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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo,
aufgrund des Unglücks am "Nanga Parbat" bin ich wieder auf die 8000er aufmerksam geworden. Hierzu einige Fragen:
1. Welche Bücher beziehungsweise DVDs über Expeditionen und so weiter sind wirklich empfehlenswert, also nicht reißerisch und verdummend.
2. Als Kind erzählte man mir immer, dass - strenggenommen - der K2 größer sei als der Everest. Quatsch, oder?
3. Was hat es mit den kommerziellen Touren auf sich, wie sie beispielsweise auf
[externer Link]
angeboten werden? Ich selbst kann das immer nicht ganz nachvollziehen, denn hört man die eine Seite, müssten dort unentwegt massig Leute sterben, hört man die andere Seite, klingt es meistens eher nach Laptop und Espressomaschine.
Vielen Dank Thomas
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Ergänzung:
4. Sind die 8000er durch die Klimaerwärmung in irgendeiner Form akut bedroht? Schnee liegt da ja genug rum, so dass größere Veränderungen denkbar sind.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 26.08.08 20:16 Uhr |
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb:
> 4. Sind die 8000er durch die Klimaerwärmung in irgendeiner > Form akut bedroht? Schnee liegt da ja genug rum, so dass > größere Veränderungen denkbar sind.
Solange sich die Null-Grad-Grenze nicht wirklich deutlich verschiebt, wird sich bei den Bergen kaum etwas verändern. Jedoch auf dem Weg hin zu den einzelnen Bergen kommt es zu größeren Veränderungen.
sf
Torsten -- I think a nerd is a person who uses the telephone to talk to other people about telephones. And a computer nerd therefore is somebody who uses a computer in order to use a computer. (Douglas Adams in "Triumph of the Nerds")
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 26.08.08 20:06 Uhr |
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Koller schrieb: > Thomas Bauer <thomas-bauer@gmx.de> wrote: >> 2. Als Kind erzählte man mir immer, dass - strenggenommen - >> der K2 größer sei als der Everest. Quatsch, oder? > > Chimborazo, Mauna Kea oder Olympus Mons sind Kandidaten mit Berechtigung, > aber der K2?
Was kennst Du für Leute? ;-) Der Chimborazo ist knapp über 6.000, der Olympus Mons *ist* der höchste Berg der Erde und der Andere ist auf dem Mars. :-)
> Ok, iirc gabs in den 80ern mal jemand, der behauptete dass der K2 > eigentlich höher sei, das wurde dann aber recht bald durch eine > Nachmessung mittels GPS widerlegt.
Das könnte der Grund sein, warum mir damals diese falsche Annahme so vehement nahe gebracht wurde.
>> 3. Was hat es mit den kommerziellen Touren auf sich, wie sie >> beispielsweise auf >> [externer Link] >> angeboten werden? > > Wie man so schön sagt, die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.
Meine Vermutung als totalitärer Laie ist halt, dass es Routen gibt, die - zumindest im Vergleich - extrem leicht sind. Vielleicht liege ich falsch, aber ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie das jemand überlebt, der ansonsten jeden Tag eine Maniküre bekommt. So wie ich das sehe, braucht man ja nur genügend Geld, um mal auf einem 8.000er zu stehen - kann mich aber auch täuschen, deswegen frage ich ja.
> Der K2 ist dabei aber auf jeden Fall einsamer und anspruchsvoller, > falls dir am Everest zu viel los ist. ;-)
Keine Angst, ich habe keine Dummheiten vor.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.08 01:32 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb: > Meine Vermutung als totalitärer Laie ist halt, dass es Routen gibt, die > - zumindest im Vergleich - extrem leicht sind. > Vielleicht liege ich falsch, aber ansonsten kann ich mir nicht erklären, > wie das jemand überlebt, der ansonsten jeden Tag eine Maniküre bekommt. > So wie ich das sehe, braucht man ja nur genügend Geld, um mal auf einem > 8.000er zu stehen - kann mich aber auch täuschen, deswegen frage ich ja.
