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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen08.08.05 23:02 Uhr
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Hallo,

sollte kommendes WE kein schlechtes Wetter kommen, haben wir zu fünft
eine Tour Bernina vor:
- Sa: Tschierva Hütte-Piz Roseg über Eselsgrat-Rifugio Marco e Rosa
- So: Spedla-Bernina und zurück zu Marco e Rosa
- Mo: Piz Palü-Diavolezza

Wir haben alle Skihochtourenerfahrung, sind aber keine Kletterer. Einen
IIer kriegen wir gut hin, aber wie böse und lang sind die IIIer-Stücke?
Wie schmal sind die Grate?

Mic
 
 
 
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen08.08.05 23:38 Uhr
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"Michael Zedler" <Michael.Zedler@tum.de> schrieb

> sollte kommendes WE kein schlechtes Wetter kommen, haben wir zu fünft eine
> Tour Bernina vor:
> - Sa: Tschierva Hütte-Piz Roseg über Eselsgrat-Rifugio Marco e Rosa

Servus Mic,

- wie ihr vom Roseg zur Marco e Rosa kommen wollt ist mir im Moment so auf
Anhieb nicht ganz klar, allerdings kenn ich mich in der Gegend auch nicht
soo gut aus, dass ich alle Routen kenne, jedoch ist mir keine übliche Route
bekannt. Wenns geht wirds in jedem Fall ein langer Tag, da ich Tschiervea -
Eselsgrat - Gipfel und zurück schon als nicht so kurz empfunden hab.

> - So: Spedla-Bernina und zurück zu Marco e Rosa
> - Mo: Piz Palü-Diavolezza

> Wir haben alle Skihochtourenerfahrung, sind aber keine Kletterer. Einen
> IIer kriegen wir gut hin, aber wie böse und lang sind die IIIer-Stücke?
> Wie schmal sind die Grate?

Wenn ihr den Eselsgrat gemeistert habt, dann kommen am So und Mo zumindest
keine schwierigeren Kletterstellen mehr - den Spallagrat hab ich jedoch
schon noch etwas luftiger in Erinnerung - und mehr Betrieb ist dort auch,
was an den schmalen Stellen schon für nervige Staus sorgen kann. Palü ist
bei gutem Wetter problemlos, auch wenns stellenweise schon auch schmal
werden kann (je nach Verhältnissen) - bei starkem Wind oder Gewitter kanns
dort droben aber auch ungemütlich sein. Die größeren Probleme kann hier eher
der Gletscherabstieg zur Diavolezza bringen - vielleicht dort nach den
aktuellen Verhältnissen erkundigen, hat schon Jahre gegeben, wo der Abstieg
wegen zu großer Spalten nicht möglich war.

Schönen Gruß

Markus

--
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen09.08.05 09:13 Uhr
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Hallo Michael,

> - Sa: Tschierva Hütte-Piz Roseg über Eselsgrat-Rifugio Marco e Rosa
Ein bisschen klettern muss man am eselsgrat schon, gute kletterer gehen
den eselsgrat zwar oft auch seilfrei, aber einige stellen sind schon
etwas steiler. Würde auf jedenfall zwei seilschaften machen, sonst kann
das zu fünft ganz schön dauern.
Ich nehme an wenn ihr zum rif. marco e rosa wollte, dass ihr über die
westflanke absteigt und in die Fuorcla da la Sella rauf geht und von
dort auf der Südseite am rosegg vorbei und von der Vadretta di Scerscen
über den klettersteig zur marco e rosa hütte aufsteigen wollt. Eine
andere 'leichte' möglichkeit gibts wohl nicht. Ich bin vor kurzen mit
einer gruppe von der Coaz hütte über die dschimels und den piz sella zur
marco e rosa hütte gegangen. Beim klettersteig ist auf den ersten metern
eine leiter vom schnee ca. 4 meter von der wand weg gedrückt worden und
kann nicht mehr benutzt werden. Die überwindung dieser stelle ist nicht
einfach, es hängen eine kette runter und einige seilstücke, im oberen
teil sind auch ein eisenstift und zwei bügel. Da diese stelle ca. 5-6 m
senkrecht bis leicht überhängend ist, würde ich dort etwas zeit
einplanen. Wir brauchten für eine gruppe von 8 personen ca. eine stunde,
ich hab die nichtkletterer von oben gesichert und teilweise die
rucksäcke hochgezogen. Insgesamt halte ich die tour wie ihr sie wohl vor
habt für extrem lang (schätze 12 - 14 Std). werden wohl so an die 2200
mH und vor allem stereckenmäßig auch sehr weit sein. Anfang juli hat die
westflanke des rosegg auch schon etwas blank ausgesehen und vor allem im
unteren teil kamen die felsen raus. Wird wohl eine RICHTIGE bergtour ;-)
> - So: Spedla-Bernina und zurück zu Marco e Rosa
Für die erholung von der vortagestour sicher genau das richtige!
> - Mo: Piz Palü-Diavolezza
Der spinasgrat ist super schön und hat nur eine heiklere stelle, eine
kurze geneigte platte wo man eher aufleger findet und relativ schlecht
sichern kann, und die möglichkeit hat relativ weit abzustürzen.
Insgesamt ist die palü überschreitung eine sehr schöne tour!

