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Schlasa

Bergsteiger beim Bergsteigen10.02.05 22:48 Uhr
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Das was ich zu Schlasas mal geschrieben hab auf meiner Seite:

Schlafsack

Schlafsackkauf FAQ:

Wozu diese FA

Diese FAQ richtet sich im wesentlichen an Leute die einen preiswerten
Sommer- bzw. 3- Jahreszeitenschlafsack für nicht allzu extreme Gebiete
möchten. Sie soll ihnen zur Entscheidungsfindung dienen und
Hilfestellung bieten um im Laden die Spreu vom Weizen zu trennen. Leute
die z. B. Im Sommer bei 4000 m in den Anden übernachten, dürften denke
ich soviel Erfahrung haben, dass sie eine solche FAQ nicht mehr brauchen.

Warum wärmt ein Schlafsack?

Schlafsäcke sind im wesentlichen Gebilde, welche den Schläfer mit einer
möglichst geschlossenen Isolierschicht umgeben, um einen zu raschen
Wärmeverlust zu verhindern. Das was beim Schlafsack isoliert ist die
Luft, welche vom Füllmaterial an der Bewegung gehindert wird. Ob das nun
Kunstfaser, Daune, Zeitungspapier oder Popcorn ist, macht eigentlich
nicht viel Unterschied. Je dicker die Isolierschicht, desto mehr Luft
wird „gebunden“ und desto wärmer ist ein Schlafsack.

Daune oder Kunstfaser?

Kunstfaserschlafsäcke sind billig. Das ist dann aber schon ihr einziger
Vorteil. Im Gegensatz zu Daune halten sie nur einen Bruchteil so lange,
d. h. sie werden nach kurzer Zeit plattgelegen, oder die Füllung
zerreißt innerlich und lässt Stellen ohne, bzw. mit wenig Isolierung
übrig (der schlechteste Schlafsack den ich besaß, hat genau einen Urlaub
lange gehalten. Danach war er selbst im Spätsommer zu kalt). Kunstfaser
ist außerdem schwerer als Daune, und lässt sich nicht so gut zum
verstauen komprimieren. Kunstfaserschlafsäcke sind für Anfänger, welche
das mit dem campieren erst mal ausprobieren möchten, Leute mit schmalem
Geldbeutel, Leute die wenig Ansprüche an ihren Schlafsack stellen
(Notreserve im Auto, Übernachtungen im Haus bei Freunden etc.) und
Leuten bei denen der Schlafsack Verbrauchsgut ist (Festivals etc.). Als
Verkaufsargument für Kunstfaser wird gerne auf die
Feuchtigkeitsunempfindlichkeit der Fasern angespielt. Beim Segeln mag
das relevant sein, im Alltagsleben eines Outdoorers spielt das kaum eine
Rolle, mehr dazu gleich.

Daune hingegen ist fast immer leichter als Kunstfaser, lässt sich gut
komprimieren und hält sehr lange (Daunenschlafsäcke welche nach 10
Jahren intensiver Benutzung immer noch so gut wärmen wie am Anfang sind
keine Seltenheit). Wenn Daune, dann Gänsedaune, diese ist qualitativ
hochwertiger. Oft wird einem weisgemacht, das Daune
feuchtigkeitsempfindlich wäre, und, wenn sie nass wird, verklumpen
würde. Das ist richtig. Allerdings, wenn man sich nicht ganz doof
anstellt, und seinen Schlafsack in den Fluss schmeißt, dann gibt’s in
der Praxis eigentlich keine Probleme. Zum Transport legt man den
Schlafsackpackbeutel mit 1- 2 Mülltüten aus, und stopft dahinein seinen
Schlafsack. Zum Schlafen packt man ihn unters Tarp oder ins Zelt- so ist
er auch da vor Regen geschützt. Falls der Daunensack ab und an mal mit
einem feuchten Innen- oder Außenzelt in Berührung kommt, ist das kein
Beinbruch. Selbst eine Woche Lappland mit ständigem, feuchten Verpacken
des Schlafsacks haben meiner Daune nicht im mindesten geschadet (und
nein, mein Schlafsack besitzt keinen wasserdichten Bezugsstoff).

