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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Die Abramkante am Piz Ciavazes ist mit neuen Normalhaken versehen worden. Eine meines Erachtens lobenswerte Aktion von Celva Oswald, einem Kletterer aus dem Südtiroler Unterland. Bleibt zu vermerken, dass die Tour immer noch ein alpines Unternehmen ist, das mit einem richtigen Maß an Eigenverantwortung angegangen werden muss! D.h. ein Sortiment Klemmkeile und Friends am Gurt soll nicht nur diesen farblich abrunden, sondern ist immer noch sicherungstechnische Pflicht!
Gefunden unter [externer Link] \
Eine im Prinzip lobenswerte Aktion, doch leider dem technischen Mittelalter entsprechend. Mögen die Haken jetzt ok. in ein paar Jahren steckt wieder gefährlicher Schrott im Fels.
Aber so lange es in den Dolomiten Schwachköpfe gibt, die mit Flex und Säge zum Klettern gehen, und jeden normgerechten Bohrhakenstandplatz zerstören, anstatt sich am Bergsport zu erfeuen, wird das Dolomitenklettern immer mit erhöhtem Restrisiko behaftet sein.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 16.09.04 12:25 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Kristian Rath wrote: > Die Abramkante am Piz Ciavazes ist mit neuen Normalhaken versehen > worden. Eine meines Erachtens lobenswerte Aktion von Celva Oswald, > einem Kletterer aus dem Südtiroler Unterland. Bleibt zu vermerken, > dass die Tour immer noch ein alpines Unternehmen ist, das mit einem > richtigen Maß an Eigenverantwortung angegangen werden muss! D.h. ein > Sortiment Klemmkeile und Friends am Gurt soll nicht nur diesen > farblich abrunden, sondern ist immer noch sicherungstechnische > Pflicht! > > Gefunden unter [externer Link] \ > > > Eine im Prinzip lobenswerte Aktion, doch leider dem technischen > Mittelalter entsprechend. > Mögen die Haken jetzt ok. in ein paar Jahren steckt wieder > gefährlicher Schrott im Fels. > > Aber so lange es in den Dolomiten Schwachköpfe gibt, die mit Flex und > Säge zum Klettern gehen, und jeden normgerechten Bohrhakenstandplatz > zerstören, anstatt sich am Bergsport zu erfeuen, wird das > Dolomitenklettern immer mit erhöhtem Restrisiko behaftet sein.
Dazu sei angemerkt:
<Oberlehrer> 1. Der erste Absatz ist ein Zitat der Webseite. Ich meine, das sollte im Posting auch deutlich gemacht werden. 2. Das Zitat stammt von 2001 - richtig aktuell ist das also nicht mehr. <\Oberlehrer>
Wer hindert Dich daran, selbst mit Hammer und Haken jeden Dir nicht gut genug erscheinenden Stand nachzubessern, falls dies mit Keilen und Friends nicht moeglich ist?
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 16.09.04 13:18 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Chris Leiter wrote: [...] >> >> Gefunden unter [externer Link] \ [...]
Ahh, danke fuer den Link - sehr nuetzlich :-)
Viel Spass,
Chris
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 16.09.04 14:39 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo
> > Wer hindert Dich daran, selbst mit Hammer und Haken jeden Dir nicht gut > genug erscheinenden Stand nachzubessern, falls dies mit Keilen und > Friends nicht moeglich ist?
ich denke mir zumindest, dass es nicht gerade gut für den Fels ist wenn jeder irgendwo Haken hinhämmert (ggf. mit Akkubohrhammer) und der Nachsteiger das Zeug wider mitnimmt. Mir persönlich ist es lieber wenn "einmal" vernünftig geklebt wird. Mir reicht da vollkommen aus wenn a) die Standplätze und b) schwierige Stellen die sich nicht vernünftig sichern lassen damit gesichert sind.
Wolfgang
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 21.09.04 23:57 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Wer hindert Dich daran, selbst mit Hammer und Haken jeden Dir nicht gut > genug erscheinenden Stand nachzubessern, falls dies mit Keilen und > Friends nicht moeglich ist? 1. Die Tatsache, dass am Ciavazes mit hoher Wahrscheinlichkeit Leute hinter Dir sind, die Du -hoffentlich- nicht erschlagen willst. 2. Die Tatsache, dass das an ein und der selben Stelle im Kalk oder Dolomit nur 10-12 Mal möglich ist, wenn Du Deine Haken nicht stecken lassen willst. 3. Die Tatsache, dass noch nie jemand einen (der drei) Haken wieder heraus bekommen hat, die ich in meinem Leben in irgend welchen Felsritzen versenkt habe und ich keine 20 Haken für eine der Routen verbrauchen möchte. Und um mich an einen mutwillig lommelig geschlagenen Haken zu hängen, dazu hänge ich zu sehr an meinem Leben.
