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[TR] Tourenfahrerkurs SAC Laegern im Rotondogebiet

Bergsteiger beim Bergsteigen17.01.05 23:34 Uhr
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Hallo zusammen,

hier mal wieder ein TR.

Die SAC Sektion Lägern führt seit ein paar Jahren immer anfangs Jahr
einen Tourenfahrer und Schneeschuhläuferkurs im Rotondogebiet durch.
Dabei geht es um allgemeine Tourentechniken wie Tourenplanung,
Materialwahl, Lawinenkunde und Spuranlage.

Samstag-Morgen, ziemlich früh ... ich bin froh unterwegs zu sein. Die
letzten Tage und Wochen hat immer wieder das Telefon geläutet. Fragen
beantworten, Anmeldungen entgegennehmen, Anmeldungen wieder löschen,
Material besorgen. Am Schluss sind es 32 Teilnehmer (inklusive der 4
Klassenlehrer)

Aber nun sitze ich mit Helena, meiner Frau, im Zug und es geht Richtung
Berge. Nach und nach treffen wir die anderen. In Realp angekommen
teilen wir die ganze Rasselbande in 4 Gruppen auf. Sofort wird es
deutlich übersichtlicher. 8 Leute sind deutlich einfacher zu
überblicken als 30. Gruppenweise verteilen wir uns auf die Restaurants
und stärken und für den Aufstieg. Dabei schauen wir auch in die Karte
und prüfen was da auf uns zukommt.

Der Schnee knirscht unter den Skis als wir in Realp kurz vor 10 Uhr
loslaufen. Der Talboden ist noch im Schatten, die Berge rundherum sind
schon in der Sonne. Über allem steht ein strahlend blauer Himmel. Bis
wir in Richtung "Vorderer Schweig" aus dem Talboden aufsteigen ist es
recht kalt. Ein lehrbuchmässiger Kaltluftsee. Schöne Reifkristalle.
Bald wird es wärmer. Wir verlassen den Kaltluftsee und kommen in die
Sonne. Zudem steigt der Weg nun an. Bei der Hinteren Schweig trennt
sich der Sommer- vom Winterweg. Wir machen eine wohlverdiente Pause und
geniessen die Sonne. Wir diskutieren den weiteren Weg und vergleichen
die Landschaft mit unserer Vorstellung von der Karte.

Weiter geht es auf dem Winterweg aufwärts. Dass wir wieder im Schatten
laufen stört nicht wirklich. Die Steigung macht uns warm. Und der
blaue Himmel ist immer noch hoch und tief blau. Vom Sunnsbiel dann
flacher und in der Sonne weiter Richtung Witenwasserenstaffel und dann
zur Rotondohütte. Unterwegs natürlich Pausen und ein paar
Schneeprofile gegraben.

Abends in der Hütte dann noch etwas Theorie (Reduktionsmethode) und
Tourenplanung für den Sonntag. Obwohl die Hütte voll ist funktioniert
der Betrieb. Dass wir etwas eng an den Tischen sitzen stört uns nicht
im geringsten. Bis wir so gegen 10 Uhr abends in Bett gehen geniessen
wir den Abend mit angeregten Gesprächen und einem (oder 2) Glas Wein
oder einem feinen Hüttenkaffee.

Nach einem reichhaltigen Frühstück und mit gefüllten
Marschteeflaschen brechen wir am Sonntagmorgen auf verschiedenen Routen
auf.

Die Schneeschuhläufer gehen auf das Lecki- und das Rottällihorn und
von da (der Sonne wegen) Südseitig wieder zurück nach Realp.

Zwei Skifahrergruppen gehen über den Leckipass zum Stotzigen Firsten
und von da nach Realp. Eine dieser Skifahrergruppen nimmt sogar noch
das Grosse Leckihorn mit.

Meine Gruppe steigt in einem weiten Bogen ostwärts über den
Tälligrat auf den Gipfel gerade nordwärts der Rotondohütte. Auf der
LK ist dieser Punkt mit 2748.1 bezeichnet. Von dort Abfahrt auf den
Stelliboden und von dort weiter nach Realp. Gut bis sehr gute
Bedingungen. Nur kurze Stücke Bruchharsch, meist entweder tragend hart
oder dann Pulver. Genügend Schnee, haben keine Steine erwischt und
konnten mit den Skis in Realp bis auf das Perron fahren.

In Realp reicht es dann den einen gerade noch auf den Zug, während die
anderen ihre Zeitplanung so machen, dass sie vorher auf der Terrasse
des Restaurants Bahnhof noch etwas trinken können. Was wiedereinmal
die Bedeutung einer sorgfältigen Planung beweist.

Bald sind alle wieder auf dem Zug. Mehr oder weniger Müde. Mit mehr
oder weniger Farbe im Gesicht - aber alle sind glücklich und
zufrieden.

Über alles ein Traumwochenende. Zwei Tage Sonne, Spass und sogar
genügend Schnee ...

Impressionen der Tour stehen unter
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
auf dem Web

Grüsse

Benedikt

 
 
Austria Mountain Tour
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