Meine Empfehlung an alle die Ihren Schlafsack länger benutzen wollen: Daune!

Soll es partout ein Kunstfaserschlafsack sein, dann bitte billig,
billig, billig. Es lohnt sich einfach nicht für ein solches Teil
Hunderte von Euro auszugeben. Norma Aldi und Co haben im Frühjahr immer
recht günstige Einsteigerschlafsäcke für um die 30 € - die sollten für
den Anfang reichen.

Welchen Temperaturbereich soll ich nehmen?

Fast nirgendwo wird im Schlafsackbereich soviel getrickst wie hier.
Gleich zu Anfang- ignoriert den Extrembereich- der sagt gar nix aus, ihr
wollt in eurem Schlafsack einigermaßen schlafen, nicht überleben.

Für einen Sommerschlafsack reichen in Mitteleuropa 5- 0°, ein 3
Jahreszeiten- Schlafsack sollte so bis –7° warm halten.

Woran erkennt man wie warm ein Schlafsack ist?

Es gilt die Faustregel: Je dicker desto mehr Isolation.

Ein Schlafsack der bis 0° Isoliert sollte an der dünnsten Stelle auf der
Schlafsackoberseite so um die 5 cm Wandstärke aufweisen.

Bei einem Schlafsack bis –7 ° sollten etwa 7 cm Isolation vorhanden
sein. (Quelle: Feathered Friends ™ Webseite)

Vorsicht bei Katalogangaben- da werden oft Angaben zum Loft gemacht-
dieser Wert bezeichnet aber die Schlafsackdicke, also Ober- und
Unterseite, muss also noch durch 2 geteilt werden.

Manche Schlafsackhersteller geben der Oberseite des Schlafsacks mehr
Füllmaterial, sodass diese besser isoliert. Eigentlich keine schlechte
Idee, da die Schlafsackunterseite sowieso durchs Körpergewicht
plattgedrückt wird und deshalb eh nicht so gut isoliert. Dreht man sich
jedoch im Schlaf (wie die meisten Menschen), so kommt die schwächer
gefüllte Unterseite zuoberst, und der Schlafsack ist dann kälter als ein
Schlafsack mit gleichmäßiger Verteilung der Füllung auf Ober und Unterseite.

Was bedeutet Fillpower/ cuin?

Fillpower ist ein Maß für die Daunenqualität. Je höher der Wert, desto
besser die Daune. Die Fillpower gibt an, wie viel Volumen eine Unze
Daune einnehmen kann und wird in cuin- cubic inches (Kubikzoll)-
angegeben. Eigentlich eine gute Idee diesen Wert zu messen, denn, je
hochwertiger die Daune, desto weniger (Gewicht) brauche ich, um ein und
denselben Schlafsack zu füllen. In der Praxis ergeben sich mehrere Probleme:

Es wird nur stichprobenartig gemessen- die Daunenqualität unterscheidet
sich oft schon von Gans zu Gans. Für den einen Schlafsack mögen die
Angaben dann stimmen, für den nächsten schon nicht mehr. So sind dann
auch Schlafsackempfehlungen mit Vorsicht zu genießen. Ein Schlafsack
Modell Superwarm kann richtig gut und prall befüllt sein, ein anderer
vom Modell Superwarm macht evtl. eine recht schlappe Figur.

Es gibt mehrere Prüfmethoden- 700 cuin beim Hersteller A können was ganz
anderes sein als beim Hersteller B

Und oft wird IMHO auch ganz massiv geschummelt. Bei einem Schlafsacktest
einer deutschen Fachzeitschrift wurde mal die Fillpower der Daunen
nachgemessen. Die meisten Hersteller erreichten nicht die
werbeversprochenen Fillpowerwerte. Nur ein Hersteller lag über seinen
Angaben. Komisch oder?

Abhilfe:
Guckt euch die Schlafsäcke life im Laden an, fühlt die Daune mit den
eigenen Händen, legt sie auf die Waage und legt euch rein. Anschließend
kauft ihr genau den Schlafsack den ihr im Laden ausprobiert habt. Dazu
aber gleich mehr.