-- Gruß Rainer [externer Link] Über 1000 Links [externer Link] Die besten Kletter(er-) Galerien im Netz - Neu mit Videos Abenteuer findet dann statt, wenn man gerade noch mal davonkommt. Kommt man nicht davon, dann war es ein Unfall. (Rolf Ott in news:de.rec.alpinismus)
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 16.09.04 22:13 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Kristian Rath" <kristian.rath@gmx.de> schrieb
.... das alte Thema...
> Aber so lange es in den Dolomiten Schwachköpfe gibt, die mit Flex und > Säge zum Klettern gehen, und jeden normgerechten Bohrhakenstandplatz > zerstören, anstatt sich am Bergsport zu erfeuen, wird das Dolomitenklettern > immer mit erhöhtem Restrisiko behaftet sein.
Servus Kristian,
zum Glück sind bisher nur wenige Dolomitentouren "normgerecht" gemacht worden. In vielen Dolomitenrouten können Standplätze und Zwischensicherungen mehr oder weniger problemlos mit mobilen Sicherungsmitteln ergänzt werden, wenn nicht kann man mit einem kleinen Hakensortiment nachhelfen. Eine uniformierte Bolt-Tour nimmt mir persönlich sehr viel vom Erlebniswert - im Moment sind die Dolomiten eines der letzten Reviere, wo man absicherungstechnisch selbst noch kreativ sein kann. Die einheimischen Dolomitenkletterer versuchen halt ihr Können dem Fels anzupassen und nicht den Fels entsprechend ihrem Können zu präparieren. Ich finde diese Herangehensweise eine wohltuend differenzierte Denkweise zum derzeit herrschenden "Mainstream" und wenn die Routen gelegentlich mit neuen Nomalhaken ausgestattet werden (in den natürlich vorhandenen Rissen), halte ich diese Methode sogar für weiter vorausgedacht als das wilde Drauflosbohren.
In allen anderen Gebieten bleiben meist nur noch die Schrott-Touren boltfrei, alles halbwegs lohnende hat zumindest gebohrte Stände. Deshalb verstehe ich die Klagen der Sanierungsbefürworter nicht - es gibt mehr als genug gebohrte Routen für ein ganzes Klettererleben, wieso muss unbedingt jede Route "standardisiert" werden? Wenn sich jemand diesem "erhöhten Restrisiko" nicht aussetzen möchte, kann er aus unzähligen Routen in den Alpen auswählen. Dann klettert er halt z. B. die "Abramkante" nicht, was soll da so schlimm daran sein?
Um das klarzustellen: ich bin kein genereller Gegner von Sanierungen mit Bohrhaken - ich finde es nur schade, dass immer gleich alles so "perfektioniert" werden muss und vor allem, dass dem eigenverantwortlichen Absichern die Daseinsberechtigung abgesprochen wird. Ein gewisser Freiraum dafür sollte m. M. nach bleiben, auch mit lohnenden Routen, nicht nur brüchigen Horrorklettereien.
Schönen Gruß
Markus
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 17.09.04 11:18 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Markus Stadler wrote:
> Eine > uniformierte Bolt-Tour nimmt mir persönlich sehr viel vom Erlebniswert - im > Moment sind die Dolomiten eines der letzten Reviere, wo man > absicherungstechnisch selbst noch kreativ sein kann. Die einheimischen > Dolomitenkletterer versuchen halt ihr Können dem Fels anzupassen und nicht > den Fels entsprechend ihrem Können zu präparieren.
