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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo,
kann mir jemand etwas über den Zugang ins Höllental im Winter sagen!? Es ist nicht viel nützliches archiviert... Sind die Leitern in der Klamm jetzt im Winter abgebaut oder nicht? Wie sieht das mit dem Stangensteig im Winter aus?
Gruss, Andreas
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental=2FZugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 06.12.05 13:48 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | reiderei85@yahoo.de wrote: > kann mir jemand etwas über den Zugang ins Höllental im Winter sagen!? > Es ist nicht viel nützliches archiviert... > Sind die Leitern in der Klamm jetzt im Winter abgebaut oder nicht? Wie > sieht das mit dem Stangensteig im Winter aus? Hi Andreas,
das Hoelltal gilt im Winter als zu lawinengefaehrdet, um dort was unternehmen zu koennen. Deshalb wird der Winterraum der Hoelltalangerhuette auch zugespeert. Prinzipiell waere es wohl moeglich, ueber den Stangensteig hineinzukommen. Es koennte auch sein, dass der Hoelltalangerhuetten-Winterraum nicht abgeschlossen ist, zumindest war das im Winter 2002 vergessen worden, genauso wie die das Drehkreuz der Klamm zu schliessen. Die Klamm ist aber unpassierbar, weil die Holzteile der Stege abgebaut werden, genau wie die Gelaender, zudem vereisen die Treppen total und die Tunnel sind nicht beleuchtet. Zwar sollen schon Leute ueber die Eisengerueste geklettert sein und mit Steigeisen und Stirnlampe durch die Tunnel gekratzt haben, aber das ist natuerlich grob fahrlaessig.
Da auf der rechten Seite des Tals so gut wie kein Gewaechs steht und der Schutzwald links eher desolat ist, solltest Du wirklich SEHR sicher in der Einschaetzung von Lawinengefahr sein (besagte Leute hatten nur 15cm Schnee). Ich kann Dir also nur abraten und nochmals betonen, dass die Klamm geschlossen ist und der Winterraum zugesperrt.
Beste Gruesse, Moritz
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental/Zugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 11.12.05 15:57 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Moritz Hammer" <newsgroup001@hammersoft.de> schrieb im Newsbeitrag news:dn41b4$b0j$1@wsc10.lrz-muenchen.de... > reiderei85@yahoo.de wrote: > Es koennte auch sein, dass der Hoelltalangerhuetten-Winterraum nicht > abgeschlossen ist, zumindest war das im Winter 2002 vergessen worden,
Der Winterraum der Hütte ist aufgrund behörlicher Auflagen (seit letztem Jahr?) prinzipiell geschlossen. Steht m.W. auch unten beim Weg vor der Klamm.
Ansonsten kann man nur von der Webseite der Hütte zitieren: "Das Höllental ist im Winter absolut unzugänglich! Die Wege sind unbegehbar beziehungsweise lebensbedrohlich lawinengefährlich. Zudem ist auch noch der Schutzwald nicht mehr intakt!"
Ciao Herbert
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental/Zugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 11.12.05 19:06 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Herbert Rieger wrote: > "Moritz Hammer" <newsgroup001@hammersoft.de> schrieb im Newsbeitrag > news:dn41b4$b0j$1@wsc10.lrz-muenchen.de... >> reiderei85@yahoo.de wrote: >> Es koennte auch sein, dass der Hoelltalangerhuetten-Winterraum nicht >> abgeschlossen ist, zumindest war das im Winter 2002 vergessen worden, > > Der Winterraum der Hütte ist aufgrund behörlicher Auflagen (seit letztem > Jahr?) prinzipiell geschlossen. Steht m.W. auch unten beim Weg vor der > Klamm. > > Ansonsten kann man nur von der Webseite der Hütte zitieren: > "Das Höllental ist im Winter absolut unzugänglich! Die Wege sind unbegehbar > beziehungsweise lebensbedrohlich lawinengefährlich. Zudem ist auch noch der > Schutzwald nicht mehr intakt!"
Wie kann man die Zugspitze sonst noch im Winter ersteigen? Ich spiele den Gedanken zwischen Weihnachten und Neujahr den Jubilaeumsgrat zu gehen (welche Verhaeltnisse sind dort zu erwarten?) und wollte eigentlich auf die Seilbahn verzichten, habe andererseits auch keine Lust Ski oder Schneeschuhe mitzuschleppen. Am besten waere eine gemaessigte Eisrinne so bis 70 grad, die werden aber nicht weniger lawinengefaehrdet sein als die Hoellentalklamm nehme ich an.