Hierzu noch eine Ergänzung: Ich höre permanent von irgendwelchen Fernsehen- beziehungsweise Kamerateams, die Expeditionen begleiten - passt irgendwie auch nicht ins Bild. Gut, bei der IMAX-Expedition war ein Kameramann offenbar ein Bergsteiger-Legende, aber wenn "Kobler & Partner" so eine Expedition macht, frage ich mich manchmal, wie viele Menschen mit 8000er-Erfahrung noch beim Schweizer Fernsehen arbeiten.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.08 07:38 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer wrote:
> Meine Vermutung als totalitärer Laie ist halt, dass es Routen > gibt, die - zumindest im Vergleich - extrem leicht sind.
"Extrem leicht" ist wohl stark übertrieben, auch im Vergleich.
> Vielleicht liege ich falsch, aber ansonsten kann ich mir nicht > erklären, wie das jemand überlebt, der ansonsten jeden Tag > eine Maniküre bekommt. So wie ich das sehe, braucht man ja nur > genügend Geld, um mal auf einem 8.000er zu stehen - kann mich > aber auch täuschen, deswegen frage ich ja.
Naja, selbiges geschieht ja auch am Kilimandjaro...:-)
Aber im Ernst: Niemand der die körperlichen Voraussetzungen nicht hat, wird einen 8000er bezwingen können. Genügend Geld vereinfacht so ein Vorhaben heutzutage zwar ungemein, aber trotzdem kann niemand sagen "so ich habe viel Geld über, ich steig mal schnell auf den ME". So läuft das selbst dort nicht...
Lies zur eigenen Meinungsbildung ein paar Bücher zum Thema. Was den Everest betrifft kann ich dir John Krakauers "In eisigen Höhen" und "Der Gipfel des Verbrechens" von Michael Kodas ans Herz legen.
Gruss Mike
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.08.08 12:05 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Michael Zmugg schrieb:
> Aber im Ernst: Niemand der die körperlichen Voraussetzungen nicht hat, wird > einen 8000er bezwingen können. Genügend Geld vereinfacht so ein Vorhaben > heutzutage zwar ungemein, aber trotzdem kann niemand sagen "so ich habe > viel Geld über, ich steig mal schnell auf den ME". So läuft das selbst dort > nicht...
Naja, blind ist aber auch schon kein Grund zum Ausschluss vom Gipfelerfolg. Und in naher Zukunft wird gewiss auch jemand einen Rollstuhl zum Gipfel des Everest schieben. ;)
> Lies zur eigenen Meinungsbildung ein paar Bücher zum Thema. Was den Everest > betrifft kann ich dir John Krakauers "In eisigen Höhen" und "Der Gipfel des > Verbrechens" von Michael Kodas ans Herz legen.
Krakauer ist ein sehr guter Einstieg. Allerdings sollte man dann z.B. auch Gammelgaard oder Boukreev lesen, wenn man sich ein umfassendes Bild von den Geschehnissen in 1996 machen möchte.
sf
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| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.08 12:24 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > So wie ich das sehe, braucht man ja nur genügend Geld, um mal auf einem > 8.000er zu stehen - kann mich aber auch täuschen, deswegen frage ich ja.
du brauchst zwei sachen um auf einen 8000 zu kommen. wie bereits erwähnt gute körperliche verfassung. es ist nun mal streng, man wird schlecht schlafen, die höhe spüren, nichts essen können bis zu kotzen etc. etc. das muss man durchhalten können. wenn man das kann, dann bracht nur noch geld. bergsteigerisches können wird bei genügend geld nicht gebraucht. es gibt x fernseberichte über leute, welche NOCH NIE im leben steigeisen unter den füssen gehabt haben.
gruss jörg
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.08 13:36 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Jörg Steck schrieb: >> So wie ich das sehe, braucht man ja nur genügend Geld, um mal auf >> einem 8.000er zu stehen - kann mich aber auch täuschen, deswegen frage >> ich ja. > > (...) > geld. bergsteigerisches können wird bei genügend geld nicht gebraucht.
Wie kann das sein?
