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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen18.03.05 09:19 Uhr
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Hallo,

wir planen für Ende Juni eine 4 Tagestour durchs Karwendel. Teilnehmer sind
2 bergerfahrene, trittsichere Bergwanderer und 2 Freunde, die konditionell
sehr gut in Form sind, aber keinerlei Bergwandererfahrung haben.

Schön wäre folgende Tour:

1. Tag: Scharnitz - Karwendelhaus (am Nachmittag nach der Anreise aus dem
Ruhrpott)

2. Tag: Karwendelhaus - Birkkarspitze - Hallangerhaus

3. Tag: Hallangerhaus - Stempeljoch - Pfeishütte

4. Tag: Pfeishütte - Scharnitz

Da ich diesen Teil des Karwendels bisher nicht begangen habe, habe ich im
Internet nach Tourenbeschreibungen gesucht. Die waren allerdings etwas
widersprüchlich.

Daher meine Frage: Sind eurer Meinung nach die Teilstücke am 2. und 3. Tag
für konditionsstarke aber unerfahrene Bergwanderer Ende Juni machbar?

Vielen Dank für eure Tipps und Hinweise!

Uwe
 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen18.03.05 10:39 Uhr
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Uwe Pahsticker schrieb:
> Hallo,
>
> wir planen für Ende Juni eine 4 Tagestour durchs Karwendel. Teilnehmer sind
> 2 bergerfahrene, trittsichere Bergwanderer und 2 Freunde, die konditionell
> sehr gut in Form sind, aber keinerlei Bergwandererfahrung haben.
Hallo ihr,

zunächst mal: Gute Flachland- Renner müssen keine gute Berg- Kondition
haben. Eine Korrelation ist nahe liegend, aber ich habe in mindestens
einem Fall die gegenteilige Erfahrung gemacht. (Es war ein chilenischer
Rennschwimmer, der immerhin zu nationalen Meisterschaften gestartet ist.
So bald es bergauf ging und der Untergrund nicht mehr wie asphaltiert
war, konnte ich ihm einiges abnehmen.)
Warum auch immer, die Belastung beim Radfahren kommt der beim
Bergwandern näher.
> 1. Tag: Scharnitz - Karwendelhaus (am Nachmittag nach der Anreise aus dem
> Ruhrpott)
In dieser Zusammenstellung recht knackig. Außerdem: südwestseitiger
Aufstieg, viel Spaß beim Schwitzen. Einen Nachtaufstieg kann man Ende
Juni auch nicht empfehlen, weil es erst um 23 Uhr abkühlt und man min. 3
Stunden läuft.
> 2. Tag: Karwendelhaus - Birkkarspitze - Hallangerhaus
Kennst Du das Karwendelglück?
Vier Schritt vor, drei zurück... ;-)
Wenn man ein wenig aufpasst, kann man nicht runterfallen.
Wg. des Gerölls Wanderstöcke mit nehmen, sonst kommt man da nie hoch.
Selbst als Erfahrener nicht.
Tipp: Falls Ihr Ohneglieder seid, dann schlaft ihr billiger in der
Hallerangeralm als im überfüllten Hallerangerhaus. Besser ohnehin.
> 3. Tag: Hallangerhaus - Stempeljoch - Pfeishütte
Keine Ahnung ...
> 4. Tag: - Scharnitz
nur noch Straße...

Viel Spaß
--
Gruß Rainer
Lampi[tm] on Tour: [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Mors certa hora incerta - Todsicher geht die Uhr falsch

 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen18.03.05 11:00 Uhr
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Hi Uwe,

> 1. Tag: Scharnitz - Karwendelhaus (am Nachmittag nach der Anreise aus dem
> Ruhrpott)

Ich nehme mal an durchs Karwendeltal. Ist 'n ziemlicher Gähner, lässt
sich aber kaum vermeiden. Schätzungsweise 4 Stunden bei vernünftigem Tempo.

