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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen11.08.08 18:43 Uhr
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Hallo,

bekanntlich reagieren die Menschen höchst individuell, was die Neigung
zu irgendwelchen Höhenanpassungsschwierigkeiten angeht. Ich habe im
Hinterkopf, dass einige schon ab 2000 oder 2500 Metern Seehöhe erste
(leichte) Unanehmlichkeiten bekommen.

Generell wird daher empfohlen, sich 'langsam' nach oben vorzuarbeiten,
und das auch schon in den Alpen, die ja nun mit max. 4800 Metern nicht
so riesig hoch sind.

Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Vorgaben, wie dieses 'langsam'
aussehen soll?

Die Frage ist sehr allgemein gestellt, aber irgendeine Art Faustregel
müßte es doch da geben. Oder merkt mans immer nur nachher, wenn man zu
schnell hochgestiegen ist?

N.
--
Ich halte das für machbar.
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.08 07:49 Uhr
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Nico Hoffmann schrieb:
> bekanntlich reagieren die Menschen höchst individuell, was die Neigung
> zu irgendwelchen Höhenanpassungsschwierigkeiten angeht. Ich habe im
> Hinterkopf, dass einige schon ab 2000 oder 2500 Metern Seehöhe erste
> (leichte) Unanehmlichkeiten bekommen.

Ich merke zwar ab etwa 2800 Meter, dass ich anders (schon bewusster)
atmen muss, um nicht so schnell zu entkräften, kenne aber niemanden, der
in den von Dir genannten Höhen Schwierigkeiten bekommen hätte. Die
liegen vermutlich auch eher am Strand 'rum. :-)

Von (leichten) Kopfschmerzen haben mir, ab einer Höhe von etwa 3000
Metern, Mitwanderer schon mal berichtet. Die dauerten aber, mit einer
Ausnahme (3600-4600-3500 Meter, 2 Tage) nie länger an.

Viel Trinken hilft viel, das wird in den Bergen nur zu gerne mal
vernachlässigt. "Das wiegt doch nur", hat mir mal jemand "erklärt".

> Generell wird daher empfohlen, sich 'langsam' nach oben vorzuarbeiten,
> und das auch schon in den Alpen, die ja nun mit max. 4800 Metern nicht
> so riesig hoch sind.
>
> Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Vorgaben, wie dieses 'langsam'
> aussehen soll?

Mir ist die Faustformel "pro Nacht nicht mehr als 500 Meter" bekannt.
Das heißt, das zwar tagsüber auch größere Höhendifferenzen bewältigt
werden können, die aufsteigende Übernachtung aber maximal in
500-Meter-Schritten geplant werden sollte.

Frage Tante gugel: Höhenanpassung

Gleich der zweite Treffer führt (bei mir) zu Hartmuts Seite:
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
Demnach (Hartmut ist genauso wenig Mediziner, wie ich) sollen es 300-600
Meter sein.

@Hartmut:
Deine Seiten sind ja echt informativ, aber wen hast Du bezahlt, um bei
der Suche mit nur EINEM Wort derart weit oben zu landen? ;-)

Gruß
Ilja
 
 
 
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Akklimatisation an 'die H?he'

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.08 08:18 Uhr
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.08 22:03 Uhr
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Ilja Keseberg schrieb:

>
> Frage Tante gugel: Höhenanpassung
>
> Gleich der zweite Treffer führt (bei mir) zu Hartmuts Seite:
> [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
> Demnach (Hartmut ist genauso wenig Mediziner, wie ich) sollen es 300-600
> Meter sein.
>
>
> @Hartmut:
> Deine Seiten sind ja echt informativ, aber wen hast Du bezahlt, um bei
> der Suche mit nur EINEM Wort derart weit oben zu landen? ;-)
>
> Gruß
> Ilja
Hallo Ilja,

ganz ehrlich: niemanden. Für mich ist das immerhin ein gewisses Zeichen
dafür, dass auch eine viel Geld verdienende Suchmaschine sich noch durch
eine ordentliche Internetseite beeindrucken lässt, ohne dass man
Abertausende an Werbung investieren muss. Allerdings, denke ich, mit
Hilfe von einigen Leuten, die freundlicherweise auf mich verlinkt haben
(auch ohne was zu bekommen außer hoffentlich guter Information).

