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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 12:07 Uhr
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Hallo
Ich Arbeite in der Hochalpinen Forschungsstation auf dem Jungfraujoch in der
Schweiz. Für die die es nicht kennen,
das liegt auf 3580m oben am Aletschgletscher, etwa 1.3 Km entfernt liegt die
Mönchsjochhütte, die ist im Sommer
bewartet und im Winter ist dann der Winterraum offen wo man selbst Kochen
und Heizen muss. Das Holz steht zur verfügung,
und für die Übernachtung und das Holz muss man dann 23.-Fr in die Kasse
bezahlen. Und da ist dann auch der Hacken.
Als Beispiel, die letzten 2 Tage sah ich 4 Personen, die in der Hütte
übernachtet haben und am Morgen Runterkamen von der Hütte.
Wie ich dann später sah, hat wie leider bald üblich nicht einer die
Übernachtung bezahlt. Wie mir vom Hüttenwart gesagt wurde
ist das leider Heute so üblich geworden. Wie man auch von anderen Hütten
hört, bezahlt wohl nur jeder zweite Alpinist seine Übernachtung
im Winterraum, es kontrolliert schliesslich niemand. Ich finde sowas das
letzte, da fahren diese "Alpinisten" für etwa 150.-Fr
mit der Bahn hoch und Runter, aber die Übernachtung ist ihnen zu teuer. Wenn
sie in einem Hotel übernachten bezahlen sie ohne
Probleme über 100.-Fr aber 23:-Fr für eine Berghütte ist diesen Ignoranten
zu Teuer. In den Bergen eine Hütte zu bauen und zu
Unterhalten ist sehr Teuer. Das Holz z.b. in diese Hütte zu Fliegen kostet
etwa 1:-Fr pro Kilo, dann kommt noch der Holzpreis dazu.
Da kauft sich einer eine Tourenausrüstung für ein paar Tausend Franken aber
in der Hütte ehrlich zu bezahlen liegt nicht mehr drinn.
Es gibt sicher in allen Nationalitäten solche Leute, aber leider sind es
wirklich vielmals Junge Deutsche möchtegern alpinisten.
Etwa wie die zwei die vor zwei Jahren etwa eine Woche ohne zu bezahlen in
der Hütte waren und die man dann am schluss noch am Sylvesterabend
aus einer Lawine graben durfte da der Normale Weg für sie zuwenig Riskant
war.
Es wäre dem weiteren bestehen der Winterräume sicher enorm förderlich wenn
die Leute endlich wieder ehrlicher würden. Oder an die
die zu Geizig sind um zu Bezahlen, bleibt doch einfach zu Hause, da ist es
noch Billiger.

MFG Martin

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 16:29 Uhr
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Martin Fischer schrieb:
> Hallo

Servus Martin,

> Es gibt sicher in allen Nationalitäten solche Leute, aber leider sind es
> wirklich vielmals Junge Deutsche möchtegern alpinisten.

An dieser Stelle muß man/frau sehr aufpassen, wenn nicht alle Zahlen
bekannt sind. Wenn 500 Deutsche und jeweils 100 Schweizer bzw.
Österreicher übernachten und davon jeweils 50% die Zeche prellen sind
das 250 deutsche und jeweils 50 schweizer bzw. österreichische
Zechpreller. Trotzdem würde ich die deutschen nicht als unehrlicher
bezeichnen.

Wie dem auch sei, ist es natürlich eine Sauerei, was da abgeht, egal von
welcher Nationalität.

> Etwa wie die zwei die vor zwei Jahren etwa eine Woche ohne zu bezahlen in
> der Hütte waren und die man dann am schluss noch am Sylvesterabend
> aus einer Lawine graben durfte da der Normale Weg für sie zuwenig Riskant
> war.

Bei sowas kommt mir immer der Gedanke, sie einfach liegen zu lassen,
vieleicht können sie dann ja in 5000 Jahren als Forschungsobjekte dienen
so wie Ötzi heute. Dann hätten sie vieleicht einmal was Nützliches für
die Menschheit getan.

> Es wäre dem weiteren bestehen der Winterräume sicher enorm förderlich wenn
> die Leute endlich wieder ehrlicher würden. Oder an die
> die zu Geizig sind um zu Bezahlen, bleibt doch einfach zu Hause, da ist es
> noch Billiger.

Eindeutig Zustimmung meinerseits.

> MFG Martin

dito 8-)

--
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 17:56 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Hallo Martin

> > Etwa wie die zwei die vor zwei Jahren etwa eine Woche ohne zu bezahlen in
> > der Hütte waren und die man dann am schluss noch am Sylvesterabend
> > aus einer Lawine graben durfte da der Normale Weg für sie zuwenig Riskant
> > war.
>
> Bei sowas kommt mir immer der Gedanke, sie einfach liegen zu lassen,
> vieleicht können sie dann ja in 5000 Jahren als Forschungsobjekte dienen
> so wie Ötzi heute. Dann hätten sie vieleicht einmal was Nützliches für
> die Menschheit getan.

Ganz tolle Idee, ja :-(
Braucht man wohl nix mehr dazu sagen.

Harry
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 18:46 Uhr
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"Martin Gaeckler" <martin@gaeckler.de> schrieb im Newsbeitrag
news:41A89D5C.806@gaeckler.de...
> An dieser Stelle muß man/frau sehr aufpassen, wenn nicht alle Zahlen
> bekannt sind. Wenn 500 Deutsche und jeweils 100 Schweizer bzw.
> Österreicher übernachten und davon jeweils 50% die Zeche prellen sind
> das 250 deutsche und jeweils 50 schweizer bzw. österreichische
> Zechpreller. Trotzdem würde ich die deutschen nicht als unehrlicher
> bezeichnen.

Hallo

Ich wollte damit auch nicht sagen das die Deutschen allgemein unehrlicher
sind als andere, was du da Schreibst stimmt.
Hier ist es einfach auffallend das es vielmals Junge Deutsche sind, warum
weis ich auch nicht.
Evt. ist es auch je nach Hütte verschieden in welchen Ländern die bekannter
ist als in anderen.

MFG Martin

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 17:16 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
"Martin Fischer" <hochalpin@freesurf.ch> wrote
(...)
> Es gibt sicher in allen Nationalitäten solche Leute, aber leider sind es
> wirklich vielmals Junge Deutsche möchtegern alpinisten...

Volle Zustimmung (leider)!
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 21:00 Uhr
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Hallo Martin,

das was Du schilderst, ist zumindest nicht neu. Je kürzer der Hüttenweg,
desto größer die Gefahr von Vollidioten und Vandalismus. In vielen
Hütten, die in 2 Stunden vom Tal aus erreichbar sind, hat man immer
wieder mit nicht nur nicht bezahlenden Gästen, sondern richtiggehenden
Vandalen zu tun gehabt, die Zerstörungen angerichtet und Inventar
entwendet haben. Diese - meist geringe Zahl - an Idioten belastet das
Image und auch den Geldbeutel aller ordentlichen Alpinisten.

Deine Schilderung gibt dem Ganzen aber nochmals eine interessante Note.
Der Schmarotzer kann also ohne Zögern die (meiner Ansicht durchaus
erheblichen) 100 Franken für die Bahn auftreiben, zahlt dann aber die
Hütte nicht, obwohl das gerade mal noch 23 Franken gewesen wären.

Weil keiner es persönlich abkassiert? Weil ich nur dann zahle, wenn mich
einer persönlich dazu auffordert? Ein Drehkreuz nur nach Münzeinwurf
aufgeht?
In den Ostalpen hat diese Mentalität schon dazu geführt, dass viele
Hütten im WInter verschlossen sind, und in Italien trifft man als
Winterraum meist völlig versiffte Drecklöcher an. In der Schweiz hat
auch der SAC damit zu kämpfen, dass die Ausgaben für die Winterräume
nicht durch Einnahmen gedeckt werden.
Es wäre nicht nur schade, sondern eine grundsätzliche Abkehr von unserer
Grundphilosophie, wenn wir unsere Hütten im Winter verrammeln würden.
Ich kann nicht verstehen, wie man so kurzsichtig denken kann und durch
solche Ignoranz eine vollständige Hüttenschließung außerhalb der Saison
nur noch fördern würde.

Insgesamt führen diese schwarzen Schafe natürlich dazu, dass die
ehrlichen Hüttenbenutzer, die im Winter oder Sommer kommen, umso höhere
Hüttentaxen zahlen müssen. Auf der Glärnischhütte lag die Taxe im Winter
bei 26 Franken.