Heute Nacht habe ich sogar davon gelesen, dass ein 15jähriger (!) den Everest bestiegen hat.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.08 14:55 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer wrote:
> Heute Nacht habe ich sogar davon gelesen, dass ein 15jähriger > (!) den Everest bestiegen hat.
Das war ein 15jähriges Mädchen. Und zwar Doni, die Schwester von Lhakpa Sherpa. George Dijmarescu, ein äusserst umstrittener Bergsteiger und Bergführer nahm die bergsteigerisch völlig Unerfahrene im Mai 2003 mit in die Todeszone. Am Secound Step mussten wegen ihr ca. 30 Bergsteiger umkehren, weil das Mädchen dort so lange brauchte. Dijmarescu stieg vom Second Step dann zurück ins Lager 2 ab, Doni setzte mit Sherpas den Aufstieg fort und erreichte an diesem Vormittag als jüngster Mensch den Gipfel.
Andere Jugendliche versuchten sich auch schon am Everest, gaben aber teils schon in den unteren Höhenlagern auf.
Gruss Mike
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 27.08.08 12:29 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | > Was kennst Du für Leute? ;-) Der Chimborazo ist knapp über 6.000, der > Olympus Mons *ist* der höchste Berg der Erde und der Andere ist auf dem > Mars. :-)
ne, olympus mons ist auf dem mars, der andere ist der höchste. es kommt immer auf die messung draufan. der ME ist der höchste vom meeresspiegel, der mauna kea ist der höchste vom fuss des berges und der chimborazo ist der höchste vom erdmittelpunkt aus gemessen (--> die erde ist nicht rund).
bin mir nicht ganz sicher, aber glaube vor der entdeckung vom ME galt der K2 als höchster berg, aber vieleicht täusch ich mich da.
gruss Jörg
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 28.08.08 00:05 Uhr |
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb: > >>> 3. Was hat es mit den kommerziellen Touren auf sich, wie sie >>> beispielsweise auf >>> [externer Link] >>> angeboten werden? >> >> >> Wie man so schön sagt, die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. > > > Meine Vermutung als totalitärer Laie ist halt, dass es Routen gibt, die > - zumindest im Vergleich - extrem leicht sind. > Vielleicht liege ich falsch, aber ansonsten kann ich mir nicht erklären, > wie das jemand überlebt, der ansonsten jeden Tag eine Maniküre bekommt. > So wie ich das sehe, braucht man ja nur genügend Geld, um mal auf einem > 8.000er zu stehen - kann mich aber auch täuschen, deswegen frage ich ja. Ich würde sagen, jein. Die richtig "geführten" Expeditionen waren im deutschen Sprachraum nie ernsthaft gefragt, und seit 1996 (vgl. die Bücher Krakauer/Boukreev) hat sich auch international herumgesprochen, dass Ahnunglosigkeit in diesem Höhenbereich sehr ungesund sein kann.
Von dem, was man in der Presse als unvorbereitet und mit Geld alles erkaufend liest oder sieht, würde ich zwei Charaktere unterscheiden: 1) organisierte Expeditionen aus Ländern, in denen z.B. eine Everest-Besteigung einen hohen Gewinn an Ansehen bedeutet. Das ist besonders in vielen asiatischen Ländern der Fall; aus solchen Expeditionen stammen die oft zitierten Fälle von Leuten, die am Everest zum ersten Mal Steigeisen sehen. Die Organisatoren sind (ich denke auch heutzutage noch) quasi patriotisch in der Pflicht, einen möglichst großen Erfolg zu bieten. Das bedeutet natürlich bestmögliche Logistik zu hohen Preisen. 2) Misch-Expeditionen wie die erwähnten kommerziellen Touren - da glaube ich gehen die richtig Ahnungslosen nicht hin. Und wenn doch, filtert sich das spätestens im Basislager einigermaßen gut aus. Ich kenne zwar nur die Nordseite (die preislich günstiger ist), und dort gibt schätzungsweise ein Viertel der Teilnehmer bereits auf, ohne auf 7000 Meter gekommen zu sein. Einfach aus Frust, dass man zwei Monate im engen Zelt quasi auf dem Boden lebt, wegen der Stürme nie mehr als eine halbe Stunde draußen in der Sonne sitzen kann und alles sehr viel anstrengender ist als erwartet. In wie weit bei den restlichen drei Vierteln auch alpinistische Nullen noch bis zum Gipfel kommen, hängt dann durchaus auch von der Ausstattung der Expedition (also vom Preis der Reise) ab, und da dürfte durchaus mehr Geldeinsatz auch bessere Chancen bieten. Man kann auch ab 7000 Metern mit zusätzlichem Sauerstoff gehen, aber das ganze Zeug muss dann ja jemand tragen (nämlich ein Sherpa).