Ich hab's gerade selber ausprobiert, es funktioniert sowohl mit
"Höhenanpassung" wie auch mit "Akklimatisation" ;-)

schöne Grüße
Hartmut
 
 
 
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OT: Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen13.08.08 09:59 Uhr
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Hallo

> ganz ehrlich: niemanden. Für mich ist das immerhin ein gewisses Zeichen
> dafür, dass auch eine viel Geld verdienende Suchmaschine sich noch durch
> eine ordentliche Internetseite beeindrucken lässt, ohne dass man
> Abertausende an Werbung investieren muss.
Unserer Firma hat eine (teuer bezahlte) Analyse machen lassen, wie gut
die Webseiten der Firma für die verschiedenen Suchmaschinen optimiert
sind. Dabei waren das wesentlichste Ergebnis: Guter Text-Inhalt zählt.

Die meisten Suchmaschinen gehen heute auf die inhaltliche Konsistenz von
Seiten-eindeutigen Strings. Dabei wird dann auch mit anderen ähnlichen
Seiten verglichen und mit Schlagwortkatalogen umgegangen.
Naives Beispiel: Wo "Höhenanpassung" und "Berg" vorkommt, sollten auch
Zahlen mit einem m dahinter und die Strings "Aufstieg" und "Abstieg"
vorkommen.

Gruß, Florian
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen13.08.08 21:21 Uhr
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Hallo,

>> bekanntlich reagieren die Menschen höchst individuell, was die Neigung
>> zu irgendwelchen Höhenanpassungsschwierigkeiten angeht. Ich habe im
>> Hinterkopf, dass einige schon ab 2000 oder 2500 Metern Seehöhe erste
>> (leichte) Unanehmlichkeiten bekommen.
>
> Ich merke zwar ab etwa 2800 Meter, dass ich anders (schon bewusster)
> atmen muss, um nicht so schnell zu entkräften, kenne aber niemanden, der
> in den von Dir genannten Höhen Schwierigkeiten bekommen hätte. Die
> liegen vermutlich auch eher am Strand 'rum. :-)

Naja, man kan schon niedriger Probleme bekommen: Vor allem Menschen mit
ausgeprägter Hypertonie (Bluthochdruck), die die "Höhe" nicht gewöhnt sind,
können schon bei geringer Belastung und etwa 1500m üNN Probleme wie
Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzrasen bekommen (ist aber selten).

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es scheint auch sehr von der
regelmäßigen Akklimatisierung abzuhängen, wie gut man mit der Höhe zurecht
kommt. Früher (tm, also bis vor vier Jahren), als ich mindestens alle zwei
Monate in den Bergen war, habe ich bis 3500m üNN nur selten was gemerkt,
heute merke ich schon 2500m üNN vor allem bei der Atmung, da ich nur noch
selten in den Bergen bin und noch dazu nur noch auf 90m wohne :).

Viele Grüße,

Thorsten
--
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen13.08.08 22:11 Uhr
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Ilja Keseberg schreibt:

> Nico Hoffmann schrieb:
>> bekanntlich reagieren die Menschen höchst individuell, was die Neigung
>> zu irgendwelchen Höhenanpassungsschwierigkeiten angeht. Ich habe im
>> Hinterkopf, dass einige schon ab 2000 oder 2500 Metern Seehöhe erste
>> (leichte) Unanehmlichkeiten bekommen.
>
> Ich merke zwar ab etwa 2800 Meter, dass ich anders (schon bewusster)
> atmen muss, um nicht so schnell zu entkräften, kenne aber niemanden, der
> in den von Dir genannten Höhen Schwierigkeiten bekommen hätte. Die
> liegen vermutlich auch eher am Strand 'rum. :-)

Dass man mehr Atmen muss, ist ja eigentlich zu erwarten. Das würde ich
aber jetzt noch nicht als 'Unanehmlichkeit' einordnen. Damit meine
dann schon eher Kopfschmerzen und dergl.:

> Von (leichten) Kopfschmerzen haben mir, ab einer Höhe von etwa 3000
> Metern, Mitwanderer schon mal berichtet. Die dauerten aber, mit einer
> Ausnahme (3600-4600-3500 Meter, 2 Tage) nie länger an.