Wenn Ihr die beiden da aus der Lawine ausgegraben hattet und ihnen
nachweisen könnt, dass sie ohne zu bezahlen dort übernachtet hatten (da
z.B. auch keiner einen Überweisungsschein vorweisen konnte) - könnt Ihr
ihnen nicht eine entsprechende Strafe anhängen (entsprechend Zechprellerei)?

Gruss
Hartmut

--
--
Dr. Hartmut Bielefeldt
Sonnhalde 8, D-88699 Frickingen, Germany
e-mail: mailto:Hartmut@Bielefeldt.de
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster - Die Internetseite zu Bergsteigen und Expeditionen
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster - Eine Klein-Expedition vom Bodensee auf den
Mount Everest
Martin Fischer schrieb:

> Hallo
> Ich Arbeite in der Hochalpinen Forschungsstation auf dem Jungfraujoch in der
> Schweiz. Für die die es nicht kennen,
> das liegt auf 3580m oben am Aletschgletscher, etwa 1.3 Km entfernt liegt die
> Mönchsjochhütte, die ist im Sommer
> bewartet und im Winter ist dann der Winterraum offen wo man selbst Kochen
> und Heizen muss. Das Holz steht zur verfügung,
> und für die Übernachtung und das Holz muss man dann 23.-Fr in die Kasse
> bezahlen. Und da ist dann auch der Hacken.
> Als Beispiel, die letzten 2 Tage sah ich 4 Personen, die in der Hütte
> übernachtet haben und am Morgen Runterkamen von der Hütte.
> Wie ich dann später sah, hat wie leider bald üblich nicht einer die
> Übernachtung bezahlt. Wie mir vom Hüttenwart gesagt wurde
> ist das leider Heute so üblich geworden. Wie man auch von anderen Hütten
> hört, bezahlt wohl nur jeder zweite Alpinist seine Übernachtung
> im Winterraum, es kontrolliert schliesslich niemand. Ich finde sowas das
> letzte, da fahren diese "Alpinisten" für etwa 150.-Fr
> mit der Bahn hoch und Runter, aber die Übernachtung ist ihnen zu teuer. Wenn
> sie in einem Hotel übernachten bezahlen sie ohne
> Probleme über 100.-Fr aber 23:-Fr für eine Berghütte ist diesen Ignoranten
> zu Teuer. In den Bergen eine Hütte zu bauen und zu
> Unterhalten ist sehr Teuer. Das Holz z.b. in diese Hütte zu Fliegen kostet
> etwa 1:-Fr pro Kilo, dann kommt noch der Holzpreis dazu.
> Da kauft sich einer eine Tourenausrüstung für ein paar Tausend Franken aber
> in der Hütte ehrlich zu bezahlen liegt nicht mehr drinn.
> Es gibt sicher in allen Nationalitäten solche Leute, aber leider sind es
> wirklich vielmals Junge Deutsche möchtegern alpinisten.
> Etwa wie die zwei die vor zwei Jahren etwa eine Woche ohne zu bezahlen in
> der Hütte waren und die man dann am schluss noch am Sylvesterabend
> aus einer Lawine graben durfte da der Normale Weg für sie zuwenig Riskant
> war.
> Es wäre dem weiteren bestehen der Winterräume sicher enorm förderlich wenn
> die Leute endlich wieder ehrlicher würden. Oder an die
> die zu Geizig sind um zu Bezahlen, bleibt doch einfach zu Hause, da ist es
> noch Billiger.
>
> MFG Martin
>
>
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 22:04 Uhr
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Hartmut Bielefeldt schrieb:

> Insgesamt führen diese schwarzen Schafe natürlich dazu, dass die
> ehrlichen Hüttenbenutzer, die im Winter oder Sommer kommen, umso höhere
> Hüttentaxen zahlen müssen. Auf der Glärnischhütte lag die Taxe im Winter
> bei 26 Franken.

Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre Rechnung
begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
Erträglichen.

Gruss
Frank

--
Frank Seeger, Freudenstadt/D
frankfseeger@spamfence.net
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen27.11.04 23:29 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Frank Seeger schrieb:

> Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre Rechnung
> begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
> Erträglichen.

Selbst wenn es Wucher wäre, dann würde das - aus einem formalen und
einem moralischen Standpunkt - nicht rechtfertigen, die Leistung in
Anspruch zu nehmen und nicht zu zahlen. Du kannst ja ablehnen, eine
Leistung (oder ein Produkt), für das ein Wucherpreis verlangt wird, zu
kaufen.

Gruss,

Uli
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 11:08 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Uli Hausmann <ucognome@bluemail.ch> wrote:
>> Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre Rechnung
>> begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
>> Erträglichen.

> Selbst wenn es Wucher wäre, dann würde das - aus einem formalen und
> einem moralischen Standpunkt - nicht rechtfertigen, die Leistung in
> Anspruch zu nehmen und nicht zu zahlen. Du kannst ja ablehnen, eine
> Leistung (oder ein Produkt), für das ein Wucherpreis verlangt wird, zu
> kaufen.

Das behauptet hier auch keiner. Wenns zu teuer wird dann werden aber die
ehrlichen Bergsteiger, und das sind zum Glück noch die meisten, die
Hütte meiden. Wenn ihr hier davon sprecht das auf einer Hütte bereits
nur mehr 50% die Gebühr zahlen, dann klingt das für mich schon auch
nach einer Überteuerung. Damit zieht man dann ja nur mehr die Leute an
die auch 150 SFR für Gondeln oder 100 SFR für Hotels ausgeben. Ist es
wirklich das was man mit einer Schutzhütte erreichen will?

Tom
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 13:08 Uhr
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"Thomas Koller" <tkoller@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:41a9a3ae@e-post.inode.at...

> Das behauptet hier auch keiner. Wenns zu teuer wird dann werden aber die
> ehrlichen Bergsteiger, und das sind zum Glück noch die meisten, die
> Hütte meiden. Wenn ihr hier davon sprecht das auf einer Hütte bereits
> nur mehr 50% die Gebühr zahlen, dann klingt das für mich schon auch
> nach einer Überteuerung. Damit zieht man dann ja nur mehr die Leute an
> die auch 150 SFR für Gondeln oder 100 SFR für Hotels ausgeben. Ist es
> wirklich das was man mit einer Schutzhütte erreichen will?
> Tom

Hallo
Ja das ist ja auch mal eine Logik, wenn viele nicht Ehrlich sind dann müssen
die Preise zu hoch sein.
Was würdest du denn vorschlagen? Nichts verlangen, dann bescheisst auch
niemand?

MFG Martin

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 18:01 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Martin Fischer <hochalpin@freesurf.ch> wrote:
>> Das behauptet hier auch keiner. Wenns zu teuer wird dann werden aber die
>> ehrlichen Bergsteiger, und das sind zum Glück noch die meisten, die
>> Hütte meiden. Wenn ihr hier davon sprecht das auf einer Hütte bereits
>> nur mehr 50% die Gebühr zahlen, dann klingt das für mich schon auch
>> nach einer Überteuerung. Damit zieht man dann ja nur mehr die Leute an
>> die auch 150 SFR für Gondeln oder 100 SFR für Hotels ausgeben. Ist es
>> wirklich das was man mit einer Schutzhütte erreichen will?
>> Tom

> Ja das ist ja auch mal eine Logik, wenn viele nicht Ehrlich sind dann müssen
> die Preise zu hoch sein.

Na wenn die Ehrlichen sich andere Ziele suchen und nur mehr die Unehrlichen
für die Hütte übrigbleiben sollte man sich schon überlegen ob man die
Hütte nicht schliessen sollte, oder ein besseres Angebot macht.

Natürlich rechtfertig Abzockerei in Hütten nicht Zechtprellerei, bitte nicht
falsch verstehen.

> Was würdest du denn vorschlagen? Nichts verlangen, dann bescheisst auch
> niemand?

Wie wärs mit Aufklärung? Eventuell hilft ja schon eine Aufstellung der
Kosten für Holztransport etc. und als Gegenüberstellung die Anzahl der
Nächtigungen. Dann sehen manche eventuell eher ein wofür sie zahlen
sollen. Kann natürlich nur funktionieren wenn der Preis tatsächlich
gerechtfertig ist.

