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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Anfang August machten mein Sohn und ich eine lange Tour, Könisgssee, Stahlhaus, Hohes Brett, Hoher Göll und zum Kehlsteinhaus, wo wir vorhatten, ein Bier zu trinken, oder vielleicht zwei. Wir kamen um 7 Uhr abend da an, und keine Seele weit und breit, alles geschlossen und verriegelt. Wir waren recht ausgetrocknet (sonniger Tag) und fanden glücklicherweise einen Kühlschrank, den sie vergessen hatten abzuschliessen (wir legten auch Geld rein). Dann ab, erst die Strasse lang, Ziel Obersalzberg. Irgendwo war da ein Fusspfad in Richtung runter, den wir nahmen. Es stellte sich aber heraus, dass der garnicht nach Obersalzberg führte - aber wohin denn? Na, nach einem falschen Weg bei einer Abzweigung (kein Ort auf dem Schild sagte uns etwas) und wieder zurück, waren wir dann auf dem richtigen Weg zur Scharitzalmhütte. Da kamen wir dann um 10 Uhr abends an, es war schon stockdunkel, wir waren dehydriert und schlapp nach insgesamt 15 Std Gehen. In der Almhütte war ein Saufgelage in Gang. Wir erzählten denen, wie und was, und innerhalb weniger Sekunden bekamen wir beide ein grosses Glas Bier in die Hand, hier, setzt euch dahin, wir bringen euch was zu essen - da kamen Brot mit Käse und Wurst, und mehr Bier. Wir hatten ein Taxi in Berchtesgaden angerufen (einer der Leute in der Hütte wusste die Telefonnummer auswendig) und mussten insgesamt drei Biere trinken ehe das kam. Solch freundliche Leute sind mir nicht immer begegnet - prima Menschen!
Wir sind uns einig, nächstes Mal machen wir das umgekehrt, vom Kehlsteinhaus aus bis zum Stahlhaus, wo wir dann entweder bleiben die Nacht, oder auch nicht - abhängig von wann wir da ankommen. -- Dieter Britz (oldnob<at>yahoo.dk)
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Prima Bayern | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.09.08 12:06 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | 29 Fructidor an 216 de la R=C3=A9volution 12:07:20 +0200
Dieter Britz wrote:
> ... und zum Kehlsteinhaus, wo wir > vorhatten, ein Bier zu trinken, oder vielleicht zwei. Wir kamen um > 7 Uhr abend da an, und keine Seele weit und breit, alles geschlossen > und verriegelt. Wir waren recht ausgetrocknet (sonniger Tag) und fanden=
> gl=C3=BCcklicherweise einen K=C3=BChlschrank, den sie vergessen hatten > abzuschliessen (wir legten auch Geld rein). ...
Moeglicherweise nicht vergessen, sondern absichtlich offengelassen, weil sowas haeufiger passiert?
Im September 2006 war ich kurz vor SonnenUntergang zugegen, als eine Gruppe Kletterer vom Goell her kam und voellig ausgetrocknet waren. Sie waren dicht davor, einzubrechen, und nur meine Gegenwart hat sie davon abgehalten. Der RunterMarsch auf der KehlSteinStrasse ist aber so einfach, dass man den auch dehydriert machen kann.
Ich selbst war kurz vorher auch am Ende meiner TrinkVorraete angekommen, aber der Durst war noch nicht so doll.
(ScharitzKehlAlm war allerdings finster - und in voelliger Dunkelheit den Weg nach BGL runterzufinden war nicht einfach.)
Bei BergTouren sollte man aber den Durst ueberbeplanen - man kann ja unterwegs zwangstrinken oder ausschuetten, wenn man merkt, dass man zuviel dabei hat. Wenn man die BergWacht anruft und ein paar Hoibe bestellt, koennte man auch in freundlichen Bayern erleben, was humorlose Rhetorik ist.
Herwig
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