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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | 18 Pluvi=F4se an 215 de la Révolution 22:55:33 MEZ
Koennte es sein, dass die PfadDichte - also TrampelPfade und Wege, die, verglichen mit dem weglosen Gelaende, das VorwaertsKommen immer noch deutlich erleichtern, im Berchtesgadener NationalPark sehr viel dichter gesaeht sind als KartenMaterial und TourenBeschreibungen einem das glauben machen wollen?
Ich fand Hinweise darauf etwa im AlpenVereinsFuehrer fuer die Berchtesgadener Alpen, aber auch auf eigenen Wanderungen sah ich Formationen, die eigentlich keine nur geologische Erklaerung zulassen. Nur ein Beispiel: Auf dem Weg von der AnlegeStelle Kessel zur GotzenAlm schien etwa zweihundert Meter ueber dem WasserSpiegel ein alter Weg von Sueden her einzumuenden. Ein bekannteres Beispiel ist der UferSteig direkt am OstUfer des KoenigsSees.
Kann es sein, dass die Wege mit Einrichtung des NationalParks vorsaetzlich "ausgeduennt" wurden? Und gibt es KartenMaterial, wo diese "vergessenen Steiglein" noch eingezeichnet sind?
Man ist immer, wie in alter KinderZeit, versucht, vom Wege etwas abzuweichen und zu erkunden und dem AbenteuerSinn so freien Lauf zu lassen. Aber was etwa im OberHarz noch leicht moeglich war, scheitert in den Alpen meistens an den begrenzten ZeitRessourcen - oft ist man ja auf einer Tour, die einen sowieso den ganzen Tag in Bewegung halten wird - da ist fuer UmWege keine Zeit.
Und am KoenigsSee hat man eventuell ja auch noch den SchiffsFahrPlan als EinPeitscher im Nacken.
Herwig
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| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.02.07 07:11 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | das habe ich auch schon im Säntisgebiet erlebt. Es sind meistens alte Jagdsteige oder durch geologische Veränderungen wie Felssturz oder Murenabgänge ungangbar gewordene Wege. Diese Wege sind mit entsprechender Vorsicht zu geniessen. Bei den "Aufpassern" im NP kannst Du ja mal nachfragen, was es mit den Wegen auf sich hat... Wäre sicherlich interessant, evtl. hat er eine Geschichte.
Gruss Salue
| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.02.07 10:44 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Herwig Huener schrieb:
Koennte es sein, dass die PfadDichte - also TrampelPfade und Wege, die, verglichen mit dem weglosen Gelaende, das VorwaertsKommen immer noch deutlich erleichtern, im Berchtesgadener NationalPark sehr viel dichter gesaeht sind als KartenMaterial und TourenBeschreibungen einem das glauben machen wollen?
Hallo Herwig,
... das ist in der Tat so. Die Vermessungsämter habe in den letzten 50 Jahren zur "Beruhigung der Jagdreviere" die Karten der Bayerischen Alpen in erheblichen maße von alten Jagdsteigen "befreit". Deshalb hüte ich meinen "Schatz" alter Militärkarten 1: 25 000 aus den späten 50-er Jahren vom Alpenrand bis zur Grenze gegen Österreich mit besonderer Sorgfalt.
Gruß Jost [externer Link] \
| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.02.07 10:46 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Herwig Huener schrieb:
Koennte es sein, dass die PfadDichte - also TrampelPfade und Wege, die, verglichen mit dem weglosen Gelaende, das VorwaertsKommen immer noch deutlich erleichtern, im Berchtesgadener NationalPark sehr viel dichter gesaeht sind als KartenMaterial und TourenBeschreibungen einem das glauben machen wollen?
Hallo Herwig,
... das ist in der Tat so. Die Vermessungsämter habe in den letzten 50 Jahren zur "Beruhigung der Jagdreviere" die Karten der Bayerischen Alpen in erheblichen maße von alten Jagdsteigen "befreit". Deshalb hüte ich meinen "Schatz" alter Militärkarten 1: 25 000 aus den späten 50-er Jahren vom Alpenrand bis zur Grenze gegen Österreich mit besonderer Sorgfalt.