Gerade für schwächerer Kletterer mit weniger Erfahrung bietet eine Route mit Normalbohrhaken eine entspanntere Umgebung, um längere Alpintouren gehen zu können. Ich sammle dabei Erfahrung, wie ich mobile Sicherungsgeräte sinnvoll einsetzte etc. Ich bin daher sehr froh, dass es Routen gibt, die "durchgebohrt" sind, verstehe aber auch den Reiz von Routen, wo dem nicht so ist. Soweit ich das mitkriege, gibt es eh beide Arten und jeder geht dort, wo ihm das passt. Die letzten Routen, die ich geklettert bin, waren zB so, dass die Stände grossteils eingebohrt waren und dazwischen ab und an mal ein klebehaken, aber sonst selbst zu legen. Das war sehr spannend für mich :) aber auch sehr schön. Aber für mich sind auch Routen mit vielen Klebebohrhaken vom Erlebnis- und Adrenalinwert noch sehr hoch :) Aber es wird besser.
Ich finde es nun einerseits arrogant von den "tollen" kletterern, dass sie quasi sagen: wer klebehaken braucht, der hat da eh nix verloren. Und natürlich ist es auch Schwachsinn, jeden Hügel mit 100Klebehaken zuzupflastern.
Tatasche ist auch, dass sich eine neue Generation von Kletterern scheinbar viel Gedanken um Risikomanagment macht und ich einem vorgefundenen sauberen Klebehaken mehr vertraue, als einem vorgefunden Normalhaken. Gerade auf einer Abseilstrecke oder so freu ich mich wahnsinnig darüber :) Für mich machts also die Mischung aus. Ein gebohrter Stand erhöht die Sicherheit und verringert das Erlebnis für mich derzeit noch überhaupt nicht :)
viel spass, peter
-- [externer Link] [externer Link]
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 20.09.04 09:31 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Da muss ich doch auch wieder einmal meinen Senf dazu geben...
Dass klassische Routen oft mit einigen wenigen Bohrhaken an exponierten, schwer selber absicherbahren Stellen nachgerüstet werden können, ohne gleich das ganze Abenteuer zu zerstören, schein nicht wirklich bestritten zu werden. Gute Beispiele für überlegte, sanfte Sanierungen liefert Michel Piola.
Als neues Argument möchte ich "durch populäre Kletterauswahlführer injizierte Sanierungen" in die Runde werfen.
Schöne Touren in moderaten Schwierigkeitsgraden, die wegen ihrem Absicherungsstandart oder der Länge kombiniert mit dem Absicherungsstandart aber keine "Plaisirtouren" sind, werden trotzdem in den entsprechenden Auswahlführer aufgenommen. Der Druck, die Tour zu sanieren steigt an, da die Tour von immer mehr Seilschaften begangen wird, die voll an ihre Leistungsgrenzen stossen...
Roger Knecht
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 22.09.04 22:53 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Diese Nachricht wurde nicht archiviert, da der Autor dies nicht wünscht. Beiträge mit <X-No-Archive: Yes> werden nur einen Monat lang hier angezeigt. | | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 17.09.04 00:06 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi, ausser den Dolomiten gibt's natuerlich auch andere Regionen (man nehme z.B. die Karnischen Alpen), in denen nicht auf "Teufel kom rauss" geklebt wird. Mit Haken-Saegern oder (auch das war z.B. auf der Alb schon Mode) gar "Oelverschmierern" kann ich mich zwar in keinster Weise identifizieren, doch die Selbstverstaendlichkeit, mit der nach einem perfekten Bohrhakenstand (vorallem wenn sich daneben der solide Block befindet) verlangt wird, kann ich nicht ganz nachvollziehen.. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ein guter Normalhaken voellig ausreichen tut (wenn keine alternative Sicherung moeglich ist) und das der "Plaisirgedanke" wirklich vielerorts dermassen ueberhand nimmt, dass er mir (!) schon manchmal etwas die Freude am Bergsteigen (schreibe extra nicht klettern) nimmt. Aber vielleicht bin ich auch schon etwas verkalkt ... Gruss Burkhardt
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 23.09.04 12:12 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Zum Thema sanieren von Kletteroruten wurde ja schon viel geschrieben und heiß diskutiert. Über Markierungen auf weglose Gipfel auch.
In diesem Fall, (Abrahmskante) geht es ja wohl eher um das wie , nicht um das ob oder ob nicht.
Diese Art der Sanierung ist wohl die einzige, welche die teilweise krankhafte Dolomitenszene akzeptiert.