Woran erkenne ich einen guten, preiswerten Schlafsack?

Die Daune ist der Teil am Schlafsack, welcher am teuersten ist.

Folglich ist der Schlafsack, welcher volumenmäßig die meiste Daune
besitzt, der beste Deal. Volumenmäßig bedeutet hier, das man sich zuerst
das Füllgewicht ansieht. Je mehr desto besser. Dann schaut man auf die
Fillpowerangabe, auch hier gilt, je mehr desto besser. Man sollte sich
jedoch vor Augen halten, dass Daune mit mehr als 650 cuin sehr viel
teuerer ist als Daune mit 600- 650 cuin. Ob man das wirklich braucht
muss jeder selber entscheiden. Auch mit guter 600er Daune lassen sich
sehr gute, tragbare und warme Schlafsäcke bauen. Über 650 cuin kommt man
sehr schnell in den hochpreisigen high- end- Bereich. Die 100- 200 gr
Gewichtsersparnis muss man teuer bezahlen, und können an anderer Stelle
im und am Rucksack viel billiger erreicht werden. Der wahre Test jedoch
muss der Schlafsack im direkten Vergleich mit anderen Säcken im Laden
absolvieren.

Lege sie nebeneinander aus:
Sieht der Sack prall aus, richtig aufgeplustert, oder sind einige
Kammern noch schlapp und hängen durch?
Welcher der Schlafsäcke ist am fettesten?
Ist der Sack gut zu komprimieren?
Wie ist sein Gewicht (leg sie auf eine Waage, Herstellerangaben ist da
nicht unbedingt zu vertrauen)?
Fühlst du dich im Sack wohl?
Ist der Bezugsstoff angenehm?
Ist der Schlafsack zu eng/ unbequem (Bedenke jedoch auch, dass ein zu
weiter Schlafsack kälter ist als ein engerer bei gleichem Gewicht.)?
Wenn du die Kapuze bis auf ein Atemloch verschließt, ist es dann über
Mund und Nase, oder irgendwo anders?
Passt die zugezogene Kapuze?

Und was ist mit den Bezugsstoffen?

Normale daunendichte Kunstfaser ist für die meisten Zwecke ausreichend.
Der Innenbezug sollte sich auf der Haut gut anfühlen- ausprobieren.
Baumwolle als Innenbezug fühlt sich zwar prima an, trocknet aber irre
langsam. Wenigstens eine Seite des Schlafsacks sollte Dunkel (am besten
schwarz) sein. Zum Trocknen legt man dann diese Seite in die Sonne, so
ist die Trockenzeit am geringsten. Farbe ist jedoch kein Kaufkriterium.
Wasserdichte Bezugsstoffe behindern schlimmstenfalls den
Feuchtigkeitsdurchgang, und sorgen für eine feuchtere Daune
(Isolationsminderung). Wer im Zelt oder unterm Tarp schläft, der braucht
solche Spezialstoffe nicht, bei einer Benutzung gänzlich ohne Dach, oder
im Biwaksack mögen sie evtl. sinnvoll sein.

Was gibt es bei der Schlafsackkonstruktion zu beachten?

Die Daune muss im Schlafsack am verrutschen gehindert werden. Dafür
werden in den Schlafsack diverse Trennwände eingenäht. Die einfachste
Art so etwas zu machen ist das Durchsteppen. Hier werden einfach Außen-
und Innenbezug miteinander vernäht. Das bedeutet auch das an er Naht
selbst keine Isolierung ist, die Folge sind kalte Stellen. Für reine
Sommerschlafsäcke mag diese Konstruktion ausreichen- ein 3 Jahreszeiten
Sack braucht etwas besseres.

Auch einfach und gut ist die H- Kammer Konstruktion. Hier werden aus
dünnem Stoff (Moskitonetz) senkrechte Trennwände eingearbeitet. Außen-
und Innenbezug berühren sich nie, und es entstehen keine kalten Stellen.
Diese Konstruktion ist noch sehr leicht, und einfach (preiswert)
herzustellen und für einen 3 Jahreszeitenschlafsack absolut ausreichend.