>> Generell wird daher empfohlen, sich 'langsam' nach oben vorzuarbeiten,
>> und das auch schon in den Alpen, die ja nun mit max. 4800 Metern nicht
>> so riesig hoch sind.
>>
>> Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Vorgaben, wie dieses 'langsam'
>> aussehen soll?
>
> Mir ist die Faustformel "pro Nacht nicht mehr als 500 Meter" bekannt.
> Das heißt, das zwar tagsüber auch größere Höhendifferenzen bewältigt
> werden können, die aufsteigende Übernachtung aber maximal in
> 500-Meter-Schritten geplant werden sollte.
>
> Frage Tante gugel: Höhenanpassung
>
> Gleich der zweite Treffer führt (bei mir) zu Hartmuts Seite:
> [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
> Demnach (Hartmut ist genauso wenig Mediziner, wie ich) sollen es 300-600
> Meter sein.

Interesante Seite.

Wenn ich die Ausganghöhe, bis zu der keine Höhenanpassung notwendig
ist, mit 2500 Metern ansetze (das ist noch einigermaßen konservativ),
dann sollte ich für einen 4000er mindestens 3 Tage zum Anpassen
ansetzen. Bei 3000 Metern wären es immer noch mindestens zwei Tage.

Die Akklimatisation (vollständige(!) Kreislaufanpassung) dauert also
zwei Wochen mindestens. Bis man erste Effekte spürt, wird es
vielleicht nicht so lange dauern, aber die 3 Tage, die ich oben
ausgerechnet habe, sind wohl zu kurz, d.h. nach nur 2 oder 3 Tagen
liege ich noch überwiegend im Bereich der Adaption, nicht der
Akklimatisation. Also ggü. dem Flachland eingeschränkte körperliche
Leistungsfähigkeit.

Als normaler deutscher Angestellter kommt man nur in die
Akklimatisation, wenn man einen großen Teil seines Jahresurlaubs en
Block sehr weit oben verbringt. D.h., das fällt mehr oder weniger
flach (buchstäblich :-).
D.h. auch: Die große Mehrheit der Bergsteiger in den Alpen geht wohl
nicht akklimatisatiert auf die Gipfel.

Es scheint also nicht zwingend nötig. Die Regel 'go high, sleep down',
wobei 'down' sowas wie 3000m (oder am 2. Tag 3500m) meint, deckt schon
einen erheblichen Teil der Alpengipfel ab.

Für mich heißt das, dass ich meine bisherige Strategie, eine
'Eingehtour' von zwei oder drei Tagen vor der eigentlichen
Hauptunternehmung zu machen, beibehalten werde, auch wenn ich da
ggf. auf etwas mehr als 4000 Meter komme (ich spreche von den Alpen,
nicht von Expeditionsbergsteigereien).

Sehr interessant auch die Rolle der Flüssigkeitszufuhr. Wie du schon
angemerkt hast, ist das aber auch ein Gewichtsproblem. Wasserläufe,
aus denen man 'nachtanken' könnte, sind aber deutlich oberhalb 3000
Meter die Ausnahme. Schnee/Eis gibts zwar immer wieder, aber das ist
ja gefroren....
Skurrile Idee: Der Körper produziert doch genug Abwärme, die man mit
Schweiß mühsam wegkühlt. Angenommen, ich schnalle mir jetzt einen
Beutel mit Schnee um die Wampe, könnte ich doch den Schnee zu
Trinkwasser schmelzen und müßte dafür gleichzeitig ein bischen weniger
schwitzen. Hat schonmal jemand sowas versucht?