Gruß Jost [externer Link] \
| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.02.07 14:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo Jost,
Jost Gudelius schrieb: > Die Vermessungsämter habe in den letzten 50 > Jahren zur "Beruhigung der Jagdreviere" die Karten der Bayerischen Alpen in > erheblichen maße von alten Jagdsteigen "befreit". Ach deswegen fährt alles im Vermessungsamt, was Rang & Namen hat, jetzt S-Klasse.
> Deshalb hüte ich meinen "Schatz" alter Militärkarten 1: 25 000 aus den > späten 50-er Jahren vom Alpenrand bis zur Grenze gegen Österreich mit > besonderer Sorgfalt. Kann man die mal irgendwo auf E-Mule ablegen? Natürlich zu rein dokumentatorischen Zwecken.
dass die Jagdlobby in .at sehr stark ist, ist mir bekannt. Da gibt es schon mal Städte mit unter 10000 Einwohnern, in denen seit der Ausweisung eines größeren jagdlichen Sperrbezirks jede Stunde der IC hält. Von plötzlich renovierten Dorfgemeinschaftshäusern etc. brauchen wir gar nicht erst zu reden.
Aber dass sich diese Unsitte auch in .de breitgemacht hat, ist ja wohl ein dicker Hund.
Gar nicht amüsiert,
-- Gruß Rainer Lampi[tm] on Tour: [externer Link] Mors certa hora incerta - Todsicher geht die Uhr falsch
| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.02.07 15:41 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | 19 Pluvise an 215 de la Rvolution 15:35:00 MEZ 78449 GZ
Jost Gudelius wrote:
> ...
> .... das ist in der Tat so. Die Vermessungsämter habe in den letzten = 50 > Jahren zur "Beruhigung der Jagdreviere" die Karten der Bayerischen Alpe= n in > erheblichen masse von alten Jagdsteigen "befreit". > Deshalb hüte ich meinen "Schatz" alter Militärkarten 1: 25 000 aus = den > späten 50-er Jahren vom Alpenrand bis zur Grenze gegen Österreich m= it > besonderer Sorgfalt.
Jetzt verstehe ich, warum Du Dich in der Jachenau so gut auskennst!
Nochmal zum OP: Seit einigen Jahren habe ich eine 4 GigaPixelCamera von Olympus, die mit ihrem 3-fach Zoom gerade eben an das blosse Auge rankommt. Und da habe ich haeufiger das Erlebnis, dass, wenn eines der Buildl laengere Zeit als BildSchirmHinterGrund Verwendung findet, mir Dinge auffallen, die mir nicht aufgefallen sind, als ich persoenlich vor Ort war und diese Aufnahme gemacht habe.
Am Kramer bei Garmisch und an der WestFlanke des EsterGebirges sind auch deutlich Wege zu erkennen, die auf den Karten nicht eingezeichnet sind - und diese Wege sind auf die Entfernung ja nur deshalb zu sehen, weil sie sich auf den Bewuchs auswirken.
Besonders ein wenigjaehriger FichtenBestand ist da deutlich. Da kann es natuerlich sein, dass, wenn dieser FichtenBestand ein angepflanzter ist (keine NaturVerjuengung) die Pflanzer tatsaechlich die erkennbaren WegReste ausgespart und so "versehentlich" den Weg deutlich nachgezeichnet haben.
Im September letzten Jahre hatte ich hier ein Posting ueber ein vergessenes Steiglein am KehlStein gemacht - dieses Steiglein hatte mir auch ein Einheimischer verraten. Allerdings ist in dem Fall das "offensive Vergessen" solcher Wege noch eine NachWirkung der Nazi-Nutzung des Berges.
