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KoenigsSee und Loch Ness

Bergsteiger beim Bergsteigen02.03.08 20:46 Uhr
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13 Vent=F4se an 216 de la Révolution
20:46:00 +0100

Was haben KoenigsSee und Loch Ness gemeinsam?

Viel. Zum einen gibt es in beiden keine Monster
- aber als UnterscheidungsMerkMal taugt das
wenig, weil es viele Seen ohne Monster gibt.

Das zweite ist, dass dem lockeren Spaziergang am
Ufer entlang Grenzen gesetzt sind.

Beim KoenigsSee betrifft dies den groessten Teil
des Umfanges - anstrengungsfreie SpazierGaenge
am Ufer sind gerade mal ein paar hundert Meter
am noerdlichen und am suedlichen Ende moeglich.

Beim Loch Ness ist die UferStrecke zwischen
Foyers und Fort Augustus nicht direkt
bewanderbar - ein Viertel des Umfanges, aber da
Loch Ness viel groesser als der KoenigsSee ist,
eine vergleichbare Strecke.

Beides habe ich 1980 herausgefunden, und es ist
in beiden Faellen heute noch so.

Die Gruende sind verschieden:

Loch Ness: die Gegend ist duenn besiedelt,
einsam und "naturbelassen" [1]. Gegend gibt es
genug, und wegen des Klimas ist SchottLand
(noch) nicht der touristische Renner.

KoenigsSee: Der Status als NationalPark
verbietet Bebauung und NeuAnlage von Wegen, und
ein UferWeg traete in Konkurrenz zur
KoenigsSeeSchiffFahrt, was diese sicher zu
verhindern wissen wird.

Bei beiden Seen ist wegen der Steilheit des
Gelaendes eine WegeBauung schwierig, wenn auch
nicht unmoeglich.

Was koennten die Gruende sein, die es
wahrscheinlich werden lassen, dass doch
irgendwann diese Strecken mit UferWegen bebaut
werden?

Loch Ness: Die KlimaVerschiebung arbeitet ganz
klar fuer die schottische Touristik. Schon 2020
rechnet man mit Sommern von mehr als vier Wochen
Laenge und einer deutlich erhoehten
Wahrscheinlichkeit des Auftretens von
regenfreien Tagen. Dazu wird trotz NichtExistenz
das Monster immer mehr kommerzialisiert werden.

KoenigsSee: Der politische Wille, NationalParks
zu erhalten, ist nicht fuer alle Zeiten
garantiert. Der Wunsch nach einem Haeuschen im
Gruenen (am OberSee, in der Roeth, auf der
ArchenKanzel, ...) hingegen eine Konstante, die
hinreichend einflussreiche ZeitGenossen
irgendwann fuer sich aktivieren werden - mit wer
weiss was fuer einer Argumentation. Die
FortFuehrung der HinterbrandStrasse ueber das
Steinerne Meer war ja schon einmal geplant - wer
wollte garantieren, dass diese Plaene nicht
wiederkommen? Und wenn es so weit ist, dann ist
der Uferweg auch dabei - befahrbar natuerlich,
damit man zum Salet-Sheraton kommt.

Historische Prozesse vorauszusagen ist
schwierig. Die Geschwindigkeit der Aenderungen
auch - technische Innovationen, die wir noch gar
nicht kennen, koennten eine Rolle spielen.

Meine persoenliche Vermutung ist: Ueber
Jahrzehnte aendert sich nicht viel, ueber
Jahrhunderte schon. Die Kaerlinger-Disco am
FuntenSee wird es geben, wenn auch nicht zu
unseren LebZeiten. Und genauso sicher werden
deren GrundMauern wieder ueberwachsen und
unkenntlich sein.

PreisFrage und Wette: Welcher der beiden
horizontalen SpazierWege wird zuerst realisiert
werden: Laendle bis Salet-Alm am KoenigsSee,
oder Foyers bis Fort Augustus am Loch Ness? Und
wann wird das sein?

Herwig

[1] Ich habe "naturbelassen" in
AnfuehrungsZeichen gesetzt, weil das schottische
HochLand alles andere als naturbelassen
ist. Aber dem naiven Betrachter mag es so
vorkommen. Ich will das also nicht weiter
thematisieren - obwohl es fast ontopic ist, denn
die Entwicklung des schottischen HochLands in
den letzten JahrHunderten geben ein glaenzendes
Beispiel, wie sehr sich Landschaft durch
menschlichen EinFluss veraendern kann.

--
**************************************************
* Herwig Huener [externer Link] externer Link. Öffnet in neuem Fenster *
* Assistierender QuantenScharfRichter *
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