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"Es habe bis zu zehn Meter Neuschnee gegeben, meldete die bayerische Zugspitzbahn."
[externer Link]
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord und 2 Tote | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 13.07.08 22:46 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Michael Schadewald wrote: > gerade gelesen: > > "Es habe bis zu zehn Meter Neuschnee gegeben, meldete die bayerische > Zugspitzbahn." > > [externer Link]
Wobei es hier eher um die beiden Toten beim Berglauf ging, Zitat "Zwei Tote bei Extremlauf auf Zugspitze"
Reiner
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 00:51 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Michael Schadewald:
> "Es habe bis zu zehn Meter Neuschnee gegeben, meldete die bayerische > Zugspitzbahn." > > [externer Link]
Jetzt wollte ich mich gerade für morgen beurlauben und mein Brett rausholen...nur steht da nix von 10 Metern. -- Mit PHP Kontonummern auf Gültigkeit prüfen: <[externer Link] >
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 01:39 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | 27 Messidor an 216 de la R=C3=A9volution 01:40:00 +0200
Markus Malkusch wrote:
> ...
> Jetzt wollte ich mich gerade f=C3=BCr morgen beurlauben und mein Brett > rausholen...nur steht da nix von 10 Metern.
Sei nicht so kleinlich - was sind 10 Meter gegen 10 Zentimeter, wenn die Hoehe der Berge in km misst?
Ausserdem rutscht man in den oberen Schichten des Schnees, da nehmen die unteren 9.9 Meter sowieso nicht teil.
Herwig
-- ************************************************** * Herwig Huener [externer Link] * * Assistierender QuantenScharfRichter * **************************************************
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 09:43 Uhr |
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Koller wrote:
>> Jetzt wollte ich mich gerade für morgen beurlauben und mein Brett >> rausholen...nur steht da nix von 10 Metern. > > nebeneinander ...
Wie gut, dass hier die Experten schreiben und Spiegel-Online hier mitliesst. Sie haben gelernt und verbessert. Zitat"...Es habe bis zu zehn Zentimeter Neuschnee gegeben,...".
Und nun ermittelt auch noch der Staatsanwalt - wegen der Toten, nicht wegen der Schneehöhe. <[externer Link] 33.xml >
Reiner
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 10:47 Uhr |
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Koller wrote:
> Wobei sich dabei wirklich die Frage stellt ob die Läufer dabei so > verbissen sind, dass sie dabei nichts mehr von der Umgebung mitbekommen. > Bei Sportveranstaltungen im freien Alpinen Gelände würde ich mir > eigentlich erwarten, dass der Einzelne trotzdem selbst über die > Sicherheit und Ausrüstung entscheiden muss, und sich nicht wie > bei einem Schirennen darauf verlassen darf, dass der Veranstalter > Fangnetze oder überall Streckenposten etc. aufstellt, die übermüdete > Sportler rausholen.
Sportler haben mit Natur und Umgebung - auch wenn sie diese manchmal für ihren Sport vorschützen - nicht viel am Hut. Primär sind es die Ergebnisse ihres Sports oder neudeutsch Events, welches sie antreibt. In der markantesten Ausprägung auch XTreme genannt, bei der sogar ihre eigene Gesundheit von ihnen als zweitrangig erachtet wird.
> Und wenn das jemand so extrem macht, dass er nicht mehr Herr der > eigenen Sinne ist, dann müsste er sich wohl ein entsprechendes > Betreuerteam (Freunde) zulegen, die ihn rechtzeitig auf den Boden > der alpinen Gefahren zurückholen, man lebt schliesslich nur einmal.
Bisher habe ich noch in jedem Gespräch, dass sie einem Sendeforum gaben, von ihnen gehört, dass sie sich an die Grenzen "heran"wagen, und dass sie sich der Gefahren bewußt seien. Diejenigen, die dabei dabei aber selbst entleibten, scheinen jene nichtinterviewten zu sein, die ihre Grenzen bewußt überschritten. Mit Tabletten oder aufgeschnittener Schlagader nennt man sie üblicherweise Selbstmörder, obwohl ich diesen Ausdruck nicht mag. Mörder handeln aus niedrigen Gründen, Lebensmüde passt bessser auf diese Gruppe.