> @Hartmut:
> Deine Seiten sind ja echt informativ, aber wen hast Du bezahlt, um bei
> der Suche mit nur EINEM Wort derart weit oben zu landen? ;-)

'Sex sells' ist ebend nicht die einzige Wahrheit :-)

N.
--
Ich halte das für machbar.
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen14.08.08 07:49 Uhr
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Nico Hoffmann schrieb:
> Wenn ich die Ausganghöhe, bis zu der keine Höhenanpassung notwendig
> ist, mit 2500 Metern ansetze (das ist noch einigermaßen konservativ),
> dann sollte ich für einen 4000er mindestens 3 Tage zum Anpassen
> ansetzen. Bei 3000 Metern wären es immer noch mindestens zwei Tage.

Wenn Du mit 2500 Metern keine Probleme hast könntest Du, bei
entsprechender Kondition und bisher nicht festgestellten Höhenproblemen
problemlos die 1500 Meter 'rauf und 'runter.

Da ich einmal im Jahr "Runter vom Sofa, rauf auf die Berge" mache, acte
ich für die "Kondition" auf Einlauftouren zuhause. Hier im Bergischen
Land kann man sogar An- und Abstiege einbauen.

Wer im Raum Bergisches, Mettmann und Ennepetal nach Möglichkeiten sucht,
findet hier alles, was dazu notwendig ist (selbst passende GPS-Daten):
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Einwandertouren machen wir so etwa alle zwei Wochen, angefangen mit 4,
beendet mit 8 oder gar 9 Stunden. Das heißt, dass ich zumindest schon
einmal die Gewissheit habe, Wanderungen bis deutlich über 30 Kilometer
in aufrechter Position beenden zu können.

> D.h. auch: Die große Mehrheit der Bergsteiger in den Alpen geht wohl
> nicht akklimatisatiert auf die Gipfel.

Wir haben meist Quartiere auf etwa 1600 Meter. Die ersten zwei
Wanderungen gehen selten auf Gipfel über 2500 Meter.

> Für mich heißt das, dass ich meine bisherige Strategie, eine
> 'Eingehtour' von zwei oder drei Tagen vor der eigentlichen
> Hauptunternehmung zu machen, beibehalten werde

Wenn Deine Strategie bisher aufgegangen ist: Warum daran überhaupt auf
Anfrage hier etwas ändern wollen?

> auch wenn ich da
> ggf. auf etwas mehr als 4000 Meter komme (ich spreche von den Alpen,
> nicht von Expeditionsbergsteigereien).

Hehe... das ist aber sowas von relativ. Du glaubst nicht, wieviele Leute
die Alpen schon unter 4000 Metern als Expeditionsbergsteigereien
betrachten. :-)

Jetzt, wo Du 4000 erwähnst: Mit etwa 16 hatte ich auf dem Alalinhorn
tatsächlich leichte Kopfschmerzen. Da wir zu Beginn mit einem Bähnchen
hochgefahren sind, dürfte das tatsächlich die Höhe gewesen sein...

> Skurrile Idee: Der Körper produziert doch genug Abwärme, die man mit
> Schweiß mühsam wegkühlt. Angenommen, ich schnalle mir jetzt einen
> Beutel mit Schnee um die Wampe, könnte ich doch den Schnee zu
> Trinkwasser schmelzen und müßte dafür gleichzeitig ein bischen weniger
> schwitzen. Hat schonmal jemand sowas versucht?

Probier es doch mal aus. Bin gespannt, wieviele Milliliter Du schaffst,
bevor es Dir viel zu kalt wird. Den Schweiß aufzufangen ginge vermutlich
schneller. Und Schnee wiegt natürlich auch gar nichts. Skurile Idee...