> 2. Tag: Karwendelhaus - Birkkarspitze - Hallangerhaus

Der Abschnitt Karwendelhaus - Birkkarspitze ist ein bißchen eine
vertrackte Sache. Ende Juni hast Du grade nach dem jetzigen Winter noch
sehr gute Chancen drauf, daß das obere Schlauchkar noch unter Tonnen von
Schnee liegt. Meine Erfahrungen im Schlauchkar sind, daß es für den
geübten Bergsteiger leichter wird, sobald er aus dem Schutt (drei
Schritte vorwärts, zwei zurück) auf halbwegs vernünftigen Schnee
wechseln kann, daß aber Unerfahrene aufgrund des Schnees und der
Steigung (40° und mehr!) oben ordentlich Angst bekommen, wenn nicht
sogar Panik. Ich habe letztesmal eine weinende Frau 50 Höhenmeter unterm
Sattel stehen sehen, die so furchtbar Angst hatte, daß sie sich
geweigert hat, weiterzugehen. Die trockenen und stellenweise etwas
ausgesetzten Passagen kurz hinter dem Karwendelhaus waren aber für sie
kein Problem. Deshalb würde ich Dir raten auf jeden Fall Stecken und für
den Fall der Fälle auch ein paar Steigeisen (für die unerfahreneren)
dabei zu haben. Insofern ist der Schnee da oben wohl Fluch und Segen
zugleich - je nach Einstellung. Der Aufstieg Schlauchkarsattel -
Birkkarspitze ist sicherlich schon abgetaut (SW).

Die andere beiden Teilstücke kenne ich selber noch nicht. Der Abstieg
vom Schlauchkarsattel nach Süden soll aber auch nicht ganz ohne sein
(vor allem auch ein derber Hatscherer).

> Daher meine Frage: Sind eurer Meinung nach die Teilstücke am 2. und 3. Tag
> für konditionsstarke aber unerfahrene Bergwanderer Ende Juni machbar?

Da kann ich mir dem Kommentar von Lampi nur anschließen. Es gibt Leute,
die im Flachland ohne Probleme 10km laufen und im Gebirge nach 500
Höhenmetern das Handtuch werfen. Und vom Gejodel bezüglich der
Knieschmerzen beim Abstieg reden wir erst lieber gar nicht (mein
Eindruck von der Kaltwasserkarspitze aus war, daß der Abstieg vom
Schlauchkarsattel gen Süde ganz schön knackig ist).

Ciao,

Harry

--
Harald Breitkreutz
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster (Karwendel, Tölzer Voralpen)
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster (Tourenausschreibungen)
 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen18.03.05 14:07 Uhr
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Hallo Uwe,

noch ein paar Anmerkungen:

On Fri, 18 Mar 2005, Harald Breitkreutz wrote:

> > 2. Tag: Karwendelhaus - Birkkarspitze - Hallangerhaus
>
> Der Abschnitt Karwendelhaus - Birkkarspitze ist ein bisschen eine
> vertrackte Sache. Ende Juni hast Du grade nach dem jetzigen Winter noch
> sehr gute Chancen drauf, dass das obere Schlauchkar noch unter Tonnen vo=
n
> Schnee liegt. Meine Erfahrungen im Schlauchkar sind, dass es für den

Anfang Juli 2004 wurde das Schlauchkar noch als Figltour begangen -
Abfahrt bis 2000m.

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster =
=3D%D6sterreich&r=3DTirol

Der Brendelsteig mag für den Aufstieg bequemer sein.

> Die andere beiden Teilstücke kenne ich selber noch nicht. Der Abstieg
> vom Schlauchkarsattel nach Süden soll aber auch nicht ganz ohne sein
> (vor allem auch ein derber Hatscherer).

Im oberen Teil Schrofen, teils mit Seilversicherungen, die trotz Südseite=
Ende
Juni noch unter Schnee liegen mögen (am Birkarbach? gibt es Schneefelder,
die sich oft bis weit in den Sommer halten). Der Abstieg nach Süden ist
landschaftlich recht schön, es gibt einige Geröllabfahrtsmöglichkeite=
n
(-> im Sommer bin ich mal in 1 1/2h ins Hinterautal runter). Das ist im
oberen Teil ohne Schnee nicht schwieriger als der Brendelsteig - unten
Schotter und guter Fussweg.

Hallangerhaus -> Stempeljoch:
Am Stempeljoch darfst Du auch Schnee erwarten, so dass die Seilversicherun=
gen
nicht erreichbar sein mögen.

> > Daher meine Frage: Sind eurer Meinung nach die Teilstücke am 2. und 3=
. Tag
> > für konditionsstarke aber unerfahrene Bergwanderer Ende Juni machbar?