Grüsse
Peter
--
Peter Strassnig
peter@strassnig.at
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen09.08.05 14:39 Uhr
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Peter Strassnig schrieb:
> Hallo Michael,
>
>> - Sa: Tschierva Hütte-Piz Roseg über Eselsgrat-Rifugio Marco e Rosa
>
> Ein bisschen klettern muss man am eselsgrat schon, gute kletterer gehen
> den eselsgrat zwar oft auch seilfrei, aber einige stellen sind schon
> etwas steiler. Würde auf jedenfall zwei seilschaften machen, sonst kann
> das zu fünft ganz schön dauern.
> Ich nehme an wenn ihr zum rif. marco e rosa wollte, dass ihr über die
> westflanke absteigt und in die Fuorcla da la Sella rauf geht und von
> dort auf der Südseite am rosegg vorbei und von der Vadretta di Scerscen
> über den klettersteig zur marco e rosa hütte aufsteigen wollt. Eine
> andere 'leichte' möglichkeit gibts wohl nicht. Ich bin vor kurzen mit
> einer gruppe von der Coaz hütte über die dschimels und den piz sella zur
> marco e rosa hütte gegangen. Beim klettersteig ist auf den ersten metern
> eine leiter vom schnee ca. 4 meter von der wand weg gedrückt worden und
> kann nicht mehr benutzt werden. Die überwindung dieser stelle ist nicht
> einfach, es hängen eine kette runter und einige seilstücke, im oberen
> teil sind auch ein eisenstift und zwei bügel. Da diese stelle ca. 5-6 m
> senkrecht bis leicht überhängend ist, würde ich dort etwas zeit
> einplanen. Wir brauchten für eine gruppe von 8 personen ca. eine stunde,
> ich hab die nichtkletterer von oben gesichert und teilweise die
> rucksäcke hochgezogen. Insgesamt halte ich die tour wie ihr sie wohl vor
> habt für extrem lang (schätze 12 - 14 Std). werden wohl so an die 2200
> mH und vor allem stereckenmäßig auch sehr weit sein. Anfang juli hat die
> westflanke des rosegg auch schon etwas blank ausgesehen und vor allem im
> unteren teil kamen die felsen raus. Wird wohl eine RICHTIGE bergtour ;-)

Richtig, über die Westflanke vom Roseg runter, F. da la Sella, F. da
Crast Agüzza, Marco e Rosa; da sollte uns dann kein Klettersteig
begegnen, oder? Danke für die Einschätzung der Roseg-Tour, dann machen
wir vielleicht alternativ doch am ersten Tag Tschierva-Piz
Morteratsch-Fortezza-Marco e Rosa. Brauchen wir für die geplanten Touren
eigentlich Helme?

Mic
 
 
 
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen09.08.05 15:09 Uhr
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Hallo Michael,

den Eselsgrat kenne ich nicht, aber:

Michael Zedler schrieb:
> Richtig, über die Westflanke vom Roseg runter, F. da la Sella, F. da
> Crast Agüzza, Marco e Rosa; da sollte uns dann kein Klettersteig
> begegnen, oder?

Die Canalone zur Furcola Cresta Güzza wird im Sommer AFAIK nicht mehr
begangen, konnte letztes Jahr mehrfach Steinschlag von der Cresta Güzza
in die Rinne hinein beobachten. Der übliche Anstieg zur M&R-Hütte ist
besagter "Klettersteig", wobei sich die Schwierigkeiten AFAIR auf die
ersten 50m beschränken und gut gesichert sind. Über den Bergschrund
eingangs kann ich allerdings nichts sagen.
Nach langer Überschreitung ist das kurze überhängende Stück sicher
kraftraubend, alternativ kann man auch zum Rif. Marinelli Bombardieri
absteigen. Den Spallagrat / Piz Bernina kann man am nächsten Tag auch
von da angehen (+3h).

> Brauchen wir für die geplanten Touren eigentlich Helme?