Aufwändigere Konstruktionen treiben vor allem Preis und Gewicht in die
Höhe, und bringen bei 3 Jahreszeiten Schlafsäcken keinen nennenswerten
Vorteil.

Welche Ausstattung ist wichtig?

Ich würde auf eine Reisverschlussabdeckung und einen Wärmekragen achten
(beides ist bei reinen Sommersäcken rel. unnötig) und auf eine
einigermaßen dicht verschließbare Kapuze mit Atemloch am der richtigen
Stelle.

Sachen wie anatomisches Fußteil, angeschnittene Kammerwände, riesige
Reißverschlussklemmleisten, Uhrentaschen, Wertsachentaschen etc. sind
Verkaufsargumente welche oft von den wichtigen Dingen wie Daunenqualität
und –menge ablenken sollen.

Und mit welchen Ausgaben muss ich rechnen?

Hängt natürlich sehr stark vom Geldbeutel ab. Ein sehr guter 3
Jahreszeiten Schlafsack kann schon mal 200 € und vielleicht sogar
darüber kosten. Falls man in der glücklichen Lage ist den Schlafsack
nicht sofort zu brauchen, so kann man auch mal etwas länger die Läden
und das Internet nach Sonderangeboten durchstöbern. Für um die 150 €
sollte man dann auf jeden Fall fündig werden.

Es lohnt sich durchaus auch mal Schlafsäcke anzusehen die viel teurer
und viel billiger sind als man ausgeben will. Bei den billigen kann man
evtl. ein Schnäppchen machen, bzw. man weis dann was man nicht will, und
bei den teureren erkennt man dann oft auf was es ankommt. Teurere Säcke
verwenden wie schon gesagt oft bessere Daune und leichtere Bezugsstoffe,
sie sind also bei gleicher Wärmeleistung meist leichter. Ob die Paar
Gramm Gewichtsersparnis jedoch den finanziellen Aufwand wert sind, sei
dahingestellt.

Verdammt, nun liege ich im Wald und friere doch wie ein Schneider, was
soll ich tun?

Zuerst sorge für gute Bodenisolation, die Schlafsackunterseite wird
zerknautscht und wärmt dann so gut wie gar nicht mehr. Deshalb Isomatte,
drunter, falls die nicht reicht, dann noch Tannenreisig oder Laub
unterlegen. Setze eine Mütze auf, und ziehe alles, was noch trocken ist,
an. Das Gerücht, das ein Schlafsack nur wärmt wenn man in Unterhose
reinsteigt ist völliger Blödsinn, es ist jedoch kontraproduktiv sich
soviel Kleidung überzustreifen bis man aussieht wie eine Presswurst- das
behindert evtl. die Loftentwicklung und den Blutkreislauf. Iss viel und
reichlich (auch extra fettiges schadet nicht) zu Abend. Koche ’nen
heißen Tee und mach deine Trinkflasche mit heißem Wasser voll und steck
sie als Wärmflasche in den Schlafsack. Hilft alles nix, dann pack deinen
Kram zusammen und wandere weiter. Schlaf kannst du in der Mittagssonne
immer noch nachholen.

(c) by Christian Wagner 2004

______________
Wer friert ist faul oder dumm.
Entweder er hat die richtigen Klamotten nicht mit- das ist dumm,
oder er ist zu faul sie aus dem Rucksack zu holen.

Hier ein Paar Links:

Hier der VIB 900- das was möglich ist bei Schlafsäcken....non plus ultra
Wintersack

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster f&id(8&kat=68

Hier ein wahrscheinlich OKer schlafsack für OKen preis (nicht verwirren
lasssen, beim vib 900 ist stimmen die -15 grad, bei diesem sicher nicht
<g>, bis minus 5 geht der aber wahrscheinlich schon):
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
hier nochma als auktion
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

auch ganz ok, vielleicht nicht soooo warm, aber an kopf undfußende
wasserfester bezugsstoff (an der Zeltwand anstossen etc.)
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

der gleiche nur etwas wärmer
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster_ RSCC_Pr4_PcNein__Stores

im endeffekt gehts drum die meiste Daune (volumenmäßig!!!) fürs geld zu
bekommen
Grüßle, Christian
 
 
 
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Schlasa

Bergsteiger beim Bergsteigen11.02.05 06:31 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
On Thu, 10 Feb 2005 22:48:08 +0100, Christian Wagner
<zenfunk@t-online.de> wrote:

...
>
>Daune oder Kunstfaser?
>
>Kunstfaserschlafsäcke sind billig. Das ist dann aber schon ihr einziger
>Vorteil.
...