Ich würde allerdings nicht sagen, dass die Routen "extrem leicht" sind. Am Everest sollte man (trotz der Fixseile) auf der Nordroute eine III klettern können, sonst ist der Second Step kaum zu überwinden. Kann natürlich sein, dass man mit persönlichem Sherpa, der ggf. auch noch zieht und schiebt, auch mit schlechteren Kenntnissen hochkommt - aber so dekadente Fälle sind dann doch die Ausnahme.
schönen Gruß Hartmut
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.08.08 00:22 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hartmut Bielefeldt schrieb: > Ich würde sagen, jein. Die richtig "geführten" Expeditionen waren im > deutschen Sprachraum nie ernsthaft gefragt, und seit 1996 (vgl. die > Bücher Krakauer/Boukreev) hat sich auch international herumgesprochen, > dass Ahnunglosigkeit in diesem Höhenbereich sehr ungesund sein kann.
Welches der beiden Büchern würdest Du Flachlandtirolern eher empfehlen? Und welches ist näher an der Wahrheit? Meinen Recherchen nach das von Boukreev.
Gibt es deutschsprachige Expeditionsberichte zum K2 online? Welches Buch zum K2 sollte man gelesen haben? Gibt es deutschsprachige DVDs zum K2? Ich habe unter
https://[externer Link] \
eine DVD entdeckt, AFAIK nur in Englisch, und nicht bei Amazon und Co. erhältlich.
> Ich würde allerdings nicht sagen, dass die Routen "extrem leicht" sind. > Am Everest sollte man (trotz der Fixseile) auf der Nordroute eine III > klettern können, sonst ist der Second Step kaum zu überwinden. Kann > natürlich sein, dass man mit persönlichem Sherpa, der ggf. auch noch > zieht und schiebt, auch mit schlechteren Kenntnissen hochkommt - aber so > dekadente Fälle sind dann doch die Ausnahme.
Die Nordroute soll ja auch schwerer sein. Zur Südroute steht bei Wikipedia, bezogen auf den "Hillary Step": "Der Step ist eine der ganz wenigen Stellen der Südroute, an der man richtiges Klettern beherrschen muss, um ohne Hilfe erfahrener Bergsteiger diese Route zu bewältigen" - aber nachdem da ja wohl mit 90% Wahrscheinlichkeit Fixseile sind ... Versteht mich nicht falsch, ich dachte immer, dass es lediglich den "ganz großen" vorbehalten ist, den Everest zu besteigen. Nachdem ich mich ein wenig eingelesen habe, hört ich von 15jährigen Mädchen und den - hier schon angesprochenen - kommerziellen Touren. Auch war mir nicht geläufig, dass man AFAIK (!!!) kaum klettern muss, sondern das es eher ein Bergwandern ist.
So oder so: Der Everest scheint ein Kinderspiel zu sein, vergleicht man ihn mit dem K2.
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.08.08 12:15 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb:
> Zur Südroute steht bei Wikipedia, bezogen auf den "Hillary > Step": "Der Step ist eine der ganz wenigen Stellen der > Südroute, an der man richtiges Klettern beherrschen muss, um > ohne Hilfe erfahrener Bergsteiger diese Route zu bewältigen" - > aber nachdem da ja wohl mit 90% Wahrscheinlichkeit Fixseile > sind ...
