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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen23.01.05 14:23 Uhr
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Hallo,

gestern war ich mit meinem Bruder in Kaltenbrunn/Klais beim Langlaufen. Mein
Bruder hat dabei das Grip-Tape ausprobiert, und das Ergebnis auf dem
staendig nachfallenden Schnee (gespurt wurde eh nicht) war gelinde gesagt
desastroes. Zuerst hat der Ski gestollt wie verrueckt, auf einem
50m-Anstieg haben sich gut und gern 10cm gesammelt. Spaeter, als der Schnee
etwas angezogen hat, hat sich das zwar gegeben, dafuer war die komplette
Steigzone vereist. Damit war zwar wieder ein Gleiten, aber kein Abstossen
mehr moeglich.
Unterboten wurde die Performanz nur noch von mir auf meinen Skatingski (was
aber in dem Fall nicht am Wachs lag.) Haette mein Bruder nicht alle paar
hundert Meter die Steigzone freiklopfen muessen, waere ich voellig
eingegangen ;-)

Gewinnerin des Tages war die Freundin meines Bruders, die froehlich auf
ihren Fischer-Schuppenski herumgleiten konnte und insofern deutlich mehr
Spass hatte als wir Wachsskispezialisten.

Die Moral von der Geschichte: Auf bappigem, frisch gefallenen Schnee kann
eine angezogene Handbremse mitunter auch schneller sein. Und die Aussage,
das Grip-Tape sei fuer alle Schneebedingungen geeignet, scheint so nicht zu
stimmen.

Beste Gruesse,
Moritz
 
 
 
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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen23.01.05 17:47 Uhr
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Hallo Moritz,

"Moritz Hammer" klagte
> gestern war ich mit meinem Bruder in Kaltenbrunn/Klais beim Langlaufen.
Mein
> Bruder hat dabei das Grip-Tape ausprobiert, und das Ergebnis auf dem
> staendig nachfallenden Schnee (gespurt wurde eh nicht) war gelinde gesagt
> desastroes. Zuerst hat der Ski gestollt wie verrueckt, auf einem
> 50m-Anstieg haben sich gut und gern 10cm gesammelt. Spaeter, als der
Schnee
> etwas angezogen hat, hat sich das zwar gegeben, dafuer war die komplette
> Steigzone vereist. Damit war zwar wieder ein Gleiten, aber kein Abstossen
> mehr moeglich.
snip
> Gewinnerin des Tages war die Freundin meines Bruders, die froehlich auf
> ihren Fischer-Schuppenski herumgleiten konnte und insofern deutlich mehr
> Spass hatte als wir Wachsskispezialisten.
>
> Die Moral von der Geschichte: Auf bappigem, frisch gefallenen Schnee kann
> eine angezogene Handbremse mitunter auch schneller sein. Und die Aussage,
> das Grip-Tape sei fuer alle Schneebedingungen geeignet, scheint so nicht
zu
> stimmen.

Deine schlechte Erfahrungen kann ich durchaus nachvollziehen - Neuschnee um
0° ist selbst für Behle und Konsorten das größte Wachsproblem. Die wachsen
dann vor dem Wettkampf 5 bis 10 Paar Ski mit unterschiedlichsten Wachsen
und in verschiedener Stärke, ermitteln mit Zeitschranke und anderen Mitteln
den "relativ" günstigsten und haben manchmal Glück mit der Auswahl und auch
hin und wieder nicht. Bei solchen Verhältnissen sollte man nicht Langlaufen
(wenn man nicht muß), sondern in die Sauna gehen zum "Kreislauftraining",
siehe unten.
Diese Grenzen des Grip Tape habe ich deutlich angesprochen, hier in dra und
auch auf meiner homepage:
"Das Grip Tape stößt nach bisherigen Erfahrungen an seine Grenzen

a.. bei Neuschnee, der durch Temperaturen > 0° nass und zu Marmorschnee
wird; der Ski ist dann nach vorne stumpf und nach hinten zu glatt, wie bei
nahezu allen Wachsen bei diesen schwierigen Verhältnissen.
Verhaltensvorschlag für solche Verhältnisse: nicht LL, sondern Sauna"
Die negative Steigerung ist fallender Neuschnee um 0°, weil dann die
Vereisung und Stollenbildung hinzu kommt. Ein Versuch wämit einem Stück
Paraffin über das Grip Tape streichen und die Haltefähigkeit "mildern".
Nachdem ich dem Wettkampflanglauf längst entwachsen bin, laufe ich bei
solchen Verhältnissen nicht und schon garnicht in der Loipe. Da empfiehlt
sich das Latschen querfeldein mit einem Schuppenski; doch auch der kann
vereisen und fürchterliche Stollen bilden. Am besten umplanen, was anderes
machen - man geht ja auch nicht bei strömendem Regen zum alpinen Skifahren.
Also, auf ein Neues bei günstigeren Bedingungen - oder hat man Dir das Kraut
total ausgeschüttet?!
Gruß
Jost
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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen23.01.05 18:17 Uhr
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Jost Gudelius schrieb in dem Posting
<ct0k46$ak2$05$1@news.t-online.com>:

>Deine schlechte Erfahrungen kann ich durchaus nachvollziehen - Neuschnee um
>0° ist selbst für Behle und Konsorten das größte Wachsproblem. Die wachsen
>dann vor dem Wettkampf 5 bis 10 Paar Ski mit unterschiedlichsten Wachsen
>und in verschiedener Stärke, ermitteln mit Zeitschranke und anderen Mitteln
>den "relativ" günstigsten und haben manchmal Glück mit der Auswahl und auch
>hin und wieder nicht. Bei solchen Verhältnissen sollte man nicht Langlaufen
>(wenn man nicht muß), sondern in die Sauna gehen zum "Kreislauftraining",

oder eben simple Schuppenski nehmen. No problem...

