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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen08.05.07 17:35 Uhr
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Hallo

Ich habe von Ueli Steck gelesen [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\ , dass er die Annapurna
Südwand solo erklettern will. Auf seiner Materialliste erscheinen auch
Sicherungsgeräte (Seil, Eisschrauben, etc.). Und er schreibt davon, dass
er sich damit in schwierigen Passagen selbstsichern will. Weiss jemand,
wie das genau geht?

Nicht dass ich das nachahmen möchte, aber vielleicht bin ich ja mal in
einer Notsituation und dann um solches Wissen froh.

Viele Grüsse
Luca
 
 
 
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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen08.05.07 18:26 Uhr
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Luca Hermann wrote:
> Hallo
>
> Ich habe von Ueli Steck gelesen [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\ , dass er die Annapurna
> Südwand solo erklettern will. Auf seiner Materialliste erscheinen auch
> Sicherungsgeräte (Seil, Eisschrauben, etc.). Und er schreibt davon, dass
> er sich damit in schwierigen Passagen selbstsichern will. Weiss jemand,
> wie das genau geht?

In der Halle sieht man schonmal Leute, die sich
selbst sichern. Aber so, wie die das machen, ist
ein von oben kommendes Fixseil notwendig (kann
man z.B. herstellen, indem man das andere Ende
des Topropes unten fixiert), in das man sein
Grigri einhaengt.
Man koennte natuerlich ein Seil am Standplatz
festknoten, es durch ein Grigri oder ein
aehnliches Sicherungsgeraet am Gurt fuehren und
dann hochklettern. Dann faellt man ggf. nicht
bis zum Boden, sondern nur sehr hart ins Seil.
Wobei man ja auch Zwischensicherungen verwenden
kann.
Aber sicherlich mehr was fuer Experten.

Christoph
 
 
 
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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen08.05.07 20:13 Uhr
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Luca Hermann spoke these words:

> Weiss jemand, wie das genau geht?

Ich könnte mir vorstellen, dass er traversal aufsteigt, wenn er an
schwierige Stellen kommt (die einen solchen Aufsteig erlauben). Wenn er
dann abrutscht, fällt er in ein relativ vorgespanntes Seil und kann kaum
Geschwindigkeit aufbauen, da er zum nächsten Haken zurückpendelt.

> Nicht dass ich das nachahmen möchte, aber vielleicht bin ich ja mal in
> einer Notsituation und dann um solches Wissen froh.

Aus welcher Not heraus steigt man auf Berge? :)

sf

Torsten
--
I think a nerd is a person who uses the telephone to talk to other
people about telephones. And a computer nerd therefore is somebody who
uses a computer in order to use a computer.
(Douglas Adams in "Triumph of the Nerds")
 
 
 
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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen08.05.07 22:20 Uhr
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Luca Hermann schrieb:
> Hallo
>
> Ich habe von Ueli Steck gelesen [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\ , dass er die Annapurna
> Südwand solo erklettern will. Auf seiner Materialliste erscheinen auch
> Sicherungsgeräte (Seil, Eisschrauben, etc.). Und er schreibt davon, dass
> er sich damit in schwierigen Passagen selbstsichern will. Weiss jemand,
> wie das genau geht?
>
> Nicht dass ich das nachahmen möchte, aber vielleicht bin ich ja mal in
> einer Notsituation und dann um solches Wissen froh.
>
> Viele Grüsse
> Luca
Hallo

Ich habe mal was über die Eiger Nordwand gelesen (Solobegehung).

Die Theorie: (wenn ich sie noch richtig im Kopf habe.)

Unter der schwierigen Passage einen Haken schlagen (oder andere
Zwischensicherung). Seil einhängen. Sich nach ca 10 - 15 m Seil
einhängen. Die Passage (sozusagen gesichert) klettern. Oben wieder Haken
schlagen. Oben auch seil einhängen. Mit Seilklemme o.ä.
runterklettern/oder ablassen. Unten Seil aushängen, und dann noch mal
klettern oder prusiken.

Sehr umständlich, aber immer noch besser als 1800m freier Fall (bei der
Eiger Nordwand).Gruß Hendrik
 
 
 
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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen09.05.07 01:06 Uhr
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Ciao Luca

> Ich habe von Ueli Steck gelesen [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\ , dass er die Annapurna...

Ueli schreibt dort (News/Eiger):
" 'So, jetzt wird sich herausstellen, ob meine neue Sicherungstechnik
effizient genug ist' denke ich mir und fädle das Seil im Stand doppelt
ein. Die 15 Meter Schlaufe würde im Fall eines Falles das Schlimmste
verhindern, aber ein 30 Meter Sturz in den Stand wäre sicher
unangenehm. Die Konzentration stimmt: ich klettere ruhig und sehr
effizient. Nach 15 Metern löse ich das Ende und ziehe das Seil einfach
durch. Ich klettere weiter - ungesichert."

Ich deute das so: Am Stand seilt er an, zieht ein 30m-Seilstück durch
den Stand-Haken und knotet dieses 2. Seilende ebenso an seinen
Klettergurt: Somit ist er durch diese Schlaufe max. 15m vom Stand
entfernt, woraus maximale Fallhöhe von 30m resultiert.
Sobald er die kritische Stelle überklettert hat - spätestens aber 15m
über bzw. vom Stand entfernt, löst er den einen Knoten und kann - ohne
nochmals runterzusteigen - nach dem Einzug der 30m Seil nun wieder in
aller Ruhe ungesichert weiterklettern...

suum cuique!

Gruss,
Simon

 
 
 
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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen09.05.07 09:15 Uhr
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Das würde aber heissen, dass er einen Haken oder eine Eischraube
zurücklassen muss?

Ich habe noch ein Bild gefunden, bei dem er seinen Rucksack benützt:

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Gruss Luca
 
 
 
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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen09.05.07 09:34 Uhr
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On Wed, 09 May 2007 09:15:47 +0200, Luca Hermann wrote:
> Das würde aber heissen, dass er einen Haken oder eine Eischraube
> zurücklassen muss?
Das waere bei solchen Touren auch noch zu verschmerzen ;-)

> Ich habe noch ein Bild gefunden, bei dem er seinen Rucksack benützt:
Den Trick gibts auch beim Techno-Klettern... wenn man direkt in den Stand
eingebunden wegklettert, haengt man noch den Rucksack/Haulbag ins Seil,
damit der Fangstoss etwas dynamischer ist (bei Zwischensicherung drueber).
Beim Techno-Klettern, wo man allerdings wirklich nicht sehr schnell ist,
sichern sich die Leute oft mit einem Mastwurf in einem Karabiner; man
nimmt dabei das Seil mit und fuettert es nach und nach durch. Wenns
schneller gehen soll, gibts mittlerweile einige Geraete:
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Das ist aber alles sehr speziell ;-) In Notsituationen, wo man sowas als
Normalkletterer brauchen koennte, hilft ein Handy vermutlich wesentlich
mehr.

Beste Gruesse,
Moritz
 
 
 
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Selbstsicherung

Bergsteiger beim Bergsteigen09.05.07 11:36 Uhr
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> Das waere bei solchen Touren auch noch zu verschmerzen ;-)

Sein Ziel ist, dass der Rucksack möglichst leicht ist, also ein Minimum
an Material. Das bedeutet dann aber, dass er das wenige Material
wiederverwenden muss. Er muss dann also eine gesicherte Strecke drei Mal
klettern. Was ihn wiederum langsam macht!?
 
 
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