Es ist vor allem die Höhe, da auch mit Flaschensauerstoff dort nicht alle Kräfte zur Verfügung stehen.
> Versteht mich nicht falsch, ich dachte immer, dass es > lediglich den "ganz großen" vorbehalten ist, den Everest zu > besteigen.
Ich bin 1,92 m und am Hidden Peak gescheitert. Vielleicht sollte ich dann doch noch einmal den Everest versuchen. :)
> Nachdem ich mich ein wenig eingelesen habe, hört > ich von 15jährigen Mädchen und den - hier schon angesprochenen > - kommerziellen Touren. > Auch war mir nicht geläufig, dass man AFAIK (!!!) kaum > klettern muss, sondern das es eher ein Bergwandern ist.
Ein Berg setzt ja nun nicht zwingend voraus, dass er auch höchste technische Schwierigkeiten beinhaltet. Die kann man an deutlich kleineren Bergen schon finden, wenn man sich entsprechende Routen sucht.
Und auch am Everest kann man sich natürlich den Westgrat hinaufarbeiten. Und der Nuptse East in direkter Nachbarschaft wäre auch noch eine Herausforderung.
> So oder so: Der Everest scheint ein Kinderspiel zu sein, > vergleicht man ihn mit dem K2.
Diese Einstellung ist übrigens eine der häufigsten Todesursachen beim Bergsteigen ...
sf
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb:
> Hartmut Bielefeldt schrieb: > >> Ich würde sagen, jein. Die richtig "geführten" Expeditionen waren im >> deutschen Sprachraum nie ernsthaft gefragt, und seit 1996 (vgl. die >> Bücher Krakauer/Boukreev) hat sich auch international herumgesprochen, >> dass Ahnunglosigkeit in diesem Höhenbereich sehr ungesund sein kann. > > > Welches der beiden Büchern würdest Du Flachlandtirolern eher empfehlen? > Und welches ist näher an der Wahrheit? Meinen Recherchen nach das von > Boukreev. Ich würde wirklich beide lesen, denn dann hat man beide Seiten und auch beide Herangehensweisen an hohe Berge gesehen. Krakauer geht vom kommerziellen Idealmodell aus - (ich interpretiere frei) für genügend Geld kann man sicherlich auch jemanden finden, der einen zu Fuß zum Mond trägt. Oder es wenigstens glaubhaft verspricht.... Boukreev kennt eher die alpinistische Tradition der UdSSR, wo man für die Besteigung eines Berges ziemlich selbstständig sein musste. Das sowjetischen System war ziemlich restriktiv, man musste gewisse Leistungen vorweisen um überhaupt einen hohen Berg besteigen zu dürfen. Grundsätzlich war dort die Aufgabe des Führers aber eher Koordination und Logistik als das "Führen" im Sinne von Bergführern in den Alpen. Ich weiss nicht, was 1996 die Wahrheit war; ich empfinde Boukreevs Buch aber als glaubwürdiger.
> > Gibt es deutschsprachige Expeditionsberichte zum K2 online? > Welches Buch zum K2 sollte man gelesen haben? > Gibt es deutschsprachige DVDs zum K2? Ich habe unter > > https://[externer Link] \ > > eine DVD entdeckt, AFAIK nur in Englisch, und nicht bei Amazon und Co. > erhältlich. > ...weiß ich nicht, ich hab mich aber auch nicht ernsthaft mit dem K2 beschäftigt. Da käme ich sowieso nie rauf, und ich muss da auch nicht hin.
