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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 24.07.07 15:24 Uhr |
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Hallo
In praktisch jeder Tourenbeschreibung wird auf die potentiellen Schwierigkeiten an der Randkluft des Höllentalferner hingewiesen. Nun habe ich erstmals in einem Büchlein des DAV gelesen, dass es für den Fall starker Ausaperung auch eine seilgesicherte Umgehung gebe (wenngleich die Seile nicht immer in gutem Zustand seien). Mich wundert, dass diese Umgehung sonst nirgendwo erwähnt wird. Gibt es sie wirklich (noch)?
Gruss Thomas
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 24.07.07 18:05 Uhr |
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"Thomas Hertel" <thomas.hertel@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag news:1185283479.565814.154860@57g2000hsv.googlegroups.com... Hallo
In praktisch jeder Tourenbeschreibung wird auf die potentiellen Schwierigkeiten an der Randkluft des Höllentalferner hingewiesen. Nun habe ich erstmals in einem Büchlein des DAV gelesen, dass es für den Fall starker Ausaperung auch eine seilgesicherte Umgehung gebe (wenngleich die Seile nicht immer in gutem Zustand seien). Mich wundert, dass diese Umgehung sonst nirgendwo erwähnt wird. Gibt es sie wirklich (noch)?
Habe sie schon selbst benutzt und kann deswegen bestätigen: Ja, die gibts wirklich (noch), und, wie gesagt, sind die Seile nicht immer in gutem Zustand :-)
Oder etwas ausführlicher: die Stelle ist ungefähr 10 Meter weiter oben. Die untere Randkluft ist momentan schon ca 1,50m breit und erfordert einen beherzten Sprung (an eine senkrechte Wand, wenns mans verfehlt, gehts abi...) Auch hier ist je nach Ausaperung der Einstieg etwas tricky. Wir mußten schon ein Stück in die Randkluft absteigen und wieder raufstemmen, was nur mit Steigeisen ging. Da viele Leute unterwegs sind, gibts auch manchmal helfende Hände. An sich sollte ein Seil ein Stück herunterhängen zum hochziehen, sonst kann man an einer kleinen Rampe an guten Griffen auch ca. 5 Meter so nach oben. Der etwas luftige Quergang zum "originalen" Einstieg (wenige Meter zurück) ist normalerweise versichert, vor einigen Jahren fehlte aber auch schon mal das Seil, was es etwas schwierig machte, einen kleinen Vorsprung zu queren, ohne Möglichkeit zur Selbstsicherung. Die allermeisten jedenfalls kommen drüber, es gibt aber auch Leute, die an der Stelle umdrehen.
hier in diesem Thread gibts zwei fotos von den beiden Einstiegstellen [externer Link]
Ciao Herbert
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 24.07.07 23:56 Uhr |
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6 Thermidor an 215 de la Révolution 23:56:00 +0200
Herbert Rieger wrote:
> ...
> hier in diesem Thread gibts zwei fotos von den beiden Einstiegstellen > [externer Link]
Mmh - es ist schon 16 Jahre her, dass ich auf dieser Route auf den ZugSpitzGipfel ging, und trotz dieser Bilder ist die Erinnerung nicht mehr deutlich. Question: Es sieht so aus, als ob man mit gelegentlichem SchneeEinschaufeln von der Seite die RandSpalte zukriegen koennte - jeder, der vorbeikommt, ein paar HandVoll. Sollte das nicht reichen, einen dauerhaften Uebergang zu machen?
Oder gilt sowas als pfui?
Herwig
-- ************************************************** * Herwig Huener [externer Link] * * Assistierender QuantenScharfRichter * **************************************************
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 25.07.07 10:04 Uhr |
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Hallo Herwig
>> [externer Link] > mehr deutlich. Question: Es sieht so aus, als > ob man mit gelegentlichem SchneeEinschaufeln > von der Seite die RandSpalte zukriegen koennte > - jeder, der vorbeikommt, ein paar HandVoll. > Sollte das nicht reichen, einen dauerhaften > Uebergang zu machen?
Das Bild zeigt ja offensichtlich vergleichsweise unproblematische Verhaeltnisse. Bei der im Ausgangsposting beschriebenen ein-Meter-fuenfzig-Randkluft ist am Uebergang ein Abstand zwischen Eis und Fels wie er im oberen Bild im Bildvordergrund zu sehen ist - und da geht es dann noch ca fuenf Meter weit unter den Gletscher runter. Dann werden aus Deinen "paar Handvoll" schnell 20 oder 30 Kubikmeter...