Würde ich mitnehmen. In großer Gruppe hält man sich doch länger auf und
einige Stellen an der Spalla z.B. sind bei Hochbetrieb doch gefährdet.

Gruß, Martin
 
 
 
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen09.08.05 16:42 Uhr
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Hallo Michael,

Richtig, über die Westflanke vom Roseg runter, F. da la Sella, F. da
> Crast Agüzza, Marco e Rosa; da sollte uns dann kein Klettersteig
> begegnen, oder?
Der Klettersteig beginnt am orogr. linken rand im unteren drittel der
rinne zur fuorcla crast agüzza. Als ich vor drei wochen dort war war
auch eine spur durch die rinne rauf. Das problem das ich dabei sehe ist
ehr das ihr sicher erst am mittag oder nachmittag zu der rinne kommt und
der schnee in der rinne sicher schon sehr tief sein wird. So wars
zumindest bei uns. Ich glaube vom sicherheitsstandpunkt ist da der
klettersteig schon vorzuziehen.
> Danke für die Einschätzung der Roseg-Tour, dann machen
> wir vielleicht alternativ doch am ersten Tag Tschierva-Piz
> Morteratsch-Fortezza-Marco e Rosa.
Ist sicher eine gute alternative, und zu kurz ist auch diese tour
bestimmt nicht. Ihr könntet auch den piz palü von o nach w
überschreiten, dann zur marco e rosa. Am nächsten tag auf den bernina,
und am dritten tag die belavista überschreiten und über den fortezza
grat absteigen.

Grüsse
Peter

--
Peter Strassnig
peter@strassnig.at
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.05 15:59 Uhr
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Das scheint mir keine gute Alternative zu sein.
Dürfte ähnlich lange dauern.

Ich würde vom Roseg über den alten Normalweg über die
Westseite absteigen und dann nach Italien zum Rif. Marinelli
gehen. Ist auch weit, aber in der 2.Hälfte wohl unproblematisch.

Den Bernina-Spallagrat sollte man auch vom Marinelli ohne Probleme
schaffen.

Grüße

Wolfgang Will

--
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.05 22:39 Uhr
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Wolfgang Will schrieb:
> Das scheint mir keine gute Alternative zu sein.
> Dürfte ähnlich lange dauern.
>
> Ich würde vom Roseg über den alten Normalweg über die
> Westseite absteigen und dann nach Italien zum Rif. Marinelli
> gehen. Ist auch weit, aber in der 2.Hälfte wohl unproblematisch.
>
> Den Bernina-Spallagrat sollte man auch vom Marinelli ohne Probleme
> schaffen.

Kann ich durchaus bestätigen. Schöne Tour von der Marinelli-Hütte und
nicht allzu anstrengend, zeitlich sehr gut machbar.

War vor 3 Jahren ein Teil unserer 6-Tages-Tour und hat den Vorteil, dass
man in der Marco e Rosa noch mal "einkehren" bzw. bei schlechtem Wetter
anhalten kann....

Allerdings sind mir die Verhältnisse des steilen Couloirs zur
Marco-e-Rosa derzeit nicht bekannt, was sicherlich ein Kriterium für
diese Tour ist; bei uns war's Neuschnee mit gutem "Tritt"....

> Grüße
>
> Wolfgang Will

Gruß
Christian
 
 
 
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Bernina

Bergsteiger beim Bergsteigen14.08.05 10:31 Uhr
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>> Das scheint mir keine gute Alternative zu sein. Dürfte ähnlich lange
>> dauern.
Ist aber doch technsich schon ein bisschen leichter.

>> Ich würde vom Roseg über den alten Normalweg über die
>> Westseite absteigen und dann nach Italien zum Rif. Marinelli
>> gehen. Ist auch weit, aber in der 2.Hälfte wohl unproblematisch.
Zeitlich dürfe aber nicht so viel um sien, wenn man zu marinelli hütte
geht ist man bis man dort ist wahrscheinlich auch schon zumindest beim
klettersteig auf die marco e rosa hütte

>> Den Bernina-Spallagrat sollte man auch vom Marinelli ohne Probleme
>> schaffen.
Das stimmt sicher.

> Allerdings sind mir die Verhältnisse des steilen Couloirs zur
> Marco-e-Rosa derzeit nicht bekannt, was sicherlich ein Kriterium für
> diese Tour ist; bei uns war's Neuschnee mit gutem "Tritt"....
Naja dafür gibts ja nun den klettersteig am orogr. rechten
begrenzungspfeilers des couloirs.

Aber es dürfte eh schon egal sein, denn der urheber des threads hat die
tour ja ohnehin für dieses we geplant.

Peter
--
Peter Strassnig
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