> So tragisch der Tod ist, aber letztendlich ist das die Eigenverantwortung > die jeder eingeht, der in den Bergen unterwegs ist. Laut Bericht wurde > vom Veranstalter auch noch extra auf die zu erwartenden Wetterverhältnisse > hingewiesen.
Auch wenn es für einige zynisch klingen mag, Vollkasko-Berge gibt es noch nicht. Zum Glück für diejenigen, die eine noch weitestgehend intakte natürliche Umgebung _erleben_ wollen und bereit sind sich in ihr mit Bedacht zu bewegen. Alle anderen sollten sich in Boulderhallen oder Indoorskihängen vergnügen. Dort kann man die Eigenverantwortung fast an der Kasse abgeben und hoffen, dass einem die Deckenbalken nicht auf den Kopf fallen.
Reiner
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Eigenverantwortung | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 13:09 Uhr |
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Koller wrote:
> Das seh ich nicht so. Mag zwar für einige Exemplare gelten, aber vor allem > im Breitensport ist gerade bei den alpinen Sportarten die Natur und > Umgebung auch sehr entscheidend für die Motivation, natürlich nicht nur.
Es mag sein, dass sich Naturbegeisterte sportlich bewegen. Ich schrieb aber eher von den Freizeit- und Profisportlern, denen die Natur eher als Kulisse für ihr primäres Ziel "wettbewerblich Sport treiben" dient. Ich klettere auch, fahre leidlich Ski, jogge und springe Fallschirm. Speziell beim Joggen geniesse ich den Wald und die Umgebung.
> Bei Wettbewerbssportlern ist natürlich das Ergebnis entscheidender als > bei Hobbysportlern, aber bei vielen durchaus nicht das einzige Ziel. > Man sollte nicht von ein paar Extrembeispielen auf alle schliessen.
Das im Artikel genannte Beispiel, auf das dieser Thread Bezug nimmt, ist aber ein Extrembeispiel.
> In dem konkreten Fall wohl nicht. Das dürften eher Hobbysportler gewesen > sein, die sich überschätzt haben. Aber natürlich kommt sowas auch bei > Profis vor. Warum sollten auch Hobbysportler so viel vernünftiger sein > als die Profis.
Weil sie die Chance haben, sich weniger um ihren Verdienst beim Sport kümmern zu müssen und sich ihrer Umgebung widmen könnten. Sie sind eben keine Profis, sondern Freizeit (AKA Hobby)-Sportler. Es gibt dann eh nix zu verdienen, ausser Erkenntnis.
> Dumm natürlich, wenn sich jemand von Vorbildern > zu was unüberlegten inspirieren lässt, aber letztlich ist jeder für > sich selbst verantwortlich.
Jemand, der die Tour de France fährt und sein Blut per EPO staut, kann wenigstens auf einen einträglichen Gewinn hoffen. Die Freizeitradler, die sich ihre Vorbilder bei dieser Tour suchen und auch biochemisch auf Vordermann bringen, sind einfach nur gestört. Scheinbar klappt es mit der Selbstverantwortung nicht so ganz.
> Selbst da kann was passieren, auch wenn dort der Betreiber natürlich bis > zu einem gewissen Grad Aufsichtspflicht hat.
Natürlich kann etwas in der Natur passieren. Unser Leben ist der Natur egal, wir aber sollten wissen, dass die Natur für uns lebensgefährlich sein kann und uns so weit wie möglich entsprechend verhalten. Wenn der Veranstalter des Extremrennens aber schon vorher sagt, dass die Witterungsverhältnisse nicht in Ordnung sind, haben mindestens zwei Instanzen der sich "intelligent" nennenden Spezies Mensch versagt. Der Veranstalter, der trotzdem starten ließ, ohne anscheiend die Ausrüstung zu kontrollieren. Dann die "Sportler", denen ihr Ehrgeiz die Nutzung ihres Verstandes untersagte. Die Natur trifft keine Schuld, alles schien vorher bekannt zu sein.
> Ich hoffe aber nicht, dass man den tragischen Fall zum Anlass nimmt, > Sportveranstaltungen in freier Natur generell zu verbieten, oder mit > übertriebenen Haftungsauflagen quasi unmöglich macht.