Habe ich noch nie verstanden, warum sich manche Freizeitlangläufer mit
der Wachserei herumärgern. Wenn ich bloß aus Spaß an der Freud auf die
Loipe gehe, ist es doch völlig Banane, ob ich nun 10% schneller oder
langsamer bin. Im Übrigen war ich in den letzten 10 Jahren mit meinen
Schuppenskiern eh fast immer schneller als die diversen Wachs-"Profis"
- weil bei denen das _Ver_wachsen eher die Regel als die Ausnahme war
;-)

Gruß, Walter
 
 
 
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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen23.01.05 18:47 Uhr
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Hallo Walter,

"W. H. Greiner" schrieb

> oder eben simple Schuppenski nehmen. No problem...

doch ein Problem, weil die bei entsprechend besch... Verhältnissen auch
vereisen und stollen können.
>
> Habe ich noch nie verstanden, warum sich manche Freizeitlangläufer mit
> der Wachserei herumärgern. Wenn ich bloß aus Spaß an der Freud auf die
> Loipe gehe, ist es doch völlig Banane, ob ich nun 10% schneller oder
> langsamer bin.

Also, ich laufe auch "aus Spaß an der Freud", warum denn sonst? Aber ich
laufe (statt "latsche") und habe Freude an der leichten und schnellen
Bewegung.
Die "Handbremse" nervt mich fürchterlich. Die Geschmäcker sind
glücklicherweise unterschiedlich. Ich will auch keinen missionieren.

Im Übrigen war ich in den letzten 10 Jahren mit meinen
> Schuppenskiern eh fast immer schneller als die diversen Wachs-"Profis"
> - weil bei denen das _Ver_wachsen eher die Regel als die Ausnahme war
> ;-)
Dann waren die "Profis" Stümper, denn die heutigen Trocken- und
Klisterwachse haben sich enorm verbessert und verfügen über eine große
Bandbreite hinsichtlich Temperatur und Schneeart.. Und das Grip Tape deckt
diese Bandbreite - für mich immer noch erstaunlich - weitestgehend ab.
Dennoch: Neuschnee bei 0° und Skilanglauf sind kaum vereinbar, das war anno
Schnee schon so und gilt auch heute.
Gruß
Jost
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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen24.01.05 09:56 Uhr
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Hallo Jost,

zuerst einmal: Mit den Verhaeltnissen hast Du natuerlich recht. Meine
Skatingski haben auch gestollt, wenn ich stehengeblieben bin, und der
Schnee hat so gebremst, dass ich auf der Abfahrt runter nach Kaltenbrun=
n,
wo man sonst Schneepflug faehrt, die ganze Zeit Skatingschritte machen
musste. Aber der Termin war unsere vermutlich letzte Chance diesen
Winter...

Jost Gudelius schrieb am Sunday 23 January 2005 18:47 in de.rec.alpinis=
mus:
>> oder eben simple Schuppenski nehmen. No problem...
> doch ein Problem, weil die bei entsprechend besch... Verhältnissen =
auch
> vereisen und stollen können.
Vielleicht sollte man zwischen Schuppenskis auch noch differenzieren. M=
it
den Atomic-Schuppenski, die ich mein Eigen nenne, waere das sicherlich =
so
gekommen. Die Fischer-Ski, die die Freundin meines Bruders hat, waren d=
a
eine andere Klasse. Ich hab sie auch eine Runde ausprobiert, sie gleite=
n
wesentlich besser - die Gleitzonen lassen sich auch wachsen - und sind
dabei staerker gekruemmt, so dass man das nervige Schuppenkratzen
eigentlich nur wenig hoert (und ich wieg natuerlich mehr als fuer die S=
ki
gedacht ist). Von denen war ich eigentlich sehr angetan. Wenn ich mich
richtig erinnere, hatte Luidger auch diese Ski? Da haben wir im direkte=
n
Vergleich mal feststellen koennen, dass diese Ski nicht so steile
Steigungen vertragen - sie rutschen frueher durch als meine Atomic-Ski =
-
aber das Gleitverhalten hat mich jetzt wesentlich mehr ueberzeugt... le=
ider
fiel der direkte Vergleich zu den Wachsski flach. ;-) Ich wuerde behaup=
ten,
dass, wenn man keine Freude am Wachsen an sich hat und auf die letzten =
5%
Leistung verzichten kann, der Fischer-Schuppenski zumindest eine
realistische Alternative ist, bei der man nicht "verwachsen" kann.

Beste Gruesse,
Moritz

 
 
 
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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen25.01.05 22:25 Uhr
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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen24.01.05 00:12 Uhr
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W. H. Greiner schrieb:

> Habe ich noch nie verstanden, warum sich manche Freizeitlangläufer mit
> der Wachserei herumärgern.

Der Lautstärke wegen. Schuppenskis nerven, weil sie so laut sind.

> Wenn ich bloß aus Spaß an der Freud auf die
> Loipe gehe, ist es doch völlig Banane, ob ich nun 10% schneller oder
> langsamer bin.

Das stimmt. Ich laufe allerdings nicht eigentlich lang, sondern benutze
sogenannte fjellskis (neudeutsch: backcountry), mit denen man auch
einigermassen anständig abfahren kann. Und mit Schuppenskis saubere
Kurven fahren (Telemark) ist schon recht frustrierend.

Ehrlich gesagt: Mein Eindruck ist, dass Wachsskis einfach besser laufen
(auch bergauf).

Gruss,

Uli

 
 
 
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Andere Erfahrungen mit Grip-Tape

Bergsteiger beim Bergsteigen23.01.05 20:52 Uhr
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