|  | Newsgroup - de.rec.alpinismus | | | Diese Inhalte werden aus dem Usenet dargestellt und gehören nicht zu alpinisten.info Es wird keine Haftung für fremde Inhalte übernommen (siehe Impressum) | | | Zurück zur Übersicht |  | Aufruf zur Unterstützung des Volksbegehrens =22Aus Liebe zum Wald=22 | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.11.04 11:56 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Bayerns Wälder sind in Gefahr: Die bayerische Staatsregierung will die Staatswälder in Zukunft rein gewinnorientiert bewirtschaften lassen; Gemeinwohlfunktionen wie * Natur- und Artenschutz, * Lawinen-, Hoch- und Trinkwasserschutz sowie * Naturerleben und Erholung drohen auf der Strecke zu bleiben.
Damit der Staatswald weiter Bürgerwald bleibt und das Gemeinwohl Vorrang vor schleichender Privatisierung und Profitmaximierung hat, wurde das Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" initiiert, das von einem überparteilichen Bündnis von 38 Organisationen, u. a. dem Deutschen Alpenverein, unterstützt wird.
Nachdem im Sommer bayernweit bereits über 105.000 Menschen den Antrag zum Volksbegehren unterstützt haben, müssen sich vom 16. bis 29. November 920.000 Wahlberechtigte mit Ihrer Unterschrift im Rathaus ihres ersten Wohnsitzes (in München auch in den Bezirksinspektionen) in die dort ausliegenden Listen eintragen (Personalausweis oder Reisepass nicht vergessen!); nur dann können wir Bürger im nächsten Frühjahr in einem Volksentscheid bei der Neufassung des Bayerischen Waldgesetzes mit abstimmen.
Ermuntert bitte auch Freunde, mitzumachen, denn jede Stimme zählt!
Links: 1. Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" [externer Link] 2. Unterstützerorganisationen des Volksbegehrens [externer Link] 3. Aufruf zur Unterstützung durch den DAV [externer Link] template_loader.php?tplpage_id=10&_article_id=50
Bernhard
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Aufruf zur Unterstützung des Volksbegehrens "Aus Liebe zum Wald" | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.11.04 21:40 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Tach. also ganz ehrlich gesagt, wenn ich mir da so die angegebenen Quellen anseh, kommt mir das ganze eher als eine klassische "mir san erst mal gegen ois, was anders is!" Veranstaltung vor... Das was auf den "volksbegehren-wald.de" Seiten präsentiert wird, ist eigentlich eine einzige große Sammlung von durch nichts belegte Behauptungen, die z.T. auch einer ausgesprochen seltsamen Logik folgt: so heißt es einmal: "Bislang effizient arbeitende, schlanke Behörden sollen aufgelöst werden. " - als Folgerung daraus, dass wie im Ansaatz darüber steht 128 Forstämter von nur noch 35 zentralen Stellen ersetzt werden sollen. Dass diese kleiner Organisationsstruktur teurer werden wird, als momentane 128-er Struktur wird dann gleich mit behauptet - ohne auch dafür nur den dahinter stehenden Denk-Ansatz zu erläutern! Überall heißt es "Bürokratie muss abgebaut werden" - nur im Wald nicht... Für mich klingt das zum einen nach der Forderung zur Einstellung eines Diplom-Sozial-Pädagogen für jeden ha Wald in Bayern - und zum andern nach: "Der Staat muß immer und überall sparen, aber bitte nicht da, wo ich am Wochenende meine Schwammerl such!"
RicciE
Bernhard Fischer <xzy987@gmx.net> wrote: > Bayerns Wälder sind in Gefahr: Die bayerische Staatsregierung will die > Staatswälder in Zukunft rein gewinnorientiert bewirtschaften lassen; > Gemeinwohlfunktionen wie > * Natur- und Artenschutz, > * Lawinen-, Hoch- und Trinkwasserschutz sowie > * Naturerleben und Erholung > drohen auf der Strecke zu bleiben. > > Damit der Staatswald weiter Bürgerwald bleibt und das Gemeinwohl Vorrang > vor schleichender Privatisierung und Profitmaximierung hat, wurde das > Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" initiiert, das von einem > überparteilichen Bündnis von 38 Organisationen, u. a. dem Deutschen > Alpenverein, unterstützt wird. > > Nachdem im Sommer bayernweit bereits über 105.000 Menschen den Antrag > zum Volksbegehren unterstützt haben, müssen sich vom 16. bis 29. > November 920.000 Wahlberechtigte mit Ihrer Unterschrift im Rathaus ihres > ersten Wohnsitzes (in München auch in den Bezirksinspektionen) in die > dort ausliegenden Listen eintragen (Personalausweis oder Reisepass nicht > vergessen!); nur dann können wir Bürger im nächsten Frühjahr in einem > Volksentscheid bei der Neufassung des Bayerischen Waldgesetzes mit > abstimmen. > > Ermuntert bitte auch Freunde, mitzumachen, denn jede Stimme zählt! > > Links: > 1. Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" > [externer Link] > 2. Unterstützerorganisationen des Volksbegehrens > [externer Link] > 3. Aufruf zur Unterstützung durch den DAV > [externer Link] > template_loader.php?tplpage_id=10&_article_id=50 > > Bernhard
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Aufruf zur Unterstützung des Volksbegehrens "Aus Liebe zum Wald" | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.11.04 23:03 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo, > Tach. > also ganz ehrlich gesagt, wenn ich mir da so die angegebenen Quellen > anseh, kommt mir das ganze eher als eine klassische "mir san erst mal > gegen ois, was anders is!" Veranstaltung vor...
