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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen20.09.07 23:58 Uhr
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Hallo,

unlängst habe ich mich hier nach dem Weissmies erkundigt. Nach dem
Abschluss meines Bergurlaubs möchte ich einen kleinen Bericht abgeben.

1.) Eingehtour (fast auf die) Parseierspitze.

Hinfahrt nach Grins und Aufstieg zur Augsburger Hütte am 12.09. bei
schönem Wetter. Kurz vorher hatte es einen Wintereinbruch gegeben, der
70cm Neuschnee an der Hütte brachte. Davon war an der Hütte schon
nichts mehr übrig, weiter oben allerdings schon noch. Ich stand am
nächsten Tag auf dem Weg zu Parseier öfter mal bis zum Knie im Schnee.

Davon abgesehen war der Weg bis zum Sattel zwischen dem Gatschkopf und
der Parseier ('Patrolscharte') kein Problem: Immer schön durch den
Schnee stapfen und an einigen wenigen Stellen etwas festhalten, es
geht mal etwas die Felsen hoch.
Am Einstieg zum Gipfelaufschwung der Parseier bin ich leider
gescheitert. Laut Wikipedia hat die Stelle 'nur' den
Schwierigkeitsgrad UIAA II, aber für mich war das nicht zu überwinden.
Der Kalkstein ist in schmalen Schichten strukturiert, die hochkant
liegen, daher muss man sich meistens auf den Schmalseiten der Bänder
nach oben bewegen. Es ist ein bischen, als ob man aus Bündeln von
Messerklingen entlangklettert.
Erschwerend kommt dazu, dass es sich um ein äußerst brüchiges und
splittriges Gestein handelt. Beim ersten Versuch (2 Meter über der
Patrolscharte) ist mir ein Tritt weggebrochen. Wenn ich nicht die
Hände an festen Griffen gehabt hätte, wäre ich sonstwohin gefallen, so
habe ich mir 'nur' Hautabschürfungen und blaue Flecken im Brustbereich
geholt.
Ich habs dann ein paar Meter weiter nochmal probiert, aber ebenfalls
ohne Erfolg.
Ausweichziel: Gatschkopf. Leicht, einfach den breiten Bergrücken
hochgehen.
(Merke außerdem: Bei solchen Verhältnissen die Gamaschen anziehen,
_bevor_ die Schuhe innen patschnass sind...)

2.) Weissmies

Als Alleingänger habe ich den leichten, gletscherfreien Anstieg über
den Zwischenberg(en?)pass gewählt. Talort ist Saas-Almagell. Eine
Viertelstunde oberhalb von Saas-Almagell habe ich mich gleich
verfranst (und ein paar andere auch), weil auf dem Hüttenanstieg
gebaut wird. Die Baustellenschilder(!) dort also ernst nehmen, auch
wenn man sicht's nicht recht vorstellen kann, dieses Wegstück ist eine
Sackgasse. Abgesehen davon ist der der Weg zur Hütte problemlos und
landschaftlich sogar ganz nett.

Die Almagellerhütte war (Wochenende 15.09 auf 16.09) voll belegt. Wie
hier vorgeschlagen habe ich morgens am 15. dort reserviert, d.h. vor
dem Aufstieg kurz angerufen, und das war wohl o.k. so. Die Hütte war
praktisch voll belegt (Wochenende und schönes Wetter).

Der Wintereinbruch hat das Wallis offenbar nicht erreicht, daher war
dort kein Neuschnee und auf der Hütte Wassermangel. D.h.,
eingeschränkte Waschmöglichkeiten, kein Trinkwasser aus der Leitung
und zwei Plumpsklos vor der Hütte.

Genial: Die Aussicht von der Terasse auf die Mischabelgruppe etc.:
Allalinhorn, Alphubel, Täschhorn, Dom, Lenzspitze... Stehen da
nebeneinander wie die Bierseidel im Tragerl, also, da geht einem dann
schon das Herz auf.

Am besten nimmt man dann das erste Frühstück (5:30 war das glaube ich)
und reiht sich um 6:00 Uhr in den Bergsteigerstrom Richtung
Zwischenbergpass ein. Bis zum Pass kann man einklich auch nix verkehrt
machen. Am Pass hat man die Wahl: Entweder die ganze Stecke bis kurz
unter dem Gipfel auf dem Grat hoch, oder das erste Stück über ein
Schneefeld auf der Ostseite gehen.

Ich habe mich für das Schneefeld entschieden, um dem Verkehr auf dem
engen Grat etwas zu entgehen. Nachteil: Das Schneefeld ist ziemlich
steil und war am 16.09. unangenehm hart, sprich praktisch fast blankes
Eis. Die Steigeisen und der leichte Eispickel, die hier empfohlen
wurden, waren genau richtig.