Herwig
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| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.02.07 17:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Das kann ich auch im Allgäu bestätigen, hier gibt es viele Steige die nicht in der Karte stehen.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.02.07 12:23 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo Herwig,
ja, es gibt hier wesentlich mehr Wege, als in den Karten als Wanderwege eingetragen hat. Einige findet man als dünnste Linien, einige mit Löchern, andere gar nicht. Teilweise liegen die Löcher daran, dass die Karten nach Luftaufnahmen erstellt werden und man z.B. im Wald den Weg vor Bäumen nicht sieht. Manchmal sind die Löcher aber auch in der Realität vorhanden.
Manche Wege sind zwar noch irgendwie stellenweise vorhanden, werden aber heute nicht mehr gepflegt. Logisch, dass man die nicht mehr als Wanderwege ausweist. So zum Beispiel der Weg am Ostufer des Königssees. Nicht umsonst steht da am Anfang jetzt ein Schild "Achtung Lebensgefahr". Trotzdem ist letztes Jahr wieder ein Renter (entgegen ausdrücklicher Warnungen seiner Vermieter!) da längs. Der war dann tot und musste wochenlang gesucht werden.
Die künstliche Wegeverknappung hat also weniger mit Bosheit als mit praktischen Erwägungen zu tun. Auf Wegen, die die Touristen nicht gehen, können sie nicht verunglücken. Das ist auch eine Haftungsfrage. Einige "vergessene" Wege, die noch halbwegs begehbar sind, stehen im DAV-Führer, wie du schon bemerkt hast. Als Beispiel nenn ich mal den Luchsgang an der Flanke des Hochkalter. Auf diese Beschreibungen kann man sich meistens verlassen, immer mit Blick darauf, dass in den letzten zehn Jahren auch mal was abgerutscht sein könnte und dass diese Wege höchstens nach Lust und Laune vom Jäger mal etwas saniert werden. Wenn da bei einer Brücke der Balken morsch aussieht, dann ist er auch morsch. Oft sind diese Wege auch ziemlich schwer zu finden. (Für mich das Fieseste war mal ein Weg durch ein Latschendickicht im Hagengebirge.) Aber gerade das macht ja eigentlich Spaß. Man sollte sich nur darüber klar sein, dass die benötigte Zeit relativ ungewiss ist, und den Last-point-of-return im Auge behalten.
Achja, Wege, die nirgendwo verzeichnet sind, gibt es natürlich auch. Beweis: Der Steig vom Mitterkaser zur Brettgabel. Die entdeckt man dann durch Zufall.
Aber nNicht alles, was aus der Ferne wie ein Weg aussieht, ist auch einer. Auf den Schuttkegeln hier sind das oft nur Gämsenspuren, die vom Nichts ins Nichts führen.
Viele Grüße Ika Gers
| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 09.02.07 00:04 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | 21 Pluviose an 215 de la Revolution 00:01:00 MEZ 78451 GUZR
Fredrika Gers wrote:
Hi Fredrika,
> ja, es gibt hier wesentlich mehr Wege, als in den Karten als > Wanderwege eingetragen hat. ...
Aber hiesse das nicht, dass man dort, wo man von weitem denkt, da waere mir ein Weg schon recht, auch mit maessiger Wahscheinlichkeit einen finden sollte?
Beispiel: Von der ArchenKanzel mit staendigem SeeBlick ueber der ArchenWand hinweg auf etwa gleicher Hoehe nach Norden zu gehen, bis man zum Ort KoenigsSee absteigen muss, etwa bei der BobBahn. Direkt ueber der Wand ist Wald, das heisst, da koennte sich ein TrampelPfad etabliert haben.
So - wie wahrscheinlich ist es nun, dass da tatsaechlich einer ist? Ich bin doch nicht der einzige, der auf dieIdee gekommen ist, da zu gehen!
Was dieses Beispiel betrifft - von der BobBahn kommend und unter dieser hindurch gibt es einen stark ueberwachenen WaldWeg, der auch in den Karten eingezeichnet ist, aber der nicht sehr weit fuehrt. Das koennte der EndPunkt des hypothetischen Weges sein, den ich meine!
> ... Trotzdem ist letztes Jahr wieder ein Renter (entgegen > ausdrücklicher Warnungen seiner Vermieter!) da längs. Der war dann = tot > und musste wochenlang gesucht werden.