Fakt ist auch: Mit dem Schlagen eines Hakens wurde die Tour verändert. Es steckt Metall drin, das von Natur aus dort nicht war. Hier macht sich jemand Mühe für die Allgemeinheit. Das ist lobenswert! Aber wenn schon eine Sanierung, warum dann nicht nach dem neusten Stand der Technik. Wenn man sagt ein Bolt (ist doch auch nicht mehr Metall als ein Normalhaken) verändert erleichtert die Tour zu sehr, müsste man mit der selben Konsequenz im Stil der 70ger Jahre mit einem katlosen Käfer in die Berge fahren, mit Bundhosen, Hammer, Haken, Fifi Trittleiter und schweren Bergschuhen zum Klettern gehen. Dann würde das alles zusammenpassen.
Will damit sagen: Wenn saniert wird, dann richtig und andere Touren ruhig so gut als möglich von menschlichen Spuren befreien.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | So saniert man Dolomitentouren!!! | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 23.09.04 18:05 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Bei dem Thema wirds wohl nie wirkliche Einigkeit geben. Ich bin auch für Sanierungen, solange sanieren nicht "zubohren" heißt. Wie es richtig geht, sieht man z.B. im Oberreintal: Wenige, aber gebohrte ZH sowie SH. Trotzdem gibts reichlich Gelegenheit und Bedarf, mit Keilen o.ä. aktiv zu werden. Ein etwas fragwürdiges Sanierungsbeispiel aus den Dolomiten: Sind kürzlich die Dimai/Eötvös an der Grohmannspitze gegangen. Entgegen den Führer-Weissagungen gibts da sehr wenig ZH. Die Stände sind generell mit Keilen und Friends zu verstärken (wobei man zumindest einmal auch den einzigen exakt passenden Friend dabeihaben muß, um nicht an einer einzelnen "Gurke" Stand zu machen). Mitten in der Tour, in der Schlüsselstelle, einer kurzen Rampe, stecken 3 nagelneue Klebehaken! Sehr löblich aber auch etwas skuril. Bleibt abzuwarten, wann die wieder krummgehauen oder weggeflext sind. Zumindest ich hätte an dieser Stelle wohl keine vernünftige ZS anbringen können. Generell ein Thema, zu dem man sich totdiskutieren kann. Leider ohne Aussicht auf einen Konsens
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Juuhhhhuuuu :-) [was: So saniert man Dolomitentouren!!!] | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 17.09.04 08:24 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Kristian Rath wrote: > Die Abramkante am Piz Ciavazes ist mit neuen Normalhaken versehen > worden. Eine meines Erachtens lobenswerte Aktion von Celva Oswald, > einem Kletterer aus dem Südtiroler Unterland. Bleibt zu vermerken, > dass die Tour immer noch ein alpines Unternehmen ist, das mit einem > richtigen Maß an Eigenverantwortung angegangen werden muss! D.h. ein > Sortiment Klemmkeile und Friends am Gurt soll nicht nur diesen > farblich abrunden, sondern ist immer noch sicherungstechnische > Pflicht! > > Gefunden unter [externer Link] \ > > > Eine im Prinzip lobenswerte Aktion, doch leider dem technischen > Mittelalter entsprechend. > Mögen die Haken jetzt ok. in ein paar Jahren steckt wieder > gefährlicher Schrott im Fels. > > Aber so lange es in den Dolomiten Schwachköpfe gibt, die mit Flex und > Säge zum Klettern gehen, und jeden normgerechten Bohrhakenstandplatz > zerstören, anstatt sich am Bergsport zu erfeuen, wird das > Dolomitenklettern immer mit erhöhtem Restrisiko behaftet sein.
Na endlich findet (nicht nur hier in dra) wiedermal eine Diskussion zu Sanierungen und Plaisiergedanken statt: Im aktuellen "Klettern" ein Editorial, das Auswahlfuehrern zubilligt durchaus auch Touren zu erwaehnen, die weit abseits des aktuellen Mainstreams liegen. Mountain Wilderness regt eine Diskussion des Plaisier GEdanken beim SAC an (so war das doch ...), hier wird diskutiert - schoen.
