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Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen30.08.04 00:33 Uhr
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen30.08.04 11:09 Uhr
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Hi Luidger,

> Im Klier steht,
> dass der Südgrat I sein soll. Der untere Südgrat ist ein harmloser
> Grasrücken (nicht im Bild), aber der steile Aufschwung zum Vorgipfel sieht
> zumindest von unten nicht nach I aus (rechts im Bild).

ich war am Samstag auch da in der Nähe und bin auch auf den Klier
"reingefallen". Zusammen mit meinem Bruder und einem Freund wollte ich
auf die Kaltwasserkarspitze - ein alter Traum von mir. Der Anfang war ja
noch recht nett, nur der Steig auf den kleinen Heisenkopf war nicht ganz
einfach zu finden weil irgendein militanter Bergsteiger / eine militante
Lawine das Steinmandl weggeputzt hat, das den Einstieg markiert. Habs
mal wieder hingestellt - mal schaun, ob es nächsten Sommer noch da ist.
Kurz hinter dem großen Heisenkopf sind wir dann in Schnee gekommen. Die
ersten beiden Einschartungen der Sägezähne, waren im Schnee schon etwas
heikel, da die Platten doch teilweise ziemlich rutschig waren. So weit
war ich mit der Beschreibung im Klier auch einverstanden.

Danach heißt es laut Klier mehr oder minder fröhlich locker auf der
Gratschneide (II). Das ging noch ungefähr 50 Meter gut, dann war aber
Schluß mit fröhlich locker und vor allem Schluß mit II. Das war soweit
ich das einschätzen kann dort, wo die mittlere der drei Rinnen (die
unten zu einer zusammenlaufen) den Grat erreicht.

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Wenn ich mir die Bilder anschaue, die ich von der Birkkarspitze aus
gemacht habe war das zugleich die letzte "ernstzunehmende" Schwierigkeit
auf dem Weg zum Gipfel. Wäre der Schnee nicht gewesen, wäre ich halt die
Rinne runter und eine weiter drüben wieder rauf. Der Grataufschwung
selbst sah mir aber mit normalen Bergschuhen doch irgendwie nicht ganz
geheuer aus (III oder schlimmer). Also: Raufzus ja, geht schon, aber
runter?! Nicht in dem Gelände, nicht mit der Ausrüstung.

Irgendwer wird ja da sicher schon oben gewesen sein. Kann mir jemand
erklären, wie man über diesen Absatz kommt? Oder wo es außenrum geht? Es
sah so aus, als könnte man bei trockenen Felsen mit etwas Mut westlich
drumrumklettern. Aber wetten möchte ich darauf nicht. Es geht um den
ersten Grataufschwung nach der ersten Einschartung nach den beiden
Einschartungen, die man wie im Klier beschrieben durch die Ostflanke
erreicht.

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Oder muß man da einfach trotzdem oben drüber?

Auf dem Rückweg haben wir noch drei weitere Bergsteiger getroffen, von
denen einer aber nicht besonders gesprächig war, die anderen zwei
wollten ihr Glück trotzdem versuchen - keine Ahnung, ob sie's geschafft
haben. Wahrscheinlich hätten wir uns schon getraut, wenn der damische
Schnee nicht gewesen wäre ...

Ist immer ein bißchen schade, 50 Höhenmeter unter dem Gipfel aufgeben zu
müssen.

> Ist die Beschreibung im Klier
> falsch?

Ich habe so den Eindruck gewonnen, daß die Beschreibungen im Klier etwas
verharmlosend sind und die eigentlichen Schwierigkeiten öfter mal etwas
unterbewertet oder unter den Tisch gekehrt werden.

