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Anlaesslich des Threads zu Urs' Bildern: weiss jemand, wo es Wetterberichte oder Wetterkarten archiviert gibt?
Gruss, Florian
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 12:56 Uhr |
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> Anlaesslich des Threads zu Urs' Bildern: weiss jemand, wo es > Wetterberichte oder Wetterkarten archiviert gibt? > Guckst Du hier:
[externer Link]
Gruss, Chris
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 15:12 Uhr |
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> [externer Link] Danke! Haette ich mir denken koennen.
Florian -- mail an "fanwander AT mnet MINUS online PUNKT de"
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 15:39 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | user@domain.invalid wrote: ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Sorry neuer Mailer :-/
Chris
> Hallo Florian, > >> Anlaesslich des Threads zu Urs' Bildern: weiss jemand, wo es >> Wetterberichte oder Wetterkarten archiviert gibt? >> > Guckst Du hier: > > [externer Link] > > Gruss, > Chris
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 16:58 Uhr |
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hier gibt ebenfalls ein Archiv. [externer Link] ghts/meteo/div_archiv.shtml
Grüße, Uli
"Florian Anwander" <Spam-interessiert-nicht@mnet-online.de> schrieb im Newsbeitrag news:2plmcuFlni4hU2@uni-berlin.de... > Hallo > > Anlaesslich des Threads zu Urs' Bildern: weiss jemand, wo es > Wetterberichte oder Wetterkarten archiviert gibt? > > Gruss, Florian >
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 01.09.04 17:15 Uhr |
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> hier gibt ebenfalls ein Archiv. > [externer Link] > ghts/meteo/div_archiv.shtml Danke!
Bemerkenswert ist die nachtraegliche Betrachtung der Kaltfront vom 23.8. (Im wetterbericht des 24.8.):
"Die heutige Kaltfront war meteorologisch gesehen recht interessant. Für einmal eilte die Höhenkaltluft voraus, während die Kaltfront am Boden langsamer vorankam und den Jura erst am Abend überquerte. Es handelte sich somit um eine so genannte "splitfront". Auf dem La Dole oberhalb Genf drehte der Wind schon um 13 Uhr von Südwest auf Nordwest, während am Genfersee ganztags Südwestwind herrschte, erst nach 20 Uhr drehte der Wind in Changins auf Nordwest. Die Höhenfont brachte aber dennoch ergiebigen Regen: Ausser in Glarus wurde es in den vergangenen 24 Stunden überall nass, in der Westschweiz, im Bernbiet, im Wallis und im Nordtessin gabs 20 bis 40 mm Regen, La Frétaz meldete 56.3 mm. Damit hat diese Station bereits jetzt 270% des üblichen Augustniederschlags erhalten (gemäss Norm 1960 - 1990)."
Fuer den 23. 8. war durchaus Wetterverschlechterung angekuendigt, aber die Front kam offensichtlich in der Hoehe schneller als vorhergesagt.
Gruss, Florian
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.09.04 10:40 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Im Schweizer Wetterbericht von SFDRS vom 21.8. war die Rede von der Kaltfront. Dabei handelte es sich um eine Prognose, also um Annahmen über künftige Wetterentwicklungen, die, wie wir wissen, zeitlich (und öfters auch qualitativ) bloss wahrscheinlich, aber nicht gewiss sind. Eine angesagte Kaltfront kommt, ungewiss ist somit der Zeitpunkt.
Für den Tourenentscheid ist nicht relevant, ob die Kaltfront unten oder oben rein kommt, und nicht ob früher oder später, sondern dass sie kommen wird. Alles andere ist bekanntlich hoch spekulativ bezogen auf den möglichen Ausgang, wenn man sich dabei irren sollte.
Indem der Montblanc von der geographischen Länge her am Westrand des deutschen Sprachgebiets liegt, wäre es auch heikel, sich auf deutschsprachigen Wetterbericht für CH/D/A abzustützen bezüglich zeitlicher Prognosen, denn für das fragliche Gebiet ist dann die entpsrechende Lage mindestens einen halben Tag früher zu erwarten.
