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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen20.01.05 17:00 Uhr
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Ich möchte mir eine Lawinensonde kaufen?

Worauf muß ich achten?

Welche Länge sollte man als Durchschnittstourengeher nehmen? Ich habe
Modelle von 2,00 m bis 2,80 m gesehen...

Welches konkrete Modell ist empfehlenswert?

Danke!
 
 
 
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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen21.01.05 13:01 Uhr
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Hallo Felix,

welche lawinensonde du haben solltest hängt grundsätzlich mal vom
einsatzbereich ab. Bist du aktiver bergretter oder bergführer wirst du
etwas stabileres, längeres brauchen als der herkömmliche tourengeher,
der seine sonde, außer zum üben, hoffentlich nicht brauchen wird.
Für den normalen skitoureneinsatz würde ich eine läge von 2,5 bis 3
metern empfehlen. Ich würde davon abraten mir zu dünne und leichte
modelle zu kaufen. So sind die, die man in den stiel der
lawinenschaufeln hinein tun kann, zwar sehr leicht, aber auch meist
recht dünn und kurz. Was das handling und vor allem die stabilität nicht
gerade fördert. Es soll schon vorgekommen sein dass sehr dünne sonden
beim üben verbogen wurden. Was meiner meinung nach wichtig ist, ist der
verschluss mit dem du die sonde spannen kannst. Hier würde ich sonden
mit einem schraubverschluss vorziehen, da div. andere beim herausziehen
der sonde aufgehen können. Habe zwar selbst eine black diamond sonde mit
so einem stift der das ganze sperrt, aber dies funktioniert auch erst
richtig gut seit ich ein bisschen nachgebessert habe. Weiters sind
sonden mit einem dünnen drahtseil drinn meist halbarer. Die sonde sollte
verschiedenfarbige segmente haben, damit man auf einen blick eine
vorstellung hat wie tief sie drinn steckt, genaue cm angaben sind meiner
meinung nach nicht sinnvoll und notwendig.

Ich denke mir, speziell im hinblick auf die lawinen-notfall-ausrüstung,
möchte ich mir nach einem unfall nicht vorwerfen müssen, dass ich bei
besserer ausrüstung eventuell noch ein leben retten hätte können.
Deshalb ist für mich gewicht bei diesen dingen eher nebensächlich, wenn
ich das nicht mehr 'ertrage' hab ich in den bergen ohnedies nichts
verloren.

Grüsse
Peter

--
Peter Strassnig
peter@strassnig.at
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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen23.01.05 00:05 Uhr
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Felix Lapis wrote:

> Ich möchte mir eine Lawinensonde kaufen?
>
> Worauf muß ich achten?
>
> Welche Länge sollte man als Durchschnittstourengeher nehmen? Ich habe
> Modelle von 2,00 m bis 2,80 m gesehen...

ich würde die längere nehmen. Bei zu kurzen Sonden hat man immer das Problem
sich bald bücken zu müssen, auf Dauer ist das recht anstrengend. Aber
auch so, mit nur 2 Metern würde ich mich immer fragen, ob das doch
nicht zu kurz ist.

> Welches konkrete Modell ist empfehlenswert?

Genaues Modell kann ich Dir jetzt nicht nennen, aber ein paar Erfahrungen
zu verschiedenen Modellen.

1: Lange Stahlsonde
Das Teil ist recht lang (über 3 Meter), die Verbindungsstücke sind dicker
als der restliche Sondenkörper. War früher die Standardsonde im
Bergwacht Lawinenanhänger bei uns.
Die Sonde hat aber das Problem, dass sie sehr leicht verläuft und man
nicht mehr weiß, wo man zwei Meter unterhalb eigentlich ist. Meiner
Meinung aht sich dieses Modell inzwischen überlebt.

2: Orthovox "Zeltstangensonde"
Wie der Name sagt, diese Sonde wird wie viele Zeltstangen zusammengesteckt
und dann gespannt. Die Länge war AFAIK bei etwa 2.50 Meter. Das Teil
machte mir immer einen etwas wackeligen Eindruck. Möglicherweise gibt
es da inzwischen stabilere Modelle. Dafür war die Sonde wohl am schnellsten
Einsatzbereit.

3: Aluminiumsonde zum Schrauben
Diese Sonde ist wie Modell 1 zum Schrauben. Der Körper ist aber starr
und nicht so dünn wie die Stahlsonde. Vom Sondieren her würde ich die
wählen. Man muss aber mit den zwei Metallstäbchen an der Sondentasche
auch erst einmal gut anziehen - sonst sitzt das Gewinde nicht fest
genug. Man hat etwas mehr Vorlaufzeit im Vergleich zu Modell 2.

Im Ernstfall habe ich bis jetzt nur mit letzterem Modell Erfahrungen
(nicht Kameradenhilfe sondern organisiert), bei den beiden anderen nur
durch Übungen.