Tom
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 12:35 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Uli Hausmann schrieb:

> Frank Seeger schrieb:
>
>> Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre
>> Rechnung begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der
>> Grenze des Erträglichen.
>
>
> Selbst wenn es Wucher wäre, dann würde das - aus einem formalen und
> einem moralischen Standpunkt - nicht rechtfertigen, die Leistung in
> Anspruch zu nehmen und nicht zu zahlen. Du kannst ja ablehnen, eine
> Leistung (oder ein Produkt), für das ein Wucherpreis verlangt wird, zu
> kaufen.

Von Wucher sprach ich nicht. Ich hatte auch nicht dafür geworben,
schwarz zu nächtigen. Ich habe nur auf die Gefahr darauf aufmerksam
gemacht, die markante Taxenerhöhungen nach sich ziehen werden.

Gruss
Frank

--
Frank Seeger, Freudenstadt/D
frankfseeger@spamfence.net
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.04 12:00 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Uli Hausmann wrote:
> Frank Seeger schrieb:
>
>> CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der
>> Grenze des Erträglichen.
>
> Selbst wenn es Wucher wäre, dann würde das - aus einem formalen und
> einem moralischen Standpunkt - nicht rechtfertigen, die Leistung in
> Anspruch zu nehmen und nicht zu zahlen. Du kannst ja ablehnen, eine
> Leistung (oder ein Produkt), für das ein Wucherpreis verlangt wird, zu
> kaufen.

Das stimmt nur beschränkt: Als SAC-Mitglied finanziere ich bereits
einen Teil dieser Leistung mit meinem Jahresbeitrag. Und zusätzlich
diesen hohen Preis: das stört und nervt erheblich.

PS: Ich rede nicht dem Konsum ohne Bezahlung das Wort.

--
**********************
L. Michael Boos
CH-8001 Zuerich
**********************
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.04 12:07 Uhr
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Michael Boos <boos@alpas.ch> writes:

> Uli Hausmann wrote:
>> Frank Seeger schrieb:
>>
>>> CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
>>> Erträglichen.
>> Selbst wenn es Wucher wäre, dann würde das - aus einem formalen und
>> einem moralischen Standpunkt - nicht rechtfertigen, die Leistung in
>> Anspruch zu nehmen und nicht zu zahlen. Du kannst ja ablehnen, eine
>> Leistung (oder ein Produkt), für das ein Wucherpreis verlangt wird,
>> zu kaufen.
>
> Das stimmt nur beschränkt: Als SAC-Mitglied finanziere ich bereits
> einen Teil dieser Leistung mit meinem Jahresbeitrag. Und zusätzlich
> diesen hohen Preis: das stört und nervt erheblich.

In der Tat sieht es so aus, als wäre die Lösung dann eine
Billigunterkunft, im Extremfall Biwakschachteln: Erfüllen der baren
Notwendigkeit und sonst gar nichts.

Gegen Vandalismus von der Sorte "Hüttenboden verheizen" hilft das zwar
auch nichts, aber das ist vermutlich seltener.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.04 15:45 Uhr
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"Michael Boos" <boos@alpas.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:31djmvF39q4m5U1@individual.net...
> Uli Hausmann wrote:
> > Frank Seeger schrieb:
> >
> >> CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der
> >> Grenze des Erträglichen.
>
> Das stimmt nur beschränkt: Als SAC-Mitglied finanziere ich bereits
> einen Teil dieser Leistung mit meinem Jahresbeitrag. Und zusätzlich
> diesen hohen Preis: das stört und nervt erheblich.
>
> PS: Ich rede nicht dem Konsum ohne Bezahlung das Wort.

Die Möchsjochhütte ist wie viele andere auch keine SAC Hütte also bezahlst
du nichts daran mit deinem SAC Beitrag.
Auch wird der SAC Beitrag bei weitem nicht nur für die Hütten verwendet und
du hast schliesslich in den SAC
Hütten dann auch eine vergünstigung. Wenn dich der hohe Betrag Nervt steht
es dir ja frei im Freien zu übernachten
mit Zelt oder wie auch immer. Und warum meinst du der Preis sei zu hoch.
Verdient der SAC den soviel Geld damit
und wo ist das Geld denn.
Wo Verdienst du dein Geld? In Asien, dann kann ich verstehen wenn der Betrag
hoch für dich ist. Andernfalls verdienst
du, wenn du Arbeitest in der Schweiz jede Stunde mehr las eine Übernachtung
mit Holz für Kochen und Heizen in über
3500m höhe Kostet. Wen das so Nervt der Tut mir ehrlich leid, der tut besser
daran Zuhause zu bleiben wo er
schliesslich schon eine Wohnung hat in den meisten fällen.

MFG Martin

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.04 16:33 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Die Mönchsjochhütte gehört einer Genossenschaft.
der Unterhalt einer Hütte in dieser Höhe ist extrem hoch;
von Unterhalt der Zugangswege ganz zu schweigen.
Auch bei einer Uebernachtungsgebühr von CHF 26.- werden die Leute wohl
nicht reich werden.
Un warum sollten Leute (Huettenwart) , die unter diesen harten Bedingungen
arbeiten,
nicht recht bezahlt werden !
Wenn diese Gebüher *an der Grenze des zumutbaren* liegt,
dann ist eine Uebernachtung auf 3650m im Freien
wohl jenseits dieser Grenze.
Volkher

"Martin Fischer" <hochalpin@freesurf.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:41b1cd7a$1@news.unibe.ch...
>
> "Michael Boos" <boos@alpas.ch> schrieb im Newsbeitrag
> news:31djmvF39q4m5U1@individual.net...
> > Uli Hausmann wrote:
> > > Frank Seeger schrieb:
> > >
> > >> CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der
> > >> Grenze des Erträglichen.

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.04 18:21 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
"Volkher Teuffel" wrote:
>
> Die Mönchsjochhütte gehört einer Genossenschaft.
> der Unterhalt einer Hütte in dieser Höhe ist extrem hoch;
> von Unterhalt der Zugangswege ganz zu schweigen.
> Auch bei einer Uebernachtungsgebühr von CHF 26.- werden die Leute wohl
> nicht reich werden.
> Un warum sollten Leute (Huettenwart) , die unter diesen harten Bedingungen
> arbeiten,
> nicht recht bezahlt werden !
> Wenn diese Gebüher *an der Grenze des zumutbaren* liegt,
> dann ist eine Uebernachtung auf 3650m im Freien
> wohl jenseits dieser Grenze.
> Volkher
>

Absolut richtig. Ausserdem findest Du auch im Tal, wo die
Infrastrukturkosten ungleich niedriger sind, keine Matratze für
26.- Fr. pro Nacht. Oder höchstens nach ziemlich langem Suchen.

Gruss

Chiap

> "Martin Fischer" <hochalpin@freesurf.ch> schrieb im Newsbeitrag
> news:41b1cd7a$1@news.unibe.ch...
> >
> > "Michael Boos" <boos@alpas.ch> schrieb im Newsbeitrag
> > news:31djmvF39q4m5U1@individual.net...
> > > Uli Hausmann wrote:
> > > > Frank Seeger schrieb:
> > > >
> > > >> CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der
> > > >> Grenze des Erträglichen.
>
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen06.12.04 02:03 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Tach.
Martin Fischer <hochalpin@freesurf.ch> wrote:
> "Michael Boos" <boos@alpas.ch> schrieb im Newsbeitrag
> > Uli Hausmann wrote:
> > > Frank Seeger schrieb:
> > >> Grenze des Erträglichen.
> > diesen hohen Preis: das stört und nervt erheblich.
> Hütten dann auch eine vergünstigung. Wenn dich der hohe Betrag Nervt steht
> es dir ja frei im Freien zu übernachten
< snip>
> 3500m höhe Kostet. Wen das so Nervt der Tut mir ehrlich leid, der tut besser
> daran Zuhause zu bleiben wo er
> schliesslich schon eine Wohnung hat in den meisten fällen.
Gratuliere! Gewonnen!

Das ist ja wohl die blödest-möglichen Antworten!
Du aus der Schweiz kennst das wahrscheinlich nicht, aber wir hatten zu
seeligen DDR-Zeiten auch genügend Leute, die mit einem hirnfreien "Geh
doch rüber in die Sowjet-Zone" daher kamen, wenn ihnen die Argumente
ausgegangen sind!

> Wo Verdienst du dein Geld? I
Gelinde gesagt, geht Dich das nix an - und darum geht's letztendlich
auch nicht!

