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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo,
wir hatten hier ja des oefteren schon Meldungen ueber aggressive Kuehe auf der Alm. Wir hatten gestern auch so ein Erlebnis auf dem Wechsel von der Niederen zur Hohen Bleick. Am Gipfelkreuz der Niedern Bleick (kleines Grasmuggerl in den Ammergauern) fand gerade eine Bergmesse innerhalb der Weide(!) statt. Die Kuehe grasten nur wenige Meter von den ca achtzig Gottesdienstteilnehmern. Wir sind mit Hund an der Leine an der Gruppe vorbei und Richtung Hohe Bleick gegangen, als erst eine, dann mehrere Kuehe sich recht aufdringlich und zunehmend aggressiver fuer den Hund interessierten, um uns rum rannten, und fuer unser Gefuehl durchaus bedrohlich schon mit den Hufen ausschlugen, wenn auch eher als Scheingefechte in mehreren Metern Entfernung. Letztlich sind wir dann laut die Kuehe anbruellend in die Umfriedung des Almhauses "gefluechtet" (schon ruhig gehend, aber das innere Gefuehl war schon eher die Flucht). Die Kuehe standen dann noch ca eine halbe Stunde um die Alm rum, haben sich dann aber in den Wald getrollt, als wir den Hund vor ihnen versteckt haben.
Spaeter hab ich mich dann mit dem Senn unterhalten, der zu dem Zeitpunkt seelenruhig bei dem Gottesdienst stand. Er meinte, er habe nicht eingegriffen, weil er gesehen hab, dass wir uns ja eigentlich richtig verhalten haben (ruhig weitergegangen und die Kuehe angebruellt). Spaeter erzaehlte er dann, dass sowas nur bei Jungvieh passiere, das am Hof noch keinen Hund bewusst erlebt habe. Aehnlich wuerde sich das Vieh sogar manchmal gegenueber Schweinen verhalten, aber zum Teil auch gegenueber Menschen. Die Kuehe haben sowas wie eine Urangst vor raubtierartigen Bewegungen; ihr angeborenes Verteidigungsverhalten ist dann Zusammenrotten und auf den vermeintlichen Angreifer zu rennen und Scheinangriffsbewegungen machen (Vor echtem Angriff, meinte er, haetten die Kuehe viel zu viel Angst).
Ganz anders sei das uebrigens bei Milchkuehen. Die kommen im Winterhalbjahr auf die Talwiesen und spaeter in den Stall, und lernen dort Hunde, fremde Menschen u.ae. kennen. Danach kuemmern sie sich kaum noch um solche Eindringlinge in Ihr Weidegebiet.
Gruss, Florian
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Wilde Kuehe auf der Alm | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.07.06 14:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Tach. Florian Anwander <spam.interessiert.nicht@mnet-online.de> wrote: > .... Die Kuehe grasten nur wenige Meter von den > ca achtzig Gottesdienstteilnehmern. ... als erst eine, dann > mehrere Kuehe sich recht aufdringlich und zunehmend aggressiver fuer den > Hund interessierten, um uns rum rannten, und fuer unser Gefuehl durchaus > bedrohlich schon mit den Hufen ausschlugen, wenn auch eher als > Scheingefechte in mehreren Metern Entfernung. Hhmm?!! Rinderwahn? Teufelsaustreibende Kühe? Hat Mephisto oder sonst ein Satan seine Hände im Spiel?
Was würde in diesem Fall die PETA raten: Kuh (Tier) gegen Hund (auch Tier), welches von beiden soll man da dann schützen?
Fragen über Fragen! Die Zeichen mehren sich, dass wir auf das Ende der Welt zugehen!
Hoffentlich gewinnen wir wenigstens gegen Italien...
RicciE
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Wilde Kuehe auf der Alm | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.07.06 14:40 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo Florian,
danke für den ausführlichen Bericht. Die Einschätzung des Senns klingt für mich ganz plausibel. Bleibt nur die Frage, wie man Scheinangriffe von gelegentlichen ernsten Angriffen (vgl. Artikel in der heutigen tz) im voraus unterscheiden kann und wie man sich im Ernstfall am effektivsten gegen die Viecher wehrt. Immerhin bringt eine ausgewachsene Kuh ca. 500 kg auf die Waage.
Gruss, Bernhard
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Kuh attackiert Wanderer Urlauber-Ehepaar bei Angriff schwer verletzt
Neu-Ulm/Muhr - Mehrere wildgewordene Kühe haben am Donnerstag ein bayerisches Urlauber-Ehepaar (beide 68) im österreichischen Muhr angegriffen und dabei schwer verletzt. Karolina B. zog sich bei der Kuh-Attacke einen komplizierten Schienbeinbruch zu, ihr Mann Alois kugelte sich die Schulter aus. „Ich hätte nie gedacht, dass die Kühe einfach so über uns herfallen“, erzählt Alois B. geschockt.
Der Rentner aus Bellenberg bei Neu-Ulm sitzt mit einem Fixier-Verband um die rechte Schulter auf seinem Stationsbett im Krankenhaus Tamsweg (Salzburger Land). Im Nachbarbett liegt seine Frau Karolina. Die 68-Jährige ist noch ganz erschöpft von ihrer Operation. Der gefährliche Rinder-Angriff passiert am Donnerstagnachmittag auf einem Wanderweg. „Wir waren von der Sticklerhütte zum Muhr- Ursprung unterwegs. Die Viecher waren anfangs ganz normal“, erinnert sich Alois B. „Plötzlich stürmte eine Kuh auf mich zu, stieß mich zu Boden. Ich hab laut geschrien, ich konnte mich nicht wehren. Irgendwann hat die Kuh dann von mir abgelassen.“
Karolina B., die etwa zwanzig Meter vor ihrem Mann geht, wird ebenfalls von einer aggressiven Kuh angegriffen. Die Urlauberin geht auch zu Boden, bei der Attacke bricht ihr Schienbein. „Ob es das gleiche Tier oder ein anderes war, kann ich nicht sagen. Es ging alles so schnell“. Trotz ihres Schienbeinbruchs kann sich Karolina hinter einem Felsen in Sicherheit bringen. Dort wartet sie unter Schmerzen, bis ihr Ehemann von einer weit entfernten Hütte Hilfe holt. Die Bergrettung Muhr rückt sofort mit drei Männern an und bringt die Verletzte mit einer Trage zurück zur Sticklerhütte. Von dort aus bringt Hüttenwirt Gerhard Moser das Wanderer-Paar mit dem Auto ins Tal. Ein Rettungswagen fährt sie dann ins Krankenhaus nach Tamsweg.
Völlig unklar ist, weshalb die Kühe das Ehepaar angegriffen haben. „Die beiden hatten keinen Hund bei sich, was schon mehrfach Ursache für solche Zwischenfälle war“, sagt der Chef der Muhrer Bergrettung Balthasar Laireiter. Die Kuh-Attacke auf das bayerische Ehepaar ist nicht die erste in diesem Jahr. „Früher ist überhaupt nichts passiert. Aber heuer häufen sich auf dieser Weide die Vorfälle. Erst am Mittwoch musste ein Tourist flüchten“, erzählt Sticklerhütten-Wirt Moser. „Inzwischen warne ich jeden Wanderer vor der Herde, gebe ihnen sogar Stöcke zur Verteidigung mit. Dieses eine Mal hab’ ich nicht dran gedacht, und prompt ist was passiert."
jam. /07.07.2006
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Wilde Kuehe auf der Alm | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.07.06 15:09 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | 2006-07-08 14:57:29 MESZ time done : 82 14:57:29 time to go : 1743 09:02:31
Florian Anwander wrote:
> ...
In der Naehe unseres HochSeilNests gab es vor einigen Jahren eine KuhWeide mit zweitweise zwei bis vier (Jung)Kuehen. Bei diesen war insbesondere in der Daemmerungs zu bemerken, dass sie anfingen, motorisch anspruchsvoll herumzutollen - also ganz anders als nur einfach auf der Wiese zu stehen und zu verdauen.
Eines Abends kuerzte ich in der Daemmerung ueber die nur mit ElektroDraht gesicherte Weide ab. Die Kuehe mich sehen (aus 300 m Entfernung) und in gestrecktem Galopp auf mich zu.
Was nun? Als MitGlied der Spezies, die sich fuer die Krone der Schoepfung haelt, gebe ich nicht einfach klein bei. Andererseit war die Vermutung "Kein Angriff - nur Spiel" auch relativ naheliegend.
Als die Kuehe noch 40 Meter entfernt waren, hob ich ruckartig meine Hand nach oben, wie ein VerkehrsPolizist, und bruellte "Halt".
Die Kuehe standen wie gegen eine Mauer gerannt, und glotzten.
Ich glotze etwas zurueck und ueberliess die Kuehe der intellektuellen AufArbeitung dieses Vorfalls.
Das ist Geschichte - die Wiese wurde durch einen ReitStall gepachtet, und jetzt stehen da zeitweise Pferde. (Schein)Angriffe gibt es nicht mehr - und auch sonst nichts interessantes.
Ich glaube, Pferde sind doof. Bei Kuehen spielt sich mehr im Cortex ab - sie lassen es uns nur nicht merken.
BTW, und Alpinismus-ontopic - bei einer Wanderung in der Naehe vom BaumGartenSchneid beim TegernSee fanden wir mal Kuehe im steilen HangWald - ein Gelaende, wo meine Ex schon motorische Schwierigkeiten hatte.
Bis zu welchem SchwierigkeitsGrad kann man mit Kuehen rechnen?
Herwig
-- ********************************************************** * [externer Link] Josella Simone Playton * * [externer Link] Herwig Huener * **********************************************************
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Wilde Kuehe auf der Alm | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.07.06 16:06 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Herwig Huener & Josella Simone Playton <news@Herwig-Huener.de> writes:
> BTW, und Alpinismus-ontopic - bei einer Wanderung in der > Naehe vom BaumGartenSchneid beim TegernSee fanden wir mal > Kuehe im steilen HangWald - ein Gelaende, wo meine Ex > schon motorische Schwierigkeiten hatte. > > Bis zu welchem SchwierigkeitsGrad kann man mit Kuehen > rechnen?
Bei Hufvieh würde ich mich nicht auf allzuviel verlassen. In Griechenland (Meteora, Konglomerat) ist einem befreundeten Pärchen eine kleine Katze in Fünfergelände bis zum ersten Standplatz nachgelaufen (und die haben nichtmal Hufe). Die Frau hat dann erst einmal mit Katze auf der Schulter abgeseilt und die Katze am Baum festgebunden, damit sie das nicht wiederholt. Die blieb dann auch brav da. Ob das jetzt für die Überlebenschancen der Katze ein Pluspunkt war, sei mal dahingestellt. An derselben Stelle lief am Vortag ein ziemlich großer Fuchs rum.
-- David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Wilde Kuehe auf der Alm | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.07.06 18:51 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | David Kastrup schrieb: > > Bei Hufvieh würde ich mich nicht auf allzuviel verlassen. In > Griechenland (Meteora, Konglomerat) ist einem befreundeten Pärchen > eine kleine Katze in Fünfergelände bis zum ersten Standplatz > nachgelaufen (und die haben nichtmal Hufe).
Kühe auch nicht. Ansonsten empfehle ich bei Kühen ähnliche Behandlung, wie bei Pferden, d.h. Hand- und Armzeichen. Das schafft Respekt. Ein Stock kann Wunder wirken, da muss man gar nicht zuschlagen. Als junge böse Buben haben wir kurz vor der Kuh öfter mal ganz plötzlich einen Regenschirm aufgespannt. Die Kehrtwendung der Kuh war meist filmreif.
Ciao Rolf
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Wilde Kuehe auf der Alm | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.07.06 21:14 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Rolf
> Ansonsten empfehle ich bei Kühen ähnliche Behandlung, > wie bei Pferden, d.h. Hand- und Armzeichen. Das schafft Respekt. Ein > Stock kann Wunder wirken, da muss man gar nicht zuschlagen.
Anfang Juni war ich mit einem Freund noch im Karwendel auf Skitour in der Hochglückscharte. Da mußten wir am Rückweg auch durch eine Kuhherde durch, die sich von den Unmengen Touristen die ihre Weide kreuzten nicht im geringsten beeindrucken ließ. Als wir mit unseren Skiern am Buckel durchliefen (auf den Rucksack geschnallt), hat eine nach der anderen fast panisch Reißaus genommen und erst mit gut 100 Metern Sicherheitsabstand wieder angehalten ...
Ciao,
Harry
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