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Sturzfaktor

Bergsteiger beim Bergsteigen08.05.08 14:54 Uhr
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Falls diese ng nicht nur für "Alpinismus" ist, sondern auch für Klettern
im Allgemeinen: Ich las mal, dass die Idee des Sturzfaktors von Sticht
stammt. Gibt es da eine Publikation, die die Mathematik dafür beschreibt?

Ich sehe einen Artikel von einem Christian Katlein, aber da fehlen einige
Abgaben. Es interessiert mich, das mal anzusehen im Detail.
--
Dieter Britz (britz<at>chem.au.dk)
 
 
 
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Sturzfaktor

Bergsteiger beim Bergsteigen08.05.08 23:54 Uhr
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Hi,

Dieter Britz schrieb:

> im Allgemeinen: Ich las mal, dass die Idee des Sturzfaktors von Sticht
> stammt. Gibt es da eine Publikation, die die Mathematik dafür beschreibt?
>
> Ich sehe einen Artikel von einem Christian Katlein, aber da fehlen einige
> Abgaben. Es interessiert mich, das mal anzusehen im Detail.

Im Berg und Steigen 03/2000 und 04/2000 gabs einen zweigeteilten Artikel
"Energie ist Kraft mal Weg", der auch den Sturzfaktor erklärt und div.
physikalische Zusammenhänge. Ob das für Dich ausreichend ist, weiss ich
nicht, aber man kanns im Web nachlesen:

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster und raussuchen, oder
[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Grüße,

Mathias
 
 
 
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Sturzfaktor

Bergsteiger beim Bergsteigen09.05.08 12:20 Uhr
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Mathias Zunterer wrote:

> Hi,
>
> Dieter Britz schrieb:
>
>> im Allgemeinen: Ich las mal, dass die Idee des Sturzfaktors von Sticht
>> stammt. Gibt es da eine Publikation, die die Mathematik dafür beschreibt?
>>
>> Ich sehe einen Artikel von einem Christian Katlein, aber da fehlen einige
>> Abgaben. Es interessiert mich, das mal anzusehen im Detail.
>
> Im Berg und Steigen 03/2000 und 04/2000 gabs einen zweigeteilten Artikel
> "Energie ist Kraft mal Weg", der auch den Sturzfaktor erklärt und div.
> physikalische Zusammenhänge. Ob das für Dich ausreichend ist, weiss ich
> nicht, aber man kanns im Web nachlesen:
>
> [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster und raussuchen, oder
> [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster
>
> Grüße,
>
> Mathias

Danke, Mathias, und auch Herwig (der Henker {:] ). Inzwischen fand ich
auch noch einen Artikel in Physik in unserer Zeit, 32 (2001) 62--68,
wodrin eine kurze Ableitung ist. Die benutzt das Hooksche Gesetz,
was eine Approximation sein muss, sonst würden wir bei jedem Fall
auch wieder hochschnellen, jedenfalls teilweise. Ich suche weiterhin
nach der Originalquelle wo Sticht das machte, wenn es stimmt, das er
der Erste war.

Ich sah übrigens mal einen Faktor-2 Fall, ganz dicht bei (ich war an
einem Standplatz gegenüber). Der Kletterer fiel nach ca. 2 Metern
am Sichernden vorbei, der in einer Art Nische stand. Er benutzte
eine Stichtplatte, und ich sah eine kleine Rauchwolke aus seinem
Handschuh kommen. Das macht Eindruck... Am Fels benutzte ich immer
einen Handschuh beim Sichern.
--
Dieter Britz (britz<at>chem.au.dk)
 
 
 
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Sturzfaktor

Bergsteiger beim Bergsteigen10.05.08 01:36 Uhr
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22 Flor=C3=A9al an 216 de la R=C3=A9volution
01:37:00 +0200

Dieter Britz wrote:

> ...

> Danke, Mathias, und auch Herwig (der Henker {:] ). Inzwischen fand ich
> auch noch einen Artikel in Physik in unserer Zeit, 32 (2001) 62--68,
> wodrin eine kurze Ableitung ist. Die benutzt das Hooksche Gesetz,
> was eine Approximation sein muss, sonst w=C3=BCrden wir bei jedem Fall
> auch wieder hochschnellen, jedenfalls teilweise.

Sic. Eine reine elastische SeilAntwort taugt im
Alpinismus nichts. Und genau das ist letzten
Endes die Aufgabe einer SeilBremse: Aus (Fall-)Energie
Waerme machen.

Es waere aeusserst interessant fuer den Alpinismus,
in ein BergSeil eine hohe dissipative Komponente
einzubauen - also ein Seil, das quasi Gummi- und
KnetGummi-Eigenschaften vereint. Wie das aber
KletterTechnik genau modifizieren koennte, da
bin ich nicht Sach- oder Praxis-kundig.

BTW: Die kunstvolle Anwendung von reaktiven
und dissipativen und aktiven Komponenten in
Textilien - BergSeile sind im erweiterten
Sinne auch das - hat eine Ex-Freundin von
mir in der C'T 8/1994 in der SF-Story "Running
Fortress" auf Seiten 264 .. 268 veroeffentlicht:

[externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster

Es geht da nicht um BergSeile, sondern um einen
Laeuferinnen-BH.

