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Newsgroup - de.rec.alpinismus |
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.08.05 20:44 Uhr |
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Hallo,
ich hab ein paar Fragen zum Erklettern der Jungfrau. Ich plane mit meinem Bruder einen kurzen Urlaub in den Alpen, wir wollten eine Tagestour und danach eine 2-tägige Tour machen. Als letzteres haben wir die Jungfrau (1 1/2-tägig, mit Bergführer wohlgemerkt) ins Auge gefasst. Ich bin allerdings schon eine Weile keine Berge mehr gestiegen, bis ins Jugendalter allerdings relativ viel (bin jetzt 22). Mein (älterer) Bruder hat etwas mehr Erfahrung, ist aber auch noch nie auf Gletschern o.ä. gewandert.
1. Ist das realistisch schaffbar?
2. Meine Schuhe sind Meindl Island Pro (seltsamer Name für Bergschuhe) - reichen die für diese Tour aus? Meindl stuft sie als B/C, also Leichteisentauglich ein...
3. Falls die Jungfrau nicht taugt, hat jemand Empfehlungen für eine alternative zweitägige Tour in der Gegend die vielleicht besser geeignet ist?
Danke, Moritz
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.08.05 21:13 Uhr |
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Hi, wenn's wirklich nur 3 Tage Berge sind, taete ich von der Jungfrau auch abraten. Dank der Bahn ist die Akklimatisierung praktisch nicht vorhanden (wir haben trotzdem z.B. vor Jahrzehnten als Wochenendausflug die Moenchueberschreitung mit der ganzen AV-Jugendmannschaft gemacht) und wie schon geschrieben kann der Gipfelaufbau je nach Verhaeltnissen recht giftig sein. Mir taeten in der Naehe eben z.B. obige Moenchueberschreitung (kombíniertes Gelaende) und vor der Jungfrau die Uebernachtung auf dem Moenchsjoch einfallen. Gruss Burkhardt
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.08.05 19:38 Uhr |
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Nimm doch was im Wallis. Viele 4000er, und einige wirklich nicht sehr schwierig.
Bishorn, Alalin, Strahlhorn, Weissmies. Wenn Ihr ein wenig zulangen wollt (einfache Kletterei), das Nadelhorn. Auch im Monte Rosa Massiv gibt es einige Gipfel, die nicht allzuschwer sind. Bei Zweifeln, in der Tat lieber einen Guide engagieren. Macht Euch dann sicherlich mehr Spass. Auf das Alalionhorn wuerde ich aber dann verzichten und das Geld für den Guide sparen.
Höhenanpassung: Je nachdem wie fit Ihr seid (und generall Höhentauglichkeit, die sich kaum generalisieren läßt), reicht ein Hüttenaufstieg an Tag 1, dort schlafen und dann rauf auf den Gipfel. Ich mache das immer so (ausgehend von 300m Höhe). Keine Probleme bis auf 4810m ....
Viel Spaß Jan
"Moritz Schallaboeck" <moritz.schallaboeck@gmail.com> schrieb im Newsbeitrag news:1123181041.310469.94700@z14g2000cwz.googlegroups.com... Hallo,
ich hab ein paar Fragen zum Erklettern der Jungfrau. Ich plane mit meinem Bruder einen kurzen Urlaub in den Alpen, wir wollten eine Tagestour und danach eine 2-tägige Tour machen. Als letzteres haben wir die Jungfrau (1 1/2-tägig, mit Bergführer wohlgemerkt) ins Auge gefasst. Ich bin allerdings schon eine Weile keine Berge mehr gestiegen, bis ins Jugendalter allerdings relativ viel (bin jetzt 22). Mein (älterer) Bruder hat etwas mehr Erfahrung, ist aber auch noch nie auf Gletschern o.ä. gewandert.
1. Ist das realistisch schaffbar?
2. Meine Schuhe sind Meindl Island Pro (seltsamer Name für Bergschuhe) - reichen die für diese Tour aus? Meindl stuft sie als B/C, also Leichteisentauglich ein...
3. Falls die Jungfrau nicht taugt, hat jemand Empfehlungen für eine alternative zweitägige Tour in der Gegend die vielleicht besser geeignet ist?
Danke, Moritz
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 08.08.05 23:01 Uhr |
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Hi, > Höhenanpassung: > Je nachdem wie fit Ihr seid (und generall Höhentauglichkeit, die sich kaum > generalisieren läßt), reicht ein Hüttenaufstieg an Tag 1, dort schlafen und > dann rauf auf den Gipfel. Ich mache das immer so (ausgehend von 300m Höhe). > Keine Probleme bis auf 4810m .... > > Viel Spaß > Jan mit solchen Ratschlaegen waere ich persoenlich etwas vorsichtig. Gerade im jugendlichen Alter ist die "Hoehenanpassung" nicht unbedingt so "ausgereift". Eine Nacht auf z.B. etwas ueber 3000 m reicht keineswegs (etwa 2-3 Tage sollten es mindestens sein), um fuer den Mont Blanc bzgl. Hoehe geruestet zu sein. Ich kenne einige Mitgenossen, die schon auf etwa 2600-2800 m massive Probleme ohne Anpassung bekommen, waehrend haeufig von etwa 3500 m (in unseren Breitenkreisen und fuer Flachlaender) als "magische Grenze" ausgegangen wird. Mit einem Blitz-Auf- und Abstieg sind natuerlich solche Unternehmungen moeglich (hab ich auch schon gemacht), doch sollten IMHO dann zumindest die bergsteigerischen Faehigkeiten im entsprechenden Gelaende vorhanden sein, was hier wohl nicht ganz der Fall ist.#
Die Idee mit dem Einstieg in den Ostalpen, ist aber eh die bessere Variante ... Gruss Burkhardt
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 10.08.05 18:23 Uhr |
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Hast wohl recht, und wahrscheinlich ist es eh von Person zu Person verschieden. Ich (28J) habe keum Probleme mit der Anpassung, andere erwischt es aber schon bei 3.500m.