Wenn jemand einen Steig oder eine andere objektiv sichere Methode kennt, im Winter auf die Zugspitze zu gelangen, waere ich ihm fuer Hinweise extrem dankbar.
mfg
Jupp Mueller
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental/Zugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 11.12.05 20:37 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Wie kann man die Zugspitze sonst noch im Winter ersteigen? Ich spiele > den Gedanken zwischen Weihnachten und Neujahr den Jubilaeumsgrat zu > gehen (welche Verhaeltnisse sind dort zu erwarten?) und wollte > eigentlich auf die Seilbahn verzichten, habe andererseits auch keine > Lust Ski oder Schneeschuhe mitzuschleppen. Am besten waere eine > gemaessigte Eisrinne so bis 70 grad, die werden aber nicht weniger > lawinengefaehrdet sein als die Hoellentalklamm nehme ich an. > > Wenn jemand einen Steig oder eine andere objektiv sichere Methode kennt, > im Winter auf die Zugspitze zu gelangen, waere ich ihm fuer Hinweise > extrem dankbar.
Hallo Jupp,
den Jubi im Winter geht man normalerweise immer nur Bahn zu Bahn (Zugspitzbahn rauf, Osterfelder Bahn runter oder etwas länger umgekehrt). Einen sicheren und sinnvollen Winteranstieg zu Fuss gibt es nicht. Auch der Grat hat bei Lawinengefahr seine Tücken, z.B. die Querung runter zur Grießkarscharte. Am besten bei Hartschnee machen. Dann kann man das auch an einem Tag machen sonst braucht man u.U. ein Biwak oder 'ne gute Stirnlampe.
Grüße, PeterCS.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental/Zugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 12.12.05 02:35 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Jupp Mueller" <jupp.mueller@mailbox.tu-dresden.de> schrieb im Newsbeitrag news:4035n2F183lg7U1@news.dfncis.de...
> Wenn jemand einen Steig oder eine andere objektiv sichere Methode kennt, > im Winter auf die Zugspitze zu gelangen, waere ich ihm fuer Hinweise > extrem dankbar.
"objektiv sicher"? Was soll das sein? Nicht mal die Fahrt mit der Zahnradbahn aufs Platt und dann mit der Gletscherbahn auf den Gipfel dürfte im Winter objektiv sicher sein.
Der Jubi wird im Winter öfter begangen, beim Googeln nach "Winter" und "Jubiläumsgrat" findest Du etliche Tourenberichte. Je nach Zustands des Grats (Wächten, Verwehungen, Blankeis usw.) durchaus machbar oder auch selbstmörderisch. Wie der Zustand des Grats zwischen Weihnachten und Neujahr sein wird, weiß im Moment wohl noch kaum jemand.
[externer Link] [externer Link] [externer Link]
sehr zu empfehlen: [externer Link] (extremst schöne Bilder, aber ein Tourabbruch)
Von Bahn zu Bahn (früheste Auffahrt jeweils um 8, Abfahrt ca. um 16.30 Uhr) dürfte im Winter teilweise schwierig sein. Alpspitze-Zugspitze sind ca. 8 km und 800 Höhenmeter im Aufstieg plus 500 Höhenmeter im Abstieg.
Alle Zustiege sind auch im Winter schon irgendwann mal gemacht worden: über den Waxensteinkamm und die Riffelspitzen schon kurz nach 1900, vom Eibsee übers Österreichische Schneekar (Wiener-Neustädter-Hütte, 18Hundertnochwas erstmals im Januar vom Bergmaler Compton), den ganzen Wettersteinkamm hin und her... So um 1900 brachte ein Bergführer (der Schweizer-Bartl?) dem auf der Zugspitze hausenden Meteorologen einen Tannenbaum zu Weihnachten rauf, Zustieg übers Reintal und Zugspitzplatt... Das dürfte auch der am relativ sicherste Weg sein im Winter; bis zum Platt eventuell eine ziemliche bis wahnsinnige Spurarbeit (wegen der Länge, kürzer und wahrscheinlich besser übers Gatterl, dort gibt es österreichseitig viele Pisten), wie es vom Platt zum Gipfel geht, entzieht sich meiner Erfahrung, könnte aber über den Kamm gehen, da die BZB dort wohl regelmäßig Lawinensprengungen durchführt... Eisrinnen sind wohl kaum zu finden, aber viel Schnee.