Gruß
Ilja
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen14.08.08 08:29 Uhr
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Ilja Keseberg <i.nospam@onlinehome.de> writes:

> Nico Hoffmann schrieb:
>> Wenn ich die Ausganghöhe, bis zu der keine Höhenanpassung notwendig
>> ist, mit 2500 Metern ansetze (das ist noch einigermaßen konservativ),
>> dann sollte ich für einen 4000er mindestens 3 Tage zum Anpassen
>> ansetzen. Bei 3000 Metern wären es immer noch mindestens zwei Tage.
>
> Wenn Du mit 2500 Metern keine Probleme hast könntest Du, bei
> entsprechender Kondition und bisher nicht festgestellten Höhenproblemen
> problemlos die 1500 Meter 'rauf und 'runter.
>
> Da ich einmal im Jahr "Runter vom Sofa, rauf auf die Berge" mache, acte
> ich für die "Kondition" auf Einlauftouren zuhause. Hier im Bergischen
> Land kann man sogar An- und Abstiege einbauen.

Ich weiß ja nicht, was ihr im Bergischen Land für Sofas habt, aber ich
halte das für optimistisch.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen07.09.08 16:52 Uhr
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David Kastrup schrieb:
>> Da ich einmal im Jahr "Runter vom Sofa, rauf auf die Berge" mache, acte
>> ich für die "Kondition" auf Einlauftouren zuhause. Hier im Bergischen
>> Land kann man sogar An- und Abstiege einbauen.
>
> Ich weiß ja nicht, was ihr im Bergischen Land für Sofas habt, aber ich
> halte das für optimistisch.

;-)

Das Sofa verlasse ich (nur) für die Einlauftouren (und die Berge)
selbstverständlich!

Komme gerade erst, nach 3 Wochen Karwendel, wieder darauf zurück...

Gruß
Ilja
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen14.08.08 20:42 Uhr
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Ilja Keseberg schreibt:

> Nico Hoffmann schrieb:
>> Wenn ich die Ausganghöhe, bis zu der keine Höhenanpassung notwendig
>> ist, mit 2500 Metern ansetze (das ist noch einigermaßen konservativ),
>> dann sollte ich für einen 4000er mindestens 3 Tage zum Anpassen
>> ansetzen. Bei 3000 Metern wären es immer noch mindestens zwei Tage.
>
> Wenn Du mit 2500 Metern keine Probleme hast könntest Du, bei
> entsprechender Kondition und bisher nicht festgestellten Höhenproblemen
> problemlos die 1500 Meter 'rauf und 'runter.

Bisher ging das. Allerdings reicht meine 4000er-Sammlung noch nicht,
um eine aussagekräftige Statistik betreiben zu können.

>> Für mich heißt das, dass ich meine bisherige Strategie, eine
>> 'Eingehtour' von zwei oder drei Tagen vor der eigentlichen
>> Hauptunternehmung zu machen, beibehalten werde
>
> Wenn Deine Strategie bisher aufgegangen ist: Warum daran überhaupt auf
> Anfrage hier etwas ändern wollen?

Nur weil ich frage heißt das ja nicht, dass ich unbedingt etwas ändern
möchte. Vielleicht tauchen aber in den Antworten neue Aspekte auf, die
eine andere Strategie sinnvoll machen.

>> Skurrile Idee: Der Körper produziert doch genug Abwärme, die man mit
>> Schweiß mühsam wegkühlt. Angenommen, ich schnalle mir jetzt einen
>> Beutel mit Schnee um die Wampe, könnte ich doch den Schnee zu
>> Trinkwasser schmelzen und müßte dafür gleichzeitig ein bischen weniger
>> schwitzen. Hat schonmal jemand sowas versucht?
>
> Probier es doch mal aus. Bin gespannt, wieviele Milliliter Du schaffst,
> bevor es Dir viel zu kalt wird. Den Schweiß aufzufangen ginge vermutlich
> schneller. Und Schnee wiegt natürlich auch gar nichts. Skurile Idee...

Was trinkst du lieber: Schmelzwasser oder deinen aufgefangenen Schweiß?
Und den Schnee müßtest du nicht von der Hütte weg mitschleppen.

N.
--
Ich halte das für machbar.
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.08 10:25 Uhr
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Am 11 Aug 2008 16:43:06 GMT schrieb Nico Hoffmann:

> bekanntlich reagieren die Menschen höchst individuell, was die Neigung
> zu irgendwelchen Höhenanpassungsschwierigkeiten angeht. Ich habe im
> Hinterkopf, dass einige schon ab 2000 oder 2500 Metern Seehöhe erste
> (leichte) Unanehmlichkeiten bekommen.