Nach vielleicht 100 oder 150 Höhenmeter ist das Schneefeld sowieso zu
Ende, und man muss auf den Grat. Dem Hörensagen nach soll sich das
Schneefeld noch deutlich weiter nach oben ausdehenen können, was die
Sache zusammen mit dem (dann vorhandenen) weichen Neuschnee angenehmer
macht.

Der Grat war für mich dann gerade schön zu klettern. Von der
Schwierigkeit her o.k., das Gestein fest, überall mit Griffen und
Tritten versehen und auch trocken. Der Blockgrat ist einigermaßen
lang, bestimmt 300 Höhenmeter.

Dann (vielleicht 60 oder 80 Meter unter dem Gipfel) kommt man auf
einen wunderschönen Schneegrat, danach kommt ein kleines Felsband, und
dann geht es auf einem breiten Firnrücken die letzten Meter zum
Gipfel. Zur Not wäre es ab dem Schneegrat vielleicht auch ohne
Steigeisen gegangen, aber ich ließ sie dran und das war wohl auch
besser so.

Gottseidank ist der Gipfel nicht allzu spitz, sodass auch 20 oder 30
Leute Platz finden, ohne sich auf die Füße zu treten.

Ich bin denselben Weg zurück gegangen und am selben Tag noch bis
Saas-Almagell abgestiegen. Insgesamt eine sehr schöne, lohnenswerte
Tour. Im Hochsommer, wenn es früh hell wird, ist das Weissmies
vielleicht sogar an einem Tag von Saas-Almagell aus machbar. Wenn man
stramme Beinmuskeln hat...

3.) Philosophische Nachbetrachtungen.

3a.) Ist die Schweiz teuer?
Ja und nein. 5 SFr pro Tag für den Parkplatz in Saas-Almagell mögen
nicht besonders teuer sein, allerdings kann man wo anders (Ö, ...) gar
umsonst parken. Die 11,40 SFr pro Nacht auf dem Campingplatz Mischabel
(1 Person, 1 Auto) fand ich o.k., war doch eine Dusche mit warmen
Wasser dabei.
Auf der Hütte bezahlte ich für ein Mineralwasser (0,5 Liter) 6 SFr,
für ein halbes Bier dann 6,5 SFr. Angesichts des Trinkwassermangels
(heißes Wasser 2 SFr der Liter) läppert sich das. Halbpension mit
gutem und reichlichem Abendessen incl. Übernachtung (Lager) waren für
ein DAV-Mitglied für 35 EUR zu haben, was eigentlich wieder ein fairer
Preis ist.

3b.) Angewandte Sicherungstechnik in Firn und Fels

Zugesehen: Eine Seilschaft mit vielleicht 5 Leuten den Blockgrat
hoch. Die sind da halt einfach angeseilt hochgeklettert, ohne
Standplätze oder so einzurichten. Hat das Seil hier irgendwelche
Vorteile, von der Psychologie mal abgesehen?

Mitgehört: Ein Päärchen am Beginn des Schneegrats. Er schleppt eine
halbe Schlosserei an Karabinern und Expressschlingen mit und erklärt
seiner Freundin die ganze Spaltenbergung 'in a nutshell', incl.
Eisschraube (am Schneegrat?), Flaschenzug, etc pp.
Wir wollen hoffen, dass die beiden das Weissmies traversiert haben und
somit über den Gletscher abgestiegen sind und nicht etwa auf dem
Schneegrat mit Gletscherspalten gerechnet haben. Und dass sie die
Spaltenbergung vorher auch mal geübt haben...

N., nächstes Jahr will ich wieder in diese Gegend.
--
Hm.
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 09:44 Uhr
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Nico Hoffmann schrieb:

> den Zwischenberg(en?)pass

Zwischbergenpass (vom gleichnamigen Tal auf der Südostseite)

--
Frank Seeger, Singen/D
frankfseeger@spamfence.net
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 14:52 Uhr
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On 20 Sep., 23:58, Nico Hoffmann <oxens...@gmx.de> wrote:
> Hallo,
>
> unlängst habe ich mich hier nach dem Weissmies erkundigt. Nach dem
> Abschluss meines Bergurlaubs möchte ich einen kleinen Bericht abgeben.