-- ***************** L. Michael Boos CH-8001 Zuerich *****************
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.09.04 11:29 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo Michael
> Für den Tourenentscheid ist nicht relevant, ob die Kaltfront unten oder > oben rein kommt, und nicht ob früher oder später, sondern dass sie > kommen wird. Alles andere ist bekanntlich hoch spekulativ bezogen auf > den möglichen Ausgang, wenn man sich dabei irren sollte. > > Indem der Montblanc von der geographischen Länge her am Westrand des > deutschen Sprachgebiets liegt, wäre es auch heikel, sich auf > deutschsprachigen Wetterbericht für CH/D/A abzustützen bezüglich > zeitlicher Prognosen, denn für das fragliche Gebiet ist dann die > entpsrechende Lage mindestens einen halben Tag früher zu erwarten. Das ist alles klar und richtig. Ich denke, dass sich das Bild einer Situation wie dieser, die fuer Rahel letztlich den Tod bedeutete, aus vielen kleinen Mosaiksteinchen zusammensetzen. Eines der Mosaiksteinchen ist eben die Besonderheit dieser "Splitfront". Mehr wollte ich damit nicht sagen.
Was ich daraus fuer mich lerne ist, dass meine Tendenz, beim Bergsteigen zum Teil wegen Lappalien umzudrehen, hiermit nur bestaetigt wird. Ich kann nur die wenigsten Mosaiksteinchen, die das Bild eines Todes bestimmen koennten (etwa Splitfronten), kontrollieren. Also versuche ich es bei denen, die unter meiner Verfuegung stehen, zu tun.
Gruss, Florian
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.09.04 12:23 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Florian Anwander schrieb:
> Was ich daraus fuer mich lerne ist, dass meine Tendenz, beim Bergsteigen > zum Teil wegen Lappalien umzudrehen, hiermit nur bestaetigt wird.
Also nicht: je oller, je doller ... :-))
Aber im Ernst, was für den eine Lappalie sein kann, ist für die andere nichts. Hängt eben alles vom - subjektiven und objektiven - Kontext ab. Mal so, ganz unwissenschaftlich, kann man aber vielleicht sagen, dass die Höhe ein Multiplikationsfaktor für Probleme ist, so ähnlich wie der Luftwiderstand: die Geschwindigkeit steigt linear, der Luftwiderstand wächst quadratisch.
> Ich kann nur die wenigsten Mosaiksteinchen, die das Bild eines Todes > bestimmen koennten (etwa Splitfronten), kontrollieren. Also versuche ich > es bei denen, die unter meiner Verfuegung stehen, zu tun.
Das ist immer weise, um die Dinge - nach menschlichem Ermessen - beherrschbar zu halten. Aber es gibt eben auch den Faktor <Pech>, den wird man niemals ausschalten können ...
Gruss,
Uli
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.09.04 12:53 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo Florian
Florian Anwander wrote:
... > Was ich daraus fuer mich lerne ist, dass meine Tendenz, beim Bergsteigen > zum Teil wegen Lappalien umzudrehen, hiermit nur bestaetigt wird. Ich > kann nur die wenigsten Mosaiksteinchen, die das Bild eines Todes > bestimmen koennten (etwa Splitfronten), kontrollieren. Also versuche ich > es bei denen, die unter meiner Verfuegung stehen, zu tun.
Das ist gut formuliert - massgeblich sind unsere persönlichen Grenzen (physisch, psychisch und intellektuell). Jemand hat geschrieben: Berge waren noch da, als er wieder kam für den nächsten Anlauf.
