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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 09:12 Uhr |
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Hallo,
meine Frau und waren 5 Tage campen. Leider hat es 3 Tage davon geregnet.
Mein Zelt war absolut dicht. Das einzige was etwas unangenehm war, das das Kondenswasser untertags nicht richtig abgetrocknet ist. Da es die ganze Zeit geregnet hat und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit war, konnte wir das Zelt nicht lüften. So waren dann am 4 Tag alle Sache recht glamm. Jetzt meine Frage was kann man da machen. Gibt es eine Zeltheizung für unser Zelt. Wir haben ein 3 Personen Tunnelzelt mit einer großen Apside. Ich habe bei Coleman eine Heizstrahler gesehen der mit Gaskartuschen betrieben wird. Kann man den auch für unser kleines Zelt benutzen? Bringt er überhaupt was oder ist es Geld und Gasverschwendung?
Kann mir da jemand Tips geben?
Gruß Frank
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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 10:01 Uhr |
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>Mein Zelt war absolut dicht. Das einzige was etwas unangenehm war, das das >Kondenswasser untertags nicht richtig abgetrocknet ist. >Da es die ganze Zeit geregnet hat und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit war, >konnte wir das Zelt nicht lüften. >So waren dann am 4 Tag alle Sache recht glamm. >Jetzt meine Frage was kann man da machen. Gibt es eine Zeltheizung für unser >Zelt. Wir haben ein 3 Personen Tunnelzelt mit einer großen Apside. >Ich habe bei Coleman eine Heizstrahler gesehen der mit Gaskartuschen >betrieben wird. Kann man den auch für unser kleines Zelt benutzen? >Bringt er überhaupt was oder ist es Geld und Gasverschwendung? > >Kann mir da jemand Tips geben?
Ja: Zeltheizungen (gibt's sowas?) nutzen leider nix. Wenn's regnet sind - egal bei welcher Temperatur - 100% rel. Luftfeuchte. D.h., dass selbst vormals trockene Sachen auf Dauer allein durch die enthaltene Luftfeuchte "klamm" wirken. Jetzt könnte man - wie du - auf die Idee kommen, der Luft entweder durch Entfeuchtung oder durch Wärmezufuhr mehr Feuchtigkeitsaufnahmekapazität "beizubiegen". Erhitzt man z.B. das Zeltvolumen Luft von 15 Grad / 100% rel. LF auf 20 Grad, sinkt die Lf auf 65% (als angenehm bzw. trocken empfinden wir ca 50%). Die absolute LF bleibt natürlich gleich bei 10g/kg trockene Luft. Jetzt kommt aber der Pferdefuß: leider sind deine 3 Kubikmeter Zeltinnenraum, welche du mühsam und mit techischem Aufwand um 5 Grad erwärmt hast umgeben von einem geradezu gigantischem Volumen von böser, kalter Luft mit hoher rel. LF. Es findet also ein reger Austausch statt. Und dagegen kann man dann "anheizen".
Unschön ist auch der Effekt, dass z.B. richtig nasse Kleidungsstücke im Zeltinnenraum natürlich langsam anfangen zu trocknen und sowohl die relative als auch die absolute LF ansteigen lassen. Das hat zur Folge, dass in den Grenzzonen an den Zeltwänden, wo die Temperatur schlagartig abfällt, vermehrt Kondenswasser auftritt und dort heruntertropft.
Nicht zu vergessen: der Teufel steckt im Detail: Was kostet die Energie, wie heizt man ohne etwas abzufackel / sich zu verbrennen, Sauerstoffgehalt usw usf.
Also: Wenn's regnet wird man draussen nass, Punkt. So oder so. Wenn du Lust hast, kannst du nach h/x-Molliere-Diagramm googeln und die obigen Angaben überprüfen.
Gruß, Jens.
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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 12:26 Uhr |
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Jens Ruedig wrote:
> Nicht zu vergessen: der Teufel steckt im Detail: Was kostet die > Energie, wie heizt man ohne etwas abzufackel / sich zu verbrennen, > Sauerstoffgehalt usw usf.
Und /wie/ heizt man - eine offene Flamme gibt schließlich ne Menge Wasser ab.
z.B. Butan: 2 C H + 13 O => 8 CO + 10 H O 4 10 2 2 2
(wenn ich richtig gezählt habe) - es entsteht also sogar mehr Wasserdampf als CO_2.
vG
-- ~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ [externer Link] ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Wann weiß man, dass man irgendetwas wirklich nicht versteht? Wenn das Geschrie- bene nach ROT13 immer noch aussieht wie ROT13." (Torsten Melzener in hdc)
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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 03.09.04 09:53 Uhr |
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>Und /wie/ heizt man - eine offene Flamme gibt schließlich ne Menge >Wasser ab. > >z.B. Butan: 2 C H + 13 O => 8 CO + 10 H O > 4 10 2 2 2 > >(wenn ich richtig gezählt habe) - es entsteht also sogar mehr >Wasserdampf als CO_2. >
... wobei das subjektive Feuchtigkeitsempfinden wahrscheinlich trotzdem sagt: es wird trockener. Die rel. LF sinkt ja, wenn auch die absolute steigt. Vermute ich zumindest. Dann darf es nur nicht wieder kälter werden, dann rinnen Sturzbäche von den Zeltwänden und zwar von innen!
Gruß, Jens.