Ein anderer Bergsteiger, den wir dann unten im Tal am Moserkarbach
getroffen haben, erzählte mir, daß es mit der Kaltwasserkarspitze
sowieso bergab geht, da hätte sich in den letzten beiden Jahren quer
durch das Gipfelplateau ein riesiger Riß aufgetan. Außerdem hat er
irgendwelche Geschichten von 6 Stunden Abstieg (wir haben vom
Umkehrpunkt aus knappe drei gebraucht) und lustiges
Durch-Die-Latschen-Purzeln ausgepackt. Naja, mal sehen. Nächstes Jahr
noch mal, dann aber mit optimierter Ausrüstung ;-)

Was die Moserkarspitze angeht, ich hab mal ein Bild hochgeladen, das ich
am Samstag gemacht hab:

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Da sieht man den kompletten Südgrat drauf. So wie ich das sehe trifft
die Beschreibung "leicht über Schrofen auf den Grat" bloß für ganz unten
zu. Da sieht es zumindest so aus, als könnte man ohne größere
Klettereinlagen da rauf kommen. Wobei das auf dem Bild natürlich auch
gehörig täuschen kann ...

Ciao,

Harry
(Latschenkieferhasser)
(seit Samstag erst recht)

--
Harald Breitkreutz
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen30.08.04 21:32 Uhr
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen31.08.04 10:25 Uhr
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Hi Luidger,

> Die Abzweigung vom Steig ins Moserkar ist doch dort auf rund 1450m, wo die
> Äste den Abzweig verdecken sollen, oder?

Ja, das kommt hin.

> > [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
>
> Sehr schönes Bild, der Einschnitt vor dem Vorgipfel sieht aus der
> Perspektive viel harmloser aus....

Ist er aber glaube ich doch nicht ... ich hab noch ein anderes Bild
gefunden, da schaut er deutlich schwieriger aus. Eigentlich fast noch
schwieriger als auf Deinem Bild.

> Ihr müßt ziemlich früh oben gewesen sein, so nach Sonnenstand und (noch
> fehlender) Bewölkung zu schließen.
>
> Sonst wären wir uns fast über den Weg gelaufen.

Wir sind kurz nach sieben in Scharnitz los. Das war aber schon fast zu
spät, da es in den Latschengassen schon ziemlich heiß war. Trotzdem
waren wir die ersten oben am Grat, die anderen kamen so ca. eine halbe
bis eine Stunde nach uns. Vielleicht hast Du ja unsere Räder am Bach
flacken sehen ;-)

> Gestern plätscherte der Moserkarbach noch ganz
> lustig vor sich hin, oben im Kar auf ca. 2100m gibt's sogar einen kleinen
> Wasserfall. Aber nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, dort auch
> noch einen kleinen Infostand aufzubauen. ;)

Wenn ich micht richtig erinnere war aber letztes Jahr der Moserkarbach
trocken. Am Samstag wars der absolute Traum, die qualmenden Füße in den
kalten Bach zu hängen :-)

Ciao,

Harry

--
Harald Breitkreutz
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen03.09.04 23:15 Uhr
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Luidger Roeckrath wrote:

>> Ich habe so den Eindruck gewonnen, daß die Beschreibungen im Klier
>> etwas verharmlosend sind und die eigentlichen Schwierigkeiten öfter
>> mal etwas unterbewertet oder unter den Tisch gekehrt werden.
>
> Sagen wir eher streng bewertet, zumindest bei den einsameren Touren.

Weil wir grad dabei waren: Ich war gestern kurz entschlossen auf der
Hochkarspitze. Wolkenloses Wetter und ausgezeichnete Fernsicht. Die an
dieser Stelle nur wenig höheren Berge der Haputkette beeinträchtigen die
Sicht kaum. W-Anstieg aus dem Großkar lohnend und relativ unproblematisch,
ein paar Ier-Stellen. Der Abstieg ins Hochkar durch die Rinne der O-Wand
(der AVF meint ebenfalls I) ist dagegen *deutlich* anspruchsvoller, 2-3
Stellen in der Rinne m.E. klar IIer-Stellen. Das unangenehmste ist aber das
sehr unübersichtliche, steile und abseits der Route auch sehr bald
ungangbare Gelände und das viele lose Gestein. Eher wenig empfehlenswert.
Als "Belohnung" nach diesem Abstieg dann noch die 300 Hm auf die
benachbarte Raffelspitze, bemerkenswert, was die 150m weniger Höhe für die
Fernsicht ausmachen, dafür schöner Tiefblick ins Karwendeltal.
Bemerkenswert fand ich, wie wenig besucht die Hochkarspitze ist, obwohl
einer der "großen" Gipfel der nördlichen Kette und weder besonders schwer
noch übermäßig mühsam noch übermäßig langwierig zu erreichen. 10-13
dokumentierte Besteigungen/Jahr in den letzten Jahren finde ich selbst für
einen weglosen Karwendelgipfel recht wenig, anno 2004 war ich erst die
sechste Person da oben und die Besteiger 4 und 5 waren mir nur um eine
halbe Stunde zuvorgekommen.

