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Biosphärengebiet Shwäbische Alb: Neue Kletterverbote?

Bergsteiger beim Bergsteigen23.05.06 10:13 Uhr
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Die Kletterer auf der Alb könnts übel treffen, wenn
das Biosphärengebiet, gewissermaßen ein Taschennationalpark
Wirklichkeit wird.

Aus der Infomail des Landesverbands Baden-Württemberg
des DAV. ([externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\ )

Infomail Nr. 2:
-----------------------------------------------------
+ + + Kletterverbote im Biosphärengebiet + + +

Das Regierungspräsidium (RP) Tübingen plant im neuen
Biosphärengebiet (BSG) Schwäbische Alb umfangreiche Kletterverbote.
Hintergrund ist die Anerkennung des BSG durch die UNESCO. Dazu
sollen Hang- und Schluchtwälder samt Felsen als Kernzone und Bann-
wälder ausgewiesen werden. Rund zehn Kletterfelsen sind betroffen:
u.a. Römerstein, Hockenlochfelsen, Geschlitzter Fels mit
Nebenfels, Ruine Baldeck und Schwabenpfeiler.

Das RP Tübingen führt in einer Informationsschrift zum BSG vom Januar
2006 aus: "Darf in der Kernzone zukünftig geklettert werden?
Grundsätzlich - nein. Das Klettern kann in der Kernzone wegen der
zu erwartenden Störungen und Schädigungen nicht erlaubt werden.
Gleiches gilt für das Drachenfliegen oder den Ski-Langlauf. In
der Detailplanung ist zu prüfen, ob innerhalb der geplanten
Kernzonen naturschutzrechtlich genehmigte Kletterfelsen,
Startplätze für Drachenflieger oder Langlaufloipen liegen.
Sollte dies der Fall sein, muss im Einzelfall über deren künftige
Ausgestaltung entschieden werden."
Interessant ist auch, dass vom Regierungspräsidium für Wanderer und
Jäger weitaus großzügigere Lösungen angedacht sind.

Die Behörde ist offenbar entschlossen, die gemeinsam erarbeiteten
Kletterkonzeptionen und die vereinbarte Kompromisslinie kurzer-
hand zu kicken. Wie es aussieht, findet das Biosphärengebiet
ohne die Kletterer statt. Ein bürger- und natursportnaher Ansatz
sieht jedenfalls anders aus. Der DAV-Landesverband lehnt die vor-
liegenden Pläne des Regierungspräsidiums ab und wird um den
Erhalt der Kletterfelsen kämpfen.

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

------------------------------------------------------

Und in der Info-Mail Nr. 3 ist zu lesen

------------------------------------------------------
+ + + Kletterregelung im Biosphärengebiet Alb + + +

Soweit Kletterfelsen in Kernzonen des geplanten Biosphärengebiets
(BSG) Schwäbische Alb stehen, ist das Klettern daran gefährdet!
Im April haben die Arbeitskreise Klettern und Naturschutz (AKN)
Reutlingen und Lenninger Tal darüber Gespräche mit den Landrats-
ämtern geführt. Dort hat man mittlerweile die Problematik der
Kletterfelsen in den Kernzonen erkannt. Die Landratsämter sind
bereit, Lösungen zum Erhalt der Kletterfelsen zu suchen, konnten
dies allerdings nicht für alle Kletterfelsen versprechen. Nach wie
vor sind also im zukünftigen BSG Kletterfelsen durch neue
Sperrungen gefährdet.

Letzte Woche fand zwischen dem Vorstand des DAV-Landesverbands
und dem Regierungspräsidenten von Tübingen sowie weiteren
Mitarbeitern des Regierungspräsidiums (RP) ein Gespräch statt.
Das Argument des DAV, dass die naturschutzrechtlichen Probleme
an den Felsen der Alb in den letzten 10 Jahren gründlich abge-
arbeitet worden seien, und damit für eine erneute Behandlung
weder fachlich noch rechtlich Grund oder Legitimation bestehe,
fand nicht die Zustimmung des RPs. Die Behörde verweist hingegen
auf einen von der UNESCO geforderten strengen Schutz und das
grundsätzliche Kletterverbot in Kernzonen.

Auf der Grundlage der aktuellen BSG- und Kernzonen-Karten soll
nun Mitte Juni ein Arbeitsgespräch zwischen AKNs, Kletterver-
bänden und Behörden stattfinden. Die Problemfälle sollen unter-
sucht und Konfliktlösungen erarbeitet werden. Lösungen könnten
durch Abgrenzungen der Kernzonen oder durch "Insellösungen"
geschehen. Wo dies nicht möglich ist, müssen im Stadium der
Detailplanung in den Jahren 2007/2008 Einzellösungen gefunden
werden.

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Servus
Thomas Kaeufl
 
 
 
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Biosphärengebiet Shwäbische Alb: Neue Kletterverbote?

Bergsteiger beim Bergsteigen23.05.06 20:19 Uhr
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