Servus

Peter Reindl
 
 
 
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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen25.01.05 14:28 Uhr
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Felix Lapis wrote:

> Welches konkrete Modell ist empfehlenswert?

ich selbst hab eine von ortovox, ist schon ca. 6 jahre alt, zum spannen
mit schrauber. trotz häufigen einsatzes bei übungen (bergrettung) hatte
ich damit nie probleme.

meiner frau hab ich jetzt eine von vaude gekauft, die mich durch den
spannverschluss sehr begeistert hat: das ganze "fuzeln" mit dem
schrauber fällt weg - einfach anziehen, ein stift springt raus und hält
das teil gespannt.

vergiss alles was nach planmäßig ausschaut, wo also das teil ensprechend
schwerer wird und/oder du jedes element an das nächste schrauben mußt:
a) nimmst du es nicht mit, weils zu schwer ist
b) übst du nicht damit, weils zu lange dauert, das ganze zusammenzubauen
c) verliert man ein solches segment relativ schnell im tiefen schnee
d) im erstfall kannst du die zeit zum zusammensetzen WIRKLICH besser nutzen

so schistecken zum zusammenbauen haben sich meines erachtens auch nicht
bewährt.

bzgl. farben oder cm-skala:
ich persönlich würde eine cm-skala bevorzugen, da ich die tiefe (sofern
sie beim suchen überhaupt relevant ist) besser ablesen kann und nicht
erst nachdenken muss, welche farbe auf welche kommt. aber vielleicht hab
ich das system nicht wirklich verstanden ;-)

lg, harald.
 
 
 
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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen25.01.05 19:15 Uhr
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Harald Hofer wrote:
>
> so schistecken zum zusammenbauen haben sich meines erachtens auch nicht=

> bewährt.
Hoi Harald,
Vor kurzem musste ich mir neue Skistöcke kaufen. Mir wurden Stöcke m=
it
intergrierter Sonde angeboten. Ich bat den Verkäufer mir den Umbau
vorzuführen. Nachdem er ca. 10 min. daran herumgebastelt hatte und imme=
r
noch keine onde daraus wurde, habe ich vom Kauf dieses Modells abgesehen.=

Pfiati
Franz
 
 
 
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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen25.01.05 23:12 Uhr
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Franz Mock schrieb:

> Harald Hofer wrote:
>
>>
>> so schistecken zum zusammenbauen haben sich meines erachtens auch
>> nicht bewährt.
>
> Hoi Harald,
> Vor kurzem mußte ich mir neue Skistöcke kaufen. Mir wurden Stöcke mit
> intergrierter Sonde angeboten. Ich bat den Verkäufer mir den Umbau
> vorzuführen. Nachdem er ca. 10 min. daran herumgebastelt hatte und immer
> noch keine onde daraus wurde, habe ich vom Kauf dieses Modells abgesehen.

Das ist richtig Franz. Ich habe immer eine Sonde im Rucksack (3m,
BlackDiamond gluabe ich).

Die Skistöcke sind aber dennoch nicht schlecht, denn die
zusammensteckbaren mit Carbonunterteil sind extrem viel leichter,
verkratzen und pfeifen nicht (wie die Alustöcke von Leki z.B.).
Ausserdem finde ich den verlängerten Griff der Komperdell klasse.

Gruss,

Uli
 
 
 
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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen26.01.05 21:26 Uhr
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Uli Hausmann wrote:
>
Hoi Uli
>
> Das ist richtig Franz. Ich habe immer eine Sonde im Rucksack (3m,
> BlackDiamond gluabe ich).
Auch ich habe immer eine Sonde (Salewa) bei mir und vor kurzem haben wir =

damit nach einem Ski sondiert und auch gefunden.
Au>
> Die Skistöcke sind aber dennoch nicht schlecht, denn die
> zusammensteckbaren mit Carbonunterteil sind extrem viel leichter,
> verkratzen und pfeifen nicht (wie die Alustöcke von Leki z.B.).
> Ausserdem finde ich den verlängerten Griff der Komperdell klasse.
Ich habe diese Stöcke seit längerer Zeit. Vor kurzem nun habe ich ein=
en
Stock abgerissen und brauchte Ersatz. Ich wollte den gleichen Stock. Im
Laden gab es 2 Typen die sich äusserlich nur durch die Farbe und die
Markenbezeichnung unterschieden. Einmal Komperdell und einmal Dynafit.
Die Komperdell Stöcke kosteten 10.-Euro mehr. Auf meine Frage nach dem =

Grund nannte der Verkäufer die Sonde, die er dann nicht zustande bracht=
e.
Pfiati
Franz
 
 
 
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Worauf achten bei Lawinensonde?

Bergsteiger beim Bergsteigen26.01.05 22:42 Uhr
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Franz Mock schrieb:

> Ich habe diese Stöcke seit längerer Zeit. Vor kurzem nun habe ich einen
> Stock abgerissen und brauchte Ersatz. Ich wollte den gleichen Stock. Im
> Laden gab es 2 Typen die sich äusserlich nur durch die Farbe und die
> Markenbezeichnung unterschieden. Einmal Komperdell und einmal Dynafit.
> Die Komperdell Stöcke kosteten 10.-Euro mehr. Auf meine Frage nach dem
> Grund nannte der Verkäufer die Sonde, die er dann nicht zustande brachte.

Stimmt, die Dynafit habe ich in Martigny be Look Montagne auch gesehen.
Scheint mir einfach ein anderes Etikett zu sein (sie benutzen exact
denselben Teller mit dem identischen Bajonettverschluss). Allerdings
schien mir der Dynafit den besseren Hebel zum Fixieren von unterer und
oberer Hälfte zu haben; der Komperdell ist wirklich sehr "labbelig". Ich
habe schon drei Schäden produziert, die allerdings alle generös per
Garantie behoben wurden. Einmal haben sie mir sogar das neue Modell mit
Schraub/Dreh-Blockade geschickt. Die ist solider, aber frisst sich bei
mir immer fest, ist also nicht so gut fürs Telemarken zu gebrauchen, wo
man einen recht grossen Unterschied für Anstieg und Abfahrt braucht (130
- 135 : 115).

Salut,

Uli
 
 
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