Ciao Herbert
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental=2FZugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 12.12.05 13:54 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Herbert Rieger wrote: > Je nach Zustands des Grats (Wächten, Verwehungen, Blankeis usw.) durchaus > machbar oder auch selbstmörderisch. Wie der Zustand des Grats zwischen > Weihnachten und Neujahr sein wird, weiß im Moment wohl noch kaum jemand. Der Zustand des Begehers spielt auch eine Rolle. Je nachdem, wie fit man in dem Gelaende ist (und natuerlich je nach Bedingungen - mein Bruder kam letzten Winter nicht mal auf die Alpspitze hoch, weil zu viel Schnee lag), kann eine Begehung zwischen zwei ganzen Tagen und fuenf Stunden dauern. Oft reicht es am ersten Tag nicht mal bis zur Biwakschachtel. Ein Gaskocher kann dann den Unterschied zwischen "epic in the making" und halbwegs ertraeglichem Notbiwak machen ;-)
> Das dürfte auch der am relativ sicherste Weg sein im Winter; bis zum Platt > eventuell eine ziemliche bis wahnsinnige Spurarbeit Das ist als "kombinierte Skitour" moeglich: [externer Link] (Einer meiner Lieblingstourenberichte!)
Beste Gruesse, Moritz
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental/Zugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 12.12.05 16:40 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Herbert Rieger wrote: > "Jupp Mueller" <jupp.mueller@mailbox.tu-dresden.de> schrieb im Newsbeitrag > news:4035n2F183lg7U1@news.dfncis.de... > >> Wenn jemand einen Steig oder eine andere objektiv sichere Methode kennt, >> im Winter auf die Zugspitze zu gelangen, waere ich ihm fuer Hinweise >> extrem dankbar. > > "objektiv sicher"? Was soll das sein? Nicht mal die Fahrt mit der > Zahnradbahn aufs Platt und dann mit der Gletscherbahn auf den Gipfel dürfte > im Winter objektiv sicher sein.
Ich meinte eigentlich Routen die bei geringer Warnstufe nicht von Lawinen bedroht sind. Die Hoellentalklamm scheint laut Fuehrer nicht dazu zu gehoeren, wobei weder Vereisung noch Dunkelheit in den Tunneln fuer mich zu den objektiven Gefahren zaehlen...
> Der Jubi wird im Winter öfter begangen, beim Googeln nach "Winter" und > "Jubiläumsgrat" findest Du etliche Tourenberichte.
Habe ich alle gelesen, auch den aktuellen Artikel im "Bergsteiger".
> Je nach Zustands des Grats (Wächten, Verwehungen, Blankeis usw.) durchaus > machbar oder auch selbstmörderisch. Wie der Zustand des Grats zwischen > Weihnachten und Neujahr sein wird, weiß im Moment wohl noch kaum jemand.
Ich dachte eher an allgemeine Aussagen, wie z.B. dass dort momentan nicht viel Schnee liegt und wenn es nicht weiter schneit sieht es ganz ok aus, bzw aehnliches ...
> [externer Link] > [externer Link] > [externer Link] > > sehr zu empfehlen: > [externer Link] > (extremst schöne Bilder, aber ein Tourabbruch) > > Von Bahn zu Bahn (früheste Auffahrt jeweils um 8, Abfahrt ca. um 16.30 Uhr) > dürfte im Winter teilweise schwierig sein.
Ich rechne auf jeden Fall mit 1 Biwak.