> Habe übrigens noch mal die neuen großen Infotafeln am Isarursprung
> studiert, und jetzt weiß ich auch, warum der Ursprung dort ist und
> nicht viel höher. Angeblich fließt nur aus den Quellen am
> Isarursprung das ganze Jahr (365 Tage) Wasser, während die anderen
> Quellbäche im Sommer trockenfallen würden.

Ich nehme an, daß das Wasser dann in Abschnitten unterirdisch fließt, d.h.
bei geringer Wasserführung im durchlässigen Schotteruntergrund versickert
und weiter unten wieder austritt. Daß die Quellbäche im Roßloch, Moserkar
usw. im Sommer völlig versiegen, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Gruß,
Christoph

 
 
 
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Hochkarspitze (was Kaltwasserkarspitze)

Bergsteiger beim Bergsteigen10.09.04 21:24 Uhr
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Hochkarspitze (was Kaltwasserkarspitze)

Bergsteiger beim Bergsteigen12.09.04 21:45 Uhr
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Luidger Roeckrath wrote:
> On Fri, 3 Sep 2004, Christoph Muenzing wrote:
>
>> Weil wir grad dabei waren: Ich war gestern kurz entschlossen auf der
>> Hochkarspitze. Wolkenloses Wetter und ausgezeichnete Fernsicht. Die
>> an dieser Stelle nur wenig höheren Berge der Haputkette
>> beeinträchtigen die Sicht kaum. W-Anstieg aus dem Großkar lohnend
>> und relativ unproblematisch, ein paar Ier-Stellen.
>
> Die habe ich auch schon ins Auge gefasst.

Durchaus zu empfehlen!

> Von der Pleisenspitze hat
> man ja einen perfekten Blick ins Grosskar, aber man kann nicht so
> recht erkennen, wo der Weg durch die Steilstufe ins obere Grosskar
> verlaufen soll. Ist der schwer zu finden?

Die Steilstufe wird links, in den vom Schönberg-S-Grat herabkommenden
Hängen, überwunden (wie in der AVK eingezeichnet). Im Bereich dieser
Steilstufe ist der Pfad recht deutlich (unterhalb ist er das nicht immer
und im oberen Großkar verliert er sich ganz). Hatte da keine Probleme, den
Weg zu finden.
Ich bin übrigens direkt vom Schafstallboden über den lt. AVF "verfallenen"
Steig ins Großkar aufgestiegen, den Anfang muß man gründlicher suchen als
ich das getan habe ;-), aber dann geht's ganz gut, teilweise ist er etwas
undeutlich, aber überall problemlos gangbar. Wegverlauf so wie in der AVK
wiedergegeben.
Der Gipfelanstieg ist mit der Beschreibung im AVF problemlos zu finden, aus
dem flachen Boden des oberen Großkars betrachtet, ist die Route ziemlich
offensichtlich.

Gruß,
Christoph

 
 
 
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen30.08.04 22:44 Uhr
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Harald Breitkreutz wrote:

Hallo Harry!