Florian
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 25.07.07 10:34 Uhr |
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"Florian Anwander" <spam.interessiert.nicht@mnet-online.de> schrieb im Newsbeitrag news:46A703FF.3030406@mnet-online.de... > Hallo Herwig > >>> [externer Link] >> mehr deutlich. Question: Es sieht so aus, als >> ob man mit gelegentlichem SchneeEinschaufeln >> von der Seite die RandSpalte zukriegen koennte >> - jeder, der vorbeikommt, ein paar HandVoll. >> Sollte das nicht reichen, einen dauerhaften >> Uebergang zu machen? > > Das Bild zeigt ja offensichtlich vergleichsweise unproblematische > Verhaeltnisse. Bei der im Ausgangsposting beschriebenen > ein-Meter-fuenfzig-Randkluft ist am Uebergang ein Abstand zwischen Eis und > Fels wie er im oberen Bild im Bildvordergrund zu sehen ist - und da geht > es dann noch ca fuenf Meter weit unter den Gletscher runter. Dann werden > aus Deinen "paar Handvoll" schnell 20 oder 30 Kubikmeter... >
Wie gesagt, auch die zweite Einstiegstelle (zweites Bild) apert manchmal so weit aus, daß man drin abklettern kann/muß und wieder raus. Vielleicht bringt ja mal jemand eine Alu-Leiter an wie in den Khumbu-Eisfällen ;-)
Sinnvoll wäre es vielleicht, wenn die Münchner Sektion (die sich ja als Urvorbild aller Sektionen den Wetterstein als Arbeitsgebiet auserkoren hat) dem vorderen Einstieg im Zuge des allgemeinen Gletscherschwunds noch ein paar Sprossen spendieren würde. Das würde das Einstiegsproblem im Jahreslauf zumindest um einige Wochen entschärfen (gerüchteweise meine ich gehört zu haben, man könnte jetzt den Steig auch überhaupt schon ohne Gletscherberührung links in der Wand führen). Vielleicht stehen die Steiganlagen aber auch unter Denkmalschutz (erbaut so ca. 1893)? An der "Leiter" sind definitely einige Sprossen locker (eine fehlt und diese Stelle diskriminiert die etwas rundlicher gebauten Bergsteiger!), am Brett sind die Stifte doch z.T. recht krumm. Vielleicht ist die Sektion München aber auch eine ganz arme Sektion, der Kiosk auf der Zugspitze geht schlecht und die Verpachtung des gewissen Hauses wirft auch kaum was ab, so daß man die Pflege bei einem Minimum halten muß?
Ciao Herbert
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 26.07.07 22:36 Uhr |
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Wow! der untere Einstieg hat tatsächlich neue edle Stahlklammern spendiert bekommen. Nur über die Abstände scheinen nicht alle so glücklich.