Das ist mir auch aufgefallen.
Aber ist das nicht überall in der Politik oder Wirtschaft so, dass man erstmal übertreibt.
Ich finde es aber trotzdem sinnvoll für dieses Volksbegehren einzutragen. Denn dadurch erst wird ein Volksentscheid möglich. Ausserdem kommt das Thema dann mehr zur Diskussion.
Gruß Reiner
____________________________ [externer Link] \
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Aufruf zur Unterstützung des Volksbegehrens "Aus Liebe zum Wald" | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 15.11.04 00:24 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Reiner Abl <diax@gmx.de> wrote: > > also ganz ehrlich gesagt, wenn ich mir da so die angegebenen Quellen > > anseh, kommt mir das ganze eher als eine klassische "mir san erst mal > > gegen ois, was anders is!" Veranstaltung vor... .... > Ich finde es aber trotzdem sinnvoll für dieses Volksbegehren einzutragen. > Denn dadurch erst wird ein Volksentscheid möglich. Ausserdem kommt das > Thema dann mehr zur Diskussion.
Da haste sicherlich Recht! Was man allerdings in unseren - speziell und gerade deutschen - Breiten irgendwie überhaupt nie diskutiert: Auch Wald ist oftmals nix anderes wie Eigentum von irgendwem, der damit letztendlich auch 1. mal machen kann was er will, und 2. hab ich noch nie jemanden gesehen/gelesen, der sich einigermaßen geistreich damit auseinander gesetzt hätte, wie man mit diesen offensichtlichen Einschränkung von eben diesen Eigentumsrechten umgehen sollte - gerade auch bei der diskussion um sowas wie Regenwald: Ich bin kein Waldbesitzer (alles, was ich an Grünzeug besitze, ist in einem Blumentopf..), aber diese Ignoranz gerade in unseren westlichen / industriellen / reichen Regionen, mit der wir über letztendlich Eigentum von anderen bestimmen wollen, finde ich eher seltsam...
Naja, und ob Volksbegehren wirklich zu sowas wie "gutem" Ende führen, wage ich nicht zuletzt unter dem Eindruck des Ergebnisses der letzten Präsi-Wahl in USA schon zu bezweifeln...
RicciE
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Aufruf zur Unterstützung des Vol ksbegehrens "Aus Liebe zum Wald" | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 17.11.04 08:51 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Ich finde es aber trotzdem sinnvoll für dieses Volksbegehren einzutragen. > Denn dadurch erst wird ein Volksentscheid möglich. Ausserdem kommt das > Thema dann mehr zur Diskussion.
Ganz deiner Meinung, Reiner. Natürlich übertreibt das Volksbegehren, aber es muss auch ne knappe Million Är...e aus dem Sessel bewegen. Dass Politik in Bayern mit Stammtischparolen gemacht wird, ist ja auch nichts wirklich neues.
Ich unterstütze die Aktion auch, weil ich denke, dass der einzige Grund für die "Forst-Reform" der Regierung, der schnell gesparte Euro ist. Leider braucht aber schon eine schnell wachsende Fichte fast ein Menschenleben lang um zu wachsen. Also kann eine Waldpolitik nicht von Sparplänen für den Staatshaushalt 200x abhängig gemacht werden. Im Falle des erfolgreichen Volksbegehrens, kann die Regierung ja noch einen verbesserten Vorschlag machen, der Naturschutz und zeitgemäße Entbürokratisierung vereint, und ihn in die Abstimmung einbringen.
Zum Thema, dass das modernisierte Forstwesen in Österreich funktioniert kann ich nur sagen, das die Murenabgänge die ich in letzter Zeit gesehen habe, nicht ganz zufällig immer bei den kahlgeschlagenen Waldflächen passiert sind. Ausserdem hinkt für mich der Vergleich einer Lawinenverbauung mit einer ausgewogenen Beforstung. Wenn ich dazu noch die Einstellung Österreichs zu Themen Skigebietserweiterung und Zerstörung der Natur durch Wasserkraftwerke bedenke (ich empfehle das letzte AV Magazin als Lektüre), dann kann doch nicht ernsthaft jemand den Namen Österreich mit funktionierendem Naturschutz in einem Satz nennen ...
...aber jeder wie er will, ich jedenfalls trag mich ein.
Viele Grüße und heile Berge
| |  |
|