> ich war am Samstag auch da in der Nähe

ich leider nicht (als ich das Wetter am Sa gesehen habe, habe ich mich
deshalb geärgert ;-))

> und bin auch auf den Klier
> "reingefallen". Zusammen mit meinem Bruder und einem Freund wollte ich
> auf die Kaltwasserkarspitze - ein alter Traum von mir. Der Anfang war
> ja noch recht nett, nur der Steig auf den kleinen Heisenkopf war
> nicht ganz einfach zu finden

von der Moserkar oder Birkkarseite?

> Irgendwer wird ja da sicher schon oben gewesen sein. Kann mir jemand
> erklären, wie man über diesen Absatz kommt? Oder wo es außenrum geht?
> Es sah so aus, als könnte man bei trockenen Felsen mit etwas Mut
> westlich drumrumklettern. Aber wetten möchte ich darauf nicht. Es
> geht um den ersten Grataufschwung nach der ersten Einschartung nach
> den beiden Einschartungen, die man wie im Klier beschrieben durch die
> Ostflanke erreicht.

Ich erinnere mich an einen schwärzlichen Felsaufschwung am Grat, den ich
nach etwas Überlegen ostseitig (auf der Moserkarseite) umgangen habe. War
für ein paar Meter recht unangenehm da etwas ausgesetzt. Dananch dann
wieder problemlos (auch der Gipfelaufschwung ist wieder deutlich leichter
als weite Strecken am Grat). Ob das auch der "richtige" Weg war, weiß ich
nicht.
Auf Deinem Bild erkenne ich die Stelle zwar nicht zweifelsfrei wieder, aber
Deine Beschreibung hört sich sehr danach an, außerdem war das die mit
Abstand kniffligste Stelle am Grat.

> Oder muß man da einfach trotzdem oben drüber?

M.E. nein, von der anderen Seite schaut besagter Gratturm auch nicht viel
freundlicher aus.

> Auf dem Rückweg haben wir noch drei weitere Bergsteiger getroffen, von
> denen einer aber nicht besonders gesprächig war, die anderen zwei
> wollten ihr Glück trotzdem versuchen - keine Ahnung, ob sie's
> geschafft haben. Wahrscheinlich hätten wir uns schon getraut, wenn
> der damische Schnee nicht gewesen wäre ...

Bei dem Neuschnee in dem Gelände da oben sicher nicht verkehrt.

> Ist immer ein bißchen schade, 50 Höhenmeter unter dem Gipfel aufgeben
> zu müssen.
>
>> Ist die Beschreibung im Klier
>> falsch?
>
> Ich habe so den Eindruck gewonnen, daß die Beschreibungen im Klier
> etwas verharmlosend sind und die eigentlichen Schwierigkeiten öfter
> mal etwas unterbewertet oder unter den Tisch gekehrt werden.

Sehe ich ähnlich. Mir sind da auch schon ein paar Unstimmigkeiten bzw.
Inkonsistenzen in der Bewertung aufgefallen.
Wobei es beim Karwendel-AVF ganz generell so ist, daß die Routenangaben
meist durch ihre lapidare Kürze bestechen und und auf das allernötigste
beschränkt sind, die "Feinarbeit" vor Ort bleibt einem selbst überlassen
(was ich im Prinzip richtig finde).
Von daher ist eigentlich noch im Rahmen, daß bei einer Gratroute nicht
jedes Abweichen von der Gratschneide eigens erwähnt wird.

> Ein anderer Bergsteiger, den wir dann unten im Tal am Moserkarbach
> getroffen haben, erzählte mir, daß es mit der Kaltwasserkarspitze
> sowieso bergab geht, da hätte sich in den letzten beiden Jahren quer
> durch das Gipfelplateau ein riesiger Riß aufgetan. Außerdem hat er
> irgendwelche Geschichten von 6 Stunden Abstieg

Im Latschenlabyrinth verirrt?

> (wir haben vom
> Umkehrpunkt aus knappe drei gebraucht)

für den Abstieg würde ich die Westflanke Richtung Hochjöchl empfehlen, m.E.
leichter als der Heissengrat. Und zwar die Route über die nördliche Linke
der drei Rinnen, die NW-Kante (im AVF liest sich das als gleichwertige
Alternative) sah deutlich heikler aus (womit wir wieder bei o.g.
Inkonsistenzen wären).