Ohne Schnee müsste das Ok sein - mit Schnee wäre ich bei Ungeübten
skeptisch. Die Schneefelder können gerade in der Früh fest
gefroren und damit etwas heikel sein.

Alternativvorschlag:

1. Tag Hinterriss -> Johannestal -> Karwendelhaus

2. Tag Karwendelhaus
-> Birkkarspitze (Brendelsteig rauf, Schlauchkar runter) - bei
entsprechenden Verhältnissen
_oder_
Östliche Karwendelspitze
-> Karwendelhaus

3. Tag Karwendelhaus
-> Mahnkopf, Steinfalk -> Falkenhütte

4. Tag Falkenhütte
-> Gamsjoch -> Laliderer Tal -> Hinterriss

Es sind auch einige Variationen möglich, etwa unschwierig aber
weglos durch das Ochsenkar auf den Kuhkopf
(s. etwa [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster )

Get auch mit Bahn+Bus:
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Viele Grüsse

Dominik
 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen18.03.05 23:15 Uhr
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Servus,
da muß ich meinen Senf noch hinzufügen.

"Dominik Eberlein" schrieb

>Der Brendelsteig mag für den Aufstieg bequemer sein.

das sehe ich anders; der Brendlsteig mit der Überschreitung der Ödkarspitzen
ist erheblich länger und er führt mit streckenweiser gesicherter, aber
ausgesetzter Geherei/Kletterei über absturzgefährdetes Gelände. Da bietet
das Schlauchkar gerade für Anfänger mehr "optischen Halt", ist kürzer und
bei "gutem Trittschnee" auch sicherer zu gehen. Voraussetzung ist allerdings
dieser '"gute Trittschnee" und eine vernünftig angelegte Spur, d. h. kurze
Schrittabstände in Eckensteintechnik bei ansteigenden Querungen und
hüftbreite Tritte mit geringem Höhenunterschied beim Anstieg in der
Vertikalen. Solche Spuren erlebt man leider selten. Meist erkennt man in der
Anlage der Spur das "steiler und schneller geht's nicht mehr des alpinen
Anfängers" (frei nach Walter Pause).
Bei sehr hart gefrorenem Firn sollte man mit Anfängern das Schlauchkar (und
auch den Brendlsteig) sein lassen oder zumindest einige Stunden warten, bis
die Sonne die Verhältnisse entschärft hat.
Gruß
Jost
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster\

 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen20.03.05 10:02 Uhr
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen20.03.05 11:48 Uhr
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Hi Luidger,

> 1. Tag Hinterriß -> Johannestal -> Karwendelhaus
> M.E. auch der schöere Weg zum Karwendelhaus.

Ist es auch, vor allem wenn man nicht den neuen Fahrweg nimmt sondern
eine der beiden Alternativrouten geht, den Pfad im Westen oberhalb oder
die östlich vom Johannisbach verlaufende alte Straße. Leider besteht die
alte Brücke nur noch aus einem einzigen Stamm (hab mich im Sommer nicht
drübergetraut und bin lieber durch den Bach, was aber auch nicht immer
geht) und der Weg ist teilweise schon arg weggerutscht.

> Die östliche finde ich für Anfänger eigentlich etwas zu schwer (Weglos +
> Insbesondere der Abstieg vom Gipfel ins Grabenkar. Oder ist die neuerdings
> markiert worden?

Nein, sie ist nicht markiert. Diesen Winter hats bestimmt auch wieder
einige Steinmandl weggehaun. Und der Einstieg von oben ins Grabenkar ist
doch stellenweise nicht ganz einfach und ungefährlich. Außerdem liegt
auch da im Juni garantiert noch Schnee.

>>Get auch mit Bahn+Bus:
>>[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
>
> Ab wann fährt der wieder? Anfang Juni?

Ab dem 11. Juni.
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Ciao,

Harry

--
Harald Breitkreutz
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen22.03.05 11:10 Uhr
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Hi Luidger und Harry,

Harald Breitkreutz wrote:

>> 1. Tag Hinterriß -> Johannestal -> Karwendelhaus
>> M.E. auch der schöere Weg zum Karwendelhaus.
>
> Ist es auch, vor allem wenn man nicht den neuen Fahrweg nimmt sondern
> eine der beiden Alternativrouten geht, den Pfad im Westen oberhalb oder
> die östlich vom Johannisbach verlaufende alte Straße. Leider besteht die
> alte Brücke nur noch aus einem einzigen Stamm (hab mich im Sommer nicht
> drübergetraut und bin lieber durch den Bach, was aber auch nicht immer
> geht) und der Weg ist teilweise schon arg weggerutscht.

ja, genau - vor allem der westlich verlaufende, von Hinterriß kommende,
alte Fußweg ist teils schon sehr abgerutscht. Aber ich würde das noch
immer als ganz gut gangbar bezeichnen.