Gruss
-- ***************** L. Michael Boos CH-8001 Zuerich *****************
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.09.04 10:50 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Michael Boos wrote: > Hallo Florian > > Florian Anwander wrote: > > ... > >> Was ich daraus fuer mich lerne ist, dass meine Tendenz, beim >> Bergsteigen zum Teil wegen Lappalien umzudrehen, hiermit nur >> bestaetigt wird. Ich kann nur die wenigsten Mosaiksteinchen, die das >> Bild eines Todes bestimmen koennten (etwa Splitfronten), >> kontrollieren. Also versuche ich es bei denen, die unter meiner >> Verfuegung stehen, zu tun. > > > Das ist gut formuliert - massgeblich sind unsere persönlichen Grenzen > (physisch, psychisch und intellektuell). Jemand hat geschrieben: Berge > waren noch da, als er wieder kam für den nächsten Anlauf. > > Gruss >
Altes russisches Bergsteigersprichwort (lt. eines kasachischen Freundes, O-Ton in russian engl.):
Mountain is not frrrog, can not jump away, is there next year...
In Anbetracht der zunehmenden Erwaermung muss man dies evtl. etwas einschraenken: "can not jump away, but might fall apart..."
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.09.04 18:03 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Danke Michael! es schein in manche Köpfe einfach nicht hineingehen zu wollen, dass die Bergsteigerei weniger akademisch, sondern vielmehr nach dem gesunden Menschenverstand zu verstehen ist und auch so gehandelt werden sollte. Da hilft auch nicht das Studium von Unterlagen der BF-Ausbildung - ist ja gerade auch ein Thema in dieser NG. Zum Thema MB: das Eck hat schon seit jeher, durch seine exponierte Lage recht weit westlich, das Problem, dass die für die östlicheren Gebiete gültigen Wetterberichte dort nicht mit gleicher Wahrscheinlichkeit (Sicherheit wird es NIE geben!!!) zutreffen. Mit etwas Sachverstand und etwas wetterkundlichem Grundwissen (sollte man von jedem und jeder, der/die alpin tätig sein will, erwarten können) ist es klar, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit, bedingt durch den Umstand, dass die Alpen am wahrscheinlichsten durch Fronten aus Westen "beglückt" werden, das Montblancgebiet potentiell zu einem Zeitpunkt erreicht wird, zu dem man noch bei besten Verhältnissen am Glockner rumturnen kann.*** fürchterlicher Satz: ich gebe es auf den Satzbau zu korrigieren*** Ich war schon längere Zeit nicht mehr in Cham: früher war es jedenfalls so, dass man sich am OHM traf und trotz häufig mangelnden Französischkenntnissen, versucht hat den speziellen und fast immer hochpräzisen Wetterbericht zu studieren .... geschadet hat das nie: ich habe viele Tage bei besten Verhältnissen hoch oben, aber auch viele bei S...Wetter im Tal bei Bier und Shopping verbracht.
Gruß Wolfgang
"Michael Boos" <boos@alpas.ch> schrieb im Newsbeitrag news:2po4h2Fngjs4U1@uni-berlin.de... > Im Schweizer Wetterbericht von SFDRS vom 21.8. war die Rede von der > Kaltfront. Dabei handelte es sich um eine Prognose, also um Annahmen über > künftige Wetterentwicklungen, die, wie wir wissen, zeitlich (und öfters > auch qualitativ) bloss wahrscheinlich, aber nicht gewiss sind. Eine > angesagte Kaltfront kommt, ungewiss ist somit der Zeitpunkt. > > Für den Tourenentscheid ist nicht relevant, ob die Kaltfront unten oder > oben rein kommt, und nicht ob früher oder später, sondern dass sie kommen > wird. Alles andere ist bekanntlich hoch spekulativ bezogen auf den > möglichen Ausgang, wenn man sich dabei irren sollte. > > Indem der Montblanc von der geographischen Länge her am Westrand des > deutschen Sprachgebiets liegt, wäre es auch heikel, sich auf > deutschsprachigen Wetterbericht für CH/D/A abzustützen bezüglich > zeitlicher Prognosen, denn für das fragliche Gebiet ist dann die > entpsrechende Lage mindestens einen halben Tag früher zu erwarten. > > -- > ***************** > L. Michael Boos > CH-8001 Zuerich > *****************
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 06.09.04 16:47 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Heute: entweder direkt beim OHM oder auf der OHM-webpage.
