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Zelt auf dem Eis? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 22.09.05 20:11 Uhr |
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Hallo Leute,
muss was spezielles beachtet werden, wenn man winters mal eine Nacht auf dem Eis im Zelt verbringen will? Also mal davon abgesehen dass Bodennagel-mässig vielleicht was spezielles her muss.
Also mit "Nacht im Zelt" mein ich jetzt das übliche: Zelt, Isomatte, Schlafsack, noch nen dicker Pullover, ich, nach oben hin dann in umgekehrter Reihenfolge - hätte ich jetzt geschrieben, wenn mir nicht noch aufgefallen wär, dass über mir ja keine Isomatte liegt. ;)
Insbesondere interessiert da halt, wie das mit Schmelzen unter mir aussieht, wie fett die Isomatte sein muss (wie ist da der Unterschied im nötigen Isolierverhalten gegenüber Stein oder Waldboden?), ob ich dann evtl. wegschwimme oder was auch immer... Oder noch was wichtiges?
Danke schonmal!
Viele Grüsse R.
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Zelt auf dem Eis? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 23.09.05 15:32 Uhr |
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Ronald wrote: > Hallo Leute, > > muss was spezielles beachtet werden, wenn man winters mal eine Nacht > auf dem Eis im Zelt verbringen will? Also mal davon abgesehen dass > Bodennagel-mäßig vielleicht was spezielles her muss.
Genau mit Eisschrauben fliegt da bestimmt nix weg :) An was für Eis hast du denn gedacht? Wenn Schnee drauf liegt kann man als Verankerung alles mögliche eingraben (Skier, Pickel, Stöcke, Rucksäcke, etc)
> Also mit "Nacht im Zelt" mein ich jetzt das übliche: Zelt, Isomatte, > Schlafsack, noch nen dicker Pullover, ich, nach oben hin dann in > umgekehrter Reihenfolge - hätte ich jetzt geschrieben, wenn mir nicht > noch aufgefallen wär, dass über mir ja keine Isomatte liegt. ;) > Insbesondere interessiert da halt, wie das mit Schmelzen unter mir > aussieht,
Ist zu vernachlässigen, jedenfalls wirst du auf nem See nicht durch die Eisdecke schmelzen.
> wie fett die Isomatte sein muss (wie ist da der Unterschied > im nötigen Isolierverhalten gegenüber Stein oder Waldboden?), ob ich
Also mir reicht bei ausreichend dimensioniertem Schlafsack eine Therm-A-Rest standard bis -15° aus. Ansonsten leg ich noch eine dünne Matte mit geschlossenzelligem Schaum drunter. Von offenzelligem Schaum (Aldi-Isomatten und aus dem Baumarkt) würde ich dir abraten, wenn da das Eis drunter schmilzt dann saugen die sich voll Wasser, danach dein Schlafsack.
> dann evtl. wegschwimme oder was auch immer... Oder noch was wichtiges?
Nicht wundern wenn du das Zelt auf nem Gletscher abstellst, nach 3 Wochen wiederkommst und Probleme hast reinzusteigen weil es auf nem Sockel steht :)
> Danke schonmal! > > Viele Grüße > R.
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Zelt auf dem Eis? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 23.09.05 16:33 Uhr |
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Ronald wrote:
> muss was spezielles beachtet werden, wenn man winters mal eine Nacht > auf dem Eis im Zelt verbringen will?
Du liegst in einer Pfütze. Wenn es recht kalt aber nicht zu kalt ist, leg eine Plane unter das Zelt wegen dem festfrieren. In welchem Temperaturbereich das passiert kann man nicht sagen, aber bei über Null und unter -10°C sollte nichts passieren.
> Bodennagel-mäßig vielleicht was spezielles her muss.
Nur wenn viel Wind zu erwarten ist und Dein Zelt auf die Schnüre angewiesen ist.
> Insbesondere interessiert da halt, wie das mit Schmelzen unter mir > aussieht, wie fett die Isomatte sein muss (wie ist da der Unterschied
IMVHO wenn Du Dir den Allerwertesten nicht abfrierst schmilzt auch nichts ;-)
Gruß
Roland
-- Wir reisen mit dem Fahrrad durch das Globale Dorf - [externer Link]
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Zelt auf dem Eis? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 25.09.05 16:20 Uhr |
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Hallo Ronald
hatte mal fast die selbe Frage hier gestellt und es gab eine Reihe von Vorschlägen und schließlich auch den Praxistest. Allerdings ging es bei mir um "Zelt auf Gletschereis", also nicht auf einem greforenem See oder Fluß.
Meine Lösung war: 1. mit einer Eisschraube ein Loch bohren 2 einen Sandhering (gleicher Durchmesser wie Eisschraube) reinstecken und einfrieren lassen (falls kalt geung)
Diskussion und Bilder findest du hier: [externer Link]
Wie schon erwähnt: Baumarkplane unterlegen, dann kann der Zeltboden nicht festfrieren. Ansonsten Isomatte und Schlafsack wie für eine Wintertour. Als Isomatte verwende ich eine normale Thermarest. Tipp: Ein größeres "Küchenbrett" mitnehmen auf dem man heiße oder waerme Sachen abstellen kann. Holz isoliert hervorragend. Dieter -- Dieter Graser [externer Link] Wanderungen über das Hochland Islands
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Zelt auf dem Eis? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 26.09.05 20:38 Uhr |
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Dieter Graser wrote:
> Wie schon erwähnt: Baumarkplane unterlegen, dann kann der Zeltboden nicht > festfrieren.
Friert diese denn dann fest?
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Zelt auf dem Eis? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.09.05 07:34 Uhr |
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> Friert diese denn dann fest?
Natürlich kann dieses dann auch festfrieren, aber das Materiala ist glatter und sehr viel widerstandsfähiger als der Boden eines (teuren) Zeltes. Da kann man schon mal dran rumreissen oder hängengebliebenes Eis mir der Schaufel abkratzen. Macht der Plane nichts aus.
Mir ist zumindest ein Fall bekannt bei dem sich jemand (Cameron Smith) eine Riesenloch in den Zeltboden gerissen hat, als er versucht hatte sein nach Regen auf Gletschereis festgefrorenes Zelt wider loszubekommen. Das war dann endgültig das Ende einer lange vorbereiteten Vatnajökull Expedition von Cameron Smith (siehe [externer Link] ). Der Bericht seines Versuches 2000/2001 ist leider nicht mehr online :-(
Dieter -- Dieter Graser [externer Link] Wanderungen über das Hochland Islands
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