Es geht darum, dass hier wer findet, dass das Übernachten in dieser
Hütte zu teuer ist:
Und das ist nun mal sein gutes Recht!
Es liegt dann denke ich an Euch oder an den Besitzern/Betreibern diesen
Fragen mal zunächst auch ganz normal zu begegen und mal sowas wie ein
paar Fakten aufzufahren.

Wenn wer mit so einem Scheiß daher kommt, wie "... dann übernachte doch
im Freien!", der muß sich den Verdacht wirklich gefallen lassen, dass da
gemauschelt wird!

Mensch, und das von mir einem Verfechter der Ablehnung der Geizgier!

>
> MFG Martin
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen06.12.04 07:28 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
>"R Ebert" <ann.meldung@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:1gockri.146g8jb17ubekuN%ann.meldung@gmx.net...^

Ist dir der Computer auf den Boden gefallen oder hast du absichtlich all
diese Sätze so durcheinander gebracht?
Ebert schrieb verschiedenes, nur Leider begreift er nicht ganz wer was zu
wem Schreibt
und wie er es nachher zusammenstellen soll das den Tread noch jemand lesen
kann.

> Das ist ja wohl die blödest-möglichen Antworten!

> > Wo Verdienst du dein Geld?

> Gelinde gesagt, geht Dich das nix an - und darum geht's letztendlich
> auch nicht!
Wie du evt. Rausfinden kannst wenn du du dich bemühst, ist das an einen
Schweizer geschrieben und nicht an dich, das die Löhne zur Ex. DDR
verschieden
sind ist wohl klar. Das eine übernachtung hier für dich deswegen nicht
billiger wird wohl auch.
Vielleicht kannst du verstehen das die ganze Diskussion sowas wie
einen Faden hat und nicht alles an dich Direkt gerichtet ist?

> Es geht darum, dass hier wer findet, dass das Übernachten in dieser
> Hütte zu teuer ist:
> Und das ist nun mal sein gutes Recht!

Genau, und Antworten auf das ist mein Recht. Lies mal das ganze, dann
findest du auch
Begründungen wegen Preisen und so, oder hast du zuwenig Zeit alles zu Lesen
und stänkerst lieber rum.

> Es liegt dann denke ich an Euch oder an den Besitzern/Betreibern diesen
> Fragen mal zunächst auch ganz normal zu begegen und mal sowas wie ein
> paar Fakten aufzufahren.

Wenn Du richtig Lesen würdest dann wüsstest du das ich weder Besitzer noch
Betreiber einer Hütte bin.
Aber du erfüllst wohl lieber die Vorurteile gegenüber dem Osten, immer schön
rumjammern statt etwas zu tun.

> Wenn wer mit so einem Scheiß daher kommt, wie "... dann übernachte doch
> im Freien!", der muß sich den Verdacht wirklich gefallen lassen, dass da
> gemauschelt wird!

Wem in einer Hütte auf 3600m über Meer 23.-Fr zuviel sind um in einem Bett
an der
Wärme zu übernachten und drinnen Kochen zu können weil er nicht begreiffen
kann
was für einen Aufwand es bedeutet da oben eine Hütte zu bauen und imstande
zu halten
uns alles Brennholz zu kaufen und hochzufliegen, der soll Wirklich draussen
bleiben im Zelt
oder im Schneeloch.
>
> Mensch, und das von mir einem Verfechter der Ablehnung der Geizgier!

MFG Martin

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen06.12.04 14:32 Uhr
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Martin Fischer <hochalpin@freesurf.ch> wrote:
> Ist dir der Computer auf den Boden gefallen oder hast du absichtlich all
> diese Sätze so durcheinander gebracht?
> Ebert schrieb verschiedenes, nur Leider begreift er nicht ganz wer was zu
> wem Schreibt
> und wie er es nachher zusammenstellen soll das den Tread noch jemand lesen
> kann.
Also, dass Du die Schweiz Dein zuhause nennst hab ich schon mitgekriegt.
Aber ich hab hier nicht Dir als Unikat geantwortet, sondern der leider
ziemlich weit verbreiteten Ansicht, die aus Deinen Worten spricht, und
die weder durch die Masse der Vertretter noch durch einen Schweizer
Absender an Intelligenz gewinnt.
Und was ich nicht wußte, dass es eine Nettiquette oder sowas gibt, die
vorschreibt, dass Zeilen nicht umgestellt werden dürfen. Ich hab sie so
zusammengestellt, wie ich sie inhaltlich zusammengehörig gesehen hab.

> Wie du evt. Rausfinden kannst wenn du du dich bemühst, ist das an einen
> Schweizer geschrieben und nicht an dich, das die Löhne zur Ex. DDR
> verschieden
> sind ist wohl klar. Das eine übernachtung hier für dich deswegen nicht
> billiger wird wohl auch.
> Vielleicht kannst du verstehen das die ganze Diskussion sowas wie
> einen Faden hat und nicht alles an dich Direkt gerichtet ist?
Bloß weil ich auf eine Message im Usenet antworte, heißt das noch lange
nicht, dass ich mich persönlich angesprochen fühle.
Ich schreib ja auch was drüber, wenn irgendwer einen Schuh kaufen möchte
und ich nicht.

> > Und das ist nun mal sein gutes Recht!
> Genau, und Antworten auf das ist mein Recht.
Stimmt!

> Lies mal das ganze, dann findest du auch
> Begründungen wegen Preisen und so, oder hast du zuwenig Zeit alles zu Lesen
> und stänkerst lieber rum.
Du hast nur den klitzekleinen Unterschied gemacht, dassde die einfache
Äußerung eines Zweifels als persönlichen Angriff oder Beleidigung
aufgefaßt hast bzw. es in Deiner Antwort so formuliert hast, als wäre es
das.

>
> > Es liegt dann denke ich an Euch oder an den Besitzern/Betreibern diesen
> > Fragen mal zunächst auch ganz normal zu begegen und mal sowas wie ein
> > paar Fakten aufzufahren.
> Wenn Du richtig Lesen würdest dann wüsstest du das ich weder Besitzer noch
> Betreiber einer Hütte bin.
Z.Info: Es geht nicht darum wer Besitzer/Betreiber oder sonstwas ist!
Es geht darum, dass einer, der eine normale Frage äußert, das Recht auf
eine anständige Antwort hat und es sich nicht gefallen lassen muß, wie
ein dahergelaufener Asso behandlet zu werden.
DU bist in diesem Spiel nur als Antwortgeber und nicht als
Besitzer/Betreiber/Sonstwiewichtig aufgetaucht - sondern bestenfalls als
Wichtigtuer.

> Aber du erfüllst wohl lieber die Vorurteile gegenüber dem Osten, immer schön
> rumjammern statt etwas zu tun.
Jammern?
Cool! Wenn das schon jammern ist, was ist dann wirklich jammern?
Ich hab Deine Schreibe einfach als bescheuert hingestellt.

> > Wenn wer mit so einem Scheiß daher kommt, wie "... dann übernachte doch
> > im Freien!", der muß sich den Verdacht wirklich gefallen lassen, dass da
> > gemauschelt wird!
> Wem in einer Hütte auf 3600m über Meer 23.-Fr zuviel sind um in einem Bett
> an der
> Wärme zu übernachten und drinnen Kochen zu können weil er nicht begreiffen
> kann
> was für einen Aufwand es bedeutet da oben eine Hütte zu bauen und imstande
> zu halten
> uns alles Brennholz zu kaufen und hochzufliegen, der soll Wirklich draussen
> bleiben im Zelt
> oder im Schneeloch.
Früher hieß es immer "Service Wüste Deutschland" - so ändern sich die
Zeiten...
Ein Kunde - und im vorliegenden Fall Hüttenkunde - hat das Recht darauf,
zu erfahren, warum er einen Preis zu zahlen hat. Dann kann er sich immer
noch entscheiden. Wie es Dir vielleicht entgangen ist: Ich habe die Höhe
des geforderten Obolus nicht angezweifelt!
Eine simple Nachfrage als Majestätsbeleidigung aufzufassen, zeugt von
obrigkeitshörigem Denken, dem jeglicher Wille zur Verbesserung der Sache
fehlt.

RicciE
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen07.12.04 21:47 Uhr
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Martin Fischer wrote:

> Wem in einer Hütte auf 3600m über Meer 23.-Fr zuviel sind um in einem Bett
> an der Wärme zu übernachten und drinnen Kochen zu können weil er nicht
> begreiffen kann was für einen Aufwand es bedeutet da oben eine Hütte
> zu bauen und imstande zu halten uns alles Brennholz zu kaufen und
> hochzufliegen, der soll Wirklich draussen bleiben im Zelt oder im
> Schneeloch.