>> Die östliche finde ich für Anfänger eigentlich etwas zu schwer (Weglos +
>> Insbesondere der Abstieg vom Gipfel ins Grabenkar. Oder ist die
>> neuerdings
>> markiert worden?
>
> Nein, sie ist nicht markiert. Diesen Winter hats bestimmt auch wieder
> einige Steinmandl weggehaun. Und der Einstieg von oben ins Grabenkar ist
> doch stellenweise nicht ganz einfach und ungefährlich. Außerdem liegt
> auch da im Juni garantiert noch Schnee.

Ja, im Grabenkar ist wohl schon Schnee zu erwarten. Der Einstieg ins
Grabenkar (vom Gipfel) mag aber Ende Juni schon schneefrei sein. Man
könnte oben entscheiden und ggf. wieder über den Wank absteigen.
Richtige Markierungen sind mir auch keine bekannt. Ein Geübter (ich
glaube der OP schrieb von 2 Geübten und 2 Ungeübten) sollte den Weg aber
finden.

Den Start der Busverbindung hat Harry ja schon beantwortet ...

Viele Grüße

Dominik
 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen18.03.05 20:35 Uhr
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"Uwe Pahsticker" <pahsticker@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3023553.zWI5TWFVYs@kuzorra.site...
> Hallo,
>
> wir planen für Ende Juni eine 4 Tagestour durchs Karwendel. Teilnehmer
> sind
> 2 bergerfahrene, trittsichere Bergwanderer und 2 Freunde, die konditionell
> sehr gut in Form sind, aber keinerlei Bergwandererfahrung haben.
>
> Schön wäre folgende Tour:
>
> 1. Tag: Scharnitz - Karwendelhaus (am Nachmittag nach der Anreise aus dem
> Ruhrpott)
>
> 2. Tag: Karwendelhaus - Birkkarspitze - Hallangerhaus
>
> 3. Tag: Hallangerhaus - Stempeljoch - Pfeishütte

Bin Anfang Juli 2004 in umgekehrter Richtung gelaufen. Hat ca 4-5 Stunden
gedauert - kein Problem unterhalb vom Stempeljoch lag ein großes Schneefeld,
dass unterspült war - nicht ungefährlich.
Das Stempeljoch ist steil - haben auf der Pfeishütte eine Gruppe getroffen,
die sich nicht runtergetraut hat (Anfänger). Ich würde schätzen nicht
steiler als 40 Grad. Für Geübte kein Problem.Viel loses Gestein und auch
Sand (Erosion). Wir haben unseren Helm aufgesetzt.

> 4. Tag: Pfeishütte - Scharnitz

Ähnlich wie der Weg zum Karwendelhaus. Mind. 4 Stunden Fahrweg.

Viel Spaß
Bodo

 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen19.03.05 14:04 Uhr
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Hallo Uwe,
verzeih mir bitte Binsenweisheiten, aber:
Ist es wirklich weise, mit völlig Unerfahrenen eine derartige Tour
anzugehen, die
1. zu Bergwanderungen deutlich gehobener Schwierigkeit (Länge,
Steilheit, Ausgesetztheit (Klettersteig!), Möglichkeit von
Schneefeldern, usw.) zählt
2. du selbst nicht kennst?
Ich jedenfalls würde das nicht machen. Es gibt zu viele Faktoren, die
nicht einschätzbar sind. Manche Unerfahrene bewegen sich in solchem
Gelände ohne Probleme, das sind aber die wenigsten. Wer schon einmal
dort war, hat auch erfahrene Bergwanderer mit Problemen dort beobachten
können (siehe Schilderung vom Schneefeld).
Meiner Erfahrung als Fachübungsleiter Hochtouren würde das widersprechen.
Muss es sein, für´s erste Bergerlebnis immer gleich Superlative anzubieten?
Mein Tipp: Wenn schon Hatscher anscheinend nicht stören, warum nicht die
fantastischen Landschaften der Ahornböden erwandern und genießen? Im
Frühsommer ein Traum (wenn auch im Herbst noch eindrucksvoller). Und
wenn etwas Steileres dabei sein soll, warum nicht die Wanderung durch´s
Rhon- und Tortal? Landschaftlich ebenfalls ein Traum, sehr
eindrucksvolle Wände und Kessel, tolle Botanik. Und eben weniger
objektive Gefahren und damit Stress.

