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angetrieben durch den anderen sicherungs-thread habe ich eine frage:
wie sichert man sich am besten an einer exponierten stelle (z.b. an einem grad), welcher keine fixationspunkte hat ? einfach eine schlinge um steine und seil einhänken ? gibts da irgendwelche tipps rund um sichern mit "steinen" und "klemmkeilen" ? oder geht ma da einfach am seil und muss bei einem sturz den sprung auf die andere seite wagen ?
besten dank und gruss frizo
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Sichern am Grad | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 07.07.05 20:31 Uhr |
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Ich versuche immer, bei Begehung auch leichterer Felsgrate das Seil (beim gleichzeitigen Gehen am Seil) schlangenlinienartig zwischen Felsblöcken hindurchzuführen. Wenn es schwerer wird, kann man mit etwas Übung auch ohne grossartigen Zeitverlust mit laufenden Sicherungen gleichzeitig gehen (sog. "running belay" mit Köpfelschlingen, Keilen, Friends und Rücklaufsperren wie Ropeman, Tibloc usw.).
An scharfen Firngraten wird es schwierig; ich bin dann dafür, entweder frei zu gehen, oder mit Standplätzen zu sichern, wenn freie Begehungen nicht mehr vertretbar sind. Gleichzeitiges Gehen am Seil ohne irgendwelche halbwegs zuverlässigen Fixpunkte führt im Zweifel nur dazu, dass der Sturz eines Seilschaftsmitglieds den Absturz der ganzen Seilschaft zur Folge hat.
Letztlich handhabt das aber jede Seilschaft immer etwas anders. Es ist auch Geschmacksache und von den Fähigkeiten der jeweiligen Tourenpartner abhängig.
Viele Grüsse, Marcus
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Sichern am Grad | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 10.07.05 18:31 Uhr |
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gleich gute Partner verzichten auf leichten Fels- oder Eisgraten oft auf auf Sicherungen, zum einen weil es Zeitaufwendig ist, zum anderen um ein mögliches Unfallausmaß zu minimieren. Müssen aber schwächere Partner geführt werden, kann der Seilschaftsführer i. d. R. schon aus moralischen Gründen nicht auf das Seil verzichten. Besteht Garantenstellung (z. B. bei geführten AV-Touren, Bergführer, etc.) muss der Seil zur Sicherung verwendet werden!
Das "gestaffelte Gehen" am langen Seil hat Marcus schon gut beschrieben. Dabei geht der Seilerste ca. 12 - 20 m voraus, die Seilschlingen über der Schulter abgebunden. Die Teilnehmer (max. 3) kommen mit eingebundener Weiche am Seilende gleichzeitig nach. Gleichzeitiges Gehen.... Zur Sicherung wird das Seil um Blöcke gelegt, Köpflschlingen verwendet oder Klemmkeile gesetzt. Es kann jederzeit auf Sicherung von Stand zu Stand umgestellt werden, wenn es die Situation erfordert. Der Abstieg erfolgt in umgekehrter Reihenfolge (evtl. mit Seilsicherung von oben durch den Führer).
Sicherung an waagerechten Firngraten: Der Führer läuft hinten und hält ca. 3-5 m Abstand und hält ca. 10-12 m Seilschlingen in der Hand, bereit im Notfall auf die andere Seite zu springen, was hoffentlich nie notwendig wird...
Viele Grüße Michael
"Marcus Hofmann" <ntony@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag news:1120761073.672138.283390@g44g2000cwa.googlegroups.com... Hallo Frizo.
Ich versuche immer, bei Begehung auch leichterer Felsgrate das Seil (beim gleichzeitigen Gehen am Seil) schlangenlinienartig zwischen Felsblöcken hindurchzuführen. Wenn es schwerer wird, kann man mit etwas Übung auch ohne großartigen Zeitverlust mit laufenden Sicherungen gleichzeitig gehen (sog. "running belay" mit Köpfelschlingen, Keilen, Friends und Rücklaufsperren wie Ropeman, Tibloc usw.).
An scharfen Firngraten wird es schwierig; ich bin dann dafür, entweder frei zu gehen, oder mit Standplätzen zu sichern, wenn freie Begehungen nicht mehr vertretbar sind. Gleichzeitiges Gehen am Seil ohne irgendwelche halbwegs zuverlässigen Fixpunkte führt im Zweifel nur dazu, dass der Sturz eines Seilschaftsmitglieds den Absturz der ganzen Seilschaft zur Folge hat.
Letztlich handhabt das aber jede Seilschaft immer etwas anders. Es ist auch Geschmacksache und von den Fähigkeiten der jeweiligen Tourenpartner abhängig.
Viele Grüße, Marcus
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