> Alpspitze-Zugspitze sind ca. 8 km und 800 Höhenmeter im Aufstieg plus 500 > Höhenmeter im Abstieg. > > Alle Zustiege sind auch im Winter schon irgendwann mal gemacht worden: über > den Waxensteinkamm und die Riffelspitzen schon kurz nach 1900, vom Eibsee > übers Österreichische Schneekar (Wiener-Neustädter-Hütte, 18Hundertnochwas > erstmals im Januar vom Bergmaler Compton), den ganzen Wettersteinkamm hin > und her... So um 1900 brachte ein Bergführer (der Schweizer-Bartl?) dem auf > der Zugspitze hausenden Meteorologen einen Tannenbaum zu Weihnachten rauf, > Zustieg übers Reintal und Zugspitzplatt... > Das dürfte auch der am relativ sicherste Weg sein im Winter; bis zum Platt > eventuell eine ziemliche bis wahnsinnige Spurarbeit (wegen der Länge, kürzer > und wahrscheinlich besser übers Gatterl, dort gibt es österreichseitig viele > Pisten), wie es vom Platt zum Gipfel geht, entzieht sich meiner Erfahrung, > könnte aber über den Kamm gehen, da die BZB dort wohl regelmäßig > Lawinensprengungen durchführt...
Die Frage ist jetzt ob das fuer oder gegen den Kamm spricht ;)
Jupp
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental/Zugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.12.05 01:52 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Andreas
Habe vor 2 Jahren den Anstieg Mitte (13.) Dezember gemacht. Damals hat es aber auch wirklich, wirklich wenig Schnee gegeben (erster ab oberhalb Brett). Achtung: heuer gehts auf alle Fälle nicht mehr!!! Da ists jetzt saumässig gefährlich.
Die Klamm war ganz gut zu begehen. Die Bretter sind zwar weg, man kann aber im Spreizschritt auf den 2 noch vorhandenen Eisenleisten (da wo die Bretter draufgelegt waren) und mit einiger Luft unterm Hintern drüberlaufen. Die 2. Brücke existiert dann auch nicht mehr, dafür 3 wackelige Stahlseile für den Balanceakt überm sprudelnden Wasser ;o)... Drehkreuz und Tore waren offen. Wie es aber heuer dort aussieht, kann ich Dir leider nicht sagen. Wege waren vereist. Tunnel (sau-) dunkel ohne Stirnlampe..
Die grössten Probleme und Gefahren an der ganzen Geschichte gabs eigentlich erst ab Klettersteigbeginn oberhalb vom Ferner. Da dieser durch die S, E und N Wände von Riffelspitze & Zugspitze geht waren die Drahtseile zum allergrössten Teil unterm Schnee/Eis. Ausgraben ist sinnlos. Hier, an den schwierigsten Stellen vom Aufstieg, hat man also nix, überhaupt nix, zum Sichern. Und da die Geschichte im steilen felsdurchsetzten Gelände abläuft (v.a. überwiegend Querungen!!!) macht das Ganze nicht gerade angenehmer (hohe Lawinengefahr.. und unsichere Tritte.) (den Höllentalferner gibts eigentlich nur noch, weil der im Winter von den umliegenden Wänden im höchsten Mass von Lawinen genährt wird...)
Und wie gesagt, idas Ganze ging nur weil wirklich wenig Schnee lag. Ansonsten rauschen nicht nur dort hinten sondern im gesamten Höllental die Lawinen nur so runter. Sieht man in Frühjahr recht schön...
Ausserdem verkürzte Tageszeit und letzte Talfahrt der Bahn beachten!!!
Liebe Grüsse aus München, Thomas
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Höllental/Zugspitze im Winter? | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 13.12.05 11:36 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | reiderei85@yahoo.de schrieb:
> Hallo, > > kann mir jemand etwas über den Zugang ins Höllental im Winter sagen!? > Es ist nicht viel nützliches archiviert... > Sind die Leitern in der Klamm jetzt im Winter abgebaut oder nicht? Wie > sieht das mit dem Stangensteig im Winter aus? > > Gruss, Andreas
Seas Andreas Wie die anderen ja schon mehr oder weniger deutlich gepostet haben gibts keinen objektiv sicheren anstieg auf die zs im winter. der jubi selbst kann auch hübsch giftig sein, die von herbert geposteten links zeigen recht gute bedingungen (schau auch unter bergsteigen.at bei berichte ein schon älterer bericht vom blassengrat nebenan "ned ganz optimal..."). eine elegegante by-fair-means-lösung ist von hammersbach auf die alpspitze und zur zs, dann kannst die bahnfahrt hinunter unter meine-knie-sind-scho-hi durchgehen lassen. Viel Spass & heil bleiben Walter
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