Noch etwas: Wenn man sich die Unfallstatistiken anschaut, wen trifft´s
sehr häufig (ich glaube sogar am meisten)? Bergwanderer, die unerfahren
sind, beziehungsweise sich und die Situation falsch einschätzten...
Letztendlich bist du der Verantwortliche, weil Erfahrenste (moralisch
wie juristisch).
Viel Erfolg und Spaß jedenfalls bei Routenwahl und Tour.
Flo

Uwe Pahsticker schrieb:
> Hallo,
>
> wir planen für Ende Juni eine 4 Tagestour durchs Karwendel. Teilnehmer sind
> 2 bergerfahrene, trittsichere Bergwanderer und 2 Freunde, die konditionell
> sehr gut in Form sind, aber keinerlei Bergwandererfahrung haben.
>
> Schön wäre folgende Tour:
>
> 1. Tag: Scharnitz - Karwendelhaus (am Nachmittag nach der Anreise aus dem
> Ruhrpott)
>
> 2. Tag: Karwendelhaus - Birkkarspitze - Hallangerhaus
>
> 3. Tag: Hallangerhaus - Stempeljoch - Pfeishütte
>
> 4. Tag: Pfeishütte - Scharnitz
>
> Da ich diesen Teil des Karwendels bisher nicht begangen habe, habe ich im
> Internet nach Tourenbeschreibungen gesucht. Die waren allerdings etwas
> widersprüchlich.
>
> Daher meine Frage: Sind eurer Meinung nach die Teilstücke am 2. und 3. Tag
> für konditionsstarke aber unerfahrene Bergwanderer Ende Juni machbar?
>
> Vielen Dank für eure Tipps und Hinweise!
>
> Uwe
 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen20.03.05 09:57 Uhr
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen20.03.05 10:17 Uhr
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Uwe Pahsticker wrote:

Hallo Newsgroup,

vielen Dank für eure kompetenten Hinweise und Vorschläge. Sie haben mir klar
gemacht, daß wir diese Tour wohl so nicht machen werden können. Darüber
wollte ich mich eigentlich nur vergewissern, weil wir selbst schon Bedenken
hatten, die fraglichen Übergänge aber selbst noch nicht gemacht haben.

Ein jetzt eine Woche im Urlaub. Bin gespannt auf weitere Kommentare und
Vorschläge für Alternativtouren :-)

Viele Grüße!
Uwe

> Hallo,
>
> wir planen für Ende Juni eine 4 Tagestour durchs Karwendel. Teilnehmer
> sind 2 bergerfahrene, trittsichere Bergwanderer und 2 Freunde, die
> konditionell sehr gut in Form sind, aber keinerlei Bergwandererfahrung
> haben.
>
> Schön wäre folgende Tour:
>
> 1. Tag: Scharnitz - Karwendelhaus (am Nachmittag nach der Anreise aus dem
> Ruhrpott)
>
> 2. Tag: Karwendelhaus - Birkkarspitze - Hallangerhaus
>
> 3. Tag: Hallangerhaus - Stempeljoch - Pfeishütte
>
> 4. Tag: Pfeishütte - Scharnitz
>
> Da ich diesen Teil des Karwendels bisher nicht begangen habe, habe ich im
> Internet nach Tourenbeschreibungen gesucht. Die waren allerdings etwas
> widersprüchlich.
>
> Daher meine Frage: Sind eurer Meinung nach die Teilstücke am 2. und 3. Tag
> für konditionsstarke aber unerfahrene Bergwanderer Ende Juni machbar?
>
> Vielen Dank für eure Tipps und Hinweise!
>
> Uwe

 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen22.03.05 16:09 Uhr
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Hallo Uwe,

> Ein jetzt eine Woche im Urlaub. Bin gespannt auf weitere Kommentare und
> Vorschläge für Alternativtouren :-)

nur ein kleiner Tip.