>> Ich würde allerdings nicht sagen, dass die Routen "extrem leicht" >> sind. Am Everest sollte man (trotz der Fixseile) auf der Nordroute >> eine III klettern können, sonst ist der Second Step kaum zu >> überwinden. Kann natürlich sein, dass man mit persönlichem Sherpa, der >> ggf. auch noch zieht und schiebt, auch mit schlechteren Kenntnissen >> hochkommt - aber so dekadente Fälle sind dann doch die Ausnahme. > > > Die Nordroute soll ja auch schwerer sein. > Zur Südroute steht bei Wikipedia, bezogen auf den "Hillary Step": "Der > Step ist eine der ganz wenigen Stellen der Südroute, an der man > richtiges Klettern beherrschen muss, um ohne Hilfe erfahrener > Bergsteiger diese Route zu bewältigen" - aber nachdem da ja wohl mit 90% > Wahrscheinlichkeit Fixseile sind ... ... sollte man trotzdem in der Lage sein, die Steigklemme richtig einzuhängen. Ich war nie auf der Südseite, und in Anbetracht der astronomischen Gebühren kann ich kaum nachvollziehen warum so viele Leute dort unterwegs sind. Die objektiven Gefahren des Eisbruchs und die Ausgesetztheit des Bereichs um den Hillary Step herum sind zusätzliche Argumente gegen diese Seite, auch wenn dort Fixseile sind. Fixseile können übrigens auch reißen. Abgesehen davon trägt einen ja niemand direkt hoch, also muss man zumindest selber laufen (wenn auch mit vielleicht wenig Gepäck).
> Versteht mich nicht falsch, ich dachte immer, dass es lediglich den > "ganz großen" vorbehalten ist, den Everest zu besteigen. Nachdem ich > mich ein wenig eingelesen habe, hört ich von 15jährigen Mädchen und den > - hier schon angesprochenen - kommerziellen Touren. > Auch war mir nicht geläufig, dass man AFAIK (!!!) kaum klettern muss, > sondern das es eher ein Bergwandern ist. > > So oder so: Der Everest scheint ein Kinderspiel zu sein, vergleicht man > ihn mit dem K2. Die Wahrscheinlichkeit, nicht mehr nach Hause zu kommen, ist an vielen hohen Bergen niedriger als am Everest. Trotzdem gibt es genügend Fälle auch am Everest, und davon sind sehr viele absolut unnötig. Leute, die beim Gang aufs Klo nur die Innenschuhe anhaben und die Eisflanke runterfliegen; andere, die um die Permitkosten zu sparen schwarz alleine unterwegs sind und dann desorientiert und dehydriert tagelang im Zelt liegen (es vermisst sie ja niemand) und nur noch tot gefunden werden. Ein Kinderspiel ist das nur aus SEHR großer Entfernung betrachtet.
einen schönen Gruß Hartmut
| | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 02.09.08 09:12 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Diese Nachricht wurde nicht archiviert, da der Autor dies nicht wünscht. Beiträge mit <X-No-Archive: Yes> werden nur einen Monat lang hier angezeigt. | | | | Zurück zur Übersicht |  | 8000er - allgemeine Fragen | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 29.08.08 12:01 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb:
>> Ok, iirc gabs in den 80ern mal jemand, der behauptete dass der K2 >> eigentlich höher sei, das wurde dann aber recht bald durch eine >> Nachmessung mittels GPS widerlegt. > > Das könnte der Grund sein, warum mir damals diese falsche > Annahme so vehement nahe gebracht wurde.
Der K2 galt eigentlich nie als höchster Berg der Erde (IIRC). Die Vermessungen der Briten waren damals schon sehr genau, obwohl die Gipfel teilweise über 100 und mehr Kilometer mit trigonometrischen Verfahren angepeilt wurden.
Und auch von der "Masseerscheinung", also der gespürten Größe, würde ich andere Kandidaten nennen (z.B. den Nanga Parbat, der sich wie eine riesige Wand 7.000 m über dem Industal erhebt).
> Meine Vermutung als totalitärer Laie ist halt, dass es Routen > gibt, die - zumindest im Vergleich - extrem leicht sind.
Hm? Wann ist eine Route leicht? Die Südroute des Everest wird oft als leicht bezeichnet, obwohl dabei vollkommen übersehen wird, dass esauch dort bis auf 8.850 m hoch geht. Leicht ist das nicht. Auch nicht relativ.
Man kann natürlich eine Route nach einzelnen Aspekten betrachten, was aber überhaupt nichts bringt, wenn man die Route dann tatsächlich gehen möchte. Technisch sind die beiden Normalrouten am Everest nunmal keine besondere Herausforderung. Jedoch ist es die Höhe, die die Routen dann doch wieder sehr schwer werden lässt.