Definitiv macht nman sich mit 2-3 Tagen auf 3000 das Leben einfacher.
Jan
"Burkhardt Petermann" <bpetermann@xyware.de> schrieb im Newsbeitrag news:dd8h6u$9cj$01$1@news.t-online.com... > Hi, >> Höhenanpassung: >> Je nachdem wie fit Ihr seid (und generall Höhentauglichkeit, die sich >> kaum >> generalisieren läßt), reicht ein Hüttenaufstieg an Tag 1, dort schlafen > und >> dann rauf auf den Gipfel. Ich mache das immer so (ausgehend von 300m > Höhe). >> Keine Probleme bis auf 4810m .... >> >> Viel Spaß >> Jan > mit solchen Ratschlaegen waere ich persoenlich etwas vorsichtig. > Gerade im jugendlichen Alter ist die "Hoehenanpassung" nicht unbedingt so > "ausgereift". > Eine Nacht auf z.B. etwas ueber 3000 m reicht keineswegs (etwa 2-3 Tage > sollten es mindestens sein), um fuer den Mont Blanc bzgl. Hoehe geruestet > zu > sein. > Ich kenne einige Mitgenossen, die schon auf etwa 2600-2800 m massive > Probleme ohne Anpassung bekommen, waehrend haeufig von etwa 3500 m (in > unseren Breitenkreisen und fuer Flachlaender) als "magische Grenze" > ausgegangen wird. > Mit einem Blitz-Auf- und Abstieg sind natuerlich solche Unternehmungen > moeglich (hab ich auch schon gemacht), doch sollten IMHO dann zumindest > die > bergsteigerischen Faehigkeiten im entsprechenden Gelaende vorhanden sein, > was hier wohl nicht ganz der Fall ist.# > > Die Idee mit dem Einstieg in den Ostalpen, ist aber eh die bessere > Variante > ... > Gruss > Burkhardt > >
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 10.08.05 09:09 Uhr |
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Jan Geisler schrieb:
> Nimm doch was im Wallis. Viele 4000er, und einige wirklich nicht sehr > schwierig. > > Bishorn, Alalin, Strahlhorn, Weissmies.
Ist es nicht das Bishorn, an dem ein riesiger Gletscherabbruch droht?
Gruss,
Uli
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 10.08.05 18:22 Uhr |
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Bin mir nicht sicher ob sich da in den letzten 2 Jahrehn viel verändert hat, aber als ich da rauf bin, war das ein Firnhatsch oder iregdnwelche problematischen Gletscherpassagen. Vielleicht meinst du die Nordwand (glaube ich), aber die ist eh viel zzu heftog für Anfänger.
Wie gesagt, bin mir nicht sicher. Jan
"Uli Hausmann" <ucognome@freesurf.ch> schrieb im Newsbeitrag news:42f9a82b$0$11744$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net... > Jan Geisler schrieb: > >> Nimm doch was im Wallis. Viele 4000er, und einige wirklich nicht sehr >> schwierig. >> >> Bishorn, Alalin, Strahlhorn, Weissmies. > > Ist es nicht das Bishorn, an dem ein riesiger Gletscherabbruch droht? > > Gruss, > > Uli
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 10.08.05 20:38 Uhr |
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Uli Hausmann <ucognome@freesurf.ch> schrieb: > Ist es nicht das Bishorn, an dem ein riesiger Gletscherabbruch droht?
ich rate mal heiter mit und vermute du meinst den Bisgletscher an der Nordostflanke des Weisshorns. Der vorhergesagte Gletscherabbruch fand dort Ende März statt:
[externer Link]
Grüße, Henning
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Jungfrau | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 10.08.05 21:54 Uhr |
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Henning Stoll schrieb: > Uli Hausmann <ucognome@freesurf.ch> schrieb: > >>Ist es nicht das Bishorn, an dem ein riesiger Gletscherabbruch droht? > > > ich rate mal heiter mit und vermute du meinst den Bisgletscher an der > Nordostflanke des Weisshorns. Der vorhergesagte Gletscherabbruch fand > dort Ende März statt: > > [externer Link]
Guter Link! Ja, das war's. Ich hatte nur etwas in der NZZ gelesen, das alles aber dann nicht so genau verfolgt (ist zu weit weg :-) )
Gruss,
Uli
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