Ciao Herbert
"Herbert Rieger" <herbertrieger@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:46a70b27$0$3841$9b4e6d93@newsspool4.arcor-online.net... > > "Florian Anwander" <spam.interessiert.nicht@mnet-online.de> schrieb im > Newsbeitrag news:46A703FF.3030406@mnet-online.de... >> Hallo Herwig >> >>>> [externer Link] >>> mehr deutlich. Question: Es sieht so aus, als >>> ob man mit gelegentlichem SchneeEinschaufeln >>> von der Seite die RandSpalte zukriegen koennte >>> - jeder, der vorbeikommt, ein paar HandVoll. >>> Sollte das nicht reichen, einen dauerhaften >>> Uebergang zu machen? >> >> Das Bild zeigt ja offensichtlich vergleichsweise unproblematische >> Verhaeltnisse. Bei der im Ausgangsposting beschriebenen >> ein-Meter-fuenfzig-Randkluft ist am Uebergang ein Abstand zwischen Eis >> und Fels wie er im oberen Bild im Bildvordergrund zu sehen ist - und da >> geht es dann noch ca fuenf Meter weit unter den Gletscher runter. Dann >> werden aus Deinen "paar Handvoll" schnell 20 oder 30 Kubikmeter... >> > > > Wie gesagt, auch die zweite Einstiegstelle (zweites Bild) apert manchmal > so weit aus, daß man drin abklettern kann/muß und wieder raus. Vielleicht > bringt ja mal jemand eine Alu-Leiter an wie in den Khumbu-Eisfällen ;-) > > Sinnvoll wäre es vielleicht, wenn die Münchner Sektion (die sich ja als > Urvorbild aller Sektionen den Wetterstein als Arbeitsgebiet auserkoren > hat) dem vorderen Einstieg im Zuge des allgemeinen Gletscherschwunds noch > ein paar Sprossen spendieren würde. Das würde das Einstiegsproblem im > Jahreslauf zumindest um einige Wochen entschärfen (gerüchteweise meine ich > gehört zu haben, man könnte jetzt den Steig auch überhaupt schon ohne > Gletscherberührung links in der Wand führen). Vielleicht stehen die > Steiganlagen aber auch unter Denkmalschutz (erbaut so ca. 1893)? An der > "Leiter" sind definitely einige Sprossen locker (eine fehlt und diese > Stelle diskriminiert die etwas rundlicher gebauten Bergsteiger!), am Brett > sind die Stifte doch z.T. recht krumm. Vielleicht ist die Sektion München > aber auch eine ganz arme Sektion, der Kiosk auf der Zugspitze geht > schlecht und die Verpachtung des gewissen Hauses wirft auch kaum was ab, > so daß man die Pflege bei einem Minimum halten muß? > > Ciao > Herbert > > > >
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.07.07 14:00 Uhr |
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Hallo,
bin die Tour am 07.07. mal wieder gegangen, und hatte ebenfalls den Eindruck, dass einige Teile der Steiganlagen in recht schlechtem Zustand sind. Nichts wirklich beunruhigendes, aber wie Du erwähnst, es fehlen zwei bis drei Sprossen in der Leiter, ein paar der Stifte im Brettl habe ich lieber ausgelassen, und auch im eigentlichen Steig weiter oben merkt man einfach die enorme Beanspruchung, der eine solche Anlage nun mal ausgesetzt ist (lose Anker, Seilbeschädigungen).
Die Randkluft war diesesmal übrigens kein nennenswertes Problem, allerdings waren Steigeisen auch nicht verkehrt, um den steilen Firnkegel hin zum Einstieg zurückzulegen. Der "alte" Einstieg war übrigens aufgrund kunstvoll auseinanderbrechender Schneebrücken nicht zugänglich.
Wenn ich mich recht entsinne, wurde der Höllental-Steig so 1998 (?) das letzte Mal in größerem Umfang saniert. Irgendwann um diesen Zeitpunkt wurde auch der zweite Einstieg eingerichtet. 1997 war er in jedem Fall noch nicht da, 2003 dann aber schon. Vielleicht ist ja demnächst wieder was geplant bzgl. Wegebau?
Viele Grüße,
Thorste
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 25.07.07 11:33 Uhr |
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7 Thermidor an 215 de la Révolution 11:33:00 +0200
Florian Anwander wrote:
> ...
> ... Dann > werden aus Deinen "paar Handvoll" schnell 20 oder 30 Kubikmeter...
Wenn zehntausend vorbeikommen, und jeder spendiert ein paar HandVoll? - Wieviele kommen da vorbei?
Ich muesste mal wieder hin (seufz).
Nicht ausschliesslich zum SchneeSchippen, versteht sich.
Herwig
-- ************************************************** * Herwig Huener [externer Link] * * Assistierender QuantenScharfRichter * **************************************************
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Randkluft Höllentalferner | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 16.08.07 11:05 Uhr |
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Herwig Huener AQSR schrieb:
> 7 Thermidor an 215 de la Révolution > 11:33:00 +0200 >> ... Dann werden aus Deinen "paar Handvoll" schnell 20 oder 30 >> Kubikmeter... > Wenn zehntausend vorbeikommen, und jeder > spendiert ein paar HandVoll? - Wieviele kommen > da vorbei? Das mit den 10000 pro Jahr dürfte nicht reichen. Der Höllentalferner ist aber relativ schnell unterwegs. Die Randspalte tut sich also schnell wieder auf. -- Gruß Rainer Lampi[tm] on Tour: [externer Link] Mors certa hora incerta - Todsicher geht die Uhr falsch
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