Aha...

Sagmal: Verdienst Du irgendwie was mit Daunen-Verkauf?

Gruss, Marco

 
 
 
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Schlasa

Bergsteiger beim Bergsteigen11.02.05 08:17 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Marco Haschka wrote:

>> Kunstfaserschlafsäcke sind billig. Das ist dann aber schon ihr
>> einziger Vorteil.
>
> Sagmal: Verdienst Du irgendwie was mit Daunen-Verkauf?

Daunen sind leicht. Das ist dann aber schon ihr einziger Vorteil.

vG, konternd

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster ~~~~~~~~~~~~~~~~~~=
~~~~~

"SPAM ist Mehrzahl - wär's Einzahl, wär's kein SPAM."
(Harald Effenberg in=
dnq)
 
 
 
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Schlasa

Bergsteiger beim Bergsteigen11.02.05 11:27 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Volker Gringmuth <einklich@gmx.net> writes:

> Marco Haschka wrote:
>
>>> Kunstfaserschlafsäcke sind billig. Das ist dann aber schon ihr
>>> einziger Vorteil.
>>
>> Sagmal: Verdienst Du irgendwie was mit Daunen-Verkauf?
>
> Daunen sind leicht. Das ist dann aber schon ihr einziger Vorteil.

Äh, ne. Sie decken einen deutlich größeren Temperaturbereich mit
angenehmem Schlafklima ab (das Extremum auf der anderen Seite sind
Billigstkunstfasersäcke, in denen man schon unangenehm schwitzt,
während man noch friert).

Der dafür eingekaufte Nachteil ist die Empfindlichkeit gegenüber
anhaltender Feuchtigkeitszufuhr.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
 
 
 
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Schlasa

Bergsteiger beim Bergsteigen11.02.05 19:24 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Christian Wagner wrote:

> Das was ich zu Schlasas mal geschrieben hab auf meiner Seite:

> Warum wärmt ein Schlafsack?
>
> Schlafsäcke sind im wesentlichen Gebilde, welche den Schläfer mit einer
> möglichst geschlossenen Isolierschicht umgeben, um einen zu raschen
> Wärmeverlust zu verhindern. Das was beim Schlafsack isoliert ist die
> Luft, welche vom Füllmaterial an der Bewegung gehindert wird. Ob das nun
> Kunstfaser, Daune, Zeitungspapier oder Popcorn ist, macht eigentlich
> nicht viel Unterschied. Je dicker die Isolierschicht, desto mehr Luft
> wird ?gebunden? und desto wärmer ist ein Schlafsack.

Der Wärmeleitfähigkeit von Kunstafser ist pro cm Isolationsstärke geringer
als die von Daune.
>
> Daune oder Kunstfaser?
>
> Kunstfaserschlafsäcke sind billig. Das ist dann aber schon ihr einziger
> Vorteil. Im Gegensatz zu Daune halten sie nur einen Bruchteil so lange,

Ich werde es sehen. Meine Daune hat sich auch nach 2 Jahren mäßiger
Benutzung plattgelegen. Mal sehen wie lange die Kunstfaser hält.

. Kunstfaser
> ist außerdem schwerer als Daune, und lässt sich nicht so gut zum
> verstauen komprimieren. Kunstfaserschlafsäcke sind für Anfänger, welche
> das mit dem campieren erst mal ausprobieren möchten, Leute mit schmalem
> Geldbeutel, Leute die wenig Ansprüche an ihren Schlafsack stellen
> (Notreserve im Auto, Übernachtungen im Haus bei Freunden etc.) und
> Leuten bei denen der Schlafsack Verbrauchsgut ist (Festivals etc.).

In Anbetracht der Tatsache, daß der Streckenwanderer Ray Jardine
ausschließlich Kunstfaser emfiehlt ist das Urteil sicher zu hart.
Teile seiner Befürchtungen (Feuchteempfindlichkeit) habe ich selbst erlebt.

> Daune hingegen ist fast immer leichter als Kunstfaser, lässt sich gut
> komprimieren und hält sehr lange (Daunenschlafsäcke welche nach 10
