die Tiere eher
bemerken und ich zur Not auch auf einen Baum klettern kann. Nur wenn
ich nichtsahnend im Schlafsack liege und jedes Geräusch meine HFmax neu
definiert, fürchte ich mich. Daher danke ich für jegliche Tipps und
positive/negative Erfahrungsberichte.

Gruss Mario

P.S.: Beim stöbern im Usenet fand ich auch Postings von Joggern, welche
durch Bussarde attackiert worden waren. Sowas auch schonmal hier einem
Wandersmann passiert?
 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 12:04 Uhr
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Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 12:41 Uhr
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Werner Hintze <usenetmail@floridante.de> writes:

> Man kann sich an das etwas ungute Gefühl nachts im Wald gewöhnen. Das
> geht, je nachdem, wie mutig man ist, schneller oder langsamer. Bei mir
> hat es fast zwanzig Jahre gedauert, bei anderen mag es schneller
> gehen. Aber ich kenne keinen, der ganz dagegen gefeit wäre, plötzlich
> in der Nacht hochzufahren und sich von Bären oder Verbrechern umstellt
> zu sehen, weil ein Igel ums Zelt tappt und schnauft...
> Wie schützt Ihr euch dagegen? Wenn ich wach
>
>
> Werner Hintze

Immerhin hat Werner noch den Sendbutton drücken können.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 12:44 Uhr
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David Kastrup <dak@gnu.org> schrieb:

>Werner Hintze <usenetmail@floridante.de> writes:
>...
>> in der Nacht hochzufahren und sich von Bären oder Verbrechern umstellt
>> zu sehen, weil ein Igel ums Zelt tappt und schnauft...
>> Wie schützt Ihr euch dagegen? Wenn ich wach
>>
>>
>> Werner Hintze
>
>Immerhin hat Werner noch den Sendbutton drücken können.

LOL!
--
Tradition ist die Bewahrung des Feuers, und nicht Anbetung der Asche. (Gustav Mahler)
 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 13:32 Uhr
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 15:18 Uhr
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Werner Hintze <usenetmail@floridante.de> writes:

> On Mon, 03 Oct 2005 12:41:21 +0200 David Kastrup wrote:
>
>>Immerhin hat Werner noch den Sendbutton drücken können.
>
> Hilf mir mal auf die Sprünge: Welcher Fehler ist mir da unterlaufen?
> Außer der Zeile, die ich zu löschen vergessen habe, fällt mir nix
> auf... ;)
>
> Danke!
>
> Werner Hintze

Wer bist Du, und was habt ihr mit Werner gemacht?

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen03.10.05 16:08 Uhr
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David Kastrup <dak@gnu.org> schrieb:

>Werner Hintze <usenetmail@floridante.de> writes:
>
>> On Mon, 03 Oct 2005 12:41:21 +0200 David Kastrup wrote:
>>
>>>Immerhin hat Werner noch den Sendbutton drücken können.
>>
>> Hilf mir mal auf die Sprünge: Welcher Fehler ist mir da unterlaufen?
>> Außer der Zeile, die ich zu löschen vergessen habe, fällt mir nix
>> auf... ;)
>>
>> Danke!
>>
>> Werner Hintze
>
>Wer bist Du, und was habt ihr mit Werner gemacht?

Und wann hört Ihr auf seinen (nun verwaisten) Account zu missbrauchen?

robby

--
Manche Leute würden eher sterben als nachdenken. Und sie tun das auch. (Bertrand Russel)
 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen05.10.05 22:43 Uhr
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Tja,

Zuerst muss ich mich entschuldigen so spät zu posten.

Dazu möchte ich zwei Sachen sagen:
1) Es ist immer beeindruckend irgendwo anders zu schlafen als zuhause im
seinem Bett. Das ist noch besonders ausgeprägter in der freien Natur. Ist
aber eine Sache der Gewohnheit.
2) Wildschweine können theoretisch angreifen. Das kann aber nur passieren
wenn sie keinen anderen Ausweg haben und sich bedroht fühlen. Und um diese
Situation zu erleben, muss man eben unterwegs sein. Ich kann mich also nicht
vorstellen dass ich nun hier in dieser Waldlichtung schlafe und dass
plötzlich mich ein Wildschwein angreift!

Persönlich habe ich eher Angst von den kleinen... Zecken...

--
Charles Lehmann
Europäischer Bergwanderführer
Nordic Walking Instruktor
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\

 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen06.10.05 18:46 Uhr
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Charles Lehmann <lehmann.charles@destination-montagne.no-spam-dot.ch>
wrote:

> 2) Wildschweine können theoretisch angreifen. Das kann aber nur passieren
> wenn sie keinen anderen Ausweg haben und sich bedroht fühlen. Und um diese
> Situation zu erleben, muss man eben unterwegs sein. Ich kann mich also nicht
> vorstellen dass ich nun hier in dieser Waldlichtung schlafe und dass
> plötzlich mich ein Wildschwein angreift!

Dreimal selbst erlebt wie auf Ansitz auf einem Erdsitz Wildschweine
einfach so zum Angriff uebergegangen sind.
Einmal eine fuehrende Bache, einmal ein halbstarker Ueberlaeuferkeiler,
die allerdings jeweils zur Umkehr bewegt werden konnten.
Der recht grosse Keiler wollte es allerdings richtig wissen.
Da war die Situation schon mehr als brenzlich, verlief fuer uns aber
glimpflich, der Keiler wog aufgebrochen 86kg.
Alle drei Vorfaelle ereigneten sich auf freiem Feld, nicht im Wald, wo
man schnell mal unter die Fluchtdistanz geraten kann.