Haftung nutzt dir hinterher sowieso nix, sie kann auch nicht wiederbeleben. Wer aber andere wissentlich in Lebensgefahr bringt, ist zumindest verantwortlich. Auch diejenigen, die sich selber in Gefahr bringen, können sich auch nicht aus der Verantwortung ihren Angehörigen gegenüber harsus stehlen (leider tun sie es trotzdem). Haftungsauflagen, Klagen und Versicherungen sind leider ein Symptom unserer Zeit. Leidererstzen sie nicht das eigentlich Fehlende: das Verantwortungsgefühl. Zumal es Politiker und andere Vorbildpersonen auch nicht mehrheitlich mehr besitzen, stattdessen vorgeschützte Vergesslichkeit und vorgetäuschtes Unwissen.
Mein Fallschirmsprunglehrer, Dieter Leinfelder, sagte immer: "Use your brain". Das brachte es für mich auf den Punkt.
Reiner
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Eigenverantwortung | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 14:58 Uhr |
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|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Thomas Koller wrote:
>> Es mag sein, dass sich Naturbegeisterte sportlich bewegen. Ich schrieb >> aber eher von den Freizeit- und Profisportlern, denen die Natur eher >> als Kulisse für ihr primäres Ziel "wettbewerblich Sport treiben" dient. > > Natürlich gibt es solche Leute. Aber nicht alle Freizeit- oder Profisportler > sind so, wie du hier schreibst.
Ich schrieb nicht "alle", sondern "von den ..., denen...". Das schließt eben nicht implizit alle kategorisch ein. Damit es klar ist, ich beschreibe keine pauschalen, sondern spezielle Verhaltensweisen, die ich auch benannte.
>> Ich klettere auch, fahre leidlich Ski, jogge und springe Fallschirm. > > Soll heissen, du bist auch einer jener "Idioten"? > Oder sinds halt doch nicht alle so?
Zumindest versuche ich mich umsichtig zu verhalten und nicht grenzwertig. Ich gebe aber zu, dass ich speziell beim Springen schon mal in eine Situation kam, die ich mir hinterher richtig durch den Kopf gehen lassen musste. Da ich bei mir unklaren Sizuationen aber eher dazu neige, nicht zu springen oder nicht zu klettern, habe ich zwar auch schon dämliche Kommentare zu hören bekommen, aber bin bis heute noch bei bester Gesundheit, ohne nur zu Hause auf dem Sofa zu sitzen.
>> Scheinbar klappt es mit der Selbstverantwortung nicht so ganz. > > Das ist halt das Problem mit der Selbstverantwortung. Aber wenn mans > da nicht lernt, wo sonst?
Stimmt, es scheint die Mentalität vorzuherrschen, für möglichst vieles zuständig, aber nicht verantwortlich zu sein. Das mit der Selbstverantwortung ist aber wirklich ein heikles Thema für sich. Wem anscheinend schon die Angst für sich abgeht, der sollte wenigstens an seine/ihre Lieben denken.
> Nein, ich meinte, auch in der Halle kann was passieren, nicht nur in > der Natur. Selbstverantwortung beginnt nicht erst in der Natur.
Klar, ich denke aber an die Situation an der Zugspitze, die eben nicht so leicht zu organisieren ist, wie in einer Halle. Es ist schon etwas anderes, wenn, wie letzte Woche, das Wetter umschlägt oder ein Haken in der Halle nicht kontrolliert wird.
> Wobei man es imho auch nicht übertreiben soll. Das Leben ist zwar > lebensgefährlich, aber deshalb darauf verzichten ist auch keine Lösung. > Ohne Risiko auch kein Gewinn.
Wie in der Beyerischen Anendschau heute zu sehen, war aber von Gewinn eh nicht viel zu sehen,- nur Risiko pur. Selbst die angekommenen Läufer waren fertig, rannten bei Frosttemparaturen in kurzen Hosen und Hemdchen, rutschen über vereiste Grate und mussten oben angekommen teilweise auch ärztlich versorgt werden. Nebenbei, von 4 Rettungshubschraubern konnten 2 witterungsbedingt gar nicht fliegen. Die Piloten hatten wohl eine anders geartete Vorstellung von Verantwortung. No risc, no fun stand wohl nicht in ihrer Agenda.