Hallo Nico,
herzlichen Glueckwunsch, und vielen Dank fuer den netten und ehrlichen
Bericht!Endlich mal wieder :-)

> Laut Wikipedia hat die Stelle 'nur' den
> Schwierigkeitsgrad UIAA II,

Mit Wikipedia habe ich noch nie eine Bergtour vorbereitet, aber warum
nicht ;-)

> 2.) Weissmies
<snip>
> Der Grat war für mich dann gerade schön zu klettern.

Auch eine meiner Lieblingstouren. Schoen, dass alles noch so zu sein
scheint, wie ich es kenne :-)

> Gottseidank ist der Gipfel nicht allzu spitz, sodass auch 20 oder 30
> Leute Platz finden, ohne sich auf die Füsse zu treten.

Ein Teil des Gipfels ist allerdings eine Waechte, was manche Leute
waehrend der Rast leicht vergessen (da habe ich glaub ich erstmals
fremde Bergsteiger angebruellt).

> 3.) Philosophische Nachbetrachtungen.
>
> 3a.) Ist die Schweiz teuer?
> Ja und nein. 5 SFr pro Tag für den Parkplatz in Saas-Almagell mögen
> nicht besonders teuer sein, allerdings kann man wo anders (Ö, ...) gar
> umsonst parken.

Umsonst parken finde ich aber nicht erstrebenswert vom Konzept her,
weil dann die Allgemeinheit (inklusive Bahnfahrer) indirekt die
Parkplaetze mitsubventioniert.

> Auf der Hütte bezahlte ich für ein Mineralwasser (0,5 Liter) 6 SFr,
> für ein halbes Bier dann 6,5 SFr.

Viel billiger ist das in Basler Kneipen auch nicht. Insofern ganz
normales Schweizer Preisniveau, kein Bergnepp (was Du ja auch gar
nicht behauptest :-).

> Angesichts des Trinkwassermangels (heisses Wasser 2 SFr der Liter)

Pech. Bei meinen beiden Besuchen im Jahr 2000 floss vor der Huette ein
Bach, aus dem ich beschwerdefrei getrunken habe.

> 3b.) Angewandte Sicherungstechnik in Firn und Fels
> Zugesehen: Eine Seilschaft mit vielleicht 5 Leuten den Blockgrat
> hoch. Die sind da halt einfach angeseilt hochgeklettert, ohne
> Standplätze oder so einzurichten. Hat das Seil hier irgendwelche
> Vorteile, von der Psychologie mal abgesehen?

Zweifel sind da durchaus angebracht.
Der Erste koennte ein Bergfuehrer sein, der sowas trainiert hat. Das
Seil koentte sich beim Sturz zufaellig gluecklich irgendwo verhaken.
In vielen Faellen duerfte allerdings Dein Verdacht bezueglich
'Psychologie' zutreffen.
Ich bin da auch lieber seilfrei unterwegs gewesen, ohne irgendwelche
Illusionen von Sicherung.

> N., nächstes Jahr will ich wieder in diese Gegend.
> --
> Hm.

Viel Spass und viel Erfolg weiterhin. Dass das nahegelegen Lagginhorn
ebenso gut solo machbar ist, hat sich bestimmt schon bis zu Dir
rumgesprochen ;-)

Gruss,

Henning (Freiburg i. Brg.)
henninglege bei heisserpost (englisch) punkt com
(mein freenet-account ist nur noch eine Attrappe)

 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 20:24 Uhr
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Henning Lege schreibt:

> On 20 Sep., 23:58, Nico Hoffmann <oxens...@gmx.de> wrote:

>> Gottseidank ist der Gipfel nicht allzu spitz, sodass auch 20 oder 30
>> Leute Platz finden, ohne sich auf die Füße zu treten.
>
> Ein Teil des Gipfels ist allerdings eine Waechte, was manche Leute
> waehrend der Rast leicht vergessen (da habe ich glaub ich erstmals
> fremde Bergsteiger angebruellt).

Ja, hielt sich hier aber in Grenzen.

>> Auf der Hütte bezahlte ich für ein Mineralwasser (0,5 Liter) 6 SFr,
>> für ein halbes Bier dann 6,5 SFr.
>
> Viel billiger ist das in Basler Kneipen auch nicht. Insofern ganz
> normales Schweizer Preisniveau, kein Bergnepp (was Du ja auch gar
> nicht behauptest :-).

Das halbe Bier kommt umgerechnet auf ca. 4 EUR. Auf der Sulzenauhütte
zahlt man auch schon 3,5 EUR, iirc. Es läppert sich halt bloß, wenn
man nicht einfach mal einen oder zwei Liter Wasser aus dem Hahn zapfen
kann. Der Flüssigkeitsbedarf ist ja ziemlich groß...