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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 14:13 Uhr |
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Frank wrote: > Hallo, > > meine Frau und waren 5 Tage campen. Leider hat es 3 Tage davon geregnet. > > Mein Zelt war absolut dicht. Das einzige was etwas unangenehm war, das das > Kondenswasser untertags nicht richtig abgetrocknet ist. > Da es die ganze Zeit geregnet hat und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit war, > konnte wir das Zelt nicht lüften. > So waren dann am 4 Tag alle Sache recht glamm. > Jetzt meine Frage was kann man da machen. Gibt es eine Zeltheizung für unser > Zelt. Wir haben ein 3 Personen Tunnelzelt mit einer großen Apside. > Ich habe bei Coleman eine Heizstrahler gesehen der mit Gaskartuschen > betrieben wird. Kann man den auch für unser kleines Zelt benutzen? > Bringt er überhaupt was oder ist es Geld und Gasverschwendung? >
Kondenswasser ist bei Zelten unvermeidbar und man gewöhnt sich daran. Allerdings nur, wenns nicht runtertropft vom Innenzelt. Bei gut konstruierten Tunneln kann man auch bei Regen gut lüften und die vereinzelt innen kondensierten Tropfen laufen entlang des Aussenzelts innen nach unten u stören nicht weiter. Bin sehr viel mit Tunnelzelt im Regen unterwegs u hatte noch nie ein Kondensproblem (Kondens ist nicht auch gleich ein Kondensproblem) Baumwollkleidung ist für Feuchte u Klammheit natürlich viel anfälliger als Fleece u Transtex. U man kann auch mit einem Benzinkocher im Zelt super Kleidung u Schuhe trocknen. Nach zwei Wochen Dauerregen wird das auch für die allervorsichtigsten eine Option werden :) Ich hab zT sogar geschlafen, während der Benzinkocher meine total durchweichten Schuhe wieder getrocknet hat u gewärmt hats auch.
peter
-- [externer Link] [externer Link]
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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 15:05 Uhr |
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Frank wrote:
> Hallo, > > meine Frau und waren 5 Tage campen. Leider hat es 3 Tage davon geregnet. > > Mein Zelt war absolut dicht. Das einzige was etwas unangenehm war, das das > Kondenswasser untertags nicht richtig abgetrocknet ist. > Da es die ganze Zeit geregnet hat und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit war, > konnte wir das Zelt nicht lüften. > So waren dann am 4 Tag alle Sache recht glamm. > Jetzt meine Frage was kann man da machen. Gibt es eine Zeltheizung für > unser Zelt. Wir haben ein 3 Personen Tunnelzelt mit einer großen Apside.
Die sind auch besonders Kondensanfällig.
> Ich habe bei Coleman eine Heizstrahler gesehen der mit Gaskartuschen > betrieben wird. Kann man den auch für unser kleines Zelt benutzen? > Bringt er überhaupt was oder ist es Geld und Gasverschwendung? > Letzeres. Bei der Verbrennung entsteht noch zusätzlich Wasser.Nur solange der Brenner heizt, ist es ein wenig trockener als draußen. Aber wer will schon 3 Tage das Zelt beheizen.
> Kann mir da jemand Tips geben?
Luftigere Zeltkonstruktion und immer gut lüften.
Steffen
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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 06.09.04 10:57 Uhr |
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Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht im Vorzelt eine Plastikplane auszulegen. Dann kann immerhin vom nassen Boden nix mehr in das Zelt verdunsten.macht bei meinem Tunnel (mit großer Apside) einen Riesenunterschied.
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Kondenswasser | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 06.09.04 14:19 Uhr |
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Hi Frank (arg nachnamenlos), Du schriebst:
> meine Frau und waren 5 Tage campen. ^^^und wer? du?^^^
Hm.., Campen meint eher "semistationäres Hausen", in Nutzreichweite von WC, Dusche, Heizung.
Outdoors meint eher Einmalübernachtungen an wechselnden Schlafplätzen zwischen Tagesetappen außerhalb der Zivilisationsgebiete. Dafür sind leichtgewichtige Outdoors-Zelte auch gemacht.
Was meinst du mit Camping?
> Bringt er überhaupt was oder ist es Geld und > Gasverschwendung?
Aus Campingsicht "bringt" es evtl. was, aus Outdoorssicht eher nicht!
> Kann mir da jemand Tips geben?
1. "Fiesighalliche" Zusammenhänge kannst du ansatzweise hier im Thread nachlesen. Outdoorsmaterialien sind zudem meist solche aus leicht ablüftenden, weniger stark feuchtespeichernden Kunstfasermaterialien. In naßkalten Einsatzbereichen ist dabei m.E. (subjektive) Klammheit billigend in Kauf zu nehmen. 2. Camping:
Evtl. ausweichen auf Zelthüllen aus Baumwollgewebe oder Baumwollmischgewebe, und evtl. größeres Zeltvolumen? Alles Zulasten des Gewichts.
3. Outdoors:
Dampfgebremste Kunstfaserleichtzelthüllen unter naßkalten Witterungsbedingungen "as is" akzeptieren, und evtl. auf entsprechende Kunstfasermaterialien umsteigen (Schlafsack, Tageskleidung..). Luftumschlag durch Ablüften kann (in Extremsituationen nur graduell) Entlastung bringen, ändert aber nichts an den ursächlichen Auslösern (Atmen, Schwitzen, aufsteigende Bodenfeuchte, Abkühlung außerhalb des Zeltes..).
Diffusion erfolgt ungerichtet, und die höheren kognitiven Fähigkeiten gasförmiger Substanzen sind - soweit bekannt - relativ schwach ausgeprägt. ;-)
Selbst bei vorhandener Querlüftung und sich ausbildendem Luftstrom sind bei weitem nicht alle anfallenden Wasserdampfmoleküle dazu zu bewegen, sich in Lüfterrichtung aus dem Zelt hinauszubewegen..
-- MfG Marco
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