Wolfgang Wellinghausen-Striebel wrote:
> ... > Ich war schon längere Zeit nicht mehr in Cham: früher war es jedenfalls so, > dass man sich am OHM traf und trotz häufig mangelnden > Französischkenntnissen, versucht hat den speziellen und fast immer > hochpräzisen Wetterbericht zu studieren .... geschadet hat das nie: ich habe > viele Tage bei besten Verhältnissen hoch oben, aber auch viele bei > S...Wetter im Tal bei Bier und Shopping verbracht.
Gruss
-- ***************** L. Michael Boos CH-8001 Zuerich *****************
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.09.04 23:10 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > "Die heutige Kaltfront war meteorologisch gesehen recht interessant. Für > einmal eilte die Höhenkaltluft voraus, während die Kaltfront am Boden > langsamer vorankam und den Jura erst am Abend überquerte. Es handelte > sich somit um eine so genannte "splitfront". Auf dem La Dole oberhalb > Genf drehte der Wind schon um 13 Uhr von Südwest auf Nordwest, während > am Genfersee ganztags Südwestwind herrschte, erst nach 20 Uhr drehte der > Wind in Changins auf Nordwest. > ... > Fuer den 23. 8. war durchaus Wetterverschlechterung angekuendigt, aber > die Front kam offensichtlich in der Hoehe schneller als vorhergesagt.
Sowas ist mir neu. Normaler Weise bildet eine Kaltfront einen Keil, der 8-15 km hoch und 30-100 km lang ist. D.h.: Oben wird es 1/2-2 Stunden später ungemütlich als unten. Konnte ich gut letztes Jahr beim großen (wenn auch langsamen) Temperatursturz Anfang Oktober (über 20 K nahezu europaweit) erleben, befand mich gerade auf dem Rauhhorn, einem gemütlichen Allgäuer Wandermugel und konnte die keilfömige Grenze zwischen warm und kalt von oben gut sehen. Zwischen Badehose und Schneefall lagen 3/4 Stunden.
Kommen solche Splitfronten eigentlich häufig vor?
-- Gruß Rainer [externer Link] Über 1000 Links [externer Link] Die besten Kletter(er-) Galerien im Netz - Neu mit Videos Abenteuer findet dann statt, wenn man gerade noch mal davonkommt. Kommt man nicht davon, dann war es ein Unfall. (Rolf Ott in news:de.rec.alpinismus)
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Zurueckliegende Wetterdaten | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 03.09.04 10:31 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo Rainer
> Sowas ist mir neu. [...] > Kommen solche Splitfronten eigentlich häufig vor? Meine Aussagen sind jetzt aber nur aus zwei Buechern aus meiner Studienzeit und aus dem Internet zusammengesammelt und nicht wirklich Wissenschaftlich hinterlegt:
Ueber die Haeufigkeit kann ich Dir nichts sagen. Die Ursache ist wohl dass es sich um die Kombination eigentlich zweier Fronten (also zweier Tiefs) handelt; meist eines kleineren, lokal naeheren Tiefs und eines groesseren, weiter entfernteren. Meist ist eine der beiden Fronten schneller und holt die andere ein (wie ja auch Kaltfronten die vorausgehende Warmfront immer irgendwann einholen). Splitfronten sind anscheinend in zwei Hinsichten tueckisch: 1.) Wenn die langsamere noch nicht eingeholt worden ist, dann glaubt man nach dem ersten, meist harmloseren Durchgang, dass jetzt alles gut waere und schoenes Wetter kaeme, und dann ueberrumpelt einen die zweite Front (in der Rest-Schauer- und Quellbewoelkung hinter der ersten Front sind die dazu gehoerigen Wolken ggf garnicht so einfach auszumachen). 2.) Wenn die schnellere (kraeftigere) Front "ueberholt", scheint sie das vorallem in der Hoehe zu tun (das ist jetzt meine Interpretation diversere Quellen).
Wie gesagt, alles nur was ich mir so zusammenreime.
Gruss, Florian
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