Wir waren letztes Jahr im September für 4 Tage im Karwendel.
1.Tag: Nachmittags Aufstieg zur Tölzer Hütte
2.Tag: von der Tölzer Hütte zur Plumsjochhütte (ist zwar eine
anstrengende, aber auch sehr schöne und abwechslungsreiche Tour).
3.Tag: von der Plumsjochhütte über den großen Ahornboden zur
Falkenhütte (landschaftlich schön, aber die vielen Menschen am großen
Ahornboden)
4.Tag: Abstieg von der Falkenhütte nach Hinterriß

Wir sind auch eher unerfahren, die Tour hat uns aber bei traumhaftem
Wetter sehr viel Spaß gemacht.

Günter
 
 
 
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Birkkarspitze Ende Juni

Bergsteiger beim Bergsteigen28.03.05 18:29 Uhr
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Uwe Pahsticker wrote:
> Uwe Pahsticker wrote:
>
> Hallo Newsgroup,
>
> vielen Dank für eure kompetenten Hinweise und Vorschläge. Sie haben
> mir klar gemacht, daß wir diese Tour wohl so nicht machen werden
> können. Darüber wollte ich mich eigentlich nur vergewissern, weil wir
> selbst schon Bedenken hatten, die fraglichen Übergänge aber selbst
> noch nicht gemacht haben.

Ich würde das übrigens unabhängig davon, ob Anfänger dabei sind, nicht in
diese Rundtour nicht für den Frühsommer planen, sondern mir das ganze für
später im Jahr aufheben. Natürlich kann man u.U. auch schon im Juni über
den Schlauchkarsattel, aber dann würde ich das eher mit der Einstellung
"mal sehen, was geht" angehen und nicht mit dem Vorhaben einer Runde ... -
Karwendelhaus - Halleranger - ... Wenn die "Verluste" durch Umdisponieren
kleiner sind (und nicht die ganze Tourenwoche über den Haufen geworfen
werden muß), fällt einem die Umkehr leichter, wenn die Bedingungen nicht
passen...

> Ein jetzt eine Woche im Urlaub. Bin gespannt auf weitere Kommentare
> und Vorschläge für Alternativtouren :-)

Im Frühsommer ist es nichts ungewöhnliches, daß steile, südexponierte Hänge
schon bis auf 2500m weitgehend aper sind, während in schattseitigen Lagen
(insbes. steile Nordkare) noch bis unter 2000m eine geschlossene
Schneedecke vorhanden ist (auf der sich noch die Skifahrer tummeln ;-)).
Wie schon von Dominik und Luidger vorgeschlagen, halte ich die Gruppen
nördlich der Hauptkette für gut geeignet für den Frühsommer. Die Übergänge
sind nicht so hoch, außerdem viele Gipfelmöglichkeiten mit südseitigen
Anstiegen mit nur kurzen Stellen, wo man u.U. mal Hand anlegen muß.

Kann man entweder als Rundtour Hinterriß - Karwendelhaus - Falkenhütte -
Hinterriß oder - Eng (evtl Lamsenhütte) machen (siehe Dominiks Vorschlag)
oder als Durchquerung Scharnitz - Karwendelhaus - Falkenhütte - Eng
(-Achensee/Inntal). Das ganze mit Gipfeltouren nach Belieben aufpeppen
(z.B. Steinfalk, Gamsjoch, Sonnjoch, evtl Ö Karwendelsp).

ggf. nötiger Rücktransport per ÖV vom Achensee nach Scharnitz oder
Mittenwald unproblematisch (über Jenbach - Innsbruck), ebenso zw. Hinterriß
und der Eng am Wochenende, Hinterriß/Eng - Scharnitz ist dagegen eher
umständlich.

Andere Möglichkeiten wären noch das Vorkarwendel (Tölzer Hütte - Plumsjoch,
wurde auch schon genannt) oder die Soierngruppe (die Kammwanderung
Schöttelkarsp. - Soiernsp ist sehr schön und nicht besonders schwer),
letztere läßt sich aber nicht so gut auf 4 oder 5 Tage erweitern (der
Übergang übers Bäralpl Ri. Karwendelhaus ist im Frühsommer ebenfalls mit
etwas Vorsicht zu genießen, da sich unter den steilen Nordabstürzen von
Wörner und Hochkarspitze der Schnee recht hartnäckig hält).

Gruß,
Christoph

 
 
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