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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Kann man Skitouren-Schuhe nachträglich dynafit-tauglich machen?
Technisch erscheint mir das mit überschaubarem Aufwand lösbar: zwei Löcher vorne, Metall-Halbschalen reinkleben, hinten mit Bohrer die Halterung fräsen und das Metallteil draufschrauben.
Ich kann mir nur vorstellen, dass ein evtl. Patentrecht von Dynafit dagegen spricht. Die 20 Jahre Patentschutz dürften noch nicht abgelaufen sein und Dynafit selbst hat aus verständlichen Gründen kein Interesse, einen Bausatz zur Nachrüstung fremder Schuhe anzubieten. Vielleicht ist der Patentschutz auch der Grund dafür, warum manche Schuh-Anbieter überhaupt kein Dynafit-taugliches Modell im Programm haben (Lowa?) bzw. warum nicht grds. alle angebotenen Skitouren-Schuhe dynafit-tauglich sind.
So muss man wohl zwangsläufig neue Schuhe kaufen, wenn man auf die Dynafit-Tourenbindung umsteigen möchte. Ein Bindungswechsel wird so richtig teuer.
Sparend, Felix
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Skitouren-Schuhe nachträglich Dynafit-tauglich machen? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 17.10.06 16:21 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Technisch erscheint mir das mit überschaubarem Aufwand lösbar: zwei > Löcher vorne, Metall-Halbschalen reinkleben, hinten mit Bohrer die > Halterung fräsen und das Metallteil draufschrauben.
Mit zwei Löchern ist es nicht getan. Bedenke, dass die ganze Kraft im Aufstieg über die zwei Dorne eingeleitet wird. Nach meiner Meinung müsste es sich vorne um ein einziges Metallstück handeln, das umspritzt wurde. Ob ein normaler Schuh ausreichend "Fleisch" hat um so ein Teil zu halten, so es man hätte, wage ich zu bezweifeln. Zwei Halbschalen in Löcher zu stecken halte ich nicht für denkbar.
> Ich kann mir nur vorstellen, dass ein evtl. Patentrecht von Dynafit > dagegen spricht. Die 20 Jahre Patentschutz dürften noch nicht > abgelaufen sein und Dynafit selbst hat aus verständlichen Gründen > kein Interesse, einen Bausatz zur Nachrüstung fremder Schuhe > anzubieten. Vielleicht ist der Patentschutz auch der Grund dafür, > warum manche Schuh-Anbieter überhaupt kein Dynafit-taugliches Modell > im Programm haben (Lowa?) bzw. warum nicht grds. alle angebotenen > Skitouren-Schuhe dynafit-tauglich sind.
Einen Umbausatz müsste sich ein Hersteller ggfs. lizenzieren lassen. Wenn Du sowas privat machst und kein Geld damit verdienst ist das ganze kein Problem. Ich denke aber, dass der Markt für so einen Umbausatz neben den technischen Problemen einfach nicht gross genug ist, als dass sich ein Hersteller damit befasst, würde er doch mit so einem Umbausatz, seinen eigenen Schuhumsätz kanibalisieren.
Dass das Teil nicht von allen Herstellern eingebaut wird, liegt vermutlich an den Lizenzgebühren, die ggfs. von Dynafit verlangt werden., bzw. evt auch an dem zusätzlichen konstruktiven Aufwand eine solide Umspritzung in der Form zu erhalten. Wegen des Patents (hast Du eine Patentnummer, oder ist es nur ein Gebrauchsmuster) kann sich Dynafit entscheiden ob es seinen Schuhe über Lizenzgebühren einen Wettbewerbsvorteil verschafft, oder ob sie das Teil freigeben und damit Ihre Bindung promoten. Es ist auch denkbar, dass die Hersteller unterschiedliche Bedingungen mit Dynafit ausgehandelt haben.