> Jahren intensiver Benutzung immer noch so gut wärmen wie am Anfang sind
> keine Seltenheit). Wenn Daune, dann Gänsedaune, diese ist qualitativ
> hochwertiger.

Vertraust du tatsächlich den Herstellerangaben? Bei den Angeben wird doch
getrickst was das Zeug hält. Selbst die Isoltation nachmessen und den
Daunensack wiegen ist das Mittel der Wahl.

> Oft wird einem weisgemacht, das Daune
> feuchtigkeitsempfindlich wäre, und, wenn sie nass wird, verklumpen
> würde. Das ist richtig. Allerdings, wenn man sich nicht ganz doof
> anstellt, und seinen Schlafsack in den Fluss schmeißt, dann gibt?s in
> der Praxis eigentlich keine Probleme.

Im Tarp wenn Morgentau reinweht ist der Schlafsack durchnässt. Wenn du das
Teil am Abend nicht höllisch tief abspannst, kann das passieren.

> Selbst eine Woche Lappland mit ständigem, feuchten Verpacken
> des Schlafsacks haben meiner Daune nicht im mindesten geschadet (und
> nein, mein Schlafsack besitzt keinen wasserdichten Bezugsstoff).
>
> Soll es partout ein Kunstfaserschlafsack sein, dann bitte billig,
> billig, billig. Es lohnt sich einfach nicht für ein solches Teil
> Hunderte von Euro auszugeben.

Das ist deine Meinung. Tatsächlich ist ein hochwertiger 3 Jahreszeiten
Kunstfasersack nur unwesentlich scherer als einer aus Daune. Nur im tiefen
Winter spielt das Gewicht der Isolation eine überragende Rolle.

> Vorsicht bei Katalogangaben- da werden oft Angaben zum Loft gemacht-
> dieser Wert bezeichnet aber die Schlafsackdicke, also Ober- und
> Unterseite, muss also noch durch 2 geteilt werden.

In den Katalogen steht die Schlafsackdicke drin?

> Die Daune ist der Teil am Schlafsack, welcher am teuersten ist.

Bei dünnen Sommerschlafsäcken stimmt das nicht. Bei Standarddaune
wahrscheinlich noch nicht mal bei Winterschlafsäcken, da diese als
Abfallprodukt der Gänseproduktion abfällt.

> Ich würde auf eine Reisverschlussabdeckung und einen Wärmekragen achten
> (beides ist bei reinen Sommersäcken rel. unnötig) und auf eine
> einigermaßen dicht verschließbare Kapuze mit Atemloch am der richtigen
> Stelle.

IMHO bei einem eng geschnittenen Schlafsack unnötig.
>
> Zuerst sorge für gute Bodenisolation, die Schlafsackunterseite wird
> zerknautscht und wärmt dann so gut wie gar nicht mehr. Deshalb Isomatte,
> drunter, falls die nicht reicht, dann noch Tannenreisig oder Laub
> unterlegen.

Am besten man pennt nicht auf Eis, sondern auf Waldboden

Steffen
 
 
 
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Schlasa

Bergsteiger beim Bergsteigen11.02.05 18:57 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Steffen Schwientek <schwientek@web.de> writes:

> Christian Wagner wrote:
>
>> Das was ich zu Schlasas mal geschrieben hab auf meiner Seite:
>
>> Warum wärmt ein Schlafsack?
>>
>> Schlafsäcke sind im wesentlichen Gebilde, welche den Schläfer mit
>> einer möglichst geschlossenen Isolierschicht umgeben, um einen zu
>> raschen Wärmeverlust zu verhindern. Das was beim Schlafsack
>> isoliert ist die Luft, welche vom Füllmaterial an der Bewegung
>> gehindert wird. Ob das nun Kunstfaser, Daune, Zeitungspapier oder
>> Popcorn ist, macht eigentlich nicht viel Unterschied. Je dicker die
>> Isolierschicht, desto mehr Luft wird ?gebunden? und desto wärmer
>> ist ein Schlafsack.
>
> Der Wärmeleitfähigkeit von Kunstafser ist pro cm Isolationsstärke
> geringer als die von Daune.

Das ist auch alles Kappes, weil man ansonsten mit einem Luft
vollständig bindenden Plastiksack am besten bedient wäre. Der Witz