Viel Spass, Chris
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Juuhhhhuuuu :-) [was: So saniert man Dolomitentouren!!!] | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 17.09.04 14:18 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Chris Leiter <christoph@unsere-berge.de> wrote: > Kristian Rath wrote: snip > > Na endlich findet (nicht nur hier in dra) wiedermal eine Diskussion zu > Sanierungen und Plaisiergedanken statt: Im aktuellen "Klettern" ein > Editorial, das Auswahlfuehrern zubilligt durchaus auch Touren zu > erwaehnen, die weit abseits des aktuellen Mainstreams liegen. Mountain > Wilderness regt eine Diskussion des Plaisier GEdanken beim SAC an (so > war das doch ...), hier wird diskutiert - schoen. > > Viel Spass, > Chris
Ja, und wo bleibt jetzt Deine Meinnung dazu?
fragt sich: RicciE
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Juuhhhhuuuu :-) [was: So saniert man Dolomitentouren!!!] | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 17.09.04 15:45 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | RicciE wrote: > Chris Leiter <christoph@unsere-berge.de> wrote: > >>Kristian Rath wrote: > > snip > >>Na endlich findet (nicht nur hier in dra) wiedermal eine Diskussion zu >>Sanierungen und Plaisiergedanken statt: Im aktuellen "Klettern" ein >>Editorial, das Auswahlfuehrern zubilligt durchaus auch Touren zu >>erwaehnen, die weit abseits des aktuellen Mainstreams liegen. Mountain >>Wilderness regt eine Diskussion des Plaisier GEdanken beim SAC an (so >>war das doch ...), hier wird diskutiert - schoen. >> >>Viel Spass, >>Chris > > > Ja, und wo bleibt jetzt Deine Meinnung dazu?
Ich dachte, die waer aus meinem Posting weiter oben und dem im "TT: Gefaehrliche Vandalen im Karwendel" - Thread klar geworden. Nun, ich stimme mit dem, was Markus schreibt vollkommen ueberein. Das haett' auch ich schreiben koennen. Ich finde es schade, wenn man als Anhaenger des "Selbstabsicherns" immer mehr in die senkrechten Kiesgruben gedraengt wird. Ja, ich kann auch meinen Klemmkeilstand neben dem gebohrten aufbauen, und anstatt der BH zu klippen einen Keil legen. Aber es geht ja nicht allein um das Keillegen an sich, sondern um das ganz Ambiente, das eine solche Tour bietet: Die Ernsthaftigkeit, der groessere psychische Druck, das Abenteuer. - Wer das nicht versteht, sollte es immerhin akzeptieren, und uns den Raum fuer unser Tun gewaehren. Wie Markus schon schreibt: "es gibt mehr als genug gebohrte Routen für ein ganzes Klettererleben". Und mittlerweile erschliessen findige Erstbegeher selbst in so alten Gebieten wie dem "Koasa" immer wieder neue Linien, die zumeist mit BH ausgeruestet werden. Damit sollte dann auch der Druck zur Sanierung der Klassiker geringer werden. Dass bei den Neutouren auch nicht immer alles so einfach ist (Obacht evtl. Zeilenumbruch) sieht man hier:
[externer Link]
Ich habe nichts gegen alpine, mit BH abgesicherte Touren. Aber das Anspruchsdenken, dass bitte jede Tour so aussehen muss, widerstrebt mir.
Genug der Meinung?
Gruesse,
Chris - der sich jetzt dann in den Urlaub verabschiedet :-)
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Juuhhhhuuuu :-) [was: So saniert man Dolomitentouren!!!] | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 20.09.04 13:25 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Chris Leiter <christoph@unsere-berge.de> wrote:
> Ich habe nichts gegen alpine, mit BH abgesicherte Touren. Aber das > Anspruchsdenken, dass bitte jede Tour so aussehen muss, widerstrebt mir.
Ich möchte ja nicht die uralte-und-nie-endende Diskusison über Pro und/oder Contra irgendwas aufleben lassen, aber so richtig kann ich die Behauptung des "Anspruchdenkens" nicht nachvollziehen: Ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass irgendeiner irgendwas einbohrt, weil irgendjemand anders einen Anspruch darauf geltend gemacht hat... Die Beweggründe dürften andere sein - um so ein Teil einzubohren mußt Du ja schon selber einen gewissen Grad an Fertigkeiten haben!? Außer: Der/die Partner/in des Bohrers stellt den Anspruch: Und da ist letztendlich jede Traditionsforderung vergebens - was tut man nicht alles für ein geregeltes Beziehungsleben;-) (Nee! Ich hab keine Haken geklebt!!!)