Und weshalb nicht mit der Bahn, die sowieso hochfährt? Und um diese
Jahreszeit nicht eigentlich ausgelastet ist? Und dann mit dem
Motorschlitten, der sowieso droben im Einsatz ist? Der Heli ist da wohl
nicht abolut zwingend, und wohl auch nicht billiger. Ansonst zählt das
Argument nicht.

Bleiben wir sachlich beim Argumentieren. Stänkern bitte woanders.

--
**********************
L. Michael Boos
CH-8001 Zuerich
**********************
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen08.12.04 08:54 Uhr
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Michael Boos schrieb:
> [Martin Fischer schrieb:]
> > Wem in einer Hütte auf 3600m über Meer 23.-Fr zuviel sind um in einem Bett
> > an der Wärme zu übernachten und drinnen Kochen zu können weil er nicht
> > begreiffen kann was für einen Aufwand es bedeutet da oben eine Hütte
> > zu bauen und imstande zu halten uns alles Brennholz zu kaufen und
> > hochzufliegen, der soll Wirklich draussen bleiben im Zelt oder im
> > Schneeloch.
>
> Und weshalb nicht mit der Bahn, die sowieso hochfährt? Und um diese
> Jahreszeit nicht eigentlich ausgelastet ist? Und dann mit dem
> Motorschlitten, der sowieso droben im Einsatz ist? Der Heli ist da wohl
> nicht abolut zwingend, und wohl auch nicht billiger. Ansonst zählt das
> Argument nicht.

Ich persönlich hätte nichts gegen Zelten ;-)

Glaube aber kaum, daß das zwischen Jungfraujoch und Mönchsjochhütte
toleriert wird -- wenn das Schule macht (viel Komfort für hohe Gebühren)
stünde da und anderswo in Kürze eine kleine Zeltstadt à là Gouterhütte
und alles wäre mit Tretminen gepflastert :-(
Um das zu verhindern sollte die Hüttentaxe halbwegs im Rahmen bleiben.

Weiß hier jemand, warum man den Bergsteiger-Stützpunkt nicht gleich in
die Station Jungfraujoch integriert hat statt die Mönchsjochhütte
auszubauen? So fremd können sich doch Bergführerverein und Bahnbetreiber
nicht sein.

Gruß, Martin
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen08.12.04 11:53 Uhr
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"Martin Figge" <figge@ims.fhg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:41B6B34C.27E29F54@ims.fhg.de...
> Glaube aber kaum, daß das zwischen Jungfraujoch und Mönchsjochhütte
> toleriert wird.

Doch da stehen öfter mal Zelte im Sommer ohne das sie weggejagt werden,
der Gletscher ist ja kein Privateigentum.

> Weiß hier jemand, warum man den Bergsteiger-Stützpunkt nicht gleich in
> die Station Jungfraujoch integriert hat statt die Mönchsjochhütte
> auszubauen? So fremd können sich doch Bergführerverein und Bahnbetreiber
> nicht sein.
>
> Gruß, Martin

Bevor im 1972 oder so das Berghaus auf dem Jungfraujoch abbrannte
hatte es in diesem Lager für Bergsteiger. Nach dem Brand wurde dann
mit dem Bau der Mönchsjochhütte wieder die Möglichkeit geschaffen oben
zu übernachten da es Jahre dauerte die neuen Gebäude zu Planen und auch
zu bauen. Und nun hat es in den Gebäuden der Jungfraubahn keine
Zimmer zum Mieten, da dafür ja die Mönchsjochhütte ist.

Gruss Martin

 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen08.12.04 12:09 Uhr
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"Michael Boos" <boos@alpas.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:31mj68F3b0aojU1@individual.net...
> Und weshalb nicht mit der Bahn, die sowieso hochfährt? Und um diese
> Jahreszeit nicht eigentlich ausgelastet ist? Und dann mit dem
> Motorschlitten, der sowieso droben im Einsatz ist? Der Heli ist da wohl
> nicht abolut zwingend, und wohl auch nicht billiger. Ansonst zählt das
> Argument nicht.

Wenn man alles Rechne (Arbeitszeit und Bahnfracht Schneetöff) sei das nicht
billiger mit
der Bahn. Der Betreiber will ja sein Geld auch nicht verschenken, die
haben das schon auch gerechnet. Du müsstest das Holz mehrmals
umladen bis zum Aletschausgang, dann auf den "Schneetöff" laden,
der zieht auch nicht so viel da hoch, also viel Fahren. Und zum Schluss
müsstest du dann noch das Holz wieder etwa 50m hochtragen bis zum
Schuppen, da du nicht bis dorthin Fahren kannst. Auch wird das Holz in
der Saison Hochgebracht. Da alles Abwasser nicht in den Gletscher geleitet
wird sondern ins Tal in die Kläranlasge Geflogen wird muss der Hlikopter
sowieso Fliegen. Also ist das Billigste wenn du beide Wege Auslastest,
statt das der Heli Leer hochfliegt, falls er keine Esswaren Bringt.

Gruss Martin

 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen08.12.04 13:23 Uhr
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Martin Fischer schrieb in dem Posting
<41b6e0ba$1@news.unibe.ch>:

>Auch wird das Holz in
>der Saison Hochgebracht. Da alles Abwasser nicht in den Gletscher geleitet
>wird sondern ins Tal in die Kläranlasge Geflogen wird muss der Hlikopter
>sowieso Fliegen. Also ist das Billigste wenn du beide Wege Auslastest,
>statt das der Heli Leer hochfliegt, falls er keine Esswaren Bringt.

Also bringt er das Holz doch umsonst hoch. Und da er für das Holz eh
rauffliegen muß, bringt er wiederum das Abwasser umsonst runter. Der
Heli ist also komplett kostenlos. Worüber beklagt sich der Hüttenwirt
eigentlich? ;-)

Gruß, Walter
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen04.12.04 23:32 Uhr
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Hallo Michael,

Michael Boos <boos@alpas.ch> wrote in message news:<31djmvF39q4m5U1@individual.net>...
> Uli Hausmann wrote:
> > Frank Seeger schrieb:
> >
> >> CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der
> >> Grenze des Erträglichen.
> >
> > Selbst wenn es Wucher wäre, dann würde das - aus einem formalen und
> > einem moralischen Standpunkt - nicht rechtfertigen, die Leistung in
> > Anspruch zu nehmen und nicht zu zahlen. Du kannst ja ablehnen, eine
> > Leistung (oder ein Produkt), für das ein Wucherpreis verlangt wird, zu
> > kaufen.
>
> Das stimmt nur beschränkt: Als SAC-Mitglied finanziere ich bereits
> einen Teil dieser Leistung mit meinem Jahresbeitrag. Und zusätzlich
> diesen hohen Preis: das stört und nervt erheblich.

Ich verstehe Deine Haltung zum Teil. Der SAC brüstet sich gerne und
ausgiebuig mit seinem Engagement für die Hütten. Zumindest für den
Gesamtclub ("CC") und die Fianzen gilt das aber nicht. Von Deinem
Jahresbeitrag an den Gesamtclub gingen bis anhin CHF 1.- (für den Fall
dass Deine Sektion eine SAC-Hütte hat) oder CHF 3.- (für den Fall dass
Deine Sektion keine SAC-Hütte hat) an die Hütten. Neu (seit dem 1.
Oktober 2004) sind es CHF 1.50 oder 3.50. Nochmals: CHF 1.50 (oder
3.50) pro JAHR und zahlendes Mitgleid.

Also alleine vom Zentralbeitrag geht herzlich wenig an die Hütten.

Ich möchte allerdings das sehr beschränkte Engegement noch etwas
einschränken:
1. Neben den Finanzen engaggiert sich der SAC natürlich schon für die
Hütte (idelle und so ...)
2. Die Sektion beteiligen sich zum Teil stärker an der
Hüttenfianzierung (oder auch gar nicht, wie zB die Sektion Lägern, um
ein Beispiel zu nennen wo ich die Detailinfos habe).
3. Weiter gibt es natürlich auf der Ebene CC und Sektionen viele
Ehrenamtliche, welche auch viel für die Hütten tun.