>> Angesichts des Trinkwassermangels (heißes Wasser 2 SFr der Liter)
>
> Pech. Bei meinen beiden Besuchen im Jahr 2000 floss vor der Huette ein
> Bach, aus dem ich beschwerdefrei getrunken habe.

Das wollte ich da unten nicht riskieren, schließlich ist die Gegend
doch ziemlich überlaufen. Ich habe dann meine Flaschen mit dem
Schmelzwasser des Schneefelds aufgefüllt. Da gingen eh nicht so viele
drüber, und es hält sich niemand länger als nötig auf.

>> N., nächstes Jahr will ich wieder in diese Gegend.

> Viel Spass und viel Erfolg weiterhin. Dass das nahegelegen Lagginhorn
> ebenso gut solo machbar ist, hat sich bestimmt schon bis zu Dir
> rumgesprochen ;-)

Ja, allerdings werde ich versuchen, noch zwei oder drei Gleichgesinnte
aufzutreiben. Dann hätte man eine Seilschaft und könnte auch
vergletscherte Anstiege gehen. Damit werden vor allem die Westalpen
erst richtig interessant.

N.
--
Hm.
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 16:14 Uhr
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Nico Hoffmann schrieb:
> Am Einstieg zum Gipfelaufschwung der Parseier bin ich leider
> gescheitert. Laut Wikipedia hat die Stelle 'nur' den
> Schwierigkeitsgrad UIAA II, aber für mich war das nicht zu überwinden.

Wieso hast du es nicht mehr über den Normalweg (Südostflanke vom Grinner
Ferner) versucht? Zu viel Schnee? Die Südostflanke ist nirgends
schwieriger als II und soll deutlich leichter sein als der Grat von der
Patrolscharte aus.

> Am besten nimmt man dann das erste Frühstück (5:30 war das glaube ich)
> und reiht sich um 6:00 Uhr in den Bergsteigerstrom Richtung
> Zwischenbergpass ein.

Als ich im August 2002 dort übernachtet habe, war schon um 4 Uhr
allgemeines Wecken und um 4:30 Uhr Frühstück angesagt. War mir
eigentlich viel zu früh - ich hatte keine Stirnlampe dabei. Aber
schlafen ging auch nicht mehr. Hab dann nach dem Frühstück erstmal noch
eine Stunde abgewartet, bis der Weg auch ohne Lampe einigermaßen zu
erkennen war.

> Der Grat war für mich dann gerade schön zu klettern. Von der
> Schwierigkeit her o.k., das Gestein fest, überall mit Griffen und
> Tritten versehen und auch trocken. Der Blockgrat ist einigermaßen
> lang, bestimmt 300 Höhenmeter.

Das Klettern auf dem Grat hat mir auch sehr gut gefallen - hat wirklich
Spaß gemacht, obwohl es weiter oben aufgrund der dünner werdenden Luft
immer anstrengender wurde.

> Ich bin denselben Weg zurück gegangen und am selben Tag noch bis
> Saas-Almagell abgestiegen. Insgesamt eine sehr schöne, lohnenswerte
> Tour.

Ja, super Tour und ein schöner Bericht!

Gruß,
Thomas
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 20:24 Uhr
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Thomas Gailing schreibt:

> Nico Hoffmann schrieb:
>> Am Einstieg zum Gipfelaufschwung der Parseier bin ich leider
>> gescheitert. Laut Wikipedia hat die Stelle 'nur' den
>> Schwierigkeitsgrad UIAA II, aber für mich war das nicht zu überwinden.
>
> Wieso hast du es nicht mehr über den Normalweg (Südostflanke vom Grinner
> Ferner) versucht? Zu viel Schnee? Die Südostflanke ist nirgends
> schwieriger als II und soll deutlich leichter sein als der Grat von der
> Patrolscharte aus.

Hm, also doch...

Zuerst bin ich auf der Partolscharte gelandet, weil ich den
Markierungsstangen nachgelaufen bin. Am Grat ist auch eine rote
Markierung. Nach dem ersten Versuch am Grat (mit dem ausgebrochnen
Tritt) habe ich einen Blick auf die Karte geworfen, bin wieder auf den
Grinner 'Ferner' runter und bin genau in die Richtung gelaufen, in der
der Wegweiser zeigte (Südostflanke), weil ich auch den Eindruck hatte,
dass der Weg in der Karte nicht über den Grat geht.
Irgendwelche Wegmarkierungen waren aber wohl zugeschneit. Jedenfalls
bin ich dann von unten an Felsen gekommen, die genauso blöd waren wie
der Grat, und Markierungen habe ich keine gesehen, also bin ich wieder
zurück.
Dann kam ein Einheimischer vom Gatschkopf runter und hat mir erzählt,
der Grat wäre schon richtig, so hätte er das gehört. Also bin ich
wieder auf die Patrolscharte und habs nochmal am Grat probiert, wieder
ohne Erfolg.

