|  | Newsgroup - de.rec.alpinismus | | | Diese Inhalte werden aus dem Usenet dargestellt und gehören nicht zu alpinisten.info Es wird keine Haftung für fremde Inhalte übernommen (siehe Impressum) | | | Zurück zur Übersicht |  | Mont-Blanc: 4 Tage bei -20C ueberlebt, Himalaya: Jean-Christophe Lafaille vermisst | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 30.01.06 19:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Bonsoir, zuerst hörte ich es hier auf France Inter, jetzt steht es auch in deutsch bei Spiegel Online. Ein Bergsteiger überlebte im Mont-Blanc Massiv 4 Tage bei -20°C im Notbiwak. Dann stehen noch andere Meldungen in diesem Artikel. Wer lesen will: <[externer Link] >
Bleibt gesund Reiner
-- "Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen!" Karl Valentin
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Mont-Blanc: 4 Tage bei -20C ueberlebt, Himalaya: Jean-Christophe Lafaille vermisst | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 30.01.06 20:41 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Reiner Schischke :-)" <reiner.schischke@free.fr> writes:
> Bonsoir, > zuerst hörte ich es hier auf France Inter, jetzt steht es auch in > deutsch bei Spiegel Online. Ein Bergsteiger überlebte im Mont-Blanc > Massiv 4 Tage bei -20°C im Notbiwak. Dann stehen noch andere Meldungen > in diesem Artikel. Wer lesen will: > <[externer Link] >
Tja, wenn Eskimos sowas über Jahre überleben, kräht kein Hahn danach. Allerdings haben sie weniger dünne Luft.
-- David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Mont-Blanc: 4 Tage bei -20C ueberlebt, Himalaya: Jean-Christophe Lafaille vermisst | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 30.01.06 20:51 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | David Kastrup schrieb:
>> <[externer Link] > > > Tja, wenn Eskimos sowas über Jahre überleben, kräht kein Hahn danach. > Allerdings haben sie weniger dünne Luft.
Nun, die leben auch nicht dauernd draußen, im Iglu ist es bedeutend gemütlicher und dann trinken die ja auch Lebertran, da ist as Kälteproblem eher untergeordnet. ;-)
Zu der Makalu Besteigung von Jean-Christophe Lafaille steht auch hier etwas: <[externer Link] lant_erste_winterbegehung_des_makalu_im_alleingang.html?cat=Wettkampf%20und%20At hleten >
-- "Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen!" Karl Valentin
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Mont-Blanc: 4 Tage bei -20C ueberlebt, Himalaya: Jean-Christophe Lafaille vermisst | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 30.01.06 20:54 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Tja, wenn Eskimos sowas über Jahre überleben, kräht kein Hahn danach. > Allerdings haben sie weniger dünne Luft.
und mehr robbenfett
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Unglück am Glacier de l'Argentiere (was: Mont-Blanc: 4 Tage bei -20C ueberlebt, Himalaya: Jean-Christophe Lafaille vermisst) | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 30.01.06 23:32 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Reiner Schischke :-)" wrote: > > Bonsoir, > zuerst hörte ich es hier auf France Inter, jetzt steht es auch in > deutsch bei Spiegel Online. Ein Bergsteiger überlebte im Mont-Blanc > Massiv 4 Tage bei -20°C im Notbiwak. Dann stehen noch andere Meldungen > in diesem Artikel. Wer lesen will: > <[externer Link] > > > Bleibt gesund > Reiner >
Ja danke, Du auch.
Eine weiteres Unglück ereignete sich letzte Woche ebenfalls im Mont Blanc Massiv: 3 junge Franzosen, soweit ich verstand alle Technikum-Studenten von so um die 23 Jahre herum, kamen am Sonntag 22.01 von einer Tour auf dem Glacier de l'Argentiere, als einem der 3 Kameraden eine Ski-Bindung brach. Nach Reparaturversuchen mit einer Schnur - um diese Zeit war es bereits 19:00 Uhr - beschlossen sie, dass sie sich trennen würden. 2 der Studenten, welche am folgenden Tag Kurse in Paris zu besuchen hatten, würden ins Tal abfahren, während der dritte, dessen Skibindung gebrochen war und der anderntags keine Verpflichtungen hatte, zur Refuge de l'Argentiere, welche von dem Ort bloss eine halbe Stunde resp. 500 m entfernt war, gelangen wollte, um dort zu übernachten. Er war ein erfahrener Alpinist, und die Entscheidung war durchaus vernünftig. Sie vereinbarten, dass er den beiden andern seine Ankunft später per SMS mitteilen würde.