> Das ist die Frage. Muss hier der Veranstalter wirklich Kindermädchen > spielen und die Ausrüstung der Teilnehmer kontrollieren? Oder ist > es doch in erster Linie Selbstverantwortung?
Zumindest hatte er die Zielankunft schon 500m nach unten verlegen müssen und die Läufer anscheinend auf ihre dürftige Bekleidung hingewiesen. Für die angereisten Läufer reichte dies anscheinend nicht. Nun gut, ich denke, alle waren erwachsen.
> Auch das seh ich nicht als so eindeutig gegeben. Hat der Veranstalter die > Teilnehmer in Lebensgefahr gebracht? Wenn ja, wie? Weil er nicht > Kindermädchen gespielt hat?
Wie es bisher bekannt wurde, hatte der Veranstalter gewarnt, ob es ausreichte, mag man diskutieren. Wenn ich das nochmal mit der Tour de France vergleiche, dann kann man auch trefflich darüber streiten, ob man den Fahrern überlassen sollte, wie sie ihre Leistung erreichen. Auch dort beissen einige letztendlich ins Gras. Schwund ist immer kann aber nicht jedes Argument für Dummheit ersticken.
>> Auch diejenigen, die sich selber in Gefahr bringen, können sich auch >> nicht aus der Verantwortung ihren Angehörigen gegenüber harsus stehlen >> (leider tun sie es trotzdem). > > Nein, können sie nicht. Ich glaub aber auch nicht dass sie es einfach so > tun. Zumindest nicht die Mehrheit.
Ich will und möchte es auch nicht glauben. Trotzdem spricht die Realität manchmal dagegen. Zum Glück ist ein Teil dagegen immun.
Reiner
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 22:00 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hi Thomas,
Thomas Koller <tkoller@gmx.at> wrote:
> Reiner Schischke <reiner.schischke@free.fr> wrote: > > So tragisch der Tod ist, aber letztendlich ist das die Eigenverantwortung > die jeder eingeht, der in den Bergen unterwegs ist. Laut Bericht wurde > vom Veranstalter auch noch extra auf die zu erwartenden Wetterverhältnisse > hingewiesen.
Vom DAV veranstaltete Touren wurden verschoben. Der Wettersturz war vorher angekündigt. Unbegreiflich...
Marc
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 15.07.08 19:55 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Hallo,
Marcus Hain wrote:
> Vom DAV veranstaltete Touren wurden verschoben. Der Wettersturz war > vorher angekündigt. Unbegreiflich...
Ich hatte für das Wochenende eine Clubtour aufs Balmhorn geplant und habe daher die Wetterprognosen täglich verfolgt. Für das Wochenende war eine Kaltfront vorhergesagt, die sich über die Westalpen nach Osten bewegen und viel Niederschlag bringen sollte. Und genauso ist dann auch gekommen.
Meine Tour habe ich schon am Donnerstagabend abgesagt, weil die Wetterentwicklung völlig klar war und eine sichere Durchführung der Tour ausschloss. Ich kann auch nicht begreifen, wieso man bei so einer Lage einen Berglauf auf knapp 3000 m nicht einfach absagt oder wenigstens beim Einsetzen des Schlechtwetters den Lauf abbricht.
In einem Radiobericht (ich glaube heute morgen im Deutschlandfunk) wurde erwähnt, dass der Veranstalter vor einem Jahr den Berglauf wegen schlechten Wetters abgebrochen hatte. Er wurde deshalb mit Schadenersatzforderungen konfrontiert! Weiss jemand dazu etwas Näheres?
Grüsse Uli
| | | | Zurück zur Übersicht |  | Schneerekord | | Bergsteiger beim Bergsteigen | 14.07.08 19:48 Uhr |
|  | Auf diese Nachricht antworten!  | Markus Malkusch schrieb: > Jetzt wollte ich mich gerade für morgen beurlauben und mein Brett > rausholen...nur steht da nix von 10 Metern.
Gestern abend schon, ich schwör :-)
Interessant, wie schnell man offenbar bei sowas sterben kann. Bisher habe ich nur im Alpinismus von solchen Todesfällen gehört, allerdings nach längeren Touren. Vielleicht ist ein schlechter Fettstoffwechsel verantwortlich.
Ich möchte wetten, dass diese Geschichte der Popularität des Rennens nicht schadet.
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