RicciE
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Juuhhhhuuuu :-) [was: So saniert man Dolomitentouren!!!] | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 04.10.04 09:09 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | RicciE wrote: > Chris Leiter <christoph@unsere-berge.de> wrote: > > >>Ich habe nichts gegen alpine, mit BH abgesicherte Touren. Aber das >>Anspruchsdenken, dass bitte jede Tour so aussehen muss, widerstrebt mir. > > > Ich möchte ja nicht die uralte-und-nie-endende Diskusison über Pro > und/oder Contra irgendwas aufleben lassen, aber so richtig kann ich die > Behauptung des "Anspruchdenkens" nicht nachvollziehen: Ich glaub ehrlich > gesagt nicht, dass irgendeiner irgendwas einbohrt, weil irgendjemand > anders einen Anspruch darauf geltend gemacht hat...
Leider zurueck aus dem Urlaub...
Das glaub ich auch nicht. Aber die Meinung: "Sakra, warum koennen die hier nicht die Normalhakerl gegen einen DIN A-Norm BH Stand austauschen?", duerfte doch unter dem ein oder anderen Kletterhelm zu finden sein? Meinst nicht? Wie gesagt: Ich habe nichts gegen gut gesicherte Touren im alpinen Gelaende. Auch wiesst Du ja, dass meine (bisher wegen Zeitmangels leider einzige) Neutour auch gebohrt ist. Allerdings machte ich gerade in den letzten zwei Wochen am Schuesselkar und im Mello die Erfahrung, dass das Selbstabsichern, sehr bereichernd ist (wenngleich ich jedoch zugeben muss, dass ich gerade wegen der Nerven die schweren SL am Schuesselkar nicht vorsteigen konnte - Danke an Franz, der hier fuer mich uebernahm :-)
Gruesse, Chris
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Juuhhhhuuuu :-) [was: So saniert man Dolomitentouren!!!] | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.09.04 12:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | "Chris Leiter" <christoph@unsere-berge.de> wrote in message news:cieppk$7cg$1@athen03.muc.infineon.com... > Ich dachte, die waer aus meinem Posting weiter oben und dem im "TT: > Gefaehrliche Vandalen im Karwendel" - Thread klar geworden. > Nun, ich stimme mit dem, was Markus schreibt vollkommen ueberein. Das > haett' auch ich schreiben koennen. Ich finde es schade, wenn man als > Anhaenger des "Selbstabsicherns" immer mehr in die senkrechten > Kiesgruben gedraengt wird. Ja, ich kann auch meinen Klemmkeilstand neben > dem gebohrten aufbauen, und anstatt der BH zu klippen einen Keil legen. > Aber es geht ja nicht allein um das Keillegen an sich, sondern um das > ganz Ambiente, das eine solche Tour bietet: Die Ernsthaftigkeit, der > groessere psychische Druck, das Abenteuer. - Wer das nicht versteht, > sollte es immerhin akzeptieren, und uns den Raum fuer unser Tun > gewaehren. Wie Markus schon schreibt: "es gibt mehr als > genug gebohrte Routen für ein ganzes Klettererleben". Und mittlerweile > erschliessen findige Erstbegeher selbst in so alten Gebieten wie dem > "Koasa" immer wieder neue Linien, die zumeist mit BH ausgeruestet > werden. Damit sollte dann auch der Druck zur Sanierung der Klassiker > geringer werden. > Dass bei den Neutouren auch nicht immer alles so einfach ist (Obacht > evtl. Zeilenumbruch) sieht man hier: > > [externer Link] c > > Ich habe nichts gegen alpine, mit BH abgesicherte Touren. Aber das > Anspruchsdenken, dass bitte jede Tour so aussehen muss, widerstrebt mir. > > > Genug der Meinung? > > > > Gruesse, > > Chris - der sich jetzt dann in den Urlaub verabschiedet :-) Dem kann ich mich nur anschließen. Ich klettere meistens in Gebieten, wo ebenfalls die eigene Absicherung üblich ist (Sachsen). Das gehört für mich einfach zum Klettern, daß man sich auch selbst um die Sicherung kümmert. Wenn ich z.B. mal im Frankenjura war, dann kommt mir die Kletterei dort recht arm vor. Man hat überhaupt keinen Blick mehr für das Gelände und die möglichen Sicherungen sondern hangelt sich nur von blitzendem Haken zu blitzendem Haken. Das ist schon nicht so schön....
Torsten
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