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Hallo allerseits,
eine unalpinistische Frage: weiss einer von Euch etwas ueber die Entstehungs-/Baugeschichte des Hoellentalsteigs auf die Zugspitze? Die Hoellentalangerhuette ist ja nun ueber 100 Jahre alt, aber wann wurde der Anstieg auf die Zugspitze erstmals und in der heutigen Form ausgebaut (mal abgesehen von den staendigen kleinen Aenderungen am Uebergang Gletscher/Klettersteig)?
Auf Erhellung hofft David, dem Google dabei auch nicht viel weitergeholfen hat.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Hoellentalsteig: wann gebaut? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.09.07 13:01 Uhr |
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Hallo David
> eine unalpinistische Frage: weiss einer von Euch etwas ueber die > Entstehungs-/Baugeschichte des Hoellentalsteigs auf die Zugspitze? Im Aktuellen Alpenvereins-Jahrbuch stehts drin (liegt allerdings zu Hause). Ich war erstaunt wie frueh es war. Ich glaube die Erstanlage ist etwa 1880.
Florian
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Hoellentalsteig: wann gebaut? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.09.07 20:19 Uhr |
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"David HEILMANN" <news-2007-01.20.heilmann@spamgourmet.com> schrieb im Newsbeitrag news:Pine.LNX.4.64.0709041225020.3686@iff601... > Hallo allerseits, > > eine unalpinistische Frage: weiss einer von Euch etwas ueber die > Entstehungs-/Baugeschichte des Hoellentalsteigs auf die Zugspitze? Die > Hoellentalangerhuette ist ja nun ueber 100 Jahre alt, aber wann wurde der > Anstieg auf die Zugspitze erstmals und in der heutigen Form ausgebaut (mal > abgesehen von den staendigen kleinen Aenderungen am Uebergang > Gletscher/Klettersteig)? >
Warum sollte die Frage "unalpinistisch" sein? Die Route wurde im Abstieg zum ersten Mal durch N. Winhart aus München und J. Sonweber, Bergführer aus Ehrwald, am 12. August 1872 begangen. Da die Felssteilstufe am Talende nicht gangbar war, mußte ein Weg mehr nach Osten, unterhalb der Mittleren Höllentalspitze und dann übers Matheisenkar Richtung Knappenhäuser gefunden werden. (Sie starteten um 2.15 in Ehrwald über die Westwand und kamen schließlich 16.00 Uhr in Partenkirchen an. Eine sehr respektable Leistung angesichts der Tatsache, daß es weder Weg noch Steiganlagen gab!) Weitere Umgehungsversuche der Steilstufe gab es über die Riffelwände. Zum ersten Mal im Aufstieg gelang die Route 1876. Um auch für das breitere Publikum den Aufstieg zu öffnen wurde im gleichen Jahr des Baubeginns der Höllentalangerhütte, 1893, Leiter und "Brett" eingerichtet, im Jahr darauf die restliche Steiganlage über die Irmerscharte (benannt nach zwei Garmischer Brüdern, die dort um 1900, wahrscheinlich desorientiert durch Nebel, ins Bayer. Schneekar abstürzten). Der Zustieg war damit der letzte, denn der Weg von der Knorrhütte wurde bereits 1873 versichert (da man sich den weit nach Westen schwenkenden Bogen über die Sandreiße und den Kamm sparen wollte, versuchte man, einen Weg über die beim Ostgipfel herabziehende Gratrippe, das Schneefernereck, zu suchen, was aber nicht gelang). Der Steig übers Österr. Schneekar wurde 1875-76 eingerichtet, erweitert 1879 (1884 wurde die Wiener Neustädter Hütte erbaut).
Ciao Herbert
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