Bernd
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Skitouren-Schuhe nachträglich Dynafit-ta uglich machen? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 18.10.06 19:37 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Servus Felix und Bernd,
Bernd Nebendahl schrieb: >> Technisch erscheint mir das mit überschaubarem Aufwand lösbar: zwei >> Löcher vorne, Metall-Halbschalen reinkleben, hinten mit Bohrer die >> Halterung fräsen und das Metallteil draufschrauben. > > Mit zwei Löchern ist es nicht getan. Bedenke, dass die ganze Kraft im Aufstieg > über die zwei Dorne eingeleitet wird. Nach meiner Meinung müsste es sich > vorne um ein einziges Metallstück handeln, das umspritzt wurde. Ob ein normaler > Schuh ausreichend "Fleisch" hat um so ein Teil zu halten, so es man hätte, wage > ich zu bezweifeln. Zwei Halbschalen in Löcher zu stecken halte ich nicht für > denkbar.
Die Auskunft meines Bergladens (Kletter- und Hochtourenecke) bestätigt das (mit der Metallplatte). Angeblich hat sogar die Schweizer Armee Tests mit Nachrüstung durchgeführt, aber keine brauchbare Lösung gefunden.
Allerdings habe ich mir vor 3 Jahren an meine Plastikbergschuhe Aussen 2 dickere Bleche mit Löchern geschraubt, und komme damit bisher bei Frühjahrstouren ganz gut zurecht.
Habe die ganze Konstruktion aber möglichst schonend im Aufstieg belastet.(ohne wildes Rumreissen, wenn der Ski im Schnee steckte)
Ab und zu rutsche ich im Aufstieg bei starker seitlicher Scherberlastung aus der Bindung, das ist mir aber auch schon bei den Originalschuhen passiert. Bei der Abfahrt hatte ich noch nie eine Fehlauslösung
Wichtig ist es, die Bleche passgenau zu schrauben. Ist mir leider nicht so gut gelungen, so dass ich bei den Löchern nacharbeiten musste (vergrößern), jetzt wackelt es leicht beim Aufstieg.
Wenn der Schuh vorne breit genug ist, müssten Metall-Halbschalen meiner Meinung nach auch gehen, bzw. noch besser geeignet sein.
Das Fersensteil hab ich, genau wie vorgeschlagen, mit Bohrer und Raspel gefräst und dann in den Sohlengummi geschraubt.
Eine andere Lösung wäre vielleicht eine Leichtbindung (mit den Löchern vorne und hinten), die man wie Steigeisen an einen beliebigen steigeisenfesten Schuh schnallt. (eher als kommerziell Fertigung denkbar)
Falls Interesse besteht, kann ich auch mal ein Foto machen.
Na dann viel Spaß beim Basteln.
Gruß Jakob
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Skitouren-Schuhe nachträglich Dynafit-tau glich machen? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 12.12.06 00:07 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Bernd Nebendahl wrote: >> Technisch erscheint mir das mit überschaubarem Aufwand lösbar: zwei >> Löcher vorne, Metall-Halbschalen reinkleben, hinten mit Bohrer die >> Halterung fräsen und das Metallteil draufschrauben. > > Mit zwei Löchern ist es nicht getan. Bedenke, dass die ganze Kraft im Aufstieg > über die zwei Dorne eingeleitet wird. Nach meiner Meinung müsste es sich > vorne um ein einziges Metallstück handeln, das umspritzt wurde. Ob ein normaler > Schuh ausreichend "Fleisch" hat um so ein Teil zu halten, so es man hätte, wage > ich zu bezweifeln. Zwei Halbschalen in Löcher zu stecken halte ich nicht für > denkbar. >
Ich habe folgende Info von einem altgedienten Bergsportverkäufer: Die ersten Modelle (bevor die Bindung von Dynafit vermarktet wurde!!) wurden mit einer Art Bausatz für die Schuhe geliefert (es mussten Löcher in die Schuhe gefrässt werden, Metall-Halbschalen einkleben etc.). Auf Grund der Belastungen und Temperaturwechsel sind nach einiger Zeit die Metall-Halbschalen ausgebrochen/gerissen.
Als Folge wurde das System bei der Produktion in die Schuhe eingebaut.
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