Grüsse

Benedikt

PS: Am Ende ist es dir Hüttenwarte und Hüttenwartinnen, welche den
Schaden tragen. Der Sektion und dem CC gehört weder das Holz, welches
Schwarzschläfer verbrennen, noch die Getränke, welche nicht bezahlt
werden.
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen07.12.04 21:52 Uhr
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Hallo Benedikt,

Da hast Du grundsätzlich recht. Erlaube mir die Ergänzung: Meine
Sektion hat mehrere Hütten, die beileibe nicht zu den rentabelsten
gehören und da kommen eben pro Jahr noch einige Fränkli meines Beitrags
dazu, die in diese Hütten meiner Sektion gehen. Somit sind es (bei mir
jedenfalls) also nicht bloss CHF 1.- oder CHF 3.- pro Jahr.

Gruss

--
**********************
L. Michael Boos
CH-8001 Zuerich
**********************
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen13.12.04 21:25 Uhr
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Hallo Michael und Benedikt,

tatsächlich hab ich nie sooo genau die Aufteilung der Jahresbeiträge
verfolgt. Bei den erwähnten 1 bis 3 Fr. komme ich beim naiven
Nachrechnen aber auf eine ziemliche Finanzierungslücke.
Im Schnitt baut der SAC jedes Jahr 1 oder 2 Hütten um oder aus, was
meistens jeweils so um die 500'000 Fr kostet. Davon kommen
Grössenordnung 50% ("bis zu 60%") vom CC. Der SAC hat doch aber nur an
die 50'000 Mitglieder, also ca. 100'000 Fr. im Jahr für die Hütten.
Hab ich mich da grob verrechnet, oder wo kommt der Rest her?

Schönen Gruss
Hartmut

Michael Boos schrieb:
> Hallo Benedikt,
>
> Da hast Du grundsätzlich recht. Erlaube mir die Ergänzung: Meine
> Sektion hat mehrere Hütten, die beileibe nicht zu den rentabelsten
> gehören und da kommen eben pro Jahr noch einige Fränkli meines Beitrags
> dazu, die in diese Hütten meiner Sektion gehen. Somit sind es (bei mir
> jedenfalls) also nicht bloss CHF 1.- oder CHF 3.- pro Jahr.
>
> Gruss
>

--
--
Dr. Hartmut Bielefeldt
Sonnhalde 8, D-88699 Frickingen, Germany
e-mail: mailto:Hartmut@Bielefeldt.de
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster - Die Internetseite zu Bergsteigen und Expeditionen
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster - Eine Klein-Expedition vom Bodensee auf den
Mount Everest
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen14.12.04 08:05 Uhr
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Hallo Hartmuth

Der SAC finanziert die Hütten aus mehreren Quellen: einerseits aus
Beiträgen an den Zentralklub, die jedes Mitglied mit seinem
Jahresbeitrag entrichtet (das war das, was Benedikt ansprach).
Zum andern aus den sektionseigenen Mitteln, die sich ebenfalls aus den
jährlichen Beiträgen der Mitglieder sowie EInnahmen aus den
Übernachtungen alimentieren. Und zum Dritten aus den an den Zentralklub
abgelieferten Anteilen aus den Übernachtungstaxen. Und dann gibt (gab)
es manchmal einen Beitrag aus dem Sport-Totto bzw. Lotteriefonds.

Gruss

--
**********************
L. Michael Boos
CH-8001 Zuerich
**********************
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen14.12.04 11:30 Uhr
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Tach.
Michael Boos <boos@alpas.ch> wrote:
> Der SAC finanziert die Hütten aus mehreren Quellen: einerseits aus
> Beiträgen an den Zentralklub, die jedes Mitglied mit seinem
> Jahresbeitrag entrichtet (das war das, was Benedikt ansprach).
> Zum andern aus den sektionseigenen Mitteln, die sich ebenfalls aus den
> jährlichen Beiträgen der Mitglieder sowie EInnahmen aus den
> Übernachtungen alimentieren. Und zum Dritten aus den an den Zentralklub
> abgelieferten Anteilen aus den Übernachtungstaxen. Und dann gibt (gab)
> es manchmal einen Beitrag aus dem Sport-Totto bzw. Lotteriefonds.
In D gibt's dann auch noch die ganzen Bußgelder, die nach Gusto des
jeweiligen Richters verteilt werden: Da kommt soweit ich weiß ein ganz
netter Batzen noch auf die Konten der großen gemeinnützigen
Organisationen: Könnte mir vorstellen, dass das in Ch ähnlich ist
Und auch die Steuervorteile sollten nicht unerwähnt bleiben...

Sagt jetz nix für oder gegen Beitragshöhe oder so, sondern soll nur
vervollständigen. Denn soweit ich weiß, sind beim DAV hier nur ein
Bruchteil der Hütten finanziell überlebensfähig - der Rest muß auch
irgendwie gezahlt werden..

RicciE
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 06:10 Uhr
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"Frank Seeger" <frankfseeger@spamfence.net> schrieb im Newsbeitrag
news:30s8ehF33mh1bU1@uni-berlin.de...
> Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre Rechnung
> begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
> Erträglichen.

Hallo

Was würdest du denn als einen Guten Preis ansehen? Ich finde selbst 26:-Fr.
einen lächerlichen Betrag wenn man mal überlegt was
alles damit zusammenhängt, oder warum soll denn ein Hotel mehr als 100:-Fr
Kosten können?
MFG Martin

 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 11:10 Uhr
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Martin Fischer <hochalpin@freesurf.ch> wrote:
>> Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre Rechnung
>> begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
>> Erträglichen.

> Was würdest du denn als einen Guten Preis ansehen? Ich finde selbst 26:-Fr.
> einen lächerlichen Betrag wenn man mal überlegt was
> alles damit zusammenhängt, oder warum soll denn ein Hotel mehr als 100:-Fr
> Kosten können?

Ja, warum eigentlich? Ok, "können" ist klar, wer Luxus will muss halt zahlen.
Aber bist du als Bergsteiger wirklich bereit 100 Fr für ein Hotel
auszugeben? Da schlaf ich lieber im Zelt.

Tom

 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 12:29 Uhr
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Martin Fischer schrieb:

> "Frank Seeger" <frankfseeger@spamfence.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:30s8ehF33mh1bU1@uni-berlin.de...
>
>>Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre Rechnung
>>begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
>>Erträglichen.
>
> Was würdest du denn als einen Guten Preis ansehen? Ich finde selbst 26:-Fr.
> einen lächerlichen Betrag wenn man mal überlegt was
> alles damit zusammenhängt, oder warum soll denn ein Hotel mehr als 100:-Fr
> Kosten können?

Merkwürdig, dass in vielen anderen SAC-Winterräumen nicht CHF 26
verlangt werden, sondern CHF 15 bis CHF 20 - und das für eine
vergleichbare Leistung! Auch liegt die Glärnischhütte nicht in einer
solch schwierigen topografischen Lage, dass sie eine solchen Aufpreis
rechtfertigen könnte.

Die Kassenlücke damit schliessen zu wollen, von den ehrlichen Gästen
entsprechend mehr zu verlangen, kann und wird zu einer gefährlichen
Preisspirale zu führen.

Im übrigen bin ich auch nicht bereit CHF 100 oder mehr für ein Hotel zu
bezahlen. Meine persönliche Grenze für ein Hotel liegt bei der Hälfte
des genannten Betrages, und damit bekomme ich nahezu überall in CH gute
Unterkunft.

Gruss
Frank

--
Frank Seeger, Freudenstadt/D
frankfseeger@spamfence.net
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Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.04 00:24 Uhr
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Hallo,

>> Was aber nur dazu beitragen wird, dass noch weniger Gäste ihre Rechnung
>> begleichen. CHF 26 für einen Winterraum ist IMO hart an der Grenze des
>> Erträglichen.
Das sehe ich auch so; ca. 15 Euro (30 DM!) bzw. 150 CHF (90 Euro, 180
DM !!!!) für die Bergbahn aber auch. Das können von mir aus die
Inder, Japaner oder Amis bezahlen.

Die Schweiz ist halt teuer, daher bin ich so selten dort und picke ich
mir NATÜRLICH auch nur die Highlights (4000er) raus.

In D, A oder I sind die Unterkünfte durchaus noch bezahlbar, daher bin
ich dort öfter.

Gruß

Andreas Wieneke
der bisher noch immer die Gebühr für die Biwaks bezahlt hat.