> Was die Moserkarspitze angeht,

die kenn' ich (noch ;-)) nicht, kann deshalb nix dazu sagen.

Gruß,
Christoph

 
 
 
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen31.08.04 10:14 Uhr
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Hi Christoph,

> von der Moserkar oder Birkkarseite?

Von der Moserkarseite. Sah auf der Karte kürzer aus als von der
Birkkarseite.

> Ich erinnere mich an einen schwärzlichen Felsaufschwung am Grat, den ich
> nach etwas Überlegen ostseitig (auf der Moserkarseite) umgangen habe. War
> für ein paar Meter recht unangenehm da etwas ausgesetzt. Dananch dann
> wieder problemlos (auch der Gipfelaufschwung ist wieder deutlich leichter
> als weite Strecken am Grat). Ob das auch der "richtige" Weg war, weiß ich
> nicht.

Ich schätze mal Du bist da über ein paar ausgesetzte Felsplatten
gekraxelt. Daran hatte ich auch kurz gedacht, da die Platten aber alle
voll Schnee lagen und doch ziemlich ausgesetzt waren, war mir das dann
doch zu heikel. Stefan meint ja, er wäre birkkarseitig drumrum, da war
aber die Rinne voll mit Schnee, und bei der Steigung wollte ich auch
nicht unbedingt ausprobieren, ob das Zeug hält oder nicht. Aber für
nächstes Jahr weiß ich ja jetzt bescheid, und ich bin heilfroh, daß man
nicht obendrüber muß ;-)

> M.E. nein, von der anderen Seite schaut besagter Gratturm auch nicht viel
> freundlicher aus.

So sah das auf dem Bild von mir auch aus.

> Im Latschenlabyrinth verirrt?

Naja ich weiß nicht, vom Großen Heisenkopf runter geht's eigentlich, was
die Verirrbarkeit in den Latschen angeht. Da fand ich den Abstieg vom
Risser Falk durchs Falkenkar schlimmer ...

> für den Abstieg würde ich die Westflanke Richtung Hochjöchl empfehlen, m.E.
> leichter als der Heissengrat. Und zwar die Route über die nördliche Linke
> der drei Rinnen, die NW-Kante (im AVF liest sich das als gleichwertige
> Alternative) sah deutlich heikler aus (womit wir wieder bei o.g.
> Inkonsistenzen wären).

Ja, das hab ich mir auch gedacht. Nur wenn die Rinnen voller Schnee sind
möchte ich da eigentlich nicht ungesichert runter. Außerdem muß ich
ehrlich sagen, daß ich auf dem Abstieg eigentlich kaum Probleme gehabt
habe (außer dem obligatorischen Kampf gegen die Latschen).

Danke Dir und Stefan.

> > Was die Moserkarspitze angeht,
>
> die kenn' ich (noch ;-)) nicht, kann deshalb nix dazu sagen.

Die wird nächstes mal als Alternative festgesetzt. Wenn die Kwksp.
wieder mit Schnee aufwartet hat sie halt Pech gehabt und ich geh dafür
auf die Moserkarspitze ;-)

Ciao,

Harry

--
Harald Breitkreutz
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen31.08.04 12:30 Uhr
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Harald Breitkreutz wrote:

>> Ich erinnere mich an einen schwärzlichen Felsaufschwung am Grat, den
>> ich nach etwas Überlegen ostseitig (auf der Moserkarseite) umgangen
>> habe. War für ein paar Meter recht unangenehm da etwas ausgesetzt.
>> Dananch dann wieder problemlos (auch der Gipfelaufschwung ist wieder
>> deutlich leichter als weite Strecken am Grat). Ob das auch der
>> "richtige" Weg war, weiß ich nicht.
>
> Ich schätze mal Du bist da über ein paar ausgesetzte Felsplatten
> gekraxelt.

Ja.