ist im wesentlichen, daß ein Wärmegefälle zwischen innen und außen
vorgegeben ist. Was nicht vorgegeben ist, ist wieviel Luft und Wasser
den Weg nach draußen findet. Die Luft soll auch nicht vom Schlafsack
an der Bewegung gehindert werden, sondern an der _kollisionsfreien_
Bewegung. Einen guten Schlafsack kann man nicht aufpusten: die Luft
kommt überall raus. Aber halt nicht bevorzugt dort, wo man
reingeblasen hat. Daunen und Restluft agieren hier als Wärmetauscher:
die Wärme wird der Luft auf dem Weg nach draußen entzogen und der Luft
auf dem Weg nach drinnen wiedergegeben. Daunen lassen ziemlich viel
Luft durch, aber durch die enge Verwebung der Daunenfäden nicht
ungestört. Kunstfaser hat (stark abhängig von der jeweiligen
Qualität) kein dermaßen hohes Verhältnis von Durchlaßvermögen bei
gleichzeitig hoher Kollisionswahrscheinlichkeit, was dazu führt, daß
man zwischen Schlafklima/Feuchtigkeitstransport/Frischluft auf der
einen und Isolation auf der anderen Seite stärkere Kompromisse
eingehen muß, was auch den typischerweise geringeren
Temperatur_umfang_ erklärt. Drei- bis Vierjahreszeitenkunstfaser ist
praktisch noch nicht wirklich machbar, auch wenn ein Winterschlafsack
aus Kunstfaser ähnliche Isolationswerte bei größerer Robustheit für
einige Anwendungen als ein Daunensack bieten kann.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
 
 
 
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Schlasa

Bergsteiger beim Bergsteigen12.02.05 13:54 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hallo Christian,

Am Thu, 10 Feb 2005 22:48:08 +0100, schrieb Christian Wagner
> Das was ich zu Schlasas mal geschrieben hab auf meiner Seite:
>
> Schlafsack
>
>
>
> Schlafsackkauf FAQ:
>
>
>
> Wozu diese FA

Soll diese FAQ ein Änderungsvorschlag für die dro-FAQ sein, oder
wolltest du nur mal deine eigenen Gedanken dazu posten?

Falls ersteres, dann bitte ich dich die bestehenden Seiten mit
deinen Änderungswünschen zu versehen, hier zur Diskussion zu stellen
und nicht eine komplette Ersetzung zu posten. Ausserdem solltest du
Wertungen möglichst vermeiden ("Daune über alles...").

Falls letzteres, dann kannst du selbstverständlich schreiben was
immer du willst ;-)

Grüße,
Christof

--
** "Trying is the first step towards failure." **
**** ( Homer J. Simpson ) ****
******* Die FAQ zur Newsgroup de.rec.outdoors ******
********* [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster *********
 
 
 
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Woooops

Bergsteiger beim Bergsteigen12.02.05 19:09 Uhr
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Sorry, diese msg ist in den falschen account gerutscht, sollte nicht für
diese newsgroup sein.

'tschuldigung an alle die sich nu nen Kopp völlig umsonst gemacht haben....

Chtristian
 
 
 
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Woooops

Bergsteiger beim Bergsteigen14.02.05 00:16 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Christian Wagner wrote:

> Sorry, diese msg ist in den falschen account gerutscht, sollte nicht für
> diese newsgroup sein.

In welcher anderen wolltest du das denn sonst posten?

 
 
 
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Woooops

Bergsteiger beim Bergsteigen16.02.05 18:52 Uhr
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Privatmail...

Damn, schön peinlich das...

Bitte nochmals um Vergebung.

Christian
 
 
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