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
>> Der Weg ist das Ziel <<
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.04 09:39 Uhr
Auf diese Nachricht antworten! externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Andreas Wieneke schrieb:

> Die Schweiz ist halt teuer, daher bin ich so selten dort und picke ich
> mir NATÜRLICH auch nur die Highlights (4000er) raus.
>
> In D, A oder I sind die Unterkünfte durchaus noch bezahlbar, daher bin
> ich dort öfter.

Ich will jetzt kein Fass aufmachen, aber vieles daran scheint mir ein
Gerücht. Italien ist kein bisschen billig! Vielleicht vor 20/30 Jahren ...

Warum sind wohl so viele Skifahrer aus Italien in Frankreich, Österreich
und der Schweiz? Weil es billiger ist - allein schon wegen Liftpass,
Benzin und Autobahngebühren ...

Die Schweiz ist teuer, was Essen und Trinken angeht, viele andere
Leistungen sind aber in etwa auf demselben Preisniveau wie in Österreich
(oder gar billiger - Liftkarten etwa). Hüttengebühren scheinen mir
angemessen - auch muss man sehen, dass die Schweizer Hütten meist tiptop
in Ordnung sind (was man von Italien nicht immer sagen kann - allerdings
verfüge ich nicht über zeitgleiche Erfahrungen).

Gruss,

Uli
 
 
 
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Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.04 14:32 Uhr
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Uli Hausmann schrieb:

> Andreas Wieneke schrieb:
>
>> Die Schweiz ist halt teuer, daher bin ich so selten dort und picke ich
>> mir NATÜRLICH auch nur die Highlights (4000er) raus.
>>
>> In D, A oder I sind die Unterkünfte durchaus noch bezahlbar, daher bin
>> ich dort öfter.
>
> Ich will jetzt kein Fass aufmachen, aber vieles daran scheint mir ein
> Gerücht. Italien ist kein bisschen billig! Vielleicht vor 20/30 Jahren ...
[...]
> Die Schweiz ist teuer, was Essen und Trinken angeht, viele andere
> Leistungen sind aber in etwa auf demselben Preisniveau wie in Österreich
> (oder gar billiger - Liftkarten etwa). Hüttengebühren scheinen mir
> angemessen - auch muss man sehen, dass die Schweizer Hütten meist tiptop
> in Ordnung sind (was man von Italien nicht immer sagen kann - allerdings
> verfüge ich nicht über zeitgleiche Erfahrungen).

Dem möchte ich mich uneingeschränkt anschliessen: Essen/Trinken ist
relativ teuer, alles andere vergleichbar.

Was die Unterkünfte betrifft: Mir sind durchaus eine Reihe von Hotels in
alpinistisch interessanten Gebieten bekannt, wo man für CHF 30 mit
Frühstück nächtigen kann. Übernachtungen in Hütten kenne ich durchaus
schon ab CHF 7 ...

Es wird schwer sein, in den anderen Alpenländern günstigere Unterkünfte
zu bekommen.

Gruss
Frank

--
Frank Seeger, Freudenstadt/D
frankfseeger@spamfence.net
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Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.04 14:10 Uhr
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Frank Seeger schrieb:
> Uli Hausmann schrieb:
>> Andreas Wieneke schrieb:
>>> Die Schweiz ist halt teuer, daher bin ich so selten dort und picke ich
>>> mir NATÜRLICH auch nur die Highlights (4000er) raus.
>>> In D, A oder I sind die Unterkünfte durchaus noch bezahlbar, daher bin
>>> ich dort öfter.
>> Ich will jetzt kein Fass aufmachen, aber vieles daran scheint mir ein
>> Gerücht. Italien ist kein bisschen billig! Vielleicht vor 20/30 Jahren
>> Die Schweiz ist teuer, was Essen und Trinken angeht, viele andere
>> Leistungen sind aber in etwa auf demselben Preisniveau wie in
>> Österreich (oder gar billiger - Liftkarten etwa). Hüttengebühren
>> scheinen mir angemessen - auch muss man sehen, dass die Schweizer
>> Hütten meist tiptop in Ordnung sind (was man von Italien nicht immer
>> sagen kann - allerdings verfüge ich nicht über zeitgleiche Erfahrungen).
> Dem möchte ich mich uneingeschränkt anschliessen: Essen/Trinken ist
> relativ teuer, alles andere vergleichbar.
Hallo ihr vier,

deshalb hat Andreas von "Unterkünften" gesprochen (und hat doch nur in
.de und .at recht.) Denn in .de und .at sind die Speisenpreise denen in
.ch oft schon recht nah gekommen. Nur in ganz wenigen Hütten ist das
"verbilligte" Bergsteigeressen überhaupt genießbar.

In .it ist es eher umgekehrt - es soll dort nicht wenig Leute geben, die
in der Hütte essen und draußen schlafen. Auf unserer Dolomitenfahrt
dieses Jahr ist mir eine ganze Truppe solcher Leute begegnet. Als
Ohneglied zahlt man auf einer Hütte der zweitteuersten Kategorie- und
das sind im hochalpinen Bereich alle nicht anfahrbaren und fast alle
anderen- 20 Euro für ein Lager, das ist AFAIK mehr als in .ch, als
Mitglied mit 10 Euro oder etwa 16 Franken nicht viel weniger. Ist am
Boden zu wenig Platz, die Matratzen aus dem Bett auszulegen, hat man,
von ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen, echtes Hängemattenfeeling.

> Was die Unterkünfte betrifft: Mir sind durchaus eine Reihe von Hotels in
> alpinistisch interessanten Gebieten bekannt, wo man für CHF 30 mit
> Frühstück nächtigen kann.
Ich denke Gipfeltouren ab Talniveau bleiben in der Schweiz nur der
obersten Leistungsklasse vorbehalten. Oder erfordern ausgiebige
Bergbahnbenutzung resp. Zustieg per Hubschrauber*

> Übernachtungen in Hütten kenne ich durchaus schon ab CHF 7 ...
Wo das denn?

> Es wird schwer sein, in den anderen Alpenländern günstigere Unterkünfte
> zu bekommen.
In .at geht das außerhalb der Saison in Privatunterkünften relativ
problemlos. Nachteil ist, dass diese meist erst vor Ort gebucht werden
können.

*hierzu läuft gerade mal wieder eine heiße Debatte bei unseren
italienischen Freunden.
--
Gruß Rainer
Lampi[tm] on Tour: [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn
jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Rene Descartes, frz.
Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.04 14:53 Uhr
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Lampi [tm] schrieb:

> Frank Seeger schrieb:
>
>> Übernachtungen in Hütten kenne ich durchaus schon ab CHF 7 ...
>
> Wo das denn?

Meine Geheimtipps behalte ich lieber für mich. Ein Beispiel nenne ich
trotzdem: Schräawislihütte SAC (Calfeisen/SG, Ausgangspunkt
Ringelspitz): Übernachtung CHF 7.

Gruss
Frank

--
Frank Seeger, Freudenstadt/D
frankfseeger@spamfence.net
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen30.11.04 17:08 Uhr
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Lampi [tm] schrieb:

> *hierzu läuft gerade mal wieder eine heiße Debatte bei unseren
> italienischen Freunden.

Na ja, so heiss nun auch nicht un im übrigen auch schon wieder zuende.

Gruss,

Uli
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.04 09:49 Uhr
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Hallo Andreas,

Andreas Wieneke schrieb:
> Das sehe ich auch so; ca. 15 Euro (30 DM!) bzw. 150 CHF (90 Euro, 180
> DM !!!!) für die Bergbahn aber auch. Das können von mir aus die
> Inder, Japaner oder Amis bezahlen.

ACK. Der Zugang zur Mönchsjochhütte vom Lötschental aus ist
landschaftlich großartig und fördert die Akklimatisation :-)

> Die Schweiz ist halt teuer, daher bin ich so selten dort und picke ich
> mir NATÜRLICH auch nur die Highlights (4000er) raus.

Warum?!

> In D, A oder I sind die Unterkünfte durchaus noch bezahlbar, daher bin
> ich dort öfter.

Also was Winterräume angeht haben die Schweizer Hütten sicher den besten
Standard; das rechtfertigt -- in gewissen Grenzen -- auch eine höhere
Gebühr. Abgesehen davon ist die Mönchsjochhütte privat und von daher
nicht mit den SAC-Hütten oder AV-Hütten vergleichbar.

Aber wenn dort doch soviel Mißbrauch getrieben wird und (weil) die Hütte
so leicht zu erreichen ist -- warum kontrolliert da eigentlich nicht
jemand vom Jungfraujoch aus täglich und kassiert die Gebühren?