> Vielleicht liege ich falsch, aber ansonsten kann ich mir nicht > erklären, wie das jemand überlebt, der ansonsten jeden Tag > eine Maniküre bekommt. So wie ich das sehe, braucht man ja nur > genügend Geld, um mal auf einem 8.000er zu stehen - kann mich > aber auch täuschen, deswegen frage ich ja.
Das haben ja nun auch schon genug Menschen getan (mit unterschiedlichen Erfolgserlebnissen ...).
sf
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb:
> 1. Welche Bücher beziehungsweise DVDs über Expeditionen und so > weiter sind wirklich empfehlenswert, also nicht reißerisch und > verdummend.
Dazu würde ich in verschiedenen Fachforen die Buchempfehlungen lesen.
> 2. Als Kind erzählte man mir immer, dass - strenggenommen - > der K2 größer sei als der Everest. Quatsch, oder?
Der Mount Everest gehört zu einem Gesamtmassiv, welches zusätzlich noch den Lhotse und den Nuptse beinhaltet.
Der K2 teilt sich seinen Stellplatz mit der (gesammten) Gasherbrumgruppe.
Der K2 ist definitiv der schwierigere Berg, wenn es allein um die technische Betrachtung der Normalrouten geht. Der Mount Everest ist auf den Normalrouten technisch einfacher, dafür jedoch entsprechend höher.
"Größer" müsste hier also erst einmal definiert werden, was nun genau damit gemeint ist.
> 3. Was hat es mit den kommerziellen Touren auf sich, wie sie > beispielsweise auf > > [externer Link] > > angeboten werden?
Diese Anbieter kann man nicht pauschal zusammenfassen. Sicherlich gibt es Schwarze Schafe, die allein den Profit suchen. Andererseits ist es für den Privatmann kaum noch machbar, dass er derartige Touren komplett allein organisiert. Allein die Politik um die Vergabe der Permits spielt hier eine Rolle.
Mehr oder weniger ist man meistens sowieso auf kommerzielle Anbieter angewiesen, auch wenn man nur bei denen im Tross mitgeht, dann aber seine eigene Tour macht.
> Ich selbst kann das immer nicht ganz nachvollziehen, denn hört > man die eine Seite, müssten dort unentwegt massig Leute > sterben, hört man die andere Seite, klingt es meistens eher > nach Laptop und Espressomaschine.
Südroute wie Nordroute haben ihre Gefahren, die jedoch weitestgehend versucht werden zu minimieren. Der Marsch ducrh den Khumbu-Gletscher birgt Gefahren, die u.a. mit Leitern und Fixseilen umgangen werden. Und die Lhotse-Flanke wird man bezahlende Reisende schon hinauf bekommen.
Ab dem Südsattel ist man dann eh in einer anderen Welt, die ohne ausreichend "bottled oxygene" recht surreal wirken kann. :)
Bie der Nordroute sind es eben die drei Steps, die gewisse Probelem bereiten können, obwohl hier auch entsprechende Vorarbeiten geleistet wurden.
Ich habe Hartmut hier lange nicht mehr gesehen. Der ist die Nordroute mal gegangen.
[externer Link]
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Bauer schrieb: > Ich selbst kann das immer nicht ganz nachvollziehen, denn hört man die > eine Seite, müssten dort unentwegt massig Leute sterben, hört man die > andere Seite, klingt es meistens eher nach Laptop und Espressomaschine.
Und meine Recherche führt mich zu immer neuen Absurditäten: Nachdem ich das mit Mark Inglis noch irgendwie glauben konnte, erst recht, nachdem ich gestern die Dokumentation auf DMAX gesehen habe, ist mir eine andere Geschichte nicht erklärbar. Stichwort Erik Weihenmayer. Wie hat der das geschafft?
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Diese Nachricht wurde nicht archiviert, da der Autor dies nicht wünscht. Beiträge mit <X-No-Archive: Yes> werden nur einen Monat lang hier angezeigt. | |  |
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