Inwieweit BergSeile von einem eigenen
EnergieStoffWechsel profitieren koennten
kann ich erst recht nicht ueberblicken -
aber das ist sowieso fernste Science Fiction:
Es gibt solche Textilien noch nicht.

Herwig

--
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* Herwig Huener [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster *
* Assistierender QuantenScharfRichter *
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Sturzfaktor

Bergsteiger beim Bergsteigen09.05.08 00:07 Uhr
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21 Flor=C3=A9al an 216 de la R=C3=A9volution
00:08:00 +0200

Dieter Britz wrote:

> Falls diese ng nicht nur f=C3=BCr "Alpinismus" ist, sondern auch f=C3=BC=
r Klettern
> im Allgemeinen: Ich las mal, dass die Idee des Sturzfaktors von Sticht
> stammt. Gibt es da eine Publikation, die die Mathematik daf=C3=BCr besc=
hreibt?

Da gibt es einen Pool von Quellen, der Dir gar
nicht schmecken wird. Es ist dies die Dynastie
der britischen Henker nach William Marwood (1820
=E2=80=93 1883). Er hat das Erhaengen am langen Fall
eingefuehrt, das danach von allen britischen
Henkern fortgefuehrt und verbessert wurde.

Die Intentionen des Alpinisten und des Henkers
sind leicht unterschiedlich - der eine will
beim Sturz in das Seil Verletzungen vermeiden,
der andere will eine bestimmte Verletzung in
aeusserst praeziser Weise erzeugen. Tatsaechlich
muss der Henker genauer rechnen als der Alpinist,
um die beiden KunstFehler (Erdrosseln und
Kopf abreissen) zu vermeiden. Der Alpinist
hingegen ist auch gluecklich, wenn er die
Verletzung nicht nur knapp, sondern vielleicht
sogar deutlich vermeidet.

Ueber das anatomische hinaus hatte/hat der Henker
auch mit den SeilEigenschaften zu tun. So musste Albert
Pierrepoint bei den Hinrichtungen der KriegsVerbrecher
in Hameln nicht nur die koerperlichen Eigenschaften
jedes Delinquenten beruecksichtigen, sondern auch
die sich mit jeder Hinrichtung aendernden
SeilEigenschaften. Falls jemand das Fuehren eines
SeilTagenBuchs fuer laestig haelt: AP hat in Hameln
stundenlang ueber seinen Tabellen gesessen, um die
genauen FallHoehen zu ermitteln - fuer jeden einzelnen
seiner Delinquenten.

Noch eine Parallele gibt es zwischen dem Henker und
dem Alpinisten: AP hatte ein LuxAuge auf seine Seile
- da hat er niemanden rangelassen. Und die
Vorbereitung eines HanfSeils liesst sich auch
wie eine Freizeit-raubende Taetigkeit - ein
BergSeil oder SpeleoSeil ist deutlich pflegeleichter.

Es ist schwer, an die Quellen ranzukommen - das
britische Home-Office sitzt drauf. Darueberhinaus
ist die Vergleichbarkeit mit heutigen modernen
BergSeilen nicht so besonders gut, weil der
britische Henker sowas nicht verwendet hat.
Die Mathematik ist natuerlich dieselbe.

Und es gibt noch jemand, der sich mit Stuerzen
in ein Seil - und anderem - beschaeftigt hat -
aber da werde ich keine Einzelheiten berichten.
Liess etwa:

John Cornwell:

"Forschen fuer den Fuehrer"

bei Bastei Luebbe

Koennte sein, dass Dir stellenweise schlecht wird.
Aber vieles von gegenwaertigen medizinischem Wissen
kommt aus dieser Zeit.

Die Nazis haben nicht nur mit Stuerzen ins Seil
experimentiert - es ging auch um die Auswirkungen
von Stuerzen ohne Seil. Bis zu aus 10_000 Metern
Hoehe. Erwartet jemand, dass sie arische HerrenMenschen
aus dem Flugzeug geschmissen haben?

Damit verglichen waren die meisten britischen Henker
nach Marwood in ihrem Bemuehen, es fuer den
Verurteilten kurz zu machen, noch sympathische
Menschen.

Ich habe uebrigens mal ueberlegt, ob ich das Thema
fuer diese NG anschneiden sollte: Das Know-How
des Alpinismus fuer die Kunst des Henkens einzusetzen.
In der Tat, beim Erhaengen unabhaengig vom Gewicht
des zu Erhaengenden eine prazisen FangStoss in das
Genick des Delinquenten zu liefern, das wird durch
modernes Material sehr erleichtert. Ausserdem muss
der Galgen etwas anders gebaut werden - aber da
behalte ich Einzelheiten fuer mich.

Nicht, dass jetzt jemand glaubt, dass ich fuer die
TodesStrafe bin. Aber den in dieser Sache
herumdilletierenden Amerikanern zu zeigen, wie man
es richtig macht, und das vielleicht in einem
Land, das wir nicht direkt zu den RechtsStaaten
zaehlen, das koennte eine weitere Stufe auf dem
Weg in eine Welt ohne Todesstrafe sein.

Das waere ein schoenes Vermaechtnis der letzten
britischen Henker und des Alpinismus zusammen.

Herwig

BTW: Dieses Thema hat mit der QuantenRente und
der QuantenHinrichtung *nichts* zu tun.

--
**************************************************
* Herwig Huener [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster *
* Assistierender QuantenScharfRichter *
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