Gruß, Martin
--
"Der Ehrliche ist der Dumme" U. Wickert
 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen29.11.04 15:46 Uhr
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"Martin Figge" <figge@ims.fhg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:41AAE2A8.93438B32@ims.fhg.de...

> Aber wenn dort doch soviel Mißbrauch getrieben wird und (weil) die Hütte
> so leicht zu erreichen ist -- warum kontrolliert da eigentlich nicht
> jemand vom Jungfraujoch aus täglich und kassiert die Gebühren?
> Gruß, Martin

Das ist sicher auch eine Idee, aber es ist halt Trotzdem aufwändig,
im Winter brauchst du wenn hin und zurückgehst und noch einkassieren
würdest schnell mal eine Stunde, so ist schon mind. der Preis einer
Übernachtung
wieder weg. das andere ist noch, auf dem Jungfraujoch sind eigentlich nur
Leute der Bahn, Forschung und Swisscom und das hat mit der Hütte eigentlich
nichts zu tun. Die Hütte gehört dem Bergführerverein Grindelwald.

MFG Martin

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 07:06 Uhr
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Hallo

"Hartmut Bielefeldt" <hartmut@bielefeldt.de> schrieb im Newsbeitrag
news:30s4n1F3487poU1@uni-berlin.de...
> das was Du schilderst, ist zumindest nicht neu. Je kürzer der Hüttenweg,
> desto größer die Gefahr von Vollidioten und Vandalismus. In vielen
> Hütten, die in 2 Stunden vom Tal aus erreichbar sind, hat man immer
> wieder mit nicht nur nicht bezahlenden Gästen, sondern richtiggehenden
> Vandalen zu tun gehabt, die Zerstörungen angerichtet und Inventar
> entwendet haben.

In einer anderen Hütte, für die man schon auch mehr als 2 Stunden lauffen
musste,
wurde in einem Winter mit einem Beil der ganze Holzboden in der Küche raus-
gehackt und verfeuert. Der Schuppen voll Brennholz war etwa 5m von der Hütte
entfernt. der Zugang war jedoch draussen nun ungeheizt.

> Deine Schilderung gibt dem Ganzen aber nochmals eine interessante Note.
> Der Schmarotzer kann also ohne Zögern die (meiner Ansicht durchaus
> erheblichen) 100 Franken für die Bahn auftreiben, zahlt dann aber die
> Hütte nicht, obwohl das gerade mal noch 23 Franken gewesen wären.

Die Bahn kostet sogar ca. 150.-Fr. aber das Hochfahren ist Natürlich
wichtig, sonst müssten solche Leute ja hochlauffen und so kämen viele
von denen gar nie in die Nähe von eimen 4 Tausender.

> Weil keiner es persönlich abkassiert? Weil ich nur dann zahle, wenn mich
> einer persönlich dazu auffordert? Ein Drehkreuz nur nach Münzeinwurf
> aufgeht?

Wahrscheinlich schon.

> In den Ostalpen hat diese Mentalität schon dazu geführt, dass viele
> Hütten im WInter verschlossen sind, und in Italien trifft man als
> Winterraum meist völlig versiffte Drecklöcher an. In der Schweiz hat
> auch der SAC damit zu kämpfen, dass die Ausgaben für die Winterräume
> nicht durch Einnahmen gedeckt werden.
> Es wäre nicht nur schade, sondern eine grundsätzliche Abkehr von unserer
> Grundphilosophie, wenn wir unsere Hütten im Winter verrammeln würden.
> Ich kann nicht verstehen, wie man so kurzsichtig denken kann und durch
> solche Ignoranz eine vollständige Hüttenschließung außerhalb der Saison
> nur noch fördern würde.

Für Normale Leute ist das schon unbegreiflich, aber scheinbar gibt es immer
mehr
Leute die nichts denken können, und wenn das so weiter geht werden wohl auch
in der Schweiz mit den Jahren Hütten über den Winter verrammelt.
Waren das doch noch schöne Zeiten, so vor vielleicht 10, 15 Jahren bevor
Ausverkauf in den Alpen herrschte. Als man noch mit Stolz "Alpinist" sein
konnte und so ziemlich alle möglichst nur Fussspuren hinterliessen. Heute,
liegen dem ganzen Pfad entlang zum Gipfel Verpackungen von Powerriegeln,
damit der Kräftehaushalt immer Optimal ist. Nach dem Picknik auf dem
Gipfel wird der Abfall unter einen Stein gestossen und Gut ist. Es wäre
ja unsinnig den Abfall wieder runterzutragen wenn man Hitechkleidung
kombiniert mit dem Leichtesten Rucksack und noch die Reservewäsche
zuhause auf die Waage legt um ein paar Gramm zu Sparen. Ich habe noch
nie einen Rucksack vor der Tour gewägt, ich nehm mit was ich denke ich
brauche es, was zuviel ist, ist gutes Training.

> Insgesamt führen diese schwarzen Schafe natürlich dazu, dass die
> ehrlichen Hüttenbenutzer, die im Winter oder Sommer kommen, umso höhere
> Hüttentaxen zahlen müssen. Auf der Glärnischhütte lag die Taxe im Winter
> bei 26 Franken.

Ja, irgendwo muss das Geld am Ende ja herkommen.

> Wenn Ihr die beiden da aus der Lawine ausgegraben hattet und ihnen
> nachweisen könnt, dass sie ohne zu bezahlen dort übernachtet hatten (da
> z.B. auch keiner einen Überweisungsschein vorweisen konnte) - könnt Ihr
> ihnen nicht eine entsprechende Strafe anhängen (entsprechend
Zechprellerei)?

Der eine der bieden kam sogar nochmals, weil das "Unglück" vom D Fernsehn
gefilmt wurde, er und das Fernsehteam wurden dann mit einem Pistenfahrzeug
zur Hütte gefahren wo er seine Heldenhafte Story erzählen sollte. In der
Hütte
angekommen war das erste das er Tat, er holte sofort einen haufen Holz und
machte Feuer damit es schön Warm ist, man muss sich das mal vorstellen,
(wenns überhaupt möglich ist). Dann aber Bezahlte er schon, natürlich nicht
freiwillig.
Als sie wieder Runterfahren wollten erklärte ihnen der Fahrer das sie dann
abfahren
werden sobald alles Bezahlt sei he he he.

MFG Martin

 
 
 
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Wo sind die Ehrlichen Alpinisten geblieben?

Bergsteiger beim Bergsteigen28.11.04 11:18 Uhr
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Martin Fischer <hochalpin@freesurf.ch> wrote:
>> das was Du schilderst, ist zumindest nicht neu. Je kürzer der Hüttenweg,
>> desto größer die Gefahr von Vollidioten und Vandalismus. In vielen
>> Hütten, die in 2 Stunden vom Tal aus erreichbar sind, hat man immer
>> wieder mit nicht nur nicht bezahlenden Gästen, sondern richtiggehenden
>> Vandalen zu tun gehabt, die Zerstörungen angerichtet und Inventar
>> entwendet haben.

> In einer anderen Hütte, für die man schon auch mehr als 2 Stunden lauffen
> musste,
> wurde in einem Winter mit einem Beil der ganze Holzboden in der Küche raus-
> gehackt und verfeuert. Der Schuppen voll Brennholz war etwa 5m von der Hütte
> entfernt. der Zugang war jedoch draussen nun ungeheizt.

Ist das jetzt nur so eine Legende die jeder mal gehört haben will, oder
ist das wirklich wo passiert.

> Als man noch mit Stolz "Alpinist" sein
> konnte und so ziemlich alle möglichst nur Fussspuren hinterliessen. Heute,
> liegen dem ganzen Pfad entlang zum Gipfel Verpackungen von Powerriegeln,
> damit der Kräftehaushalt immer Optimal ist. Nach dem Picknik auf dem
> Gipfel wird der Abfall unter einen Stein gestossen und Gut ist. Es wäre
> ja unsinnig den Abfall wieder runterzutragen wenn man Hitechkleidung
> kombiniert mit dem Leichtesten Rucksack und noch die Reservewäsche
> zuhause auf die Waage legt um ein paar Gramm zu Sparen. Ich habe noch
> nie einen Rucksack vor der Tour gewägt, ich nehm mit was ich denke ich
> brauche es, was zuviel ist, ist gutes Training.

Auch das halte ich eher für romantische Verklärung der Vergangenheit.
Im Gegenteil, wenn ich mir die italienischen Berge bei uns in Gren