> Daran hatte ich auch kurz gedacht, da die Platten aber alle
> voll Schnee lagen und doch ziemlich ausgesetzt waren, war mir das dann
> doch zu heikel.

Bei Schnee hätte ich das wohl auch nicht gemacht...

> Stefan meint ja, er wäre birkkarseitig drumrum,

ist vermutlich sogar die elegantere Umgehung (habe ich mir gar nicht
angeschaut).

> Naja ich weiß nicht, vom Großen Heisenkopf runter geht's eigentlich,
> was die Verirrbarkeit in den Latschen angeht.

Wenn man den Weg ins Moserkar gefunden hat, kein Problem. Könnte mir
vorstellen, daß man im Abstieg dran vorbeilaufen kann (wenn man ihn nicht
kennt), da der doch etwas weiter oben rauskommt, als man intuitiv vermuten
würde (noch ein ganzes Stück überm Kl. Heissenkopf). Bei genauem
Kartenstudium sollte man ihn aber finden.

>>> Was die Moserkarspitze angeht,
>>
>> die kenn' ich (noch ;-)) nicht, kann deshalb nix dazu sagen.
>
> Die wird nächstes mal als Alternative festgesetzt. Wenn die Kwksp.
> wieder mit Schnee aufwartet hat sie halt Pech gehabt und ich geh dafür
> auf die Moserkarspitze ;-)

Sonnenspitze hätte es auch noch...

Gruß,
Christoph

 
 
 
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen31.08.04 21:46 Uhr
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen31.08.04 23:17 Uhr
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Luidger Roeckrath wrote:
> Hallo Christoph,
>
> On Tue, 31 Aug 2004, Christoph Muenzing wrote:
>
>> Sonnenspitze hätte es auch noch...
>
> Schon gemacht?

Nein.

> Die Westseite kann man ja von der Moserkarspitze gut einsehen und
> sich so ungefähr vorstellen, wo die Anstiege auf die Nördliche und
> Südliche verlaufen sollen.
>
> [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Sehr schönes und instruktives Bild.

> Der Anstieg auf die Nördliche duch die Rinne der Westflanke scheint
> recht anspruchsvoll zu sein.

Ja, der AVF warnt außerdem vor der schwierigen Orientierung (im Abstieg).
Leichter ist wohl der SW-Grat der Südlichen, der schaut nicht so wild aus.
Was mir da nur nicht ganz klar ist, ist, wie man besten von der
Moserkreinmündung auf den SW-Rücken kommt, der AVF hält sich da etwas
bedeckt.
Der Grat zwischen den Gipfeln lt AVF mit IIIer-Stellen, ich habe aber mal
irgendwo gelesen, das gehe auch leichter, wenn man sich etwas unterhalb der
Schneide hält.

Gruß,
Christoph

 
 
 
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen31.08.04 21:35 Uhr
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Kaltwasserkarspitze, Moserkarspitze Suedgrat

Bergsteiger beim Bergsteigen30.08.04 23:02 Uhr
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Hi Harry,

> Irgendwer wird ja da sicher schon oben gewesen sein. Kann mir jemand
> erklären, wie man über diesen Absatz kommt? Oder wo es außenrum geht? Es
> sah so aus, als könnte man bei trockenen Felsen mit etwas Mut westlich
> drumrumklettern. Aber wetten möchte ich darauf nicht. Es geht um den
> ersten Grataufschwung nach der ersten Einschartung nach den beiden
> Einschartungen, die man wie im Klier beschrieben durch die Ostflanke
> erreicht.

Man muss tatsächlich einmal vor einem Turm ca. 5m nach Westen absteigen
und kann dann auf einem schmalen Band zum Grat zurück queren (jedenfalls
habe ich das so gemacht). Besonders schwierig war das nicht, da waren
vorher schwierigere Stellen.

> ...
> Durch-Die-Latschen-Purzeln ausgepackt. Naja, mal sehen. Nächstes Jahr
> noch mal, dann aber mit optimierter Ausrüstung ;-)

Dann viel Glück,

Stefan

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