Ich kann mich erinnern als Kind (damals 7 Jahre alt) mit meinem Vater aufs
Jungfraujoch gefahren zu sein (3450 m). Während ich vorher schon eine Woche
auf 1.400 Metern zugebracht hatte, war einen zwei Tage vorher aus Köln
angereist (60 m hoch). Oben bekam er dann recht massive Probleme
(Kopfschmerzen, Taubheitsgefühle in den Fingern). Wir sind dann nach
relativ kurzer Zeit wieder runter gefahren, da gab sich das Ganze dann
wieder.

Ich war letztes Jahr noch mal mit meinem Sohn dort oben, da haben wir aber
auch darauf geachtet vorher ein paar Tage in mittlerer Höhe zu verbringen
und nicht direkt in den ersten Tagen da rauf zu fahren.

> Generell wird daher empfohlen, sich 'langsam' nach oben vorzuarbeiten,
> und das auch schon in den Alpen, die ja nun mit max. 4800 Metern nicht
> so riesig hoch sind.

ACK, so ab 2000 - 2500 Metern merkt man schon etwas, daß man konzentrierter
atmen muß. Aber nur in den ersten paar Tagen.

> Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Vorgaben, wie dieses 'langsam'
> aussehen soll?

Das ist sicher individuell verschieden. Ich würde mir zwei, drei Tage in
mittlerer Höhe (1000 - 1500 m) gönnen, bevor ich höher als 3000 m gehe.

Grüße,

Frank
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.08 11:52 Uhr
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Nico Hoffmann schrieb:

> Generell wird daher empfohlen, sich 'langsam' nach oben vorzuarbeiten,
> und das auch schon in den Alpen, die ja nun mit max. 4800 Metern nicht
> so riesig hoch sind.

Diese Aussage gilt nur für Messner & Co. und ist nicht zu verallgemeinern.

> Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Vorgaben, wie dieses 'langsam'
> aussehen soll?

Neben den Anpassungsformeln, die schon genannt wurden, hängt das sehr viel
vom eigenen Trainingszustand, von vergangener Höhenerfahrung des Körpers,
der Kondition, der Tagesform und letztlich sogar vom Wetter ab. Du kannst
von 800m auf 2500m zum Übernachten aufsteigen, um am nächsten Tag
weiterzugehen; und einmal geht es Dir blendend und Du kannst sogar eine
Radlermaß zischen, aber beim nächsten Mal kannst Du Kopfschmerzen der
Migräneklasse haben.

> Die Frage ist sehr allgemein gestellt, aber irgendeine Art Faustregel
> müßte es doch da geben. Oder merkt mans immer nur nachher, wenn man zu
> schnell hochgestiegen ist?

Hängt auch davon ab, wie Du Dich kennst. Ich kann mich normalerweise
hinlegen und während des Liegens ein paar Entspannungsübungen machen, sodaß
bis zum Einschlafen die Kopfschmerzen dann erträglich sind. Am Morgen bin
ich dann normalerweise ausgeruht. Wenn man nicht zum Einschlafen kommt,
kann das aber richtig übel werden. Verallgemeinern kann man das halt nicht
so recht, daß es wirklich sicher wäre. Für sicher wäre dann die 500m-Regel
anzuwenden.