Wer weiss schon immer, was in Wildschweinen so vorgeht, daher ist
Vorsicht immer angebracht...

M aus B

--
"Du redest von Bier - Du redest in meiner Sprache!"
[Al Bundy]
 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen06.10.05 18:07 Uhr
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Mario Felt <usenet@cryptnet.de> wrote:

[...] spannendes

> P.S.: Beim stöbern im Usenet fand ich auch Postings von Joggern, welche
> durch Bussarde attackiert worden waren. Sowas auch schonmal hier einem
> Wandersmann passiert?

Bussarde mit Nestern voll Jungen, Rehböcke in der Brunft, Bachen mit
Jungen...

Gibt es alles, ist aber eher selten.

Ich bin auch oft alleine unterwegs, schlafe draußen, nur durch ein
Moskitonetz von der Welt "da draußen" getrennt... aber angegriffen hat
mich noch nie etwas - und schon gar kein Tier.

Klar macht der Rehbock in der Brunftzeit Randale - aber die gilt dem
konkurrenten und nicht mir - ebenso wie bei Hirschen.

Die schönste Begegnung hatte ich auch im Siegerland: nachts gegen 3 Uhr
werde ich von laut stapfenden Geräuschen wach, luge vorsichtig aus dem
Tarp und da steht etwa 5m entfernt gegen den Wind ein großer Hirsch und
beäugt mistrauisch das merkwürdige Ding, das gestern noch nicht da war.
Dazu war es eine Mondhelle Nacht und es sah einfach nur suuupertoll aus.
Wir haben uns fast 10 Minuten lang angeschaut, dann schnaubte er
verächtlich und zog laut stapfend wieder von dannen.

Ich muß sagen, Angst hatte ich keine, dazu war ich von dem Bild das sich
mir bot einfach zusehr gefangen genommen.

Gerade wenn man einfach nur irgendwo am Rande einer Lichtung seine
Mobilbehausung aufschlägt, besteht keine Gefahr denn wenn die Tiere
den Menschen riechen machen sie normalerweise von alleine einen großen
Bogen.

Man sollte halt darauf achten, daß man sein Zelt/Tarp nicht gerade
mitten auf einem Wildwechsel aufbaut - da stört man nämlich.

Viel öfter als von großen Tieren werd ich meist von irgendwelchen
Mäusen wach, die sich unter der Isomatte tummeln oder meinen, sich an
meinen Proviant ranknabbern zu müssen :-)

Schlimmer sind irgendwelche grünberockten Flintenträger mit
Hilfssherriff-Allüren, bei denen man plötzlich in einen Gewehrlauf
blickt... aber auch da hab ichs schon erlebt, daß mir jemand morgends
frische Brötchen gebracht hat ;)

Grüße
Ulrike
--
* NAMES: Ulrike Schepp COMMERCIALS: Schepp Softwaredesign
* EMAIL: schepp@dark.lahn.de (priv.) schepp@schepp-softwaredesign.de
* WWW : [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
* SNAIL: Am Berg 1, D-35647 Waldsolms PGP-Key: 0x6945FEF9 on keyservers
 
 
 
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Gefahr durch Wildschweine etc.

Bergsteiger beim Bergsteigen06.10.05 21:11 Uhr
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Mario Felt schrieb:
> neulich habe ich die erste 2-Tages Wanderung im heimischen Siegerland
> versucht. Versucht deshalb, weil ich gegen Mitternacht Angst bekommen
> habe, in die nächste Ortschaft gegangen bin und mich dort habe abholen
> lassen.

Etwas Vorsicht ist sicher immer gut, aber da hast Du wohl
überreagiert...

> Meine grösste Sorge war wohl, das mich eine Bache übersieht,
> überrennt und sich dann am besten auch noch erschreckt und Ihren
> Nachwuchs gegen mich verteidigt.

Sehr unwahrscheinlich. Wenn Wildschweine Dir nahe kommen, dann
allenfalls, weil sie an Deine (nicht geruchsdicht verpackten?) Futter-
vorräte wollen. Wenn das stört einfach mal ganz laut anbrüllen. :)

Ärgerlicher ist es, auf einem schmalen Trampelpfad unbeabsichtigt
zwischen eine Rotte zu kommen. Bin in so einer Situation mal
umgerannt worden, lag einfach plötzlich da und hab' ein paar
blaue Flecke davongetragen.

Für Radfahrer im Wald können Wildtiere nachts unangenehmer
werden...

> Wenn ich wach
> bin, also wandere, habe ich geringere Sorge, da mich die Tiere eher
> bemerken und ich zur Not auch auf einen Baum klettern kann.

Wildtiere bemerken Dich nachts auch. Und wenn Du im Schlafsack
liegst siehst Du erstmal "gross" aus und/oder sie erkennen Dich
direkt als Mensch. Aus Wildsicht bist Du keine Beute, sondern
im Zweifelsfall eher gefährlich.

> P.S.: Beim stöbern im Usenet fand ich auch Postings von Joggern, welche
> durch Bussarde attackiert worden waren. Sowas auch schonmal hier einem
> Wandersmann passiert?

Vor einigen Monaten ging aus irgendeiner deutschen Stadt
durch die Presse, dass man dort ganze Fusswege gesperrt hat,
weil Passanten von Vögeln attackiert wurden. Problem war
wohl gewesen, dass da irgendwie Nester oder Eier aus Nestern
abhanden gekommen waren, und dann haben die Vögel
ihren Nachwuchs in spe verteidigt...

Daniel

 
 
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