Ich hab's ja auch erwogen. Aber da intensive Betrachtung vom Schiff und von der EisFlaeche aus nicht ueberall klar werden liessen, wo der Weg ueberhaupt sein kann, habe ich es noch nicht gemacht.
> ...
> Aber nNicht alles, was aus der Ferne wie ein Weg aussieht, ist auch > einer. Auf den Schuttkegeln hier sind das oft nur Gämsenspuren, die > vom Nichts ins Nichts führen.
Vielleicht stellenweise nicht das schlechteste - die Tiere wissen, wo man hintreten kann. - Jedenfalls, wenn man eine Gaemse ist.
Aber mal eine Idee in Kladde gedacht - einen Website fuer das Sammeln lohnenswerter vergessener Steiglein! Den Rechner selber vielleicht in Korea, wegen der HaftungsFrage, und fuer das Impressum findet sich dann auch was plausibles - vielleicht Kim Jong selber ...
Herwig
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| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.02.07 22:12 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Herwig Huener AQSR schrieb: > Fredrika Gers wrote: >> ja, es gibt hier wesentlich mehr Wege, als in den Karten als >> Wanderwege eingetragen hat. ...
Ich besitze ein paar Karten 1:50.000 aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, in denen in der Tat ein paar Steige eingezeichnet sind, welche in den aktuellen Auflagen unvollständig sind oder ganz fehlen, aber noch existieren. Ein bedeutender Teil der kleinen Jägersteige war aber m. E. zu keiner Zeit erfaßt.
>> Aber nNicht alles, was aus der Ferne wie ein Weg aussieht, ist auch >> einer. Auf den Schuttkegeln hier sind das oft nur Gämsenspuren, die >> vom Nichts ins Nichts führen. > > Vielleicht stellenweise nicht das schlechteste - die > Tiere wissen, wo man hintreten kann. - Jedenfalls, > wenn man eine Gaemse ist.
Wenn's mal "eng" wird, zeigen einem Wildwechsel in der Regel schon den einfachsten Weg. Da Gemsen aber, wenn ich's richtig in Erinnerung habe, Wege bis zum 4. Schwierigkeitsgrad schaffen, kann es für mich trotzdem bedeuten, umkehren zu müssen, weil's mich überfordert.
Gruss, Bernhard
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Wildwechsel als Wege, war: "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 15.02.07 11:55 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo Bernhard
> einfachsten Weg. Da Gemsen aber, wenn ich's richtig in Erinnerung habe, > Wege bis zum 4. Schwierigkeitsgrad schaffen, kann es für mich trotzdem > bedeuten, umkehren zu müssen, weil's mich überfordert. dazu rentiert es sich immer wieder die Geschichte der Besteigung des Risser Falk bei von Barth zu lesen. Der ist damals auch den Gemsen nach.
Florian
| | | | Zurück zur Übersicht |  | "Vergessene Steiglein" im Berchtesgadener NationalPark? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.02.07 09:55 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Fredrika Gers schrieb: > ... > > Die künstliche Wegeverknappung hat also weniger mit Bosheit als mit > praktischen Erwägungen zu tun. ... >
melde ich mich auch noch zu Wort.
Die Aufgabe von (Wander-) Wegen könnte ihre Ursache auch darin haben, daß das Gebiet zum Nationalpark gehört.
Immerhin hat, soweit ich weiß, jeder "anständige" Nationalpark eine Kernzone, die bis auf Ausnahmen nicht von Menschen betreten werden soll. Sicherlich wird man schon in den Bereichen, als begleitende Maßnahme gewissermaßen, Wege auflassen.
Daß es, wie in anderen Beiträge zu diesem Gegenstand gesagt, in anderen Gebieten, die nicht Nationalpark sind, aufgelassene Wege gibt, überrascht mich nicht. Die Ursache dürfte auch beim Wirken eifriger Naturschutverbände (die manchmal das Netz der Wanderwege als zu dicht ansehen) zu finden sein.
Servus Thomas Käufl
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