Vielleicht habe ich bei meinem Abstecher zur Südostflanke nur nicht
weit genug ausgeholt. Schnee war schon noch viel da oben.

N.
--
Hm.
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 21:38 Uhr
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Nico Hoffmann schrieb:
> Zuerst bin ich auf der Partolscharte gelandet, weil ich den
> Markierungsstangen nachgelaufen bin. Am Grat ist auch eine rote
> Markierung.

Der AVF hätte da geholfen. Der Ostgrat steht mit Schwierigkeitsgrad III
drin, Schlüsselstelle gleich am Anfang:
"Dem ersten, leicht überhängenden Turm weicht man rechts aus, um ihn
durch einen auf den Grat zurückführenden kleinen Kamin zu überlisten.
Dann heikle Kletterei auf dem Grat."

> Nach dem ersten Versuch am Grat (mit dem ausgebrochnen
> Tritt) habe ich einen Blick auf die Karte geworfen, bin wieder auf den
> Grinner 'Ferner' runter und bin genau in die Richtung gelaufen, in der
> der Wegweiser zeigte (Südostflanke), weil ich auch den Eindruck hatte,
> dass der Weg in der Karte nicht über den Grat geht.
> Irgendwelche Wegmarkierungen waren aber wohl zugeschneit. Jedenfalls
> bin ich dann von unten an Felsen gekommen, die genauso blöd waren wie
> der Grat, und Markierungen habe ich keine gesehen, also bin ich wieder
> zurück.

Der Einstieg in die Flanke und der weitere Aufstieg sind rot markiert.
Kann natürlich gut sein, dass die meisten Markierungen vom Schnee
verdeckt waren. Bei uns damals (Mitte September 2004) war die Flanke
schneefrei und die Orientierung daher kein Problem. Einige Stellen im
II. Grad, der Rest leichter.

Hm, auf Wikipedia ([externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster ) lese ich
aber Ähnliches:
"Der sicherste Weg zur Parseierspitze führt in gut drei Stunden zunächst
über ein Stück des Augsburger Höhenwegs von der Augsburger Hütte aus
über die Patrolscharte, dann südlich über kleine Schnee- und Eisfelder
des Grinnerferners über die Südostflanke zum Gipfel. Laut Literatur ist
das letzte Stück des Weges steinschlaggefährdet. Stellenweise muss im
Schwierigkeitsgrad UIAA II geklettert werden."

Das bezieht sich auf den Normalweg durch die Südostflanke, nicht auf den
Ostgrat von der Patrolscharte aus.

> Vielleicht habe ich bei meinem Abstecher zur Südostflanke nur nicht
> weit genug ausgeholt. Schnee war schon noch viel da oben.

Jetzt hast du wenigstens einen Grund, nochmal da rauf zu gehen. ;-) Wir
sind 2004 am 2. Tag noch über den Augsburger Weg - bei guten
Verhältnissen eine grandiose Tour!

Gruß,
Thomas
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 20:24 Uhr
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Nico Hoffmann schreibt:

> 2.) Weissmies

Noch ein paar Bilder:

Erstes Tageslicht am Zwischbergenpass:
<[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster. jpg >

Der Schneegrat, hoch über den Wolken:
<[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster lken.jpg >

Blick zum Gipfel:
<[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster >

Blick vom Gipfel Richtung Mischabel:
<[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster el.jpg >
Der weiße Knubbel links müßte der Alphubel sein, die beiden hohen
Felszacken sind dann das Täschhorn und der Dom, und einer von den
nächsten beiden kleineren ist die Lenzspitze, iirc.
Links käme noch das Allalinhorn (nicht mehr im Bild).
Von der Hütte sieht man das auch so ähnlich.
Unter dem Alphubel steht irgendwo die Britannia-Hütte, auf dem Foto
geht die aber unter.

Tja, und das bin ich:
<[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster h.jpg >

N.
--
Hm.
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen21.09.07 20:47 Uhr
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Hallo Nico,
schöne Bilder. Ich war 1984 zum erstenmal auf dem Weissmies, da war die
Almagellerhütte ganz neu gebaut. Inzwischen dann schon vier oder fünfmal
dort gewesen, immer über den Zwischbergenpass. Einmal auch schon Anfang
Dezember, damals fast ganz schneefrei bis zum Vorgipfel.

