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Erste Hilfe - Die Wiederbelebung

 

Herz-Lungen-Wiederbelebung
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist eine Kombination aus Atemspende und Herzdruckmassage. Sie ist notwendig, wenn beide der folgenden Voraussetzungen zutreffen:
 
1. Die Mund-zu-Nase- bzw. Mund-zu-Mund-Beatmung hat nicht zu einer Spontanatmung des Verletzten geführt.
 
2. Der Puls ist nicht tastbar. Den Puls kontrolliert man immer an beiden Seiten des Halses. Der Verletzte bleibt in der Flachlagerung, der Kopf ist in Richtung Nacken überstreckt
 
 
Freimachen der Atemwege
Überprüfe, ob die Zunge oder Fremdkörper im Mund die Atmung behindern. Entfernt werden muss zum Beispiel eine lockere Zahnprothese. Bedenke aber, dass alles sehr schnell gehen muss. Wichtig ist, dass möglichst schnell mit dem Beatmen begonnen wird.
 
Lager den Verletzten flach auf den Rücken. Legen eine Hand auf die Stirn, die andere an das Kinn des Verletzten. Ziehe den Unterkiefer vorsichtig nach oben, indem du den Kopf nach unten in Richtung Nacken überstreckst. Der Mund des Verletzten ist geschlossen.
Freimachen der Atemwege
 
Überprüfe, ob der Verletzten wieder zu atmen beginnt. Kann er nicht durch die Nase atmen, öffne seinen Mund einen fingerbreiten Spalt. Setzt die Atmung nicht ein, musst du mit der Atemspende beginnen.
 
 
Mund-zu-Nase-Beatmung
Atme für die Atemspende ganz normal. In der Luft, die du ausatmest, ist noch genügend Sauerstoff enthalten, um den Verletzten zu beatmen.
 
So wird es gemacht:
 
Der Kopf des Verletzten ist nackenwärts überstreckt, der Mund ist geschlossen. Beuge dich über das Gesicht des Verletzten, und atme ein. Mit deiner Ausatemluft musst du den Verletzten über seine Nase beatmen.
Mund-zu-Nase-Beatmung
 
Damit die Luft aus deinem Mund ausschließlich in die Nase des Verletzten strömt, musst du mit den Lippen den Bereich um die Nasenöffnung des Verletzten abdichten. Der Mund des Verletzten ist dabei geschlossen.
 
Drehe nach der Atemspende den Kopf des Verletzten leicht zur Seite; so kannst du besser erkennen, ob er zu atmen beginnt.
 
 
Mund-zu-Mund-Beatmung
Ist die Beatmung des Verletzten über die Nase nicht möglich (zum Beispiel wegen einer Verletzung in diesem Bereich), wähle die zweitbeste Beatmungstechnik: die Mund-zu-Mund-Beatmung.
 
So wird es gemacht:
 
Halte beim Beatmen die Nase des Verletzten zu, damit die Luft nicht entweichen kann. Beuge dich über das Gesicht des Verletzten, und atme ein. Zum Ausatmen dichtest du mit deinen Lippen den Bereich um den Mund des Verletzten ab, damit deine Ausatemluft ausschließlich der Beatmung zugute kommt. Kontrolliere danach, ob der Patient wieder spontan atmet. Bei einem Erwachsenen musst ca. alle fünf Sekunden eine Atemspende geben.
 
Funktionieren Herz und Kreislauf des Verletzten noch, müsste die Atmung nach einigen Atemspenden wieder einsetzen.
 
 
So findest du den Druckpunkt für die Herzmassage
Knie dich neben den Verletzten und mach möglichst seine Brust frei. Such den unteren knorpeligen Abschnitt des Brustbeines (sog. Schwertfortsatz). Fahre dazu mit dem linken Zeigefinger den unteren Rippenbogen entlang hin zur Mitte. Das Brustbein endet dort, wo die beiden gegenüberliegenden Rippenbögen zusammentreffen. Lass deinen Zeigefinger auf diesem Punkt, und lege zwei Finger deiner anderen Hand daneben in Richtung Hals. Setze nun den Handballen der linken Hand direkt neben die zwei Finger in Richtung Hals auf den Brustkorb - das ist der Druckpunkt für die Herzdruckmassage.
So findest du den Druckpunkt für die Herzmassage
 
 
Durchführung der Herzdruckmassage
Setze den linken Handballen auf den Druckpunkt, den du ermittelt hast. Lege den rechten Handballen auf den linken Handrücken. Strecke die Arme durch, und verlagern deinen Körperschwerpunkt über den Verletzten. Drücke nun mit übereinandergelegten Handballen kräftig nach unten. Damit die Massage Erfolg hat, muss das Brustbein bei einem erwachsenen Patienten ca. 4 bis 5 cm nach unten gedrückt werden. Locker den Druck, damit sich das Herz mit Blut füllen kann. Lass dabei die Hand leicht auf dem Druckpunkt, damit du ihn nicht immer wieder neu suchen musst.
Durchführung der Herzdruckmassage
 
 
Ein-Helfer-Methode:
für den Fall, dass du die Wiederbelebungsmaßnahme allein durchführen musst:
 
1. Zwei Atemspenden (Dauer ca. 3 Sekunden)
 
2. 15 Druckmassagen (Dauer ca. 10 Sekunden)
 
Nach vier Zyklen (je zwei Atemspenden und 15 Druckmassagen) überprüfe den Puls des Verletzten an beiden Seiten seines Halses. Ist kein Puls tastbar, wiederhole die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Kontrolliere nach jeweils vier Zyklen, ob du den Puls fühlen kannst. Setze die Wiederbelebungsmaßnahme solange fort, bis du den Puls tasten kannst oder bis der Notarzt die Behandlung des Verletzten übernimmt.
 
 
Zwei-Helfer-Methode
wenn ihr die Wiederbelebungsmaßnahme zu zweit durchführt:
 
1. Am Anfang zwei Atemspenden (Dauer etwa 3 Sekunden)
 
2. Dann fünf Herzdruckmassagen (Dauer etwa 3 Sekunden)
 
3. Danach beginnt ein Zyklus von abwechselnd einer Atemspende (Dauer ca. 1 Sekunde) und fünf Herzdruckmassagen (Dauer ca. 3 Sekunden). Jeder Zyklus beginnt wieder mit einer Atemspende und endet mit einer Herzdruckmassage. Nach jeweils zehn Zyklen erfolgt eine Pulskontrolle am Hals. Ist der Puls nicht tastbar, muss die Wiederbelebung weitergeführt werden.
 
 

 

 


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