Andi

--
"Vielleicht ist es aber nur eine Sonderform der biologischen Kriegsführung,
China mit Milch zu überschwemmen. Ein Chinese, der am flotten Otto leidet,
kann keine Markenpiraterie betreiben. Das schafft deutsche Arbeitsplätze
in der Kohleindustrie." [Harald Lins erkennt globale Zusammenhänge]
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen12.08.08 15:47 Uhr
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Hallo Nico !
Kaufe Dir das Buch von MEES "HÖHENANPASSUNG" dort steht alles drin
HANS

Nico Hoffmann schrieb:
> Hallo,
>
> bekanntlich reagieren die Menschen höchst individuell, was die Neigung
> zu irgendwelchen Höhenanpassungsschwierigkeiten angeht. Ich habe im
> Hinterkopf, dass einige schon ab 2000 oder 2500 Metern Seehöhe erste
> (leichte) Unanehmlichkeiten bekommen.
>
> Generell wird daher empfohlen, sich 'langsam' nach oben vorzuarbeiten,
> und das auch schon in den Alpen, die ja nun mit max. 4800 Metern nicht
> so riesig hoch sind.
>
> Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Vorgaben, wie dieses 'langsam'
> aussehen soll?
>
> Die Frage ist sehr allgemein gestellt, aber irgendeine Art Faustregel
> müßte es doch da geben. Oder merkt mans immer nur nachher, wenn man zu
> schnell hochgestiegen ist?
>
> N.
 
 
 
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Re: Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen13.08.08 15:00 Uhr
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Ist eine gute Seite allgemein zur Höhenmedizin.

Gruss
Stephan
 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen15.08.08 17:37 Uhr
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Also wenn ich mein Bücherwissen noch halbwegs richtig im Kopf habe, dann
fängt der Körper erst ab so 2500m an sich anzupassen.

Ich mach das in der Praxis meistens so:
Anreise und dann noch hoch auf ca 3000m zu ersten Übernachtung.
Dann auf den ersten 4000er und Übernachtung auf so ca 3800m.
Danach bin ich dann im Prinzip angepasst, wobei eine Übernachtung noch höher
dann auch nichts schadet.

Allerdings darf ich nicht mit der Bahn hochfahren.
Bei der geringsten Anstrengung nach einer Bahnfahrt auf über ca 3500m wird
mir schlecht.

Das Problem ist auch nicht die erreichte Höhe tagsüber, sondern die
Schlafhöhe.

Gruss Axel

 
 
 
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Akklimatisation an 'die Höhe'

Bergsteiger beim Bergsteigen24.08.08 16:49 Uhr
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Hallo Nico,

ich kenne das auch mit den 500hm pro Tag wenn man höher steigt. Wenn man
also am gleichen Tag wieder runter geht, dann darf es auch mehr sein.
Meine erste Übernachtung auf der Oberwalderhütte (das war so 1992) war
mit Kopfschmerzen und fürchterlichem Durst in der Nacht verbunden. Kein
Wunder - sind wir doch an einem Tag von 200hm mit dem Auto auf ca.
2300hm (Glocknerstraße - Freiwandeck) hochgefahren und dann noch die
restlichen 600hm zur Hütte gelaufen.
Gleiches passiert, wenn man z.B. mit der Seilbahn von Alagna Valsese auf
ca. 3000hm hochfährt und dann die restlichen 600hm zur Hütte wandert. In
diesem Fall hatten wir vorher schon den Gran Paradiso gemacht und waren
also schon etwas akklimatisiert.
Als ich 1993 am Piz Bernina war, haben wir an der Marco e Rosa-Hütte
(ca. 3600hm) einen Höhenkranken erlebt, der seiner Sinne nicht mehr
mächtig war und vom Heli in's Tal geflogen werden musste. Er hat's
immerhin überlebt. Nicht so viel Glück hatte 2003 ein Bergsteiger am
Großglockner. Eine Woche nachdem wir zum wiederholten Male auf dem
Glockner waren, haben wir erfahren, dass ein 65jähriger Bergsteiger
gemeinsam mit seinem Bergführer vom Lucknerhaus (1900hm) direkt zum
Erzherzog-Johann-Haus (3454hm) aufgestiegen ist. Am nächsten Morgen lag
er tot im Bett - Höhenlungenödem.
Wir hatten zwischendurch ein Nacht in der Stüdlhütte (2801hm)
übernachtet (lohnt sich schon wegen dem guten Frühstücksbuffet) und die
900hm mit hüttengepäck haben für den ersten Tag auch gereicht.

Ciao, Frank

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Buchtipp

Sturz ins Leere
 
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