Nico Hoffmann schrieb:
> Nico Hoffmann schreibt:
>
>>2.) Weissmies
>
>
> Noch ein paar Bilder:
> Blick vom Gipfel Richtung Mischabel:
> <[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster el.jpg >
> Der weiße Knubbel links müßte der Alphubel sein, die beiden hohen
> Felszacken sind dann das Täschhorn und der Dom, und einer von den
> nächsten beiden kleineren ist die Lenzspitze, iirc.
> Links käme noch das Allalinhorn (nicht mehr im Bild).
> Von der Hütte sieht man das auch so ähnlich.
> Unter dem Alphubel steht irgendwo die Britannia-Hütte, auf dem Foto
> geht die aber unter.
Das hochgelegene Fußballfeld ist der Alphubel, dann kommen Täschhorn und
Dom, das mit der Eiswand ist die Lenzspitze, dann das Nadelhorn und
(ganz kleiner Knubel) das Stecknadelhorn; rechts daneben das Hohberghorn
und felsig, mit deutlichem Couloir, das Dürrenhorn. Dahinter stehen
Weisshorn und Bishorn.
Die Britanniahütte sieht man nicht, die liegt links außerhalb des Bildes.

Schöne Grüße
Hartmut
 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen23.09.07 00:14 Uhr
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On 20 Sep., 23:58, Nico Hoffmann <oxens...@gmx.de> wrote:
> Hallo,
>
> unlängst habe ich mich hier nach dem Weissmies erkundigt. Nach dem
> Abschluss meines Bergurlaubs möchte ich einen kleinen Bericht abgeben.
>
> 1.) Eingehtour (fast auf die) Parseierspitze.
>
> Hinfahrt nach Grins und Aufstieg zur Augsburger Hütte am 12.09. bei
> schönem Wetter. Kurz vorher hatte es einen Wintereinbruch gegeben, der
> 70cm Neuschnee an der Hütte brachte. Davon war an der Hütte schon
> nichts mehr übrig, weiter oben allerdings schon noch. Ich stand am
> nächsten Tag auf dem Weg zu Parseier öfter mal bis zum Knie im Schnee.
>
> Davon abgesehen war der Weg bis zum Sattel zwischen dem Gatschkopf und
> der Parseier ('Patrolscharte') kein Problem: Immer schön durch den
> Schnee stapfen und an einigen wenigen Stellen etwas festhalten, es
> geht mal etwas die Felsen hoch.
> Am Einstieg zum Gipfelaufschwung der Parseier bin ich leider
> gescheitert. Laut Wikipedia hat die Stelle 'nur' den
> Schwierigkeitsgrad UIAA II, aber für mich war das nicht zu überwinden.
> Der Kalkstein ist in schmalen Schichten strukturiert, die hochkant
> liegen, daher muss man sich meistens auf den Schmalseiten der Bänder
> nach oben bewegen. Es ist ein bischen, als ob man aus Bündeln von
> Messerklingen entlangklettert.
> Erschwerend kommt dazu, dass es sich um ein äusserst brüchiges und
> splittriges Gestein handelt. Beim ersten Versuch (2 Meter über der
> Patrolscharte) ist mir ein Tritt weggebrochen. Wenn ich nicht die
> Hände an festen Griffen gehabt hätte, wäre ich sonstwohin gefallen,=
so
> habe ich mir 'nur' Hautabschürfungen und blaue Flecken im Brustbereich
> geholt.
> Ich habs dann ein paar Meter weiter nochmal probiert, aber ebenfalls
> ohne Erfolg.
> Ausweichziel: Gatschkopf. Leicht, einfach den breiten Bergrücken
> hochgehen.
> (Merke ausserdem: Bei solchen Verhältnissen die Gamaschen anziehen,
> _bevor_ die Schuhe innen patschnass sind...)
>
> 2.) Weissmies
>
> Als Alleingänger habe ich den leichten, gletscherfreien Anstieg über
> den Zwischenberg(en?)pass gewählt. Talort ist Saas-Almagell. Eine
> Viertelstunde oberhalb von Saas-Almagell habe ich mich gleich
> verfranst (und ein paar andere auch), weil auf dem Hüttenanstieg
> gebaut wird. Die Baustellenschilder(!) dort also ernst nehmen, auch
> wenn man sicht's nicht recht vorstellen kann, dieses Wegstück ist eine
> Sackgasse. Abgesehen davon ist der der Weg zur Hütte problemlos und
> landschaftlich sogar ganz nett.
>
> Die Almagellerhütte war (Wochenende 15.09 auf 16.09) voll belegt. Wie
> hier vorgeschlagen habe ich morgens am 15. dort reserviert, d.h. vor
> dem Aufstieg kurz angerufen, und das war wohl o.k. so. Die Hütte war
> praktisch voll belegt (Wochenende und schönes Wetter).
>
> Der Wintereinbruch hat das Wallis offenbar nicht erreicht, daher war
> dort kein Neuschnee und auf der Hütte Wassermangel. D.h.,
> eingeschränkte Waschmöglichkeiten, kein Trinkwasser aus der Leitung
> und zwei Plumpsklos vor der Hütte.
>
> Genial: Die Aussicht von der Terasse auf die Mischabelgruppe etc.:
> Allalinhorn, Alphubel, Täschhorn, Dom, Lenzspitze... Stehen da
> nebeneinander wie die Bierseidel im Tragerl, also, da geht einem dann
> schon das Herz auf.
>
> Am besten nimmt man dann das erste Frühstück (5:30 war das glaube ich)
> und reiht sich um 6:00 Uhr in den Bergsteigerstrom Richtung
> Zwischenbergpass ein. Bis zum Pass kann man einklich auch nix verkehrt
> machen. Am Pass hat man die Wahl: Entweder die ganze Stecke bis kurz
> unter dem Gipfel auf dem Grat hoch, oder das erste Stück über ein
> Schneefeld auf der Ostseite gehen.
>
> Ich habe mich für das Schneefeld entschieden, um dem Verkehr auf dem
> engen Grat etwas zu entgehen. Nachteil: Das Schneefeld ist ziemlich
> steil und war am 16.09. unangenehm hart, sprich praktisch fast blankes
> Eis. Die Steigeisen und der leichte Eispickel, die hier empfohlen
> wurden, waren genau richtig.
>
> Nach vielleicht 100 oder 150 Höhenmeter ist das Schneefeld sowieso zu
> Ende, und man muss auf den Grat. Dem Hörensagen nach soll sich das
> Schneefeld noch deutlich weiter nach oben ausdehenen können, was die
> Sache zusammen mit dem (dann vorhandenen) weichen Neuschnee angenehmer
> macht.
>
> Der Grat war für mich dann gerade schön zu klettern. Von der
> Schwierigkeit her o.k., das Gestein fest, überall mit Griffen und
> Tritten versehen und auch trocken. Der Blockgrat ist einigermassen
> lang, bestimmt 300 Höhenmeter.
>
> Dann (vielleicht 60 oder 80 Meter unter dem Gipfel) kommt man auf
> einen wunderschönen Schneegrat, danach kommt ein kleines Felsband, und
> dann geht es auf einem breiten Firnrücken die letzten Meter zum
> Gipfel. Zur Not wäre es ab dem Schneegrat vielleicht auch ohne
> Steigeisen gegangen, aber ich liess sie dran und das war wohl auch
> besser so.
>
> Gottseidank ist der Gipfel nicht allzu spitz, sodass auch 20 oder 30
> Leute Platz finden, ohne sich auf die Füsse zu treten.
>
> Ich bin denselben Weg zurück gegangen und am selben Tag noch bis
> Saas-Almagell abgestiegen. Insgesamt eine sehr schöne, lohnenswerte
> Tour. Im Hochsommer, wenn es früh hell wird, ist das Weissmies
> vielleicht sogar an einem Tag von Saas-Almagell aus machbar. Wenn man
> stramme Beinmuskeln hat...
>
> 3.) Philosophische Nachbetrachtungen.
>
> 3a.) Ist die Schweiz teuer?
> Ja und nein. 5 SFr pro Tag für den Parkplatz in Saas-Almagell mögen
> nicht besonders teuer sein, allerdings kann man wo anders (Ö, ...) gar
> umsonst parken. Die 11,40 SFr pro Nacht auf dem Campingplatz Mischabel
> (1 Person, 1 Auto) fand ich o.k., war doch eine Dusche mit warmen
> Wasser dabei.
> Auf der Hütte bezahlte ich für ein Mineralwasser (0,5 Liter) 6 SFr,
> für ein halbes Bier dann 6,5 SFr. Angesichts des Trinkwassermangels
> (heisses Wasser 2 SFr der Liter) läppert sich das. Halbpension mit
> gutem und reichlichem Abendessen incl. Übernachtung (Lager) waren für
> ein DAV-Mitglied für 35 EUR zu haben, was eigentlich wieder ein fairer
> Preis ist.
>
> 3b.) Angewandte Sicherungstechnik in Firn und Fels
>
> Zugesehen: Eine Seilschaft mit vielleicht 5 Leuten den Blockgrat
> hoch. Die sind da halt einfach angeseilt hochgeklettert, ohne
> Standplätze oder so einzurichten. Hat das Seil hier irgendwelche
> Vorteile, von der Psychologie mal abgesehen?
>
> Mitgehört: Ein Päärchen am Beginn des Schneegrats. Er schleppt eine
> halbe Schlosserei an Karabinern und Expressschlingen mit und erklärt
> seiner Freundin die ganze Spaltenbergung 'in a nutshell', incl.
> Eisschraube (am Schneegrat?), Flaschenzug, etc pp.
> Wir wollen hoffen, dass die beiden das Weissmies traversiert haben und
> somit über den Gletscher abgestiegen sind und nicht etwa auf dem
> Schneegrat mit Gletscherspalten gerechnet haben. Und dass sie die
> Spaltenbergung vorher auch mal geübt haben...
>
> N., nächstes Jahr will ich wieder in diese Gegend.
> --
> Hm.

Gratuliere zur schönen Tour. Und eine schöne Infosammlung :-)

Ich hab die Überschreitung der Weissmies (Almageller Hütte - Hohsaas)
in den letzten Wochen gleich 2 Mal gemacht... mit unterschiedlichen
Leuten und bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

Am 08.09., nem Samstag, war richtig viel los, der Fels knochentrocken.
Wir waren unter den allerersten (von ca 8 bis 10) Seilschaften auf dem
Grat, was seeeehhhhr angenehm war. Ohne Seil gings da (kompletter
Grat) sehr zügig rauf. Einige hatten tatsächlich schon am Anfang des
Grates angeseilt, hab aber nicht gesehen, ob und wie die dann
gesichert hatten. Auf dem Gipfel war dann auch gut was los. Die
Almageller Hütte hatte da übrigens noch Trinkwasser...
Letzte Woche, am 19.09., Mittwoch, war auf den Hütten fast nix los,
die Schneefälle vom Montag und Dienstag hatten nen leichten Schleier
auf dem Grat hinterlassen, wobei die etwas ernsthafteren
Kletterstellen alle nahezu schneefrei waren. Also auch wieder sehr
gute Bedingungen. Ausser uns war nur eine andere Seilschaft unterwegs
(etwa ne 3/4 Stunde vor uns los). Wir sind auch erst um 7:30
losgegangen, da wir ohnehin noch auf der Weissmieshütte übernachten
wollten. Da reicht die Zeit mehr als dicke. Den Gipfel hatten wir
sogar für uns allein, da die andere Seilschaft schon am Abstieg war.
Und das alles bei allerbestem Wetter. Dafür war der Pulverschnee beim
Abstieg nicht gerade perfekt.

Das Anseilen am Almageller Grat kann man denke ich schon machen, wenn
man die laufende Sicherung anwendet, also z.B. Schlingen legt, das
Seil mittels Karabiner einclipt und weitergeht, der nächste clipt es
dann hinter sich, der letzte baut ab. Oder man legt das seil einfach
um irgendwelche Zacken und lässt es so mitlaufen. Allerdings ist das
IMO nur bei unsicheren Personen sinnvoll, ansonsten ist man schneller
und angenehmer unterwegs, wenn man ohne Seil geht. Muss man von der
Leistungsfähigkeit der Gruppe abhängig machen.

Die Spalten auf der Hohsaas-Seite waren übrigens beide Male entweder
sichtbar oder von zmindest ausreichend soliden Brücken überspannt.
Mindestens ähnlich gefährlich schien mir hier die Mitreissgefahr in
den Flanken, da man oben doch in einigermassen steilem Gelände quert
und unten, dummerweise gerade da, wo man dann auch Spalten erwartet, 2
mal ne recht steile Flanke absteigen muss.

Bzgl Schweiz teuer: Billig ist sie nicht, aber erträglich und den
Preis wert, finde ich ;-)

Schön in den Hütten, wenn nur wenige Leute da sind: Es werden auch mal
andere Sachen aufgetischt als Gulasch, Geschnetzeltes oder andere im
grossen Topf kochbare Sachen. Wir haben letzte Woche zum Beispiel Rösti
bekommen oder Schnitzel.

Gruss,
chris

 
 
 
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kleiner Bericht: Parseier / Weissmies

Bergsteiger beim Bergsteigen09.10.07 11:37 Uhr
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Hallo Nico,

schöner Bericht.

Schön, dass man wieder was von Dir hört :-)

Scheint ja ganz gut was los gewesen zu sein.

--
Gruß Rainer
Lampi[tm] on Tour: [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
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