Letztere gelangten gegen 21:30 ins Tal nach Chamonix, wo sie allerdings ihren Zug nach Paris verpassten, jedoch eine Mitfahrgelegenheit fanden und schliesslich in Paris ankamen. Ob wegen schlechtem Empfang oder wegen in der Kälte erschöpften Handy-Batterien, konnte keiner wissen, aber sie trösteten sich mit einer dieser Erklärungen, jedenfalls kam kein SMS an, was die beiden dann im Laufe des Montagmorgens doch zunehmend beunruhigte und sie die Rettungswacht in Chamonix avisierten. Diese rückte mit grossem Aufgebot und - wie ich glaube 2 oder 3 Helikoptern - aus und suchten den ganzen in Frage kommenden Teil des Gletschers ab, ohne jedoch eine Spur des Vermissten zu finden. Sie durchsuchten auch die Hütte aufs genaueste, fanden auch dort nicht die geringste Spur, die hätte darauf hindeuten können, dass der Vermisste die Hütte noch erreicht hatte. Gemäss Communiqué wurde die Suche am Dienstag erweitert und sie sondierten "jedes Loch" im einem grossen Umkreis. Ohne Erfolg. Es wurde von einer Verkettung unglücklicher Umstände berichtet, die die Geschichte zur Tragödie werden liess, so etwa dass die drei ihre ARVA kurz vor dem fatalen Materialbruch ausschalteten, weil sie auf dem relativ flachen Gletscher keine Lawinen mehr fürchteten. Dazu kam der Wind, der am Montag und Dienstag kräftig blies, und die Stelle, wo der junge Alpinist möglicherweise durch eine Schneebrücke in eine Spalte gebrochen war, ev. umgehend wieder mit Schnee verfüllte. Auch am Mittwoch fand man keine Spur und die Hoffnung schwand zusehends, zumal auch Aufrufe in den Zeitungen ergebnislos blieben, ob jemand den Mann, der vielleicht doch unbemerkt ins Tal abgestiegen war, gesehen hätte. Am Donnerstag dann schlug das Wetter um und die folgenden Tage herrschte ein schwerer Föhnsturm, der wohl alle Spuren endgültig verwischt haben dürfte.
Was mich an dieser Geschichte besonders berührt, ist wie plötzlich und vollständig jemand - selbst noch so erfahrener Alpinist - auf dem Gletscher verschwinden kann, und vielleicht erst in 40 Jahren oder später am Gletschertor wieder zum Vorschein kommt, eine unerhörte Vorstellung, für mich jedenfalls. Welche Lehren sollen wir daraus ziehen? Etwa dass man nie die Skier ausziehen sollte auf dem Gletscher (im Winter), dass man die ARVA stets laufen lassen sollte bis man sicheren Boden unter den Füssen hat, dass man sich nicht trennen sollte, auch wenn das Ziel so nah scheint, dass auf Handy-Verbindung im Gebirge kein Verlass sein kann, dass eine kleine Rolle starkes Isolierband (Puma-Band) evtl. Leben retten kann? Verrückt auch die Vorstellung, dass wir nie wissen, wann wir uns zum letzten Mal sehen: erst im Nachhinein können wir sagen, es war dann und dann, und wir haben uns nicht mal verabschiedet. Was für eine Welt!
Nachdenklich
Chiap
--==XX==-- Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - man sieht nur mit dem Herzen gut. (Antoine de Saint-Exupéry)
| | | | Zurück zur Übersicht |  | UnglB?/A==ck am Glacier de l'Argentiere (was: Mont-Blanc: 4 Tage bei -20C ueberlebt, Himalaya: Jean-Christophe Lafaille vermisst) | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 31.01.06 08:39 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Welche Lehren sollen wir daraus ziehen? Etwa dass > man nie die Skier ausziehen sollte auf dem Gletscher (im > Winter), dass man die ARVA stets laufen lassen sollte bis man > sicheren Boden unter den Füssen hat, dass man sich nicht trennen > sollte, auch wenn das Ziel so nah scheint, dass auf > Handy-Verbindung im Gebirge kein Verlass sein kann, dass eine > kleine Rolle starkes Isolierband (Puma-Band) evtl. Leben retten > kann? Verrückt auch die Vorstellung, dass wir nie wissen, wann > wir uns zum letzten Mal sehen: erst im Nachhinein können wir > sagen, es war dann und dann, und wir haben uns nicht mal > verabschiedet. Was für eine Welt!
Das ein Tourenbindungsbruch (cf. Diamir und Silvretta Pure) nicht nur für Steilwandfahrer lebensgefährlich sein kann? Ausserdem vielleicht auch das, dass Jänner nicht wirklich der beste Monat für Tourenunternehmen auf den Gletschern des Mt. Blanc ist, zumal es in Chamonix in diesem Winter nicht viel geschneit hat und das auch noch mit viel Wind.
Aber nachher ist jeder klug und die anderen zwei sind schliesslich ohne Zwischenfälle heil runter gekommen ...
Lenka K.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Unglück am Glacier de l'Argentiere (was: Mont-Blanc: 4 Tage bei -20C ueberlebt, Himalaya: Jean-Christophe Lafaille vermisst) | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 31.01.06 10:51 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Chiap Zap <chiap-the-zap@eme.rendidqz.be> wrote in news:E09FB2F752AA45AC.F2538DA34D739EFD@ptmkhszn.drdinhqc:
> Welche Lehren sollen wir daraus ziehen? Etwa dass > man nie die Skier ausziehen sollte auf dem Gletscher (im > Winter), dass man die ARVA stets laufen lassen sollte bis man > sicheren Boden unter den Füssen hat, dass man sich nicht trennen > sollte, auch wenn das Ziel so nah scheint, dass auf > Handy-Verbindung im Gebirge kein Verlass sein kann, dass eine > kleine Rolle starkes Isolierband (Puma-Band) evtl. Leben retten > kann?
Vielleicht noch: - Touren bei Tageslicht beenden, besonders im Winter. Zusätzlich zwei Stunden Reserve helfen auch manchmal... - nicht allein auf dem Gletscher herumlaufen - die Tatsache, daß jemand irgendeinen Termin hat, verringert ein